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Frieden von Brest-Litowsk

Darstellung der Friedensbedingungen zwischen Russland und dem Deutschen Reich
by

Harald Kügler

on 3 September 2014

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Transcript of Frieden von Brest-Litowsk

Brest-Litowsk liegt in der Nähe des Frontverlaufs im Jahre 1917 im heutigen Staat Weißrussland
http://www.dhm.de/lemo/html/dokumente/brest/index.html
Interesse Deutschlands:
Beendigung der Ostfront, dadurch Entbindung von militärischen Reserven
Konzentration der Kräfte auf die Westfront, um schließlich doch noch den Krieg zu gewinnen
Interesse Russlands:
Die Russische Armee ist in Auflösung begriffen.
Die Bolschewiki unter Lenin sind erst kurz an der Macht und brauchen Kraft, um die Situation zu stabilisieren.
Gleichzeitig wollen sie aber auch Zugeständnisse an die Deutschen vermeiden. Die Bolschewiki hoffen auf eine Niederlage der Deutschen und dann auf eine revolutionäre Umwälzung in Deutschland. Deshalb vertreten sie eine Verzögerungstaktik, Hinhaltetaktik.
Die erste Phase der Verhandlungen von Dezember 1917 bis Anfang Februar 1918 verlief ergebnislos. Es kam zu keinem Vertragsabschluss. Die Russische Seite unter Trotzky erklärte ihrerseits die Kampfhandlungen für beendet und wollte die Armee demobilisieren.
Die zweite Phase Ende Februar, Anfang März:
Dies war nicht im Sinne der Deutschen Delegation.
Die deutsche Armee rückte weiter in das russische Gebiet vor und zwang die Boschewiki so erneut an den Verhandlungstisch.
Die Friedensbedingungen wurden jetzt von Deutschland diktiert; die Sowjets mussten akzeptieren
Die Bedeutung des Vertrags:
Russland verlor durch diesen Friedensvertrag 26 % des damaligen europäischen Territoriums, 27 % des anbaufähigen Landes, 26 % des Eisenbahnnetzes, 33 % der Textil- und 73 % der Eisenindustrie sowie 73 % der Kohlegruben.

Die Randvölker des ehemaligen russischen Kaiserreiches vertauschten die russische Herrschaft mit dem Protektorat der Mittelmächte.

Alle abzutretenden Gebiete umfassten insgesamt 1,42 Millionen km², auf denen rund 60 Millionen Menschen, mehr als 1/3 der Gesamtbevölkerung des einstigen Russischen Reiches, lebten.
Entgegen den Bestimmungen in Artikel 9 verpflichtet sich Russland später doch zu Reparationszahlungen von 6 Milliarden (bi) Goldmark.
Bewertung:
ein Gewaltfrieden, der für Russland harte Bedingungen setzt.
es müssen immer noch riesige Landstriche kontrolliert und besetzt werden, die dringend benötigten Truppen für die Westfront sind also jetzt nur zum Teil freigestellt.
der sowjetische (bolschewistische, kommunistische) Einfluss wurde zunächst zurückgedrängt; es entstehen eine Reihe von neuen Staaten, die vormals zum russischen Zarenreich gehörten.
die sowjetische Regierung muss zwar große Souveränitätsverluste hinnehmen, auf der anderen Seite aber hatte sie jetzt Zeit, sich gegen die "Konterrevolution" zu behaupten. Schon bald konnte sie im Laufe des Bürgerkriegs die Ukraine und andere Gebiete zurückerobern.
die Sowjets hatten Zeit gewonnen, schon bald wurde Deutschland besiegt und der Vertrag von Brest-Litowsk wurde im Waffenstillstand am 11.11.1918 in Compiegne für ungültig erklärt.
Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk
1. Die Mittelmächte (hier auch benannt als Vierbund) und Rußland schließen Frieden.

2. Unterlassung gegenseitiger Propaganda und Agitation.

3. Russland verzichtet auf die in einer Karte beschriebenen westlichen Gebiete, deren Grenze noch genau festzulegen sei. Die Mittelmächte entscheiden über die politische Schicksal dieser Gebiete.

4. Die Truppen der Siegermächte als auch Russlands ziehen sich hinter den festgelegten Grenzverlauf zurück.

5. Die russische Flotte und die russischen Truppen werden demobilisiert.

6. Russland muss einen selbstständigen Staat der Ukraine akzeptieren. (Truppenrückzug, Einsteellung der Agitation) und auch mit diesem Frieden schließen.
Estland, Livland und Finnland werden von den russischen Truppen geräumt.

7. Persien und Afghanistan sollen unabhängige Staaten sein.

8. Gegenseitige Freilassung von Kriegsgefangenen.

9. Gegenseitiger Verzicht auf Kriegsentshädigung.

10. Die diplomatischen Beziehungen werden nach Friedensschluss wieder aufgenommen.

11. Die wirtschaftlichen Beziehungen werden in besonderen Anlagen (Schriftstücken) geregelt.
Russland liefert Rohstoffe und Lebensmittel.

12. weitere rechtliche Fragen werden in Einzelverträgen mit den Staaten der Mittelmächte geregelt.

13. jeweilige Übersetzungen in den Sprachen der friedensschließenden Länder sind maßgeblich.

14. Der Vertrag soll jeweils ratifiziert werden und tritt mit dem Austausch der Ratifikationsurkunden in Kraft.
Durch die Februar- und Oktoberrevolution in Russland verbessern sich die Kriegsaussichten für die Mittelmächte. Die russische Armee löst sich immer mehr auf. Dies bringt die Kriegsgegner an den Verhandlungstisch.
Zu den Artikeln:
Die Karte zeigt die Daten der Unabhängigkeit der neuen Staaten am Rande des ehemaligen Zarenreiches
sowie das Ausmaß der Besetzungen durch die Mittelmächte.

Diese Karte zeigt den dann zum Teil kurzzeitge Gültigkeit der konkreten Grenzeziehungen der neuen Staaten.
Die Ukraine und Georgien werden von den Bolschewiki zurückgewonnen
Mit Polen wird 1920 ein weiterer Krieg ausgefochten
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