Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Make your likes visible on Facebook?

Connect your Facebook account to Prezi and let your likes appear on your timeline.
You can change this under Settings & Account at any time.

No, thanks

Ontologie der Soziologie

No description
by

Maike Brunklaus

on 15 June 2016

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of Ontologie der Soziologie

Ontologie der Soziologie
Wdh:
Soziologie als Wissenschaft, die den Einfluss von Gesellschaft auf Vorgänge des Sozialen untersucht
--> Welchen Einfluss hat Gesellschaft auf (soziales) Handeln?

--> Lehre des Seienden
Was können wir in der Soziologie überhaupt erkennen bzw. untersuchen?
Welche wissenschaftlich beobachtbaren Phänomene geben Auskunft über das Soziale?

--> Theorievielfalt und -widersprüche machen es schwer, eine Ontologie der Soziologie zu bestimmen
--> es finden sich in jedem Fall Ausnahmen
(vgl. Systemtheorie/ Cultural Studies)

Ansatz Gerhard Wagner
Annahme 1:
Jedes System lässt sich zerlegen in kleinste Einheiten, wobei einige dieser Einheiten Teile sind, andere dieser Einheiten sind Relata.
Relationen zwischen den Teilen
Teile
Relata
Teile
Die Teile sind nicht vollständig durch die Relata festgelegt,
die Relata nicht vollständig durch die Teile.
Annahme 2:
Ein System ist genau holistisch, wenn die Eigenschaften seiner Teile (teilweise) davon abhängig sind, dass es andere Teile gibt (methodologischer Holismus, m. H.)
--> soziologische Systeme sind in diesem Sinn holistisch

RCs sind damit von Wagners Konzeption ausgeschlossen
--> m. I. statt m. H.
Annahme 3:
Kausalität =
Menge möglicher Zustände
--Reduktion-> Konkreten Zustand
Annahme 4:
Organische Eigenschaften supervenieren auf physikalischen Eigenschaften

solche Reduktionen bringen makroskopische physikalische Systeme hervor
Wie kommt es zu einer Reduktion?
--> Ursachen
Ursachen sorgen dafür, dass aus vielen möglichen Zuständen ein konkreter wird
d.h. Unterschiede auf der Ebene der organischen Eigenschaften gibt es nur aufgrund von Unterschieden auf der Ebene der physikalischen Eigenschaften
mentale Eigenschaften supervenieren auf organischen Eigenschaften
Reize, Gefühle, Wahrnehmungen, Absichten, Überzeugungen
Die Veränderung einer mentalen Eigenschaft gehen immer einher mit Veränderungen der physikalischen Eigenschaften
bspw.
Entwicklung einer Absicht oder Schmerz
bis zur Quantenebene
lassen Zwischenebene "organische Ebenen" aus"
--> nur noch Supervenienz mentaler Eigenschaften auf physikalische Eigenschaften
Problem:
Prinzip der kausalen Vollständigkeit des physikalischen Bereichs besagt,
dass es für jede physikalische Wirkung eine vollständig physikalische Ursache geben muss.
--> ensprechendes muss gelten wenn mentale Eigenschaften auf physikalische supervenieren
Im Falle einer solchen Supervenienz liegt die Ursache für die physikalischen Veränderungen auf der physikalischen Ebene, nicht auf der mentalen!
Beispiel
"Vom-Mentalen-Zum-physikalischen-Verursachung"
Die Absicht, eine zu lächeln (m1), superveniert auf einem entsprechenden Quantenzustand (p1) (neuronale Reize)
--> p1 ist die kausale Ursache dafür, dass gelächelt wird (p2)

m1 ist kausal für p2 irrelevant
m1
p1
p2
irrelevant
bedeutet nicht (zwangsläufig),
den Menschen auf das Physikalische zu reduzieren
--> in dem Sinne, dass er keinen freien Wille habe
bspw.:
Identitätsthese -> m1 = p1
Eigenschaften mentaler Zustand identisch mit Eigenschaften physikalischen Zustands



