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Wie aus normalen Menschen Mörder wurden.

Fallstudie (Das Reserve-Polizeibataillon 101)
by

Dominic Z

on 31 May 2011

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Transcript of Wie aus normalen Menschen Mörder wurden.

Wie aus normalen Menschen... 1. Das Reserve-Polizeibataillon 101
2. Taten und Entwicklung des Bataillons
3. Warum entwickelten sich 'ganz normale Menschen' zu Mördern? körperlich für die Wehrmacht ungeeignet
besteht nur zu kleinem Teil aus Berufspolizisten, hauptsächlich jedoch aus Rekruten
kaum bzw. keine militärischen oder polizeilichen Vorkenntnisse
Durchschnittsalter: 39
viele aus dem Großraum Hamburg
in den meisten Fällen zur unteren Mittelschicht und den einfachen Arbeitern gehörend
viele haben eine Frau und Kinder Massenmord Józefów (12.Juli 1942)
Von den dort ansässigen 1800 Juden sollten die arbeitsfähigen selektiert und die anderen erschossen werden.
Major Trapp äußerte Unmut gegen den erhaltenen Auftrag, außerdem bot er die Möglichkeit sich aus dieser Aktion herauszuhalten. Lediglich 10-12 Männer nahmen dieses Angebot an.
Der Bataillonsarzt zeigte den Schützen wie sie möglichst effizient töten können.
Die Schützen wurden physisch stark belastet, da sie eine durch die Exekutionsmethode direkte, persönliche Beziehung zu den Opfern hatten. 3. Warum entwickelten sich 'ganz normale Menschen' zu Mördern? Zwischen August und Anfang November 1942 zahllose Ghettoräumungen und Deportationen. 1. Das Reserve-Polizeibataillon 101 Das Reserve-Polizeibataillon wird personell vollkommen erneuert. Mai 1941 Beteiligung an
3 Deportationen Hamburger Juden in die eroberten Ostgebiete Juni 1942 Versetzung des Bataillons nach Polen in die Gegend um Lublin. Juli 1942 Massenmord an Juden in Józefów August 1942 Erneute Massenexekution in Lomazy Bilanz: 300-400 Juden wurden als Arbeitsjuden deportiert, 1500 erschossen. 2. Taten und Entwicklung des Bataillons Lomazy:
unterstützung der Polizisten durch 'Hilfswillige' aus Osteuropa.
bei der Razzia gingen die Polizisten grausam und brutal vor.
es fanden ein Spießrutenlauf und andere Quälereien statt.
dank neuer unpersönlicherer Methode und Übernahme eines großteils der Exekutionen durch die 'Hilfswilligen' war dieses Massaker weit weniger belastend für die Polizisten. Bilanz: Mindestens 1700 Tote Juden ab Oktober 1942 'Judenjagd' November 1943 Aktion 'Erntefest' Aktion 'Erntefest': Sämtliches verfügbares Personal im Gebiet Lublin wurde zusammengezogen.
Arbeitsjuden sollten nun auch liquidiert werden.
Die größten Arbeitslager befanden sich in Majdanek und Poniatowa mit insgesamt über 30.000 inhaftierten Juden. Bilanz: Mindestens 42.000 Juden werden erschossen Den meisten Angehörigen gelingt die Flucht vor den sowjetischen Truppen nach Deutschland.
Viele steigen wieder ihn ihre Berufe ein, einige auch bei der Polizei. 1944 'Judenjagd' Die geflohenen Juden werden wie Tiere aufgespürt und erschossen.
Es gab immer genügend Freiwillige für diese 'Jagden' Bilanz: Mindestens 1000 erschossene Juden Inwiefern repräsentiert das Reserve-Polizeibataillon 101 den 'normalen deutschen Bürger'? Die Zusammensetzung des Bataillons in Bezug auf die Schichten und Berufsgruppen entspricht annähernd dem deutschen Gesamtdurchschnitt.

















Der Prozentsatz der NSDAP-Mitglieder liegt mit 32,5% nur knapp oberhalb des deutschen Durchschnitts.
Auch die Mitgliedschaft bei der SS spielt bei lediglich 3,8% der Polizisten für das Handeln des Bataillons kaum eine Rolle ...Mörder wurden. Karrierismus
sadistische Veranlagung
Spaß am Mord
'blinder Gehorsam' Antisemitismus als Grundlage Allgemein keine ethnischen oder moralsiche Bedenken bei den Bataillonsangehörigen gegen den Mord an Juden vorhanden. 'Normale Menschen' 'Massenmörder' Gewöhnung und
Anpassung Gruppendynamik Mordaufträge erhält das ganze Bataillon,
kollektive Pflicht diese auszuführen.
Verweigerung bedeutet die 'Drecksarbeit' den Kameraden zu überlassen.
Obrigkeitshörigkeit bei klar definierter Hierarchie Angst vor Isolation Ideolgische Indoktrination Brutalisierung in Kriegszeiten (polarisierte Welt)
Entmenschlichung der jüdischen Opfer
'Herrenrasse' -> Befreiung der besetzen Gebiete von den Juden Individuelle Faktoren Gesamtzahl der Opfer durch Deportationen und Erschießungen: mindestens 83.000 Juden Christopher R. Browning
'Ganz normale Männer' Daniel Jonah Goldhagen
'Hitlers willigeVollstrecker' Quellen: www.uni-due/.../das%20Reserve-Polizeibataillon%20101.ppt Wie aus 'normalen Menschen' Mörder wurden
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