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Formatentwicklung im Fernsehen

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by

Milan Schnieder

on 21 June 2013

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Transcript of Formatentwicklung im Fernsehen

Die Idee
in der Produktionsfirma
Der Pilot
im Fernsehen
Ein Format entsteht
Unter einem TV-Format versteht man...
...die unveränderlichen Elemente serieller Produktionen, die einzelne Folgen als Episoden
der Gesamtproduktion erkennbar machen.
Der Bundesgerichtshof formuliert in einem Urteil...
"... die Gesamtheit aller ihrer charakteristischen Merkmale,
die geeignet sind, auf Folgen der Show
ungeachtet ihres jeweils unterschiedlichen Inhalts
als Grundstruktur zu prägen
und damit zugleich dem Publikum zu ermöglichen,
sie ohne weiteres als Teil einer Sendereihe zu erkennen."
Definitionen
Klartext: Ein Format besteht aus unterschiedlichen Gestaltungsmitteln. Das sind...
... Titel
... Logo
... ein den Gesamtablauf bestimmender Grundgedanke
... bestimmte Mitwirkende
... die Art und Weise einer Moderation
... bestimmte Sendeabläufe
... der Einsatz von Erkennungsmelodien
... die Bühnendekoration
... ein bestimmmter Stil der Kameraführung
... die Beleuchtung
... der Schnitt.
... öffentlich-rechtlich.
Ende der 40er: Rundfunkanstalten in den westlichen Besatzungszonen

1950: Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland (ARD)
Gemeinsames Programm: Das Erste

Anfang der 50er: Staatsfernsehen in der DDR
Früher war alles...
... öffentlich-rechtlich.
1962: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)

Später kommen Spartensender hinzu: Arte, 3Sat, Phoenix,
KiKa
, Einsfestival, ZDF neo, ZDFinfo, ZDFkultur...

Technik: Antenne -> Kabel -> Satellit -> digital -> online
... die Privaten.
1984: Zulassung und Einführung des Privatfernsehens

1987: Legitimierung des dualen Systems durch den Rundfunkstaatsvertrag

Rechtliche Rahmenbedingung für Rundfunk von öffentlich-rechtlichen,
privaten und gemeinnützigen Veranstaltern
Doch dann kamen...
... die Privaten.
1. Phase: 1983-87
RTLplus, SAT.1 und einige lokale wie regionale Anbieter

2. Phase: 1987-93
ProSieben, Kabel1, Tele5

3. Phase: ab 1995
Zweitverwertungskanäle wie RTL2
Spartenkanäle wie Viva, n-tv, DSF,
Super RTL
,
Nickelodeon
Die Öffentlich-
Rechtlichen
Beitragsfinanziert

Grundversorgungs-
auftrag
Die Privaten
Werbefinanziert

Quoten-orientiert
Amerikanisierung
Wettbewerb der Privaten
untereinander...

Wettbewerb der Öffentlich-Rechtlichen
mit den Privaten...

... um Zuschauer und Werbekunden
Die Auswirkungen
Amerikanisierung
Einfluss des US-Fernsehens auf die...

... Programmideen der Öffentlich-Rechtlichen

... Unterhaltung der Privaten

... Produktionstechnik und Programmplanung
der Privaten
Amerikanisierung
Früher immer Entwicklungsvertrag
Finanzierung: Cost-plus-Modell (Sender zahlt alles)
Rechte: Total-buy-Out (Sender bekommt alles)

Heute weniger Entwicklungsverträge
Finanzierung: Produktionsfirma zahlt Entwicklung
Rechte: Sender kauft nur bei Gefallen

Außerdem: Adaptionen aus dem Ausland
Ausdifferenzierung der Sender
Und heute?
Übertragung von Programmen per Satellit, Kabel und insbesondere Internet sehr günstig

auch spezielle Zielgruppen können mit eigenen Sendern
gezielt und werbewirksam erreicht werden
Personalisierung durch
Pay-TV und Video-on-Demand
kostenpflichtige, werbefreie Premium-Inhalte

Möglichkeit der persönlichen Zusammenstellung
der jeweils gewünschten Inhalte

Abruf unabhängig von Sendezeiten
Performatives Realitäts-fernsehen
realer Hintergrund, der direkt in die Lebenswirklichkeit von Menschen eingreift

DSDS, Popstars, Germany’s Next Topmodel

Erwachsen auf Probe, Die Super Nanny, Frauentausch

Big Brother, Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!
Ausdifferenzierung der Programme
neue Formate

häufigere Veränderungen

größere Vielfalt

Mischformen wie Doku-Soaps und Reality-TV
Amerikanisierung
Grund: Vor allem am Anfang waren die Privaten unerfahren und finanziell schwach

boten kein Fortbildungsprogramm, sondern zeigten, was die Zuschauer sehen wollten

Fazit: Fernsehen wurde vom Angebotsmedium
mit öffentlicher Funktion
zum konsumorientieren Industrieunternehmen
Woher nehmen,
wenn nicht stehlen?
Von Agenturen wie zum Beispiel
http://www.fameonme.de/
Ein Beispiel
Logo
Grundgedanke
bestimmte Mitwirkende
Art und Weise einer Moderation
bestimmte Sendeabläufe
Einsatz von Erkennungsmelodien
musikalische Untermalung
Orte
Bühnendekoration
bestimmter Stil der Kameraführung
bestimmter Stil der Beleuchtung
bestimmter Stil des Schnitts/ der Postproduktion
Titel
Germany´s Next Topmodel
by Heidi Klum
Castingshow mit einer Auswahl
von 20 jungen deutschen Mädchen/Frauen,
von denen eine im Finale den Titel
“Germany´s Next Topmodel 2013“ erhält
Jury
Teilnehmerinnen
Marken
Gäste/Experten
Off-Sprecherin
Heidi Klum
jede Folge zeigt Ereignisse einer Woche

international: Verschiedene Trainings,
Shootings, Castings und Jobs sowie das
Ausscheiden mindestens einer Kandidatin
Titelsong beim Intro sowie
nach den Werbepausen
Platzierung von aktuellen Charthits
in verschiedenen Situationen
Heimat der Teilnehmerinnen,
Laufstege, Fotostudios,
natürliche, künstliche und urbane Kulissen,
Unterkünfte (z.B. die Model-Villa)
schlichter Laufsteg,
der auf Jury zuführt
dynamisch, Interviews auf Augenhöhe,
oft untersichtig und Körperorientiert,
auch Unterwasser oder Ego-Perspektive,
immer nah an Emotionen
hell
ausgeleuchtet
schnelle Schnitte,
viele Bildwechsel,
sich wiederholende Abläufe,
Rückblenden,
dramatische Filter und Blenden
Was bringt
die Zukunft?
Mehr User-Generated Content
(Siehe Clixoom, YTitty)
Vielen Dank für die
Aufmerksamkeit!
Quellen
Koch-Gombert, Dominik (2005): Fernsehformate und Formatfernsehen: TV-Angebotsentwicklung in Deutschland zwischen Programmgeschichte und Marketingstrategie. München: Meidenbauer.
von Tschilschke, Christian: Dokufiktion – zur Entwicklung hybrider Formen und Formate im Fernsehen. In: Türschmann, Jörg u.a. (Hg.) (2011): TV global. Erfolgreiche Fernseh-Formate im internationalen Vergleich. Bielefeld: transcript.
Gerhards, Claudia (2013): Nonfiction-Formate für TV, Online und Transmedia. Entwickeln, präsentieren, verkaufen. München: UVK.
Kinder- und Jugendfernsehen - Formatentwicklung, Anbietersicht
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