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Der geteilte Himmel

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by

vera scheuring

on 15 March 2012

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Transcript of Der geteilte Himmel

CHRISTA WOLF
Der geteilte Himmel

Christa Wolf - Leben & Auszeichnungen
DDR: Hintergrundwissen
Inhalt und Personen
Aufbau und Erzählperspektive
Rita Seidel
Manfred Herrfurth
Osten
Westen
+
-
+
-
will mitwirken am Aufbau des Sozialismus
empfindet sozialistische Arbeit als frei und selbstbestimmend
Vertrauen zu Staat
fühlt sich den sozialistischen Grundsätzen und Zielen weitgehend verbunden
Angst vor dem Leben in der Großstadt (bereits Umzug nach Halle war große Überwindung für sie)
kein Verständnis dafür, dass der Westen Ziel der Sehnsüchte eines Menschen sein kann
Westen als "Bedrohung" für die DDR
Wohlstand (z.B. Komsumgüter, Häuser, Klamotten,...) im Westen hat für sie keinen Reiz ("...aber schließlich läuft alles das doch auf Essen und Trinken und Sichkleiden und Schlafen hinaus.")
Enttäuschung über die kapitalistische Stadt
Westen ist und bleibt ihr fremd
Entscheidet sich für den Sozialismus
Rita Seidel wacht 1961 nach einem Betriebsunfall in einem Wagongwerk im Krankenhaus auf und erzählt von ihrer Kindheit und den Geschehnissen der vergangenen 2 Jahre...
lebt in kleinem Dorf im böhmischen Wald bis zu ihrem 5. Lebensjahr
Vater ist im 2. Weltkrieg gefallen
zieht zusammen mit ihrer Mutter zu ihrer Tante in einem kleinen mitteldeutschen Dorf
Allerdings eher schlechte Lebensverhältnisse (Nachkriegszeit)
da nicht genügend Geld vorhanden, kann Rita nicht studieren beginnt mit 17 Jahren in einem Versicherungsbüro zu arbeiten
1959 lernt sie Manfred Herrfurth kennen
beide werden ein Paar
1960 bekommt Rita die Möglichkeit doch noch das Studium zu beginnen
Umzug nach Halle zu Manfred
zur Vorbereitung auf das Studium beginnt Rita ein Praktikum in der Brigade Ermisch
April 1960 zunehmende Probleme bei der Zulieferung der Wagongs (Arbeiter leisten zu wenig)
nach einem gemeinsamen Sommerurlaub beginnt Rita das Studium, gleichzeitig entwickelt Manfred zusammen mit einem Freund eine verbesserte Spinnmaschine Ablehnung durch Parteifunktionäre
Enttäuschung lässt Manfred noch mehr am sozialistischen System zweifeln: er beschließt in den Westen zu gehen
Rita erfährt, dass die Eltern ihrer Banknachbarin Sigrid in den Westen geflohen sind Reaktion des Studenten Mangold lässt auch sie am System zweifeln, allerdings will sie nicht in den Westen fliehen, sondern die Situation hier verbessern

allmähliche Entfremdung der beiden

1961 verlässt Manfred die DDR, Rita besucht ihn August desselben Jahres
Rita kehrt zurück in die DDR und beendet damit ihre Liebesbeziehung (endgültige Trennung: Mauerbau)
Betribsunfall: Rita gerät zwischen zwei rollende Wagongs
Verknüpfung von Gegenwart und Erinnerung:








Wechsel zwischen personalem (Ritas Sicht) und auktorialem Erzähler
Wechsel zwischen Gegenwart im Krankenhaus bzw. Sanatorium und Erinnerungen und Einblendungen aus den vergangenen 2 Jahren (restropektives Erzählen)