--> dann wären Verursachungen aus der Identität beider Ebenen zu erklären
--> Prinzip der kausalen Vollständigkeit bliebe erhalten
--> Zwei Seiten einer Medaille
Prinzip der kausalen Vollständigkeit
Aufeinander bezogenes Handeln
Voraussetzung: Handlungen anderer verstehen
--> funktioniert -aber wie?
Antwort: Aktuelles Verstehen + erklärendes
Weber: deutendes Verstehen
Spiegelneuronen als Erklärung des "aktuellen" Verstehen
Gehirn aktiviert beim Durchführen einer Handlung die Neuronen, die auch beim Beobachten derselben Handlung aktiviert werden.
Bsp.: Zum Zahnarzt gehen -
dabei Telefonieren und kratzen
dadurch möglich
Handlung
<--Vergleich-->
eigenen Handlungsmustern, und dabei verfolgten Absichten
Verstehen eines handlungsmäßigen Vorgangs als sinnvolle Abfolge
Spiegelneuronen helfen hingegen nicht beim
"erklärenden" Verstehen
Verstehen des Sinnzusammenhangs einer Handlung - Warum tue ich etwas?
kognitive Verstehen
beides zusammen -->
Bedingung der Möglichkeit sozialen Handelns
Weber Definition:
"... ein seinem Sinngehalt nach aufeinander gegenseitig eingestelltes und dadurch orientiertes Sichverhalten mehrerer"
formalisiert
Einstellungen (e) führen im Sinne einer Vom-Mentalen-zum-Mentalen-Verursachung (wo e=m1) zu Handlungsabsichten (m2), die im Sinne von Vom-Mentalen-Zum-Physischen-Verursachungen zu Handlungen (p3) führen
Einstellungen (e) =
M= Motive
E= Erwartungen
D= Dispositionen
e => m1
p1
p2
m2
p3
supervenieren
kausale Beziehung
Scheinbeziehung
--> wenn e sich auf mindestens eine andere Person bezieht, wird p3 zu einer sozialen Handlung
Soziale Beziehung bzw. Gesellschaft:
Weber
Simmel
Menge aufeinander gegenseitig eingestellter sozialer Handlungen
Umkehrschluss
Jede Form sozialer Beziehung lässt sich reduzieren auf "Abläufe und Zusammenhänge spezifischen Handelns einzelner Menschen" -Weber
Weber-Definition mit bspw. Luhmanns ST nicht kompatibel

--> (kommunikative) Relata zwischen sozialen Systemen unabhängig vom Handeln einzelner Individuen
--> Beachte Teile und Relata
Individuen
Freundschaft
Untersuchung sozialer Beziehungen bzw. Gesellschaft?

--> Untersuchen aufeinander gegenseitig eingestellten sozialen Handlungen
daraus bestehen Beziehungen/ Gesellschaft
Fortgesetzte Wiederholungen sozialer Handlungen und Nachahmungen führen zu Regelmäßigkeiten in den Einstellungen (e) der Handelnden, sowie in den Abläufen ihres sozialen Handelns
Diese Regelmäßigkeiten stellen den Kern-Gegenstand der Soziolgie dar
Weber
Regelmäßigkeiten lediglich aufgrund tatsächlicher Ausübung = Brauch
Brauch wird lange eingelebt?
--> Sitte
Vorstellung der Normmäßigkeit durch fortdauernde Übung oder durch große Zahl derjenigen, die sich an die Regelmäßigkeiten halten.
Jellinek
Somit kann die kann die Üblikeit eines Handlungsablaufs zur Ursache für eine Handlung ("in üblicher Weise") werden
--> soziales Kraftfeld
"das war schon immer so"
Bsp.: Mann (ohne jeglichen sozialen Kontakt) 50 Jahre morgens Holzhacken
--> war nicht nur immer so,
gehört sich auch so
Menschen fühlen sich durch Kraftfeld zu Handlungen motiviert
Bsp.: Weihnachten ohne gläubig zu sein
objektiv
subjektiv
formal
Vereinigungsmenge der ähnlichen, regelmäßigen (bzw. großzahligen) Handlungen p3 anderer Individuen verursacht p4, auf dem der mentale Zustand m4 (die Vorstellung der Normmäßigkeit) superveniert

