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Effi Briest - Theodor Fontane

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susanne lenz

on 4 February 2016

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Transcript of Effi Briest - Theodor Fontane

Effi Briest - Theodor Fontane
Theodor Fontane
*30. Dezember 1819, in Neuruppin
20. September 1898 in Berlin
1855-1859: lebte in London
1870: Festnahme als vermeintlicher Spion
1870-1890: Theaterkritiker
1874-1876: Reisen nach Österreich, Italien und in die Schweiz
1876-1898: Freier Schriftsteller
1892: Erkrankung an Gehirnischämie
1894: Fontane erhält die Ehrendoktorwürde

Wichtige/Bekannte Werke: Irrungen, Wirrungen (1888); Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland (1889); Effi Briest (1896)
Inhalt
Ehebruch
Eine Dreiecksbeziehung: Effi unter zwei verschiedenen Männern
Effi: adelige Familie (der Vater verbirgt den Titel); 17 Jahre alt; Landrat namens Baron von Instetten hält um ihre Hand an --> Hochzeit noch am selben Tag
Fahren nach Kessin, in das Haus von Baron von Instetten
Das Haus hat vieles gespensterisches an sich, Diener erzählen ihr viele Gruselgeschichten
Effi bekommt ein Kind --> "Lütt- Anni"
Crampas, ein alter Freund von Instetten, kommt in das Haus.
Effi und Crampas kommen sich mit der Zeit näher.
Instetten muss für lange Zeit verreisen und wird als Ministerialrat nach Berlin versetzt.
Effi ist sichtlich glücklich.
Sie schreibt Crampas einen Brief und sie verreisen beide nach Rügen.
Effi ist beunruhigt über ein Dorf namens „Crampas“ und sie zieht wieder ins Hause Briest, dort leidet sie an ihrer Vergangenheit und sie bekommt öfters Affektionen.
Bald findet die Dienerschaft die Liebesbriefe und Instetten liest sie ebenfalls.
--> Er ist wütend --> fordert ein Duell gegen Crampas --> Crampas wird getötet.
Effi liest dies in der Presse und bricht ohnmächtig zusammen,
Ehe wird geschieden.
Instetten bekommt das Sorgerecht des Kindes.
Effi leidet von Tag zu Tag mehr und stirbt schließlich.
Gliederung
1. Theodor Fontane
2. Inhalt
3. Aufbau
4. Effi Briest
5. Personen
6. Historischer Kontext
7. Interpretation
8. Film
9. Film Roman im Vergleich

Neuruppin
Wichtigste Personen
Effi Briest
Instetten
Major von Crampas
Effis Eltern
Allgemeines
Charakter/ Verhalten
Entwicklung im Verlauf des Buches
Charakterisierung
Effi Briest
Infos zum Film
Weitere Verfilmungen
Unterschiede zum Roman
Film - Effi Briest
Hauptrollen
Julia Jentsch
Sebastian
Koch
Misel
Maticevic
als
Major Crampas
als
Geert Freiherr
von Instetten
als
Effi von Briest
Die Theorie des klassischen Dramas angewandt






Steigende
Handlung



Exposition
Peripetie
Fallende
Handlung
Lösung des Konflikts
Hohen-Cremmen
Kessin
Kessin
Berlin
Hohen-Cremmen
Duell
Scheidung
Spuk
Struktur des Romans
Format:
- 36 Kapitel
- 329 Seiten

Erzählte Zeit:
- chronologische Reihenfolge
- insgesamt 12 Jahre
- 1,5 Jahre detaillierter (=64%)
- 6 Ehejahre in Berlin
- Nach Duell, Scheidung: Zeitsprung von 3 Jahren
Der Erzähler
Erzählsituation nach Gérard Genette:
- Heterodiegetischer Erzähler
- Nullfokalisierung -> auktorial


Eingriffe
des auktorialen Erzählers (3 mal)
z.B.: "Ja war denn Roswitha bei Effi?" (292)
Vordeutungen
"Schaukel" (14)

"Wäldchen"
"Dünen"
"Mühle" (261)
"Schaukelstuhl" (136, 285)
Treffpunkt mit Crampas
Ort des Duells
Einordnung in den historischen Kontext
Roman: 1870-1889

Literarische Epoche:
Realismus (1850-1890)
Realismus
Grundlagen:
- objektive Betrachtung
- sachgenaue Darstellung
- Charles Darwin: Abstammungstheorie
- wenig auf politische Veränderung bedacht

Historischer Hintergrund:
- Märzrevolution (1848)
- Sturz Metternichs
- Bismarck Ära
- Deutsch-Französischer Krieg (1870/71)
- Gründung des Deutschen Reiches
- Industrielle Revolution

Literarische Formen:
- Roman
- Novelle

Vertreter:
- Gottelf
- Keller
Interpretation
"Der moderne Roman soll ein Zeitbild sein, ein Bild seiner Zeit."
Theodor Fontane
- 3 Hauptplätze = Preußen
- "Fürst" = Bismarck
- "Mein Leben ist verpfuscht" = dt. Reich ist in einer Krise

Effi Briest beruhend auf einer wahren Geschichte
=> Verarbeitung von Ereignissen Fontane`s Zeit
Wer ist schuld?
Erst: Effi -> Instetten
Später: Effi -> sich selbst
Eltern -> Effi
"Und das Kind wird man dem Vater lassen. Natürlich.
Ich bin schuldig, und eine schuldige kann ihr Kind nicht erziehen." (286)
Effi Briest
Roman Ende:
Gespräch über Schuld zwischen den Eltern
Wer ist schuld?
Schuld ist der, der nicht das tut, was er hätte tun sollen.
Schuld ist der, der sich bewusst für das Unrecht entscheidet, wobei er das Recht hätte wählen können.
Wer entscheidet was das Recht ist?
Wer beurteilt ob sich jemand für das Recht hätte entscheiden können?
=> Kritik an Regeln und Normen der Gesellschaft
=> Kritik an den üblichen Verlobungen
Der Roman »Effi Briest« von Theodor Fontane aus dem Jahr 1896 spielt in Kessin, Hinterpommern, und handelt von der jungen Effi Briest, die ihren Ehemann betrügt und daraufhin von ihrer Familie verstoßen wird. Anschließend stirbt sie an ihrem zerbrochenen Herzen.

