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NS-Gesellschaft – Volksgemeinschaft

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Swantje Köhler

on 11 November 2013

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Transcript of NS-Gesellschaft – Volksgemeinschaft

Das Bürgertum
Die nationalsozialistische Ideologie:
"Volksgemeinschaft"


Bürgertum und bürgerliche Werte

Auswirkungen
Reaktionen des "arischen" Bürgertums
verschiedene Perspektiven
Leitideen:
Anerkennung des Rechtsstaats (Rechtssicherheit), politische Teilhabe der Bürger

rechtliche Gleichheit, Menschen- und Bürgerrechte

freie, rechtlich geschützte Marktwirtschaft

Anerkennung der wissenschaftliche Leistung ohne Ansehen von "Rasse", Geschlecht, Herkunft

Hochschätzung von Toleranz
NS-Regime konnte mit der "Volksgemeinschaft"
weite Teile des Bürgertums an sich binden
Werte und Normen der bürgerlichen Gesellschaft
Werte und Normen der NS-"Volksgemeinschaft"
Rechtssicherheit, politische Teilhabe


rechtliche Gleichheit, Gleichberechtigung, Menschen- und Bürgerrechte

freie, rechtlich geschützte Marktwirtschaft

Anerkennung der wissenschaftlichen Leistung ohne
Ansehen von "Rasse", Geschlecht oder Herkunft

freie Meinungsäußerung
Akklamation des "Führers", Außerkraftsetzung jeglicher Rechtssicherheit, kein Ausbau des Sozialstaats

lückenlose Exklusion von Minderheiten, Antifeminismus


Kommandowirtschaft; Zentralverwaltungswirtschaft

völkisch-rassistische Pseudowissenschaft


straff zensierte Gängelung durch die staatliche Propagandamaschinerie
Eingliederung des Bürgertums in die "Volksgemeinschaft" konnte nur durch Verzicht auf Verwirklichung bürgerlicher Werte erreicht werden
Reaktionen des Bürgertums waren zwiespältig
+
-
Klassenunterschiede aufgehoben →
Gefühl sozialer Gleichheit

wirtschaftlicher Aufschwung

Abbau der Arbeitslosigkeit

Aufstiegschancen

sozial-politische Aktivitäten

außenpolitische Erfolge
Auswirkungen auf das jüdische Bürgertum
"nichtarische" Beamte in den Ruhestand
Juden = keine Volksgenossen
Idee der Volksgemeinschaft: alle sollen integriert werden
Exklusion
der Juden
1. April 1933
reichsweiter Boykott
jüdischer Geschäfte, Ärzte
und Rechtsanwälte
Widerspruch
7. April 1933
"Gesetz zur Wiederherstellung
des Berufsbeamtentum"
NS-Volksgemeinschaft konnte bürgerliche Werte nicht erfüllen

Vorhersehbarkeit des Krieges wurde vielleicht schon von einigen erkannt

Großteil des Bürgertums christlich-liberal erzogen: NS-Ideologie richtete sich dagegen

Individuum wurde nicht geachtet

nichtgeduldeter Kapitalismus wurde vielleicht von einigen kritisiert
Ärzte, Wissenschaftler, Pfarrer, Lehrer, Geschäftsleute
zum Bürgertum gehören zum Beispiel:
mindestens 2000
antijüdische Gesetze
und Verordnungen
schränkten
Lebensbedingungen
der Juden ein
„Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes
und der deutschen Ehre" + "Reichsbürgergesetz"
Verbot von Eheschließungen zwischen Nichtjuden und Juden
und dessen Geschlechtsverkehrs
Verbot für den Besuch von
kulturellen Einrichtungen und Erholungsstätten
Ausschluss vom Verkehr und von der Bildung
alle mussten Vornamen Sarah oder Israel
und den Judenstern tragen
Widerstand im Bürgertum
Geschwister Scholl
Jüdische Perspektive
Anne Frank
Perspektive eines katholischen Pfarrers
Perspektive eines Justizbeamten
Quellen
Dr. Wolfgang Jäger: "NS-Herrschaft: 'Volksgemeinschaft' und Verbrechen"; 2012, Cornelsen Verlag, Berlin

http://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20292/planwirtschaft

http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaft_im_nationalsozialistischen_Deutschen_Reich#Kriegswirtschaft

http://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/index.php?option=com_content&task=view&id=99&Itemid=85

http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Haeuser

http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/antisemitismus/

http://www.mupinfo.de/wp-content/uploads/2012/03/deutsche_wehrt_euch.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/bf/RGBL_I_1933_S_0175.png/220px-RGBL_I_1933_S_0175.png

http://www.google.de/imgres?sa=X&espv=210&es_sm=122&biw=1600&bih=732&tbs=isz:l&tbm=isch&tbnid=0YxtYSWyK-CzvM:&imgrefurl=http://www.in-die-zukunft-gedacht.de/de/page/68/epoche/131/dokument/288/epochen.html&docid=Hm3TBD2VC-L6HM&imgurl=https://www.in-die-zukunft-gedacht.de/icoaster/files/wei_e_rose_sz_ph_00036333.jpg&w=1024&h=768&ei=ecx7UrHXNIaJtQaH1oCIAw&zoom=1&iact=hc&vpx=171&vpy=264&dur=254&hovh=194&hovw=259&tx=95&ty=59&page=1&tbnh=137&tbnw=183&start=0&ndsp=38&ved=1t:429,r:1,s:0,i:91

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e8/Friedrich_Kellner_1934-b.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/96/Bundesarchiv_Bild_102-15234,_Berlin,_Luthertag.jpg

http://www.bocholter-lernwerkstatt.de/uploads/pics/anne11_03.jpg

http://www.abload.de/img/tagebuch1u1x.jpg

http://www.fr-online.de/image/view/3189242,480,highRes/1091023/-/maxh/480/maxw,Anne%252BFranks%252BTagebuch%252B%25252528media_656753%25252529.jpg




„Immer mehr fühlte ich mich von der kirchlichen Politik angeekelt [...] immer mehr fühlte ich mich zu Hitler hingezogen, dem großen Führer, dessen ganzes Wesen und Handeln auf Ehre und Naturverständnis aufgebaut war [...]“
Phillip Haeuser (*1876 † 1960)

rechtskonservativ und deutschnational

fühlte sich immer stärker zum Nationalsozialismus und zu Hitler hingezogen

versuchte Katholizismus mit antisemitischen, rechtsnationalen Ideen zu verbinden
→ Organisation "Deutsche Christen"
Motive des Pfarrers:
beobachtete Vebrechen des Regimes

erkannte also schon früh den wahren Kern der NSDAP
»[...] nach unseren Erfahrungen [dürfte es]
heute keinen [keinen] Beamten, insbesondere
keinen mittleren Beamten, mehr geben [...], der nicht
der N.S.V. Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt als Mitglied angehört«
»Es ist heute so, daß das Leben überhaupt nicht mehr lebenswert
ist. Ein drangsaliertes, gequältes, eingeschüchtertes, überaus unfreies Volk soll sich für einen Tyrannen totschießen lassen. Terror ohnegleichen! [...] Der anständige Deutsche hat kaum mehr den Mut, überhaupt zu denken, geschweige denn etwas zu sprechen.«
»In den letzten Tagen sind
die Juden unseres Bezirks
abtransportiert worden.
[...] Von gut unterrichteter
Seite hörte ich, daß sämtliche
Juden nach Polen gebracht u.
dort von SS-Formationen ermordet
würden. [...] Solche Schandtaten
werden nie aus dem Buche der
Menschheit getilgt werden können.
Unsere Mörderregierung hat den Namen ›Deutschland‹ für alle Zeiten besudelt.
Für einen anständigen Deutschen ist es
unfaßbar, daß niemand dem Treiben
der Hitler-Banditen Einhalt gebietet.«
»Der Sinn meiner Niederschrift ist der, augenblickliche Stimmungsbilder aus
meiner Umgebung festzuhalten, damit eine spätere Zeit nicht in die Versuchung
kommt, ein ›großes Geschehen‹
heraus zu konstruieren.«
Friedrich Kellner: kritischer deutscher Bürger


politischer Organisator für die SPD
früher warnte er vor der NSDAP und
wollte nicht in die Partei eintreten


neutrale Ansichten, ließ sich
niemals blenden
jüdisches, deutsches Mädchen

1934 floh sie mit ihren Elternin die Niederlande

kurz vor Kriegsende wurde sie dennoch in einem KZ getötet

Vater überlebte veröffentlichte ihr trauriges Tagebuch
„Vater ist in letzter Zeit viel
Zuhause. Er kann nicht mehr zur
Arbeit gehen. Das ist schlimm,
weil er sich plötzlich
überflüssig fühlt.“
„Ganz schlecht finde ich mich,
weil ich hier in meinem warmen Bett liege,
während meine besten Freundinnen vielleicht
schon zusammengebrochen sind.
[…] Sie sind den grausamsten Menschen
ausgeliefert, die es nur gibt.
Und alles nur, weil sie Juden sind.“
„Liebe Kitty,
heute habe ich nur traurige Nachrichten. Unsere jüdischen Freunde und Bekannten werden in Mengen weggeholt. Die Gestapo geht nicht zart mit ihnen um. Sie werden in Viehwagen geladen und nach dem Judenlager Westerbork gebracht. Westerbork muss schrecklich sein.“


Motive:
gegen Deportation von Juden und Gegnern
Freiheit, Gleichheit, Selbstständigkeit
Eltern hatten sie christlich-liberal erzogen
Werte tief verwurzelt, wurden weitergegeben
Eltern haben die Aktionen befürwortet, obwohl sie wussten, dass Todesstrafe drohte


Geschwister Scholl (Hans *1917; Sophie *1921; Studenten)

Mitglieder der "Weißen Rose"

Flugblätter gegen Diktatur unter Adolf Hitler

Verfechter sozialer christlicher Werte

1943 in der Münchener Uni erwischt
und verhaftet, später zu Tode verurteilt
Motive und Werte
der Geschwister Scholl
Motive:
gegen Deportation von Juden und weiteren
Freiheit, Gleichheit, Selbstständigkeit
Eltern hatten sie christlich-liberal erzogen
Werte tief verwurzelt, wurden weitergegeben
Eltern haben die Aktionen befürwortet, obwohl sie wussten, dass Todesstrafe drohte
Flugblätter
der Geschwister Scholl
Flugblatt 5 vorne:
Flugblatt 5 hinten:
Flugblatt 6:
Hintergrund:

Die Flugblätter 5 und 6 waren die letzten, die die Scholl Geschwister verteilt haben, bevor sie von dem damaligen Hausmeister der Münchener Universität Jakob Schmid, einem Mitglied der SA, erwischt und festgehalten wurden.
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