m4=p4 treten als kausale Verursacher einer neuen Sequenz (mental-mental-physikalisch) auf, die wiederum ein neues p3 produziert, das der Vereinigungsmenge angehört
p3
p4
p5
p6
Norm
m4
Vorstellung der Norm
m5
Handlungsabsicht die aus der Normvorstellung entspringt
Ich handle der Norm entsprechend
--> Normverhalten
Bestätige die Norm durch meine Handlung
--> Normerhaltung
Regeln/ Recht (m6) als
formale Festlegung
der Sitte
--> fließender Übergang
Weber
lange regelmäßige Handlung
führt zu Regeln/ Recht
um regelmäßiges Handeln zu garantieren
p5
p6
m5
p6
m6
p1
p2
m1
m2
kenne Sitte,
deswegen handle ich entsprechend
Solidaritätsbeziehung -->
e der sozialen Handlung beruht auf die Zusammengehörigkeit mit anderen Beteiligten
subjektiv gefühlte Zusammengehörigkeit
--> Vergemeinschaftung
rational motivierter Interessensverbindung oder -ausgleich
--> Vergesellschaftung
e beruht auf die "Durchsetzung des eignen Willens gegen Widerstand des oder der Partner" (Weber)
--> Kampf
mentale Eigenschaften können
rational, emotional oder traditional sien
Macht ist die Chance, sich in einem Kampf durchzusetzen

Möglichkeit Kapital in einem Kampf einzusetzen
--> abstraktes Ziel des Kampfes:
mehr (relevantes) Kapital
-->mehr Macht
Weber + Bourdieu
Kapitalformen nach Bourdieu:
ökonomisch (Besitz)
kulturell (Bildung, Habitus)
sozial (Beziehungen)
symbolisch (Summe aller anderen Kapitalsorten)
kein Gegenteil
Kampf ist eine zentrale Beziehungsform
Bsp.:
Ernennung eines CEO

kulturell: Habitus ("geborener" Alpha, Bildung)
sozial: quantitative & qualitative Beziehungen
Habitualisierung = Handeln aus Gewohnheit
--> komplexes Zusammenspiel mehrerer Entscheidungssituationen (polythetischer Handlungen)

ersetzt durch eine einzige Entscheidungssituation (monothetische Handlungen)
mentale Zustand beinhaltet u.a. die subsumierten mehreren Entscheidungssituationen
Bsp.: Prozess Fahrschule zum gewohnten Fahren
Weitergabe dieser habitualisierten Handlungen als monothetische Einheit an andere
habitualisierte Handlung -->monothetische Einheit
-Weitergabe-> Institution
verdinglicht monothetisch
dadurch charakterisiert
d.h. mulithetischer Ursprung wird nicht einmal mehr wahrgenommen
Bsp.: romantische Liebe
--> bekommen es als eine feste Einheit, welche alle Liebesverständnisse (ganz viele Variationen (auch widersprüchliche) Liebesbegriffe) beinhaltet und zusätzlich noch eine Funktionalismus (Gegenstück zu Kapitalismus) beinhaltet
---> Jedoch sehen wir nicht diese Widersprüchlichkeiten, wir sehen es als logische Einheit
Regeln/ Recht, Bräuche, Normen, Sitten sind mentale Eigenschaften e, die auf Wiederholungen von sozialen Handlungen und/ oder der Wahrnehmung der Häufigkeit bestimmter Typen sozialer Handlungen basieren, um in der Folge selbst Auslöser von Handlungsabsichten zu sein
e
Bsp
"Ich empfinde es als normal,
die Tagesschau zu gucken (ganze Familie guckt)
Facebook zu nutzen (alle Freunde machen das)
∑p6
wird immer wiederholt
Bsp.: FSK zur Verfestigung der Sitten
Bsp.: Mittagsruhe
Immer wird Gesellschaft reproduziert
Bsp.: Ehe
Liebesehe (Gefühle füreinander haben)
--> Vergemeinschaftung
Zwecksehe (wg. Ländereien, etc.)
--> Vergesellschaftung
Bsp.: Ich kämpfe um Brot da ich sonst verhungere
Bsp: Ich versuche jemanden aus der Firma raus zu mobben
Bsp.: Fußballspiel Schalke-Dortmund
schon immer Derby-Spiel
Bsp.: Weihnachten feiern
--> "Wir feiern jetzt Weihnachten"
--> erklären nicht dass man Baum kauft, Geschenke kauft, drunter legt, kocht ...
--> erstellen Weihnachten als ein Abstrakta
Full transcript