Effi Briest wächst in einer wohlhabenden und angesehenen Familie in einem Herrenhaus in Hohen-Cremmen auf. Eines Tages empfangen ihre Eltern Besuch des Barons von Innstetten, der Landrat in Hinterpommern ist und in seiner Jugend Effis Mutter verehrte. Effis Mutter sieht die Möglichkeit, ihre Tochter gut zu verheiraten und so kommt es noch am selben Tag zu der Verlobung von Effi und dem Baron. Obwohl dieser weit über zwanzig Jahre älter ist als Effi, lässt sich diese auf die Hochzeit ein.

Nach der Hochzeitsreise lässt sich das Ehepaar im hinterpommerschen Kessin nieder. Effi bewundert ihr neues Heim zunächst. Es ist ein stattliches großes Anwesen, das Effi gerne wohnlicher gestalten möchte. Auch die Stadt mit all den Anwohnern, die teilweise aus fernen Ländern kommen, faszinieren Effi. Sie freundet sich sehr schnell mit dem Apotheker Gieshübler an, der sich mit seiner aufgeschlossenen Art sehr von dem biederen Rest der Anwohner unterscheidet.

Als ihr Ehemann zu einem Treffen mit dem Reichskanzler Bismarck reist, fühlt Effi sich allein. Ihr Heimweh überkommt sie und sie wird von Albträumen geplagt. In einem ihrer Träume wird Effi von einem seltsamen Chinesen heimgesucht, den sie im Laufe der Zeit auch durch das große verlassene Haus spuken sieht. Als sie Innstetten nach dessen Heimkehr von dem Traum erzählt und wünscht umzuziehen, kommt es zum ersten Streit zwischen den Eheleuten. Der Baron hat kein Verständnis für seine Frau und lässt die Sorgen seiner Frau außer Acht.

Effi wird schwanger und im Sommer kommt ihre Tochter Annie auf die Welt. Effi stellt das Hausmädchen Roswitha ein, die ihr nicht mehr von der Seite weicht. Im selben Jahr trifft der Landwehrbezirkskommandeur Major von Crampas mit seiner Familie in Kessin ein. Die Familie Innstetten freundet sich schnell mit den Crampas an. Es herrscht ein harmonisches Verhältnis zwischen allen. Effi fühlt sich mit der Zeit jedoch immer mehr von dem stattlichen Major angezogen. Bei einer Schlittenfahrt können sie und der Major einander nicht mehr widerstehen und es kommt zu einem Kuss zwischen den beiden.

Innstetten bekommt in der Zwischenzeit eine Stellung in Berlin und die Familie zieht um. Effi ist froh über den Umzug. So kommt sie los von dem Major und von der Einsamkeit in Kessin. In Berlin blüht sie richtig auf und nimmt immer mehr am gesellschaftlichen Leben der Stadt teil. Sie wird sogar zu einer der Ehrendamen um Kaiser Wilhelm und dessen Frau.

Einige Jahre später fährt Effi auf Anraten ihres Arztes zur Kur. Sie soll damit die Aussichten auf die Geburt eines Sohnes verbessern, der den Familienstamm weiterführen kann. Während Effi in Ems weilt, findet ihr Ehemann Liebesbriefe von Major Crampas in Effis Nähkästchen. Aufgrund seiner verletzten Ehre bittet er den Major zu einem Duell, bei welchem er Crampas erschiesst.

Effi wird von ihrem Ehemann und Tochter Annie verlassen. Auch ihre Eltern verbannen sie wegen der gesellschaftlichen Schande aus ihrem Elternhaus. Effi bleibt allein mit Ihrer Haushälterin Roswitha in Berlin zurück. Sie leidet immer stärker unter der Vereinsamung. Vor allem die Trennung von ihrer Tochter lässt sie zunehmend kränkeln.

Nach drei Jahren kommt es endlich wieder zu einem Treffen mit ihrer Tochter Annie. Doch diese ist aufgrund der Erziehung durch ihrem Vater kalt und distanziert geworden. Effi erleidet deswegen einen Zusammenbruch, woraufhin ihre Eltern sie zu sich holen. Zuerst scheint es, als tue das Elternhaus Effi gut. Sie nimmt wieder Kraft auf und trifft sich sogar mit einigen Freunden. Doch mit der Zeit wird Effi immer melancholischer und depressiver. Der Schmerz in ihrem Herzen wird immer größer. Schließlich stirbt sie im Alter von nur 29 Jahren in ihrem Elternhaus. Auf ihrem Grabstein steht nur »Effi Briest«.

Fontanes Roman »Effi Briest« zeigt deutlich den Druck der gesellschaftlichen Konventionen, dem eine junge Frau Anfang des 20. Jahrhunderts immer noch ausgesetzt war. Effi konnte über ihr Leben nicht selbst entscheiden. Unter dem Einfluss ihrer Mutter heiratet sie zwar wohlhabend, aber nicht glücklich. Die Tatsache, dass ihre Tochter nach dem Scheitern ihrer Ehe bei dem Vater aufwächst, weist auf die niedrige gesellschaftliche Stellung einer Frau dieser Zeit hin.


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