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Die Initiationssakramente I - Die Taufe

Spezielle Sakramentenlehre - Taufe / Das Credo
by

Dr. Werner Kleine

on 4 November 2013

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Transcript of Die Initiationssakramente I - Die Taufe

Jesus Christus
Ursakrament
Die Totalidentifikation Gottes mit dem Menschen in Jesus Christus zeigt, dass der Mensch nicht von Gott getrennt ist. Jesus Christus wird damit selbst zum Heilszeichen, zur unmittelbaren Selbstmitteilung Gottes.
Kirche
Grundsakrament
"Die Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit.“ (Vaticanum II - Lumen Gentium 1)
Taufe
Firmung
Eucharistie
Buße-Beichte
Krankensalbung
Ehe
Weihe
(Diakon, Priester, Bischof)
Sakramente der Heilung
Sakramente der Initiation
Sakramente des Standes
Die Wirkungen der Taufe:
• Sündenvergebung
• Neue Schöpfung
• Eingliederung in die Kirche, den Leib Christi
• Verleihung eines unauslöschlichen Prägemals (character indelibilis)
• Sakramentales Band der Einheit der Christen
Die Taufe ist die Eingangspforte der Sakramente (ianua sacramentorum). Sie ist die Voraussetzung für den Empfang der anderen Sakramente.

Mit der Taufe beginnt die christliche Initiation, zu der auch die beiden Sak-ramente der Firmung und der Eucharistie gehören. Vollständig initiiert – und damit Christ mit allen Rechten und Pflichten – ist, wer Taufe, Firmung und Eucharistie empfangen hat.

Taufe, Firmung und Eucharistie bilden als Initiationssakramente ei¬ne ur-sprüngliche Einheit. In der Urkirche wurden sie generell in einem Gottes-dienst (in der Osternacht) vollzogen. Diese Tradition hat sich in der Ortho-doxie bis heute – auch bei der Kindertaufe – bewahrt. In der römisch-katholischen Tradition ist sie noch darin zu erkennen, dass bei der Einglie-derung Erwachsener in die Kirche (ab Vollendung des 14. Lebensjahres) Taufe, Firmung und der erste Empfang der Eucharistie zwingend in einem Gottesdienst gespendet werden.
Taufe, Firmung und Eucharistie sind aufeinander hingeordnet!
Der Taufritus

Der Taufritus besteht aus drei Teilen: Dem Wortgottesdienst (mit Katechumenensalbung und Handauflegung) – dem Taufritus – den ausdeutenden Riten.

Das neue Ritusbuch von 2007 ermöglicht eine zweistufige Feier, in der das Kind zuerst die Katechumenensalbung empfängt und erst später in einem zweiten Gottesdienst getauft wird.

Zentrale Symbolhandlung ist das Übergießen mit Wasser. Dazu werden die Worte „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heili-gen Geistes“ gesprochen.

Vier Riten deuten das Taufgeschehen:

• Salbung mit Chrisam (Vorausweisung auf die Firmung)
• Bekleidung mit dem weißen Taufgewand
• Übergabe der an der Osterkerze entzündeten Taufkerze
• Effata-Ritus (Anhauchung) (der Effata-Ritus ist fakultativ)
Der Taufspender

Ordentliche Taufspender sind Bischof, Priester und Diakon.

In lebensbedrohenden Notsituationen kann jeder Mensch, der von der rechten Intention geleitet ist und tun will, was die Kirche tut, taufen – auch wenn er selbst nicht getauft ist. Zur Gültigkeit der Taufe genügen Übergießen mit Wasser und Verwenden der trinitarischen Taufformel.
Die Firmung bildet den Abschluss der in der Taufe begonnenen und mit der Aufnahme in die Eucharistiegemeinschaft (Erstkommunion) fortgesetzten Initiation. Die Taufe wird gewissermaßen vollendet, die Eucharistiegemeinschaft besiegelt.

