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Body-Modification

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by

Linda Drößler

on 23 March 2011

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Transcript of Body-Modification

Body-Modification Provokation, Emanzipation, Ästhetik? Unglaubliche Formen der Körperkunst Li Linda Drößler & Tanya Ebenau Formen von

Body-Modification a) Tätowierungen b) Piercings d) Brandings e) Implantate Body-Modification (englisch für „Körperveränderung“, auch kurz „BodMod“) ist die Bezeichnung für eine Vielzahl freiwillig durchgeführter Veränderungen am menschlichen Körper, heute meist durch darauf spezialisierte kommerzielle Anbieter.  UV-Tattoos f) Suspensions Beweggründe Ästhetik
Abgrenzung von der Gesellschaft
Provokation Sucht
sexuelle Befriedigung
Modeerscheinung aber auch: Definition Skarifizierungen: Ihr Ursprung liegt bei der indigenen Bevölkerung Afrikas. Dabei werden Hautstücke entfernt mit Hilfe eines Messers oder Rasierklinge.Es entstehen kunstvolle Narbenverzierungen. Geschichte der Tätowierung: -Körperkunst ist so alt wie der Mensch selbst
-Höhlenmalerei->Körperbemalung->Tätowierung->moderne Body-Modification
-1992 Fund in Österreich: Steinzeitmensch „Ötzi“ (5300 v.Chr.)
-Tätowierungen über gesamten Körper verteilt
-Heiltätowierungen -Ägypten: -4000 Jahre alte tätowierte Mumie der Priesterin Amunet
-zeigen sprirtuelle Verbundenheit mit Jenseits
-Afrika: -Naturvölker schmücken Körper mit Zier- und Brandnarben (Skarifizierung)
-Rituale bis in die Gegenwart fortgeführt
-Japan:-ab 6.Jhd. Diente Tätowierung dem Strafvollzug
-Kennzeichnung im Gesicht des Verbrechers
-erst ab 17. Jhd. Freiwillige Tätowierungen
-vorwiegend Unterschicht
-Beliebtheit der Ganzkörper-Tätowierung stieg -Europa: -200 v. Chr. - 600 n. Chr. Kelten nutzen Körperbemalung als Schutz vor Feinde
-Rom und Griechenland nutzen Tätowierungen als Kennzeichnung von Kriegsgefangenen und Straftätern
-Frühchristen tätowierten sich mit Fischen, Kreuzen oder christlichen Inschriften
-Missionarisierung lässt keine Tätowierungen mehr zu
->Altes Testament: „Ihr sollt kein Mal um eines Toten willen an eurem Leibe reißen noch Buchstaben an euch ätzen, denn ich bin der HERR.“
-787 n. Chr. :Konzilbeschluss durch Papst Hadrian 1. verbietet jegliche Tätowierungen, die als Schmuck dienen
-Tätowierung nur noch Ausdruck der Abgrenzung von anderen Religionen
->kurz vor dem Aussterben in Europa
-17. und 18. Jahrhundert: Entdeckungsreisen durch Cook ->Wiederbelebung der Tätowierkunst
Body-Modification der Naturvölker: 1. Polynesien: -Samoa, Tahiti, Marquesa Inseln, Cook Inseln, Hawai, Neuseeland
-1300 Jahre vor Christus besiedelten Seefahrer-Clans aus Südostasien die Inseln der Südsee
-Erschaffung eigener Kulturen
-Tätowierung ist Tradition und gehört zum Alltag dazu
-verraten Herkunft und sozialen Status
-Abstammung des Wortes Tatauierung (später: Tätowierung)
-Missionierung verbot Tätowierungen der Naturvölker
-Christen nannten diese : „gotteslästerliche Erhebung des sündigen Körpers“
-viele Traditionen und körperverbundene Rituale gingen verloren
-Jungen werden zwischen 12 und 18 Jahren tätowiert
-erste Tätowierungen meist bei Eintritt der Geschlechtsreife
Beispiele:
1.Marquesas:
-komplexe geometrische Formen
-mit ästhetischen, ökonomischen, politischen und sozialen Aspekten verbunden
-meist als Ganzkörper-Tätowierung->Zeichen für Kraft, Mut, Fähigkeit Schmerzen zu ertragen
-häufig Bedeutung der Muster unbekannt (durch Missionierung)
-1897 Ethnologe Karl von den Steinen besucht Marquesa- Inseln
-Veröffentlichung des Buches : „ Die Marquesaner und ihre Kunst“
– Wellenlinien um das Handgelenk besagen Abstammung aus Navigatorenfamilie
– Tätowierung der Hände :Zeichen des Wohlstandes->Prestigegewinn
-gilt als „ Bibel“ Polynesiens
-Besinnung auf traditionelle Ausführung der Tätowierung
→ neues Selbstbewusstein
-heute: Festival Maire Nui auf Cook Island
-Wiederbelebung der Tradtionen
2.Maori: -Männer: -von Hüfte bis zu Knien
-Frauen: -Lippen und Kinn
-Gesichtstattoo: „moko“ → große Bedeutung
-geschwungene Linien, Kreise, Spirale
-Zeichen der Identität , für Mut und Stärke
-jedes „moko“ einzigartig
-Kennzeichnung des Erwachsenwerdens
-Erhöhung des Ansehens in der Gesellschaft, daher meist nur hochrangige Maori
-bietet Schutz im Kampf
-Durchführung von Zeremonien und Gebetsriten während der Prozedur → Schutz unter Gott
-weitere Form: „Puhoro-Stil“
-Gesicht flächig bedeckt mit Ausnahme einzelner Hautstellen
-später nur noch auf Oberschenkel oder Gesäß
→ Entstehung des heutigen Tribal-Tattoos
-seit 1990 wieder mehr verbreitet
-junge Maori schmücken sich um Abstammung zu Ausdruck zu bringen
Afrika:

-Tätowierungen schlecht
zu erkennen auf dunkler Haut
Skarifizierung
→ -Durchführung in ganz Afrika
(hauptsächlich Nigeria, Tansania, Mozambique, Angola)
-Ritual zum Eintritt in die Pubertät
-ästhetischer Zweck für junge Mädchen
-häufig auch Stammes- und Klanzeichen
-häufig auch Stammes- und Klanzeichen
-Ansehen in der Gesellschaft
-spirituelle Gründe: -Abwehren der bösen
Geister
-dem Tod entfliehen
-Heilwirkung
-manchen Naturvölker übten auch Tätowierkunst aus:

Die San – Buschmänner aus der Kalahari-Wüste

– „genetisch älteste Ethnie der Welt“
– enge Beziehung zur Natur
– Heilwirkung der Tätowierungen (N´um genannt)
– kleine unscheinbare Striche
– Initiationsriten bei Jugendlichen
– stärkt Zugehörigkeitsgefühl
– Narben- und Punkttätowierung bei Eheschließung
c) Skarifizierungen / Cuttings Einschneiden der vorgezeichneten Umrisse durch Skalpell,
eventuelle anschließende Entfernung der dazwischenliegenden,
obersten Hautschicht Einbrennen von Zeichen und Mustern
mit Hilfe heißer Gegenstände in die Haut unter der Haut wird durch einen kleinen Einschnitt eine Art "Tasche" geschaffen, unter die anschließend Kugeln, Stäbe oder verschiedene Formen eingesetzt werden (häufig PTFE oder festes Silikon) Aufhängen des Körpers an temporären Piercings, die durch bestimmte Körperteile (Wange, Knie, Rücken, etc.) befestigt sind UV-Tattoos Dermal Anchor Definition "Body-Modification": Umfasst das gesamte Gebiet der freiwilligen Veränderung am eigenen Körper und wird durch darauf spezialisierte, kommerzielle Anbieter ausgeführt (Tattoo-Studios, etc.) Ansehen der Body-Modification in der modernen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts Nachteile von Menschen mit Körperveränderungen in der Gesellschaft:

werden sofort mit Kriminalität o. ä. in Verbindung gebracht
schlechtere Berufschancen wegen fehlendem Verständnis
allerdings: Gewöhnung der Gesellschaft an Körperveränderungen (Ohrringe werden heutzutage kaum noch als anstößig empfunden) Quellen:
Tanya:
http://www.offthebeatentrack.at/Suedsee/karte-0-9019.gif http://estb.msn.com/i/EA/726411CFF18331179FEDF5CBF56AAA.jpg
http://www.karnavedha.info.nu/images/scar-1.jpg http://www.prettyart.de/tattoo-geschichte-maori.html http://www.taetowierungs.info/index.php?id=1&thema=1 http://www.akzept.org/newsletter/Taetowierung.Piercen.Geschichte.pdf http://www.weltbilder.de/derautor/seinearbeit/buschmann/index.html
Linda:
http://www.kevinpapst.de/blog/bodyart.html
http://www.online-artikel.de/article/skarifizierung-brandings-implantate-und-verstuemmelungen-27027-1.html
http://www.miomedi.de/beauty/koerperschmuck/sonstiger-koerperschmuck/skarifizierung/scarification.html
http://www.dermalanchor.extremepiercing.de/
http://lifestyle.t-online.de/tattoo-ist-das-schwarzlicht-tattoo-ein-gefaehrlicher-trend-/id_17097050/index
http://www.augsburger-allgemeine.de/community/forum/plauderecke/10322961-Tattoo-ein-Nachteil-in-der-Gesellschaft-id10322961.html „Jede Tätowierung enthält eine kleine Geschichte.
Wenn man sie beobachtet, erzählen sie einem in wenigen Minuten ihre Geschichte. In drei Stunden kann man eine ganze Menge Geschichten auf meinem Körper aufgeführt sehen, Stimmen hören und Gedanken mitdenken. Alles ist da und wartet nur darauf, dass Sie zusehen.“
Ray Bradbury, Der illustrierte Mann
„Wir sterben und bergen in uns den Reichtum von Geliebten und Stämmen, den Geschmack von Speisen, die wir gegessen haben, Körper, in die wir eingetaucht und die wir hochgeschwommen sind, als wären es Flüsse von Weisheit, Charaktere, in die wir geklettert sind, als wären es Bäume, Ängste, in denen wir uns versteckt hielten, als wären es Höhlen. Ich wünsche mir all dies auf meinem Körper verzeichnet, wenn ich tot bin.
Michael Ondaatje, Der englische Patient
-1774: Tätowierung kam durch Cook nach Europas Hafenstädte
- wachsendes Interesse an Tätowierkunst
- Wissenschaftler: Verbindung zwischen Tätowierung und Straftätern
-1846: erstes Tattoo-Studio (Martin Hildebrandt)
-1890: erste Tätowiermaschine (Samuel O'Reilly)
-1933: Tätowierte und Tätowierer in Konzentrationslager
-1930/40: Hepatitiserkrankungen brachen durch mangelnde Hygiene im Tätowiergeschäft aus
-1970/80: Tätowierungen wurden als Kunstform anerkannt
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