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Clifford Geertz

deep play
by

Anett Geißler

on 13 April 2013

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Transcript of Clifford Geertz

Clifford Geertz Biografische Eckdaten - Amerikanischer Anthropologe
- Geboren 23. 08.1926 in San Francisco
- Militärdienst 1943-1945
- 1950 B.A. in Philosophie
- 1956 Ph.D. in Harvard University
- 1958-1960 University of California, Berkely
- 1960-1970 University of Chicago
- 1970-2000 Princeton University
- Symbolische Anthropologie und Dichtebeschreibungen
- Starb am 30.10.2006 in Philedelphia Werke, Wirkungskreis, KollegInnen Deep Play Kritik “Deep Play”
Vincent Crapanzano:

Trennung zwischen Geertz (Individuum) und “die Balinesen” (Verallgemeinerung)

„in a way only a Balinese can do“
„the deep psychological identification of Balinese men with their cocks“

Balinesen bleiben Pappfiguren → gleich Fühlen und Handeln

Zuschreibungen von Bedeutungen, Absichten, Beweggründe, Gesinnung etc.
ohne Beweise

Konstruiert den balinesischen Hahnenkampf

Titel des Textes ein Wortspiel, welches ein/eine Balinese/Balinesin nicht versteht >>→ Ausschluss

Bsp. Volker Gottowik Allgemein

“Dichte Beschreibung”:

ForscherIn unterliegt eigenen Leitvorstellungen
→Selektion der Beobachtungen

“Blinde Flecke”

Sichtweise der Erforschten nicht berücksichtigt/
aus Forschung
elemininiert
→Handlungen, Symbole werden interpretiert Quellen:
- Barnhard, Alan/Spencer, Jonathan (2002): Encyclopedia of Social and Cultural Anthropology. London/New York: Routledge.
- Geertz, Clifford (1987) [1973]: Dichte Beschreibung. Kap. 5: Deep Play. Frankfurt a. M.: Suhrkamp. S. 202-260.
- Wolff,Stephan (2000): Clifford Geertz. In: Flick, U., von Kardorff,E. & Steinke, I. (Hrsg.): Qualitative Forschung. Ein Handbuch, S. 84 - 96. Reinbeck b. Hamburg: Rowohlt Taschenbuch
- Crapanzano, Vincent (1986): Hermes' Dilemma: The masking of Subversion in Ethnographic Description. In: James Clifford/George Marcuse: Writing Culture: The Poetics and Politics of
Ethnography. Los Angeles, University of CAlifornia Press, S. 51-76.

Onlinequellen:
- http://www.indiana.edu/~wanthro/theory_pages/Geertz.htm
- http://en.wikipedia.org/wiki/Clifford_Geertz
- http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb08/ie/Downloads/Mitarbeiter/gottowik/CG_in_der_Kritik_Anthropos_2004.pdf
- Bild: http://www.phillwebb.net/topics/society/geertz/Geertz.jpg »Obwohl Geertz den mikroskopischen Charakter Dichter Beschreibungen sowie einen szenischen und handlungstheoretischen Kulturbegriff propagiert, sucht er Kultur nicht in kommunikativen Handlungen, sondern primär in Wörtern, Symbolen und Ritualen. Geertz bleibt also vor den Toren der Interaktion stehen.« (Stephan Wolff) Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Symbolische Anthropologie (USA 1960-1970)
- Kultur als ein Gebilde bestehend aus Bedeutungs-Systhemen
- Entwirrung durch die Entschlüsselung/Interpretation von Ritualen/ Symbolen Wichtige Vertreter
- Victor Turner
- David Schneider
- Clifford Geertz Geertz
- Theoretische Beeinflussung
- Talcott Parson (lehre von Max Weber)
- Kenneth Burke (Literaturtheoretiker)
- Ricoeur & Wittgenstein

- "Dichte Beschreibung" = interpretative & hermeneutische Praktik Werke:
The Religion of Java [1961]
Agricultural Involution [1963]
Islam Observed [1968]
Works and Lives [1988]
The Interpretation of Cultures [1973] „Deep play“: Bemerkungen zum balinesischen Hahnenkampf
Kapitel 5 in Dichte Beschreibung: Beiträge zum Verstehen kultureller Systeme
erschienen 1973 - Clifford Geertz stellt seine Forschungsergebnisse zur Bedeutung des Hahnenkampfes auf Bali vor.
- Feldforschung 1958 zusammen mit seiner Frau.
- Als Einstieg in den Text beschreibt er seinen persönlichen Einstieg in die dortige Gesellschaft: Die Razzia. Bedeutung:
- Der Hahnenkampf ist eigentlich ein Kampf zwischen den beteiligten Männern.
- Es geht um Stolz und Anerkennung.
- Zudem ist der Hahnenkampf auch ein Blutopfer für Dämonen. „Im Hanhnenkampf verschmelzen Mensch und Tier, Gut und Böse, Ich und Es, die schöpferische Kraft erregter Männlichkeit und die zerstörerische Kraft entfesselter Animalität in einem blutigen Schauspiel von Haß, Grausamkeit, Gewalt und Tod.“ (Geertz 1987: 213). Ablauf:
- Wette in der Mitte vs. Peripheriewette
- Für Geertz stellt die formale Asymmetrie der beiden Wetten ein Problem bei der Suche nach der Bedeutung des Hahnenkampfes dar.
- Jedoch entdeckt er ein eng verflochtenes System der beiden Wetten. Mit einem Ansteigen des Wetteinsatzes bei der Wette in der Mitte steigt auch:
- die Wetttätigkeit bei den Peripheriewetten
- die Heterogenität der Einsätze der Peripheriewetten
- die Angeglichenheit der Peripheriewetten „Die Balinesen sind bestrebt, einen interessanten, wenn man so will ,tiefen‘ Zweikampf herzustellen, indem sie die Wette in der Mitte so hoch wie möglich treiben“ (ebd.: 229). Geertz nimmt Bezug auf Benthams Konzept des „deep play“.

Das „tiefe“ Spiel des Hahnenkampfes ist laut Geertz jedoch nicht irrational weil mit einem Ansteigen des Einsatzes eine Verschiebung der Bedeutungszuschreibung stattfindet. „[D]a der Hauptzweck und die erste Bedingung der menschlichen Existenz [...] darin besteht, dem Leben Bedeutung zu verleihen, werden die zum Einsatz gelangten ökonomischen Mittel durch den Zugewinn an Bedeutung mehr als ausgeglichen“ (ebd.: 233). - Durch Gewinnen oder Verlieren ist kein sozialer Auf- oder Abstieg möglich.
- Geertz folgert, dass das komplexe Wettsystem die komplexen Strukturen und Hierarchien in der Gesellschaft widerspiegelt. „Als Bild, Fiktion, Modell und Metapher ist der Hahnenkampf eine Ausdrucksform. Seine Funktion ist es nicht, soziale Leidenschaften zu zähmen, noch sie zu schüren [...], sondern sie mit Hilfe von Federn, Blut, Menschenansammlungen und Geld darzustellen“ (ebd.: 246). Somit hat der Hahnenkampf eine interpretierende Funktion.

Dies erfordert neue Methoden von der Forschung. Geertz merkt an, dass der Hahnenkampf keine vollständiges Rezept für die balinesische Gesellschaft sei. Zielpuplikum: vorwiegend wissenschaftliches Publikum
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