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Untitled Prezi

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by

Lecram D.

on 26 July 2014

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Transcript of Untitled Prezi

Ethnomethodologie
über Methoden des Handelns im Alltag
Gliederung
1. Harold Garfinkel
2. Was ist Ethnomethodologie?
3. Gegenseitiges Verstehen als Grundlage des Handelns im Alltag
4. Der Entwurf praktischer Theorien im Alltag
5. Literatur
* 29. Oktober 1917 in New Ark, New Jersey
† 21. April 2011
Harold Garfinkel
Was ist Ethnomethodologie?
„Das Anliegen der Ethnomethodologie ist [...] die Methoden aufzudecken, deren sich die Gesellschaftsmitglieder bedienen, um die Vielzahl ihrer Alltagshandlungen durchzuführen“
(Weingarten u. Sack)

Zentrale Fragen
Wie funktioniert Handeln im Alltag?
Über welches Wissen verfügen die Mitglieder einer Gesellschaft?
Welcher Methoden bedienen sich Gesellschaftsmitglieder in ihren alltäglichen Aktivitäten, um sozial aufeinander bezogen handeln und interagieren zu können?

Grundannahmen
Menschen verstehen ihre Handlungen Wechselseitig
Was Menschen tun ist vernünftig
Wechselseitige Unterstellung von Rationalität des Denkens und Handelns

Warum wir glauben uns zu verstehen
Es gibt 4 Gründe für diese Gewissheit
Die Typenhaftigkeit der Lebenswelt
Kontinuität und Wiederholbarkeit
Die Generalthese der wechselseitigen Perspektiven
Dinge, die jeder weiß
Die Typenhaftigkeit der Lebenswelt
Die Auslegung der Welt beruht auf früheren Erfahrungen (nach Schütz)
In der Sozialisation wird der Wissensvorrat der Gesellschaft übernommen -> Denken so wie jeder denkt
Individuelle Konstruktion der Wirklichkeit, Erschaffung eigener Ordnung
Einordnung des Neuen in das Alte -> der Alltag erscheint uns logisch
Wiederholung erprobter, sowie bekannter Handlungsmuster im Alltag

Kontinuität & Wiederholbarkeit
Idealisierung des ‚und so weiter‘ (Kontinuität)

Idealisierung des ‚ich kann immer wieder‘ (Wiederholbarkeit)

Die Generalthese der wechselseitigen Perspektiven
‚Vertauschbarkeit der Standpunkte‘
Ist der Andere an meiner Stelle, würde er meine Perspektive haben
‚Kongruenz der Relevanzsysteme‘
Unterschiedliche Auffassung der Welt ist irrelevant, da wir so handeln, als ob wir alle die Dinge nach den gleichen Kriterien beurteilen würden

Dinge, die jeder weiß
Gemeinsamer Wissensvorrat, der die bekannten, gesellschaftlichen Tatsachen des Lebens in der Gesellschaft enthält
dazu kommt ein in der Sozialisation vermitteltes Prinzip des Umgangs mit diesem gemeinsamen Wissen
dieser Wissensvorrat wird nie überprüft, wenn dann bei auftretenden Kommunikationsproblemen

Der Entwurf praktischer Theorien im Alltag
Wir verstehen uns zwar nicht vollständig im Alltag, aber haben trotzdem Gründe eben davon auszugehen, dass wir uns verstehen
Alltagshandeln setzt freies Alltagsdenken voraus
Die dokumentarische Methode der Interpretation
Im Alltagshandeln interpretieren wir Dinge und ordnen sie in Muster ein, die uns vertraut sind
Da die Wirklichkeit komplex ist, wird nach Mustern gesucht, für die Phänomene typische Beispiele sind
Rückwirkend-vorausschauende Auslegung gegenwärtiger Vorkommnisse
Rückschau:
es wird auf ähnliche Erfahrungen zurückgeblickt
Vorausschau:
Erwartungshaltung auf eine Handlung, die aufgrund der vorliegenden Bedingungen logischerweise eintreten wird

Wirklichkeitskonstruktion die Sinn macht
Das Problem der Indexialität
Indexiale Äußerungen sind z.B. Namen oder spezifische Bezeichnungen
Sie sind nur in einem spezifischen, individuellen Kontext zu verstehen
es wird soziale Nähe und Vertrautheit vorausgesetzt
Sie lassen sich nur schwer in einen anderen Kontext oder in objektive Äußerungen übersetzen
Entindexialisierung ist der Versuch einen gemeinsamen Sinn herzustellen
Die Vagheit der Sprache
Zur Vermeidung von Missverständnissen drücken sich Interaktionspartner vage aus
Somit wird der Sinn des Gesagten erst im Verlauf des Gesprächs ausgehandelt
Gesprächspartner vertrauen darauf, dass der Andere schon verstehen wird, was gemeint ist
Ansonsten könnte es im Laufe des Gesprächs einen Sinn ergeben

Konstitutive und freiwillige Regeln
der Alltag konstituiert sich über bestimmte Normalitätsannahmen
Konstitutive Regeln sind unabdingbar
Freiwillige Regeln sind Erwartungen, bei deren Nichterfüllung Konfusion entstehen kann
Praktische Erklärungen
Wenn im Alltag eine Handlung nicht den Erwartungen entspricht, da es verschiedene Deutungsmuster gibt, werden praktische Erklärungen (Accounts) benötigt
'praktisch' sind sie, da sie das Handeln in der Praxis ermöglichen
Literatur
Abels. H.: Kap. 5 Ethnomethodologien - über Methoden des Handelns im Alltag, S. 115-152. In: Abels, H. (2010): Interaktion, Identität, Präsentation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften
Doktorand und Assistent von Talcott Parson [Soziologische Systemtheorie]
Studium bei Alfred Schütz [Phänomenologische Soziologie]
Professor für Soziologie an der University of California in Los Angeles
aus griechisch éthnos »Volk, Volksstamm« [Duden]
auf einem Regelsystem aufbauendes Verfahren zur Erlangung von [wissenschaftlichen] Erkenntnissen oder praktischen Ergebnissen
Art und Weise eines Vorgehens [Duden]
Welches Wissen gibt es in einem sozialen Gebilde?
Aber wie machen Handelnde ihr Handeln verständlich?
es gibt 2 Arten praktischer Erklärungen
Entschuldigung
Rechtfertigung
Referent: Lecram D.
Krisenexperiment:
Gibt man Menschen zu bestimmten Fragen (unpassende) Zufallsantworten
vor, so versuchen diese, doch noch einen Sinn in den Antworten zu finden.
Indexialität kann aber auch Kommunikation erleichtern!
Die Akzeptanz dieser hängt jedoch davon ab, ob ein Konsens über die Bedeutung besteht, ob und inwiefern diese angemessen erscheinen und inwiefern die äußere Erscheinung dazu passt
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