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Ein liebender Mann

Goethetexte als Vorlage für Martin Walsers Roman
by

Miriam Seidler

on 7 January 2010

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Transcript of Ein liebender Mann

Ein liebender Mann
Ulrike Sophie von Levetzow
* 4. Februar 1804 in Löbnitz
† 13. November 1899
Reaktion auf Goethes Heiratsantrag:
Das Mädchen hätte noch keine Lust zu heiraten!
Johann Wolfgang von Goethe
* 28. August 1749 in Frankfurt am Main;
† 22. März 1832 in Weimar
Werke Goethes im Roman Walsers
Die Leiden des jungen Werther
Der Mann von fünfzig Jahren
Marienbader Elegie
Der liebende Goethe bei Walser
Kitsch und Verklärung? - Wird die Darstellung Goethe gerecht?
Alter Mann - junges Mädchen: Wie bewerten Sie Walsers Gestaltung des Motivs des verliebten Alten?
Warum Goethe? Ist Goethe eine zeitgemäße Romanfigur?
Welche Funktion haben die intertextuellen Bezüge im Roman Walsers?
In Goethes Hand - Walsers Künstlerdrama
Und wenn der Mensch in seiner Qual verstummt
Gab mir ein Gott zu sagen, was ich leide.
Eckermann als Sisyphos, der alles für "seinen" Goethe macht, ohne jemals eine Gegenleistung zu erhalten.
Zentrale Frage: Wie kann man Goethe darstellen?
1982
2008
Reaktionen der Literaturkritik
Thomas Anz: "Es geht um anderes weit mehr: um die Beziehung zwischen Kunst und Leben, Literatur und Musik, Schreiben und Lesen, Sehen und Hören, Maskenspiel und Authentizität, Komik, Ernst und Tragik, Fiktion, Wahn und Wirklichkeit, Lüge, Verstellung, Sprache und Wahrheit. Es geht um Kämpfe, um Selbstbehauptungen, vor allem gegenüber Ansprüchen anderer, Ängste vor psychischen Verletzungen oder um Bedingungen des Glücks und des Leidens, um Paradies und Hölle. All diese Themen werden aufgegriffen, fallengelassen, leitmotivartig wiederholt, variiert, kombiniert und einander entgegengesetzt.
Joachim Kaiser, Süddeutsche Zeitung: "Wer diese berühmte Altersdichtung manchmal doch ein wenig überformuliert gefunden haben mag, beschwert von allzuviel Sehnsuchts-Scholastik und strenger Verzweiflungs-Architektur, der liest die Elegie nun neu . . ."
"Doktor, niemand ist im Augenblick in mich verliebt. Ich bin in niemanden verliebt. Nur der Tod steht herum in allen vier Ecken"
(Goethe zu Eckermann in "In Goethes Hand", S. 40)
"Du kannst melden, der Alte spinnt. Rennt rum wie in einem Iffland-Schwank. Seid froh, daß er in Böhmen bleibt. Kannst du sagen. Der ist bloß blamabel. [...] Verleumdung! Niedertracht! Das ist Weimar! Kleinlich, mies, gemein. Glaub mir, August, sie ist zwanzig! Wer sagt das: neunzehn? Los, August! Schon niemanden, ich muß mich wehren. Endlich. Ich spür's. Ich lächle bloß, spiel den Mummelgreis, dem an nichts mehr liegt als am Weise-Sprüche-Klopfen. Tag und Nacht Verzicht, Verzicht, Verzicht. Edel, edler, am ödesten!"
Goethe zu August in "In Goethes Hand", S. 26)
Terence James Reed: "Walser nimmt Goethe endlich ernst!"
Wolfgang Frühwald: "In einer Gesellschaft, in der Fragen, Probleme und Sorgen des Alters und des Alterns zunehmend mehr und wichtiger werden, ist Goethe eine hochaktuelle Romanfigur. Sein Leben gehört zu den best erforschten und dokumentierten Biographien der Geschichte und ist dabei in vielen grundlegenden Erfahrungen des Alterns geradezu zeitlos exemplarisch.

Solche Erfahrungen des Alterns sind z.B. die des Überlebens, das heißt des Verlustes von Freunden, Verwandten, Gatten und Kindern; die völlige Verkehrung der gewohnten Lebensverhältnisse; die öffentliche Ablehnung des einst gerühmten Lebensstils durch die Jungen; der Umgang mit Sinnlichkeit und Sexualität im Alter; das Verhalten bei chronischer Krankheit und plötzlich auftretenden Gesundheitsproblemen; der oft auch misslungene Versuch, die psychische Balance bei schweren Schicksalsschlägen (wie etwa dem Tod der Frau oder des Sohnes) zu bewahren. Walser hat den Umgang mit Sinnlichkeit und Liebesfähigkeit zum Thema genommen, für viele alte Menschen heute kein kleines Problem!"
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