Einstieg bewusst im Krankenhaus gewählt, um Interesse und mehr Identifikationsbereitschaft beim Leser zu wecken.
Am Ende wird die Sanatoriumszene erneut aufgegriffen, um den Rahmen der Handlung zu schließen (Rahmenbildung durch Prolog und Epilog)
Stereotypen
Der Dogmat "Mangold"
Student am Lehrerbildungsinstitut
übernimmt die Ansichten des Sozialismus ohne nachzudenken
typ. Mitläufer, der keine eigene Meinung und Überzeugung hat (<-> Rita)
Rezeption
Allgemein:


DDR:
"Liebe in den Zeiten des Mauerbaus. Die einzige gültige Auseinandersetzung mit den Jahren der deutschen Teilung."
Rita Seidel:
hoher Bekanntheitsgrad
republikweite Debatte
Breite Zustimmung (v.a. bei jungen Lesern)
Offenheit bei Tabuthemen (Republikflucht)
+
+
-
sensibel, anfangs zerbrechlich
einfühlsam
in kleinem Dorf aufgewachsen
mit Umzug in die Stadt wird sie immer selbstbewusster
Manfred Herrfurth:
Interesse für Naturwirschaften
distanziert sich von seinen Eltern
Vater ist für ihn einen deutschen Mitläufer (früher Nazionalsozialist, jetzt in der SED)
schlechte Erinnerungen an seine Zeit in der HJ
dadurch wurde er hart und unnahbar
= Erlösung, Liebe und Schönheit
7. Himmel: höchstes Glück
endgültige Unsterblichkeit
(->babylonische Lehre)
signalisiert Unglück
ANTITHESE
-
Zögern Ritas, endgültig in den Osten zurück zu kehren gilt als "Verrat"
zu ausführliche Darstellung Manfred als Repräsentant des Westens
- langsamere wirtschaftliche Entwicklung als BRD
- Zunehmende Abwanderung in den Westen
- 13. August 1961: Mauerbau
- Gleichschaltung der Presse und Verstaatlichung der Medien
Unermüdlicher Vorkämpfer des Sozialismus
Meister im Waggonwerk
Identifikation des Einzelnen mit seinem Betrieb
Erhöhung der Effektivität
Mit 50 Jahren körperlich am Ende
Unmittelbarste Wirkung auf Rita
Katastrophe des Waggonwerks spiegelt Situation der DDR wieder
Der neue Arbeiter "Meternagel"
Republikflüchtling "Sigrid"
Kommt aus Arbeiterfamilie
Flucht in den Westen ohne ersichtlichen Grund
Deckung ihrer Eltern unter anderem mit Hilfe von Rita > Verstoß gegen das Gesetz
BRD:
+
+
-
-
realistische Erzählung

Darstellung der Schattenseiten des sozialistischen Systems
Liebesgeschichte wirkt blass und konstruiert

Entscheidung weniger Ost/West mehr Schwierigkeiten einer Studentin
Mistrauen und Skepsis gegen sozialistische Gesellschaft
Missfallen über wiedersprüche
Enttäuschung über DDR
Resignation
Freie Welt

Chancen Arbeit zu finden und Geld zu verdienen
Flucht in den Westen
*18. März 1929 in Landsberg
1949 Abitur, Beitritt zur SED
1951 Heirat mit Gerhard Wolf, Germanistikstudium in Jena und Leipzig
1953 Umzug nach Berlin, Mitarbeit beim Deutschen Schriftstellerverband
1959 Umzug nach Halle/Saale, Mitarbeit im "Zirkel schreibender Arbeiter" des Waggonwerks Ammendorf
1963 Veröffetnlichung der Erzählung "Der geteilte Himmel", Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste der DDR
1964 Verfilmung des "Geteilten Himmels" durch Konrad Wolf
1977 Ausschluss aus dem Vorstandder Berliner Sektion des Schriftstellerverbandes
1989 Austritt aus der SED

weitere Auszeichnungen:
Georg-Büchner-Preis (1980)
Österreichischer Staatspreis (1985)
Geschwister-Sholl-Preis (1987)
Deutscher Bücherpreis für das Lebenswerk (2002)
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