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Obsoleszenz

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by

Viktor Dragusha

on 3 March 2014

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Transcript of Obsoleszenz

Geplante Obsoleszenz
Eine Präsentation von Viktor Dragusha und Frederik Winkler
Gliederung
-Definition
-Technische Obsoleszenz

-Psychologische Obsoleszenz
-Beispiele
-Video
-Folgen
Die zwei M´s der Obsoleszenz

Techn. verursacht:
veraltet,
nicht (mehr)
kompatibel,
Funktionsverlust
aufgrund
schlechterer Qualität
Matter

Psychol. verursacht:
modisch veraltet,
Desinteresse,
Neues haben wollen
Mind
Technische Obsoleszenz
Jeder hat´s schon erlebt.
Die Garantie ist gerade abgelaufen und "plötzlich und unerwartet" ist der fast neue Computer oder das Handy defekt und nicht mehr zu reparieren. Von “technisch geplanter Obsoleszenz“ wird gesprochen, wenn in Konsumgüter gezielt Schwachstellen eingebaut werden, um die Produktlebensdauer zu verkürzen.
Funktionieren auf Zeit oder Produkte mit Ablaufdatum
Glühlampen: Ein Beispiel für geplante Obsoleszenz ist das 1924 gegründete Phöbuskartell, in dem die nominale Brenndauer von Glühlampen international auf 1000 Stunden festgelegt wurde, obwohl Glühbirnen viel länger brennen könnten.
-Alle technischen Geräte mit fest eingebautem Akku
Ein sicheres Zeichen für geplante Obsoleszenz sind fest eingebaute Akkus. Wenn der Akku kaputt ist und nicht ausgetauscht werden kann, dann ist zumeist auch das ganze Gerät kaputt. Die geplant kurze Lebenszeit des Akkus führt zur Begrenzung der Nutzungszeit des Produktes. Eines von vielen Beispielen ist das Smartphone. Der Akku-Ausbau war bei älteren Handys zumeist kein Problem. Bei neuen Smartphones lässt sich der Akku nicht, oder nur mit Spezialwerkzeug austauschen.
Beispiel:
Weitere Beispiele:
Flachbildfernseher: Billige Elektrolytkondensatoren (Elkos) werden in teure Flachbildfernseher eingebaut und brennen kurz nach Ablauf der Garantiezeit durch. Quelle: Augsburger Allgemeine

Waschmaschinen: Die durchschnittliche Lebensdauer einer Waschmaschine lag im Jahr 1998 bei rund zwölf Jahren; heute hält sie maximal sechseinhalb Jahre, manche Billigprodukte sogar nur drei Jahre“ Quelle: ARGE Abfallvermeidung

Psychologische Obsoleszenz

Der Verbraucher bestimmt für sich selbst, dass er ein neues Produkt braucht, da ihm sein altes nicht mehr gut genug ist, obwohl es noch voll funktionsfähig ist. Psychologische Obsoleszenz ist häufig ein Resultat von Modetrends, aber auch von technischen Entwicklungen und Verbesserungen.
Wie ist das möglich?

Die psychologische Obsoleszenz wird dadurch ermöglicht, dass wir in einer Konsumgesellschaft leben. Jeder Mensch will immer mehr haben, sein Handy oder Auto muss größer, besser, schneller sein als die der Anderen.
Auch die große Auswahlmöglichkeit, die wir heutzutage haben, trägt zur psychologischen Obsoleszenz bei.
Auch wenn der Käufer denkt er hätte sich „das Beste“ zugelegt, so kommt mit großer Wahrscheinlichkeit nach kurzer Zeit ein neues Produkt auf den Markt, was noch besser ist.
Vor- und Nachteile
Vorteile:
Nachteile:
-Anregung der Wirtschaft
-Entwicklung besserer Produkte
-positiver Einsatz in der Medizin
-viele Produkte sind schlecht recycelbar

-geringe Lebensdauer von Produkten
-negative Auswirkung auf Dritte-Welt
Berge abgewrackter PCs, Fernseher und Handys türmen sich in immer schwindelerregendere Höhen. Genaue Zahlen sind rar, aber die UNEP schätzt den jährlich angehäuften Elektroschrott der Industrie-länder auf 40 Millionen Tonnen. Nummer eins sind, wenig überraschend, die USA, an zweiter Stelle steht schon China. Auch Indien schließt auf. Für diese Boom-Länder erwartet die UNEP bis 2020 eine Verfünffachung des E-Mülls.
Aktueller Einschub: Der Club of Rome beschreibt die Folgen des Überkonsums


Der vom Club of Rome im Mai 2012 veröffentlichte Report "2052" beschreibt die Folgen des Überkonsums und der Verschwendungswirtschaft:

„Die Menschheit hat die Ressourcen der Erde ausgereizt und wir werden in einigen Fällen schon vor 2052 einen örtlichen Kollaps erleben. Der Klimawandel wird dem Bericht zufolge sogar noch drastisch zunehmen: Die Treibhausgasemissionen werden erst 2030 ihren Höhepunkt erreicht haben. Das sei zu spät, um den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen, wie es sich viele Staaten vorgenommen haben, sagte Randers. "Wir stoßen jedes Jahr zweimal so viel Treibhausgas aus wie die Wälder und Meere der Erde absorbieren können."
"Der Meeresspiegel wird um 0,5 Meter höher sein, das Arktiseis im Sommer verschwinden und das neue Wetter wird Landwirte und Urlauber treffen", so Randers. Bis 2080 werde sich die Temperatur um 2,8 Grad erhöhen, was einen sich selbst verstärkenden Klimawandel auslösen könne.“

Die gezielte Verschwendung von Rohstoffen, Energie und menschlicher Arbeitskraft durch die Produktion von kurzlebigen Produkten beschleunigt diese Zerstörungsprozesse und ist unverantwortlich.
Hersteller behindern die Möglichkeit zur Reparatur durch den Nutzer oder durch freie Werkstätten,
indem sie Spezialschrauben verwenden (hier: Pentalope-Schrauben). Dadurch kann eine Reparatur nur
mit Spezialwerkzeug durchgeführt werden. Dieses wird dann nur zertifizierten Partnerwerkstätten
überlassen.
(z.b Staatlich organisierte Obsoleszenz: Die Abwrackprämie)
Gegenbewegung
Statt einer Wegwerfgesellschaft gibt es eine Kultur
• der Wiederverwertung (z. B. ReUSE, Refurbishing),
• der Eigenreparatur (Offene Werkstätten, RepairCafé, OnlineReparaturanleitungen, Open-Source-Design, self-repair-revolution),
• des Wiederverkaufs (z. B. Kauf/Verkauf per Ebay und Amazon, Prosumenten),
• der kollektiven Nutzung (z. B. Leihläden, Car-Sharing, Collaborative Comsumption,
Shareconomy, Genossenschaftsbewegung),
• der regionalen Autarkie (z. B. ökologische Dorfentwicklung, Bürgersolar,
energieautarke Regionen) und
• der Kreislaufwirtschaft (z. B. Symbiose-Cluster, UpCycling, Blue-Economy)
Bürgerinitiative
MURKS? NEIN DANKE! – DIE BÜRGERSCHAFT WEHRT SICH
Seit Februar 2012 entsteht unter dem Namen „MURKS? NEIN
DANKE!“ eine stark wachsende bürgerschaftliche Bewegung gegen
geplante Obsoleszenz (Verschleiß, Veralterung). Initiator ist Stefan
Schridde. Die Medien (ARD, ZDF, SAT1, Pro7, RTL, RB, SWR, MDR, RBB,
Fachmagazine, Tageszeitungen, Radiosender, Social Media und viele mehr)
berichteten bereits umfassend. Vom Rat für nachhaltige Entwicklung
wurde MURKS? NEIN DANKE! mit dem renommierten Label „Werkstatt N
Projekt 2013“ ausgezeichnet
optimale Nutzbarkeit
einfache Reparierbarkeit
freie Ersatzteilversorgung
bessere Garantiezeiten
Haltbarkeit in Nutzungszyklen
regionale Servicedienste
ökologische Ressourceneffizienz
ethische Kreislaufwirtschaft
Fazit
Geplante Obsoleszenz sorgte früher für wirtschaftlichen Aufschwung und vor allem in der Medizin für die Entwicklung besserer Produkte. In der heutigen Zeit und der Ressourcenknappheit ist dieser Ansatz jedoch nicht mehr aktuell. Die Verbraucher wünschen sich langlebige und zeitlose Produkte und werden sich immer mehr bewusst, welche Auswirkungen ihr Verhalten auf die 3. Welt und die Umwelt hat.
Deswegen sind wir der Meinung, dass geplante Obsoleszenz ein überholter Ansatz ist, um die Marktwirtschaft anzukurbeln. Die Unternehmen sollten auf Nachhaltigkeit setzen und somit dem Wunsch der Verbraucher nach langlebigen und umweltschonenden Produkten entsprechen.

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