Ursprünglich wurden die drei Sakramente der Taufe, der Eucharistie und der Firmung bei der Taufe zusammen gespendet. Diese Tradition wird in der orthodoxen Kirche heute noch bewahrt und auch bei Säuglingstaufen praktiziert. In der römisch-katholischen Kirche findet sich diese Praxis zwingend bei Erwachsenentaufen (ab 14 Jahre). Hierin kommt zum Ausdruck, dass Taufe, Eucharistie und Firmung eine Einheit bilden.

Die Trennung der Sakramente bei der Taufe von Kindern bzw. Säuglingen hat wesentlich mit dem Bewusstsein zu tun, dass der Getaufte eigentlich seiner Taufe und dem damit übernommenen Glauben bewusst und frei zustimmen muss. Da dies bei einem Säugling nicht vorauszusetzen ist, wurde die stufenweise Initiation zu einem gestreckten Katechumenat, die dem Einzelnen ein Hineinwachsen in den Glauben ermöglichen sollte.

In diesem Zusammenhang wird die Firmung heute häufig als Sakrament der Mündigkeit bezeichnet. Die Theologie ist für eine solche Deutung durchaus offen. Sie ergibt sich aber nicht zwingend aus der Tradition und muss heute angesichts der Ausgangssituation Jugendlicher überprüft werden (ähnliches gilt für die verbreitete Deutung der Sakramente als Feiern an den Lebensknotenpunkten). Eher sollte – auch angesichts des gesellschaftlichen Kontextes - die Firmung heute durch das Moment der Entscheidung für ein bewusstes Christsein bestimmt werden.
Wirkungen der Firmung

Das zweite Vatikanische Konzil spricht in der dogmatischen Konstitution über die Kirche „Lumen gentium“ (LG) von folgenden Wirkungen der Fir-mung (siehe LG 11):

• Vollkommenere Verbundenheit mit der Kirche
• Besondere Ausrüstung mit der Kraft des Heiligen Geistes
• Strengere Verpflichtung zur Teilnahme an der Sendung der Kirche
Die Symbolhandlungen der Firmung

Die Handauflegung
Die Chrisamsalbung
Die Zusage: „Sei besiegelt mit der Gabe Gottes, dem Heiligen Geist“
„Der Friede sei mit dir“
Der Gefirmte erhält die Vollmacht,
öffentlich - wie von Amts wegen -
den Glauben zu bekennen.

(Thomas von Aquin)
Das große Glaubensbekenntnis
(Nicaeno-constantinopolitaneum)

Ich glaube an den einen Gott,

den Vater,
den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat,
Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.

Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott,
Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.

Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.

Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.

Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten,

und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.

Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden.

Ich erwarte die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.

Amen.

(325/381 n. Chr.)
Sakramente als Symbolhandlungen

•Sakramente sind wirksame Handlungen, in denen das Bezeichnete selbst zum Ausdruck kommt.

•Im Sakrament wirken eine Zeichenhandlung und ein begleitendes, deutendes Wort zusammen.

•Das Sakrament bringt in verdichteter, spezifischer Weise, das Heilshandeln Gottes am Menschen zum Ausdruck.

•Die Zeichenhandlung hat wesentlich symbolischen Charakter. In ihr kommt zum Ausdruck, was Worte nicht sagen können.

•Der begleitende sprachliche Akt deutet das Geschehen, ist Zusage (Benediktion – gute Zusage) oder akklamatives Ausrufen des Geschehenen. Gerade das begleitende Wort bestätigt die Gültigkeit des sakramentalen Vollzuges und schafft Gewissheit.

•Die vielfach zu hörende Ansicht, Sakramente würden an den „Lebensknotenpunkten“ verortet, greift viel zu kurz (die Eucharistie ist beispielsweise kein Kindersakrament). Wohl verdichten die Sakramente die menschliche Existenz und bergen eine spezifische Form der Gottesbegegnung in sich.
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