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Medikamentenabhängigkeit

Die rezeptierte, stille, weiße, vornehme Sucht
by

David Kegel

on 6 December 2010

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Transcript of Medikamentenabhängigkeit

zur Behandlung bei Beschwerden und Krankheiten
4-5% häufig verordneten Medikamente besitzen ein eigenes Suchtpotential
DHS: 1,4 Mio. (2004)
Bundesärztekammer 1,9 Mio. (2008) Allgemeine Bemerkungen Medikamente mit Abhängigkeitspotential
Entspannungs und Beruhigungsmittel
Schlafmittel
Weck- und Aufputschmittel
Schmerzmittel
Hustenmittel Die häufigste Abhängigkeit ist die von Benzodiazepinen mit 1,2 Mio
Der kleinere Teil der Betroffenen ist Abhängig von Schmerzmittel Häufigkeit Normale Gebrauch von Medikamenten
Vorbeugung, Linderung oder Heilung von Krankheiten
Neben ihrer erwünschten Wirkung gibt es unterschiedliche Nebenwirkungen
Ein sinnvoller Gebrauch von Arzneimittel bedarf gewissenhafter Diagnose und eine Planung der Behandlung Diagnosen Missbrauch von Medikamenten
Ohne medizinischer Notwendigkeit
Hohe Dosierung
Über lange Zeiträume einnehmen
Missbrauch = schädlicher Gebrauch
Missbrauch Vorstufe von Abhängigkeit Diagnose von Medikamentenabhängigkeit nach ICD-10.
Starker Wunsch Substanz einzunehmen
Schwierigkeit, Konsum zu kontrollieren
Anhalten der Substanzgebrauch trotz schädlicher Folgen
Vernachlässigung anderer Interessen
Toleranzentwicklung
körperliches Entzugssyndrom zwei Drittel der Medikamentenabhängigen sind Frauen
Frauen bekommen doppelt so häufig Psychopharmaka