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Miss Sara Sampson

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by

Derya Caglayan

on 20 November 2012

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Transcript of Miss Sara Sampson

Die Dramentheorie anhand Lessings "Miss Sara Sampson" Lessing: "Miss Sara Sampson" zum Drama Literaturtheorien Lessing: "Hamburgische Dramaturgie" obligatorisch sind Mitleid und Furcht
Ziel ist die Katharsis dieser beiden Leidenschaften durch sie selbst
Philantropie:
"Sympathisches Gefühl der Menschlichkeit" ohne die Furcht, dass uns das Übel selbst zustoßen könnte
Mitleid:
Philantrophie + Furcht = Affekt;
höchster Grad mitleidiger Empfindungen
nur vorhandenes Übel kann bemitleidet werden
dramatische Form, keine Erzählung Katharsis Reinigung durch...

tragisches Mitleid von unserem Mitleid
tragische Furcht von unserer Furcht
tragisches Mitleid von unserer Furcht
tragische Furcht von unserem Mitleid

Verwandlung dieser Leidenschaften in tugendhafte Fertigkeiten
Reinigung von zu viel und zu wenig Mitleid bzw. Furcht Gottsched: "Critische Dichtkunst vor die Deutschen" "critisch" = "vernünftig"
Regeln für die Literatur
Entlehnung aus Aristoteles' Poetik
Aufgabe des Dramas:
- sittlich - moralische Erziehung der Deutschen
- nur realitätsbezogene Texte
Vorbilder der Literatur waren Natur und Wirklichkeit
Nachahmung des Gegebenen der Natur Die Epoche der Aufklärung (1720 - 1800) Umschwung und Umdenken
Auflehnung des dritten Standes
eigene Religion wird angezweifelt
Informations- und Wissensverlangen steigert sich
Wissenschaft und Forschung erfährt großen Aufschwung

Literatur: große Nachfrage
viele neue Gattungen und Formen
Bsp.: erstes deutsches bürgerliches Trauerspiel
"Miss Sara Sampson" von Lessing
Vermögen, Reichtum , Religion
Werte der Tugend, Familie, Moral Sir William Sampson Miss Sara Sampson Mellefont Marwood Arabella Personenübersicht "Ich kann sie länger nicht entbehren; sie ist die Stütze meines Alters, und wenn sie nicht den traurigen Rest meines Lebens versüßen hilft, wer soll es dann tun?"

( Lessing, Gotthold Ephraim: Miss Sara Sampson, Stuttgart: Philipp Reclam 2003, S. 6, Z. 17-20. ) Sir William Sampson gutmütig - tugendhaft - emotional Miss Sara Sampson "Doch nicht Augenblicke, lange Tage, ein nochmaliges Leben würde erfordert, alles zu sagen, was eine schuldige, eine reuende, eine gestrafte Tochter, einem beleidigten, einem großmütigen, einem zärtlichen Vater sagen kann."

( Lessing, Gotthold Ephraim: Miss Sara Sampson, Stuttgart: Philipp Reclam 2003, S. 100, Z. 16-20. ) naiv - tugendhaft - treu Mellefont "Ich liebe den Engel, so ein Teufel ich auch sein mag.
[...] Und doch fürchte ich mich vor dem Augenblicke, der sie auf ewig, vor dem Angesichte der Welt, zu der Meinigen machen wird."

( Lessing, Gotthold Ephraim: Miss Sara Sampson, Stuttgart: Philipp Reclam 2003, S. 66, Z. 17 f. /
Z.23-26. ) unentschlossen - opportunistisch - unsicher Marwood "Sieh in mir eine neue Medea! [...] Durch langsame Martern will ich seinem [Arabellas] Gesichte jeden ähnlichen Zug, den es von dir hat, sich verstellen, verzerren und verschwinden sehen."

( Lessing, Gotthold Ephraim: Miss Sara Sampson, Stuttgart: Philipp Reclam 2003, S. 38 f., Z. 28 f. / Z.36 ff. .) grausam - rachsüchtig - besitzergreifend Weitere Personen Arabella: Tochter von Marwood und Mellefont
Betty: Bedienstete der Sara
Hannah: Bedienstete der Marwood
Waitwell: Bediensteter des Sir Sampsons
Norton: Bediensteter des Mellefont Die Tragödie "Zuallererst wähle man sich einen moralischen Satz, der in dem ganzen Gedichte zum Grunde liegen soll, nach Beschaffenheit der Absichten, die man sich zu erlangen vorgenommen.
Hierzu ersinne man sich eine ganz allgemeine Begebenheit, worin eine Handlung vorkommt, daran dieser erwählte Lehrsatz sehr augenscheinlich in die Sinne fällt." Johann Christoph Gottsched Die drei Einheiten von Handlung, Zeit und Ort 1. Einheit der Handlung:
im Vordergrund: das Einfache und Realistische
lehrreicher Inhalt und moralischer Lerneffekt
geschlossene Handlung
2. Einheit der Zeit:
angemessener Zeitrahmen
Zeitmaß eines ganzen Tages
3. Einheit des Ortes:
maximal ein Schauplatz - kein Ortswechsel!
"Zum dritten gehört zur Tragödie die Einigkeit des Ortes. Die Zuschauer bleiben auf einer Stelle sitzen, folglich müssen auch die spielenden Personen alle auf einem Platze bleiben [...]."

Wichtig ist der Schwerpunkt und die Lehre, nicht die Handlung Inhalt 1. Aufzug Sir Sampson Sara Mellefont "Machen Sie nur, und kehren Sie wieder mit uns zurück!" "War es möglich, dass ich zwischen einer Marwood und einer Sara nur einen Augenblick unentschlüssig bleiben konnte?" 2. Aufzug Mellefont Marwood Arabella 3. Aufzug Sir Sampson Sara Sara Marwood
alias
Lady Solmes Mellefont 4. Aufzug Mellefont:
"Die Verzögerung desselben hat mir schon schmerzhafte Vorwürfe genug zugezogen. So schmerzhaft sie aber waren, so waren sie mir doch erträglicher, als der melancholische Gedanke, auf zeitlebens gefesselt zu sein." Marwood:
"Diese Stellung der Sara Sampson ist für Marwood viel zu reizend, als dass sie nur unerkannt darüber frohlocken sollte - Erkennen Sie, Miss, in mir die Marwood [...]."
( Lessing, Gotthold Ephraim: Miss Sara Sampson, Stuttgart: Philipp Reclam 2003, S. 66, Z. 28 ff. .)
( Lessing, Gotthold Ephraim: Miss Sara Sampson, Stuttgart: Philipp Reclam 2003, S. 87, Z. 10 ff. .) 5. Aufzug + Diskussion Inwiefern erfüllt Lessing die Grundsätze seiner Dramaturgie im Drama
"Miss Sara Sampson"? Marwood Sara Mellefont „Aufklärung war der Wunsch danach, dass menschliche Angelegenheiten von der Vernunft geleitet werden, anstatt durch Religion, Aberglauben oder Offenbarung; und der Glaube an die Kraft der menschlichen Vernunft die Gesellschaft zu verändern und das Individuum von den Fesseln der Tradition oder der willkürlichen Autorität zu befreien. All dies gestützt durch eine Weltanschauung, die zunehmend durch die Wissenschaft anstatt durch Religion oder Tradition validiert wird.“ Outram, Dorinda: The Enlightenment, Cambridge 1995, S. 3. "Denn er, Aristoteles, ist es gewiß nicht, der die mit Recht getadelte Einteilung der tragischen Leidenschaften in Mitleid und Schrecken gemacht hat. Man hat ihn falsch verstanden, falsch übersetzt. Er spricht von Mitleid und Furcht, nicht von Mitleid und Schrecken; und seine Furcht ist durchaus nicht die Furcht, welche uns das bevorstehende Übel eines andern, für diesen andern, erweckt, sondern es ist die Furcht, welche aus unserer Ähnlichkeit mit der leidenden Person für uns selbst entspringt; es ist die Furcht, daß die Unglücksfälle, die wir über diese verhängst sehen, uns selbst treffen können; es ist die Furcht, daß wir der bemitleidete Gegenstand selbst werden können. Mit einem Worte: diese Furcht ist das auf uns selbst bezogene Mitleid." Lessing, Gotthold Ephraim: Hamburgische Dramaturgie, Kapitel 75 Mitleidspoetik vs. Katharsis-Theorie
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