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Judith Butler - Körper von Gewicht

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by

Malte Böncker

on 22 June 2013

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Transcript of Judith Butler - Körper von Gewicht

Judith Butler
Körper von Gewicht

Kategorie >>Sex<<
normativ (Seite 21)
regulierendes Ideal (Seite 22)
konstruiert Subjekt (Seite 34)
performativ (Seite 22)
auschließend
Performativität
kein absichtsvoller Akt (Seite 22)
notwendige Zitatförmigkeit (Seite 39)
verbirgt sein Historisches (Seite 36)
ist aber historisch (Seite 37)
Materie
Prozess der Materialisierung (Seite 32)
wird stabilisiert und destabilisiert
Stellt Begrenzung, Festigkeit und Oberfläche her
Zitierung von Macht. (Seite 39)
Problem
"Der Kritiker verdächtigt die Konstruktivistin möglicherweise auch einer gewissen Körperfeindlichkeit und will sich vergewissern, daß diese abgehobene Theoretikerin zugesteht, daß zumindest minimale, nach Geschlecht differenzierte Körperteile, Tätigkeiten und Fähigkeiten und hormonelle sowie in den Chromosomen verankerte Unterschiede vorhanden sind, die ohne Bezugnahme auf eine 'Konstruktion' eingeräumt werden können." (Seite 33)
"Die Unbestreitbarkeit des 'biologischen Geschlechtes' oder seiner 'Materialität' 'einzuräumen' heißt stets, daß man irgendeine Version des 'biologischen Geschlechts', irgendeine Ausformung von 'Materialität' anerkennt." (Seite 33)
Konstruktion des Körpers
Kultur
prägt
Natur
subjektiv
aktiv
lebend
bedeutsam
objektiv
passiv
tod
bedeutungslos
Probleme
Begriff Natur hat Geschichte (Seite 25)
Verständnis hebt 'biologisches Geschlecht' auf und lässt es in 'soziales Geschlecht' aufgehen. (Seite 26)
linguistischer Konstruktivismus
Kein direkter Zugang möglich.
Metaphysisches Postulat
durch Naturbeherrschung geprägte Sichtweise
drei kritische Fragen (Seite 27-28)
geboren: 24. Februar 1956 in Cleveland (USA)

1974 - 1982 Studium an der Yale University und an der Universität Heidelberg.

1984 - Dissertation "Recovery and Invention: The Projects of Desire in Hegel, Kojève, Hyppolite, and Sartre".

1991 - 2006 Inhaberin verschiedener Lehrstühle unter anderem an den Universitäten in Baltimore und Berkeley.

seit 2006 Hannah-Arendt-Professorin für Philosophie an der European Graduate School in Saas-Fee.
"Die Bildung eines Subjekts verlangt eine Identifizierung mit dem normativen Phantasma des 'Geschlechts' [sex], und diese Identifizierung findet durch eine Zurückweisung statt, die einen Bereich des Verwerflichen schafft, eine Zurückweisung, ohne die das Subjekt nicht entstehen kann. Es handelt sich dabei um eine Zurückweisung, die die Valenz der 'Verworfenheit' schafft und die deren Status für das Subjekt als bedrohliches Gespenst erstehen lässt." (Seite 23)
"Wenn alles Diskurs ist, wie steht es dann mit den Körpern?" (Seite 28)
Die Konstruktion wird ein gottähnliches Handlungsvermögen.
negiert Handlungsmöglichkeit des Menschen.
"wenn das soziale Geschlecht etwas konstruiertes ist, wer ist es denn dann, der konstruiert?" (Seite 28)
Setzt voluntaristisches Subjekt voraus.
"Wenn das Subjekt konstruiert ist, wer konstruiert dann das Subjekt?"
Werke in Auswahl
Subjects of Desire. Hegelian Reflections in Twentieth Century France. Dissertation. 1987.
Gender Trouble. Feminism and the subversion of identity. 1990.
Deutsche Ausgabe: Das Unbehagen der Geschlechter. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003.
Bodies that matter. 1993.
Deutsche Ausgabe: Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001.
Excitable Speech. A Politics of the performance. 1997.
Deutsche Ausgabe: Haß spricht. Zur Politik des Performativen. Berlin-Verlag, Berlin 1998,
Antigones Verlangen. Verwandtschaft zwischen Leben und Tod. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001.
Kritik der ethischen Gewalt. Adorno-Vorlesungen 2002. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003.
Kritik, Dissens, Disziplinarität. diaphanes, Zürich 2011.
Frage nach der Bedingung seiner Entstehung und Wirkung.
"Dem sozialen Geschlecht unterworfen, durch das soziale Geschlecht aber auch zum Subjekt gemacht, geht das 'Ich' diesem Prozeß der Entstehung von Geschlechtsidentität weder voraus, noch folgt es ihm nach, sondern entsteht nur innerhalb der Matrix geschlechtsspezifischer Beziehungen und als diese Matrix selbst." (Seite 29)
"Die 'Aktivität' dieses Geschlechtlich-Werdens kann strenggenommen kein menschliches Handeln oder menschlicher Ausdruck sein, keine willentliche Aneignung, und ganz sicher ist sie keine Frage einer Maskierung; sie ist Matrix durch die alles Wollen erst möglich wird." (Seite 29)
Biografische Daten
erzwungene Materialisierung (Seite 21)
nie endender Prozess
"Die Matrix der geschlechtsspezifischen Beziehungen geht dem Zum-Vorschein-Kommen des 'Menschen' voraus. Und in der Tat, mit der ärztlichen Interpellation [...] wechselt das Kleinkind von einem 'es' zu einer 'sie' oder einem 'er'; und mit dieser Benennung wird das Mädchen 'mädchenhaft gemacht', es gelangt durch die Anrufung des sozialen Geschlechts in den Bereich der Sprache und Verwandtschaft." (Seite 29)
"Warum sollten unsere Körper an der Haut enden oder bestenfalls andere von Haut umschlossene Wesen enthalten?" - Donna Haraway, A Manifesto für Cyborg
"Wenn man wirklich über den Körper an sich nachdenkt, gibt es keinen möglichen Umriß des Körpers als solchen. es gibt Auffassungen von der Systematik des Körpers, es gibt Wertcodierungen des Körpers. Der Körper als solchen kann nicht gedacht werden, und ich kann das ganz gewiß nicht angehen." - Gayatri Chakravorty Spivak, 'In a world', Interview mit Ellen Rooney
"Es gibt keine Natur, nur Effekte von Natur: Entnaturalisierung oder Naturalisierung." - Jaques Derrida, Donner le Temps
Fazit
"Das 'biologische Geschlecht' ist demnach nicht einfach etwas, was man hat, oder eine statische Beschreibung, was man ist: Es wird eine derjenigen Normen sein, durch die 'man' überhaupt erst lebensfähig wird, dasjenige, was einen Körper für ein Leben im Bereich kultureller Intelligibilität qualifiziert." (Seite 22)
"Das Verworfene [the abject] bezeichnet hier genau jene 'nicht lebbare' und 'unbewohnbaren' Zonen des sozialen Lebens, die dennoch dicht bevölkert sind von denjenigen, die nicht den Status des Subjekts genießen, deren Leben im Zeichen des 'Nicht-Lebbaren' jedoch benötigt wird, um den Bereich des Subjekts einzugrenzen." (Seite 23)
Natur als Gefüge dynamischer Wechselbeziehung
"daß es keine Bezugnahme auf einen reinen Körper gibt, der nicht zugleich eine weitere Formierung dieses Körpers wäre." (Seite 33)
Paradoxon
"Das Paradox der Subjektivierung (assujetissment) besteht genau darin, daß das Subjekt, das sich solchen Normen widersetzte, selbst von solchen Normen befähigt, wenn nicht gar hervorgebracht wird." (Seite 39)
bodies that matter
"Wenn ich Dekonstruktion richtig verstehe, ist Dekonstruktion nicht das Aufzeigen eines Irrtums und gewiß nicht das Aufzeigen anderer Leute Irrtümer. Die Kritik in der Dekonstruktion, die ernstzunehmendste Kritik in der Dekonstruktion, ist die Kritik an etwas, das äußerst nützlich ist, an etwas, ohne das wir gar nichts ausrichten können" - Gayatri Chakravorty Spivak, 'In a world', Interview mit Ellen Rooney
Daher die Notwendigkeit, die Figuren des philosophischen Diskurses [...] 'wieder aufzubrerchen'. [...] Etwa indem man die Bedingungen der Möglichkeit der Systematizität selbst befragt. Also dasjenige, was die Kohärenz der diskursiven aussage von ihren Produktionsbedingungen verbirgt, was auch immer sie im Diskurs darüber sagen mag. So die 'Materie', von der das sprechende Subjekt sich nährt, um sich zu produzieren und zu reproduzieren, aber auch die 'Szenographie', die die Repräsentation so, wie sie sich in der Philosophie definiert, ermöglicht, also die Architektonik ihres Theaters, ihre raum-zeitliche Rahmung, ihre geometrische Ökonomie, ihre Kulissen, ihre Akteure sowie deren Stellung zueinander, deren Dialoge, ja sogar deren tragische Beziehungen, nicht zu vergessen den Spiegel, der, zumeist versteckt, dem Logos, dem Subjekt erlaubt, sich selbst zu verdoppeln, sich zu reflektieren. Das alles sind Eingriffe in die Szene, die, solange sie nicht interpretiert worden sind, ihre Kohärenz sichern. Es ist also notwendig, sie in jeder Figur des Diskurses wieder ins Spiel zu bringen, um ihn aus seiner Verankerung im Wert der Präsenz herauszureißen. Für jeden Philosophen - beginnend mit denjenigen, die eine Epoche der Geschichte der Philosophie bestimmt haben - muß man herausfinden, wie sich der Einschnitt der materiellen Kontiguität, die Montage des Systems, die Spiegelökonomie ins Wer setzt." - Luce Irigaray, 'Macht des Diskurses/Unterordnung des Weiblichen'
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