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Peng, Squatsch… ein dumpfer Aufschlag unmittelbar hinter Ber

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by

Fabienne Gretener

on 13 November 2015

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Transcript of Peng, Squatsch… ein dumpfer Aufschlag unmittelbar hinter Ber

Der Tote vom dritten Stock
Jetzt wagt Bernd einen vorsichtigen Blick auf den Gehweg hinter ihm, wo zu seinem Entsetzen ein großer Kopf in Fetzen gesprengt am Boden liegt. Der Inhalt ist eine breiige Masse und aus der Mitte fließt der gleiche Saft, den er an den Kopf bekommen hat zum Rinnstein hin. Bernd greift mit zitternden Händen in seine Hosentasche, holt sein Handy heraus und wählt wie in Trance die 110. Es meldet sich sofort die Polizei und er stammelt: "Schnell, grade ist ein abgehackter Kopf von oben herunter hinter mir auf den Gehweg gefallen. Bestimmt ein Mord! Ich kann mich gar nicht mehr bewegen, ich falle gleich um!" Und nur auf energisches Nachfragen des Polizisten kann er die Straße nennen, in der er sich befindet. Schon geben seine schlotternden Knie nach und Bernd sitzt zitternd auf dem Boden. Sicherheitshalber schließt er die Augen und wartet auf Hilfe.
Peng, Squatsch… ein dumpfer Aufschlag unmittelbar hinter Bernd lässt seinen Puls und Blutdruck hochschnellen. Eine automatische Reaktion treibt ihn mit einem Satz drei Schritte nach vorn. Auf dem Rücken spürt er etwas in mehreren Stücken etwas auf seine Jacke klatschen und auch am Hinterkopf spürt er es. Im Nacken und am rechten Ohr fühlt er Nässe in den Kragen laufen. Mit der rechten Hand greift er nach hinten und entsetzt starrt er im Halbdunkel des Abends auf die Nässe in seiner Hand, an seinen Fingern; Blut!!! Ist das Blut, was so rötlich orange auf seiner Haut ist? Jetzt ist er schon fast einem Herzstillstand nahe. Sein Atem rasselt und etwas schnürt ihm die Kehle zu.
Spannung aufbauen
grosser Kopf in Fetzen
breiige Masse
Polizei
Bernd sitzt zitternd auf den Bode und wartet mit geschlossenen Augen
Interesse wecken zum weiter lesen
Laute
Blut
Gefühle
Stimmen in der Umgebung
Polizei
Passanten
Bernd sitzt immer noch
Frau die lacht
Hilfe
Bernd steht auf
Polizei
Fragen
Erklärung
Klärung
Taschenlampe
lichtkegel
gelbrote Masse
ragt etwas Günes heraus
Frau vom dritten Stock
Kürbis auf Balkonsims
runter gefalllen
Erleichterung
Bernd erkennt den Kürbis
Stein fällt vom Herzen
vor scham roter Kopf
Einladung zum Halloween-Sonntag
Ermahnung
Bernd Dankt
Polizist mahnt die Frau
Es dauert nicht lange, da hört Bernd das Martinshorn des Polizeiautos. Und er hört Leute reden, die gerade dazugekommen sind. "Was ist passiert?" fragt ein Polizist und ein Passant antwortet: "Weiß nicht, habe nur einen Klatsch gehört und den Mann dort" – er zeigt wohl auf Bernd – "auf dem Boden sitzen gesehen. Glaube, der ist tot." Bernd hört auch etwas wie Lachen und er hört eine Frau, die immer wieder sagt: "Es tut mir leid, es tut mir so leid…"
Nun öffnet Bernd vorsichtig die Augen und schaut auf die Schuhe eines Polizisten, der vor ihm steht. "Was ist mit ihnen? Sind sie verletzt, brauchen sie einen Arzt?" Der Polizist beugt sich zu ihm hinunter. "Es geht schon wieder besser" stammelt Bernd. "Haben sie angerufen?" fragt der Polizist. "Ja, ich habe den Kopf der Leiche fallen hören, ich habe Blut auf dem Rücken." "Nun stehen sie erstmal auf" sagt der Polizist freundlich und reicht Bernd die Hand. Als Bernd steht lässt er sich von dem Polizisten stützen. Seine Knie wackeln noch immer und seine Hände zittern.
Mit seiner Stablampe leuchtet der Polizist auf den Gehweg. Mitten im Lichtkegel sieht Bernd eine zerfetzte gelbrote Masse am Boden liegen. Wie ein Stück Knochen ragt oben etwas Grünes heraus. Da kommt eine Frau auf ihn zu: "Es tut mir leid! Ich bin Frau Weber aus dem dritten Stock. Wir haben einen schönen Kürbis auf der Balkonbrüstung platzieren wollen und dabei ist er heruntergefallen. Sind sie verletzt? Die Reinigung ihrer Jacke zahlen wir natürlich."
Jetzt erkennt Bernd auch, was da wirklich am Boden liegt, Es ist eindeutig ein zerplatzter Kürbis und oben ragt der Stiel heraus. Wie ein Stein fällt Bernd die Angst vom Herzen. "Oh…, Hm…, Ach…" mehr bekommt er gar nicht heraus. Sein Kopf wird vor Scham so rot, als wäre er ein ausgehöhlter Halloweenkürbis. "Bitte kommen sie doch übermorgen zum Halloween-Sonntag zu uns zum Kaffee" sagt Frau Weber, "bringen sie auch ihre Frau mit. Wir werden dann einen schönen neuen Kürbis haben, dem dürfen sie einen Namen geben. Ich habe dann einen guten Kuchen. Und zum Vesper habe ich eine ganz leckere Kürbissuppe, die sie unbedingt probieren sollten. Und bringen sie doch ihre Jacke mit."
Bernd nickt und verspricht: "Ja, ich komme mit meiner Frau. Danke."
Der Polizist ergänzt noch ermahnend und mit einem Lächeln zu Frau Weber aus dem dritten Stock: "Aber passen sie auf, dass nicht der Kürbis und nicht der Herr Bernd herunterfallen!" "Und reinigen sie bitte jetzt gleich den Gehweg!" fügt er noch hinzu.
Ende
nach Hause
Erzählen
Erholen
So endet diese Geschichte und Bernd geht heim. Dort wird er viel erzählen dürfen und sich erholen.
1. Abschnitt
2. Abschnitt
3. Abschnitt
4. Abschnitt
5. Abschnitt
6. Abschnitt
7. Abschnitt
8. Abschnitt
Moral der Geschichte
Nicht gleich die Fassung verlieren.
Nicht alles ist Blut was orangerot ist
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