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Gentechnik - Perspektiven und Ethik

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by

Joris Kanowski

on 2 December 2013

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Transcript of Gentechnik - Perspektiven und Ethik

Gentechnik -
Perspektiven und Ethik

von Maria Meyer und Joris Kanowski
1. Manipualtion nicht-menschlicher Organismen
1.1. Synthetisches Leben
1.2. Verschwimmen der Artgrenzen
1.3. Synthetische Lebensmittel
1.4. Das Patent auf Leben

2. Manipulation von Menschen
2.1. Was ist Ethik?
2.2. Betrachtungsweisen
2.3. Klonen
2.4. Präimplantationsdiagnostik/Selektion
2.5. Designerbabies, "human enhancement"

Synthetisches Leben
Analyse der DNA von Mycoplasma mycoides

Herstellung einzelner Abschnitte

Zwischenlagerung in Escherichia coli

Verschmelzen der Abschnitte in Hefezellen

Transplantation der DNA in Mycoplasma capricolum

Nach Teilung: Vernichtung der Bakterien mit Original-DNA
Verschwimmen von Artgrenzen
Christlicher Standpunkt
- Leben und Schöpfung sind Geschenke Gottes
- Embryo gilt vom Zeitpunkt der Befruchtung an als schützenswertes, menschliches Lebewesen
Soziologische und philosophische Einwände
- soziale Folgen
- Verletzung von Grundwerten der Westlichen Welt
- Menschenwürde muss gewahrt werden
Medizinisches Klonen
Vorteile und Risiken

- bisherige Versuche Säugetiere zu Klonen führten zu missgebildeten Embryonen und Fehlgeburten


- keine Abhängigkeit von
Spenderorganen
- keine Abstoßungsreaktionen
Alternative: adulte Stammzellen?
- Mensch wird "zum Ersatzteillager degradiert" (DBK 2001)
- menschliches Leben ist heilig und muss der Verfügbarkeit des Menschen entzogen sein
- amerikanische Forschungen mit adulten Stammzellen werden finanziell gefördert
- Eizellen werden zur Ware
- keine natürliche Auslese
- reiche Menschen können ihr Leben immer weiter verlängern -> 2 Klassen
- immer stärkere Überbevölkerung
Synthetische
Lebensmittel
"Steak aus der Retorte"
Was ist Ethik ?
philosophische Disziplin

Aufstellen von Kriterien für gutes und schlechtes Handeln, sowie Bewertung von Motiven und Folgen

baut allein auf das Prinzip der Vernunft
Transhumanismus
Utilitarismus
Grenzen des Menschen durch Einsatz von Technolgie erweitern (u.a. Gentechnik)

"Verpflichtung zum Fortschritt"

Respekt vor Vernunft und Wissenschaft
Bewertung von Handlungen nach ihren Folgen

„Handle so, dass das größtmögliche Maß an Glück entsteht!“

Leid minimieren

Glück maximieren
Ein Patent auf Leben?
Schutzrecht für eine
Erfindung
Sortenschutz für Pflanzensorten
Europäisches Patentamt:
-Patent auf:
Biologisches Material, das mit Hilfe eines technischen Verfahrens aus seiner natürlichen Umgebung isoliert oder hergestellt wird und auf biotechnische Verfahren oder ein durch diese Verfahren gewonnenes Erzeugnis

-kein Patent auf:
Pflanzensorten und Tierrassen und "im Wesentlichen biologische Züchtungsverfahren"
Rechtliche Lage
Wirtschaft und Forschung
-ESchG (Deutschland):
§8: Ein Embryo ist eine befruchtete, entwicklungsfähige Eizelle [...].
-Übereinkommen über Menschenrechte und Biomedizin (Europa):
Verboten ist jede Intervention, die darauf gerichtet ist, ein menschliches Lebewesen zu erzeugen, das mit einem anderen lebenden oder toten menschlichen Lebewesen genetisch identisch ist.
-bisher nur tierische Klone, hohe Fehlerrate
-"Klonfleisch" auf amerikanischem Markt
-RNL-Bio, Südkorea, Klonen von Haustieren
Menschliches Leben?
Rechtliche Lage
Wirtschaft und Forschung
-weltweit bereits über 10000 Geburten nach PID
-Ausweitung des Identikationenspektrums
-in anderen Ländern auch Selektion ohne Krankheitsbezug
-nicht einheitlich in Europa
-7. Juli 2011 Bundestag verabschiedet Gesetzesentwurf , der PID im Grundsatz verbietet, sie aber zulässt, wenn aufgrund der genetischen Veranlagung der Eltern eine schwerwiegende Erbkrankheit beim Kind oder eine Tot- oder Fehlgeburt wahrscheinlich ist.
-liberale, bzw. keine Gesetzgebung in den USA
PID-Tourismus
Reproduktive Autonomie
staatliches Aufzwängen von Moralvorstellungen ?

Leid verringern
unterlassene Hilfestellung

Selektion nach gewünschten Eigenschaften

klüger
gesünder
sozialer
kreativer
glücklicher

Designerbabies/human enhancement
gezielte Gestaltung und Veränderung
Manipulation menschlichen Erbgutes
völlig neue Eigenschaften
technische Machbarkeit in der Zukunft
verboten durch Nürnberger Kodex

Präimplantationsdiagnostik
Vorteile und Risiken
- Vermeidung genetischer Defekte
- Auswahl passender Knochenmarkspender für kranke Geschwister
- ungefährlicher für Mutter und Kind als PND
- Infektionen bei Eizellentnahme
oder Embryonentransfer
- Ovarielles
Hyperstimulations-Syndrom (OHSS)
- durch extrakorporale Befruchtung
häufig Mehrlingsschwangerschaften
- erhöhtes Fehlbildungsrisiko
- Embryonen (menschliches
Leben?) werden getötet
- Ärzte, bzw. Eltern werden
gezwungen zu entscheiden,
was lebenswertes und
lebensunwertes Leben ist
- Zweiklassengesellschaft
- Wie weit darf man den
Embryo überprüfen?
(Designerbabies?)
Quellen
-scinexx.de
-dbk.de
-wissenschaft-online.de
-drze.de
-humangenetik-freiburg.de
-imabe.org
-jcvi.org
-theguardian.com/science
-Unterricht Biologie: Genetische Techniken am Menschen
-de.wikipedia.org
-ippnw.de
-Spektrum der Wissenschaft, verschiedene Ausgaben
-humanityplus.org
-bmj.de
Rechtliche Situation
>International:
-Nürnberger Kodex (Ergänzung von 1997): u.a. a) keine Veränderungen der Keimbahn b) kein Handel mit Embryonen u. Keimzellen, c) keine verbrauchende Verwendung von Embryonen (auch nicht Klonierung und Hybridbildung) d) künstliche Befruchtung nur bei Unfruchtbarkeit
-bei Menschen auch verboten durch Nürnberger Kodex
>Deutschland:
-Embryonenschutzgesetz: Ein Embryo ist eine befruchtete, entwicklungsfähige Eizelle und darf nicht zu
einem nicht seiner Erhaltung dienendem Zweck verwendet werden.
>Europäische Union:
-”Biomedizinkonvention”: verbietet u.a. a) Klonen und PID, zu nicht gesundheitlichen Zwecken,
b) Interventionen in das Genom zu nicht gesundheitlichen Zwecken und wenn sie vererbt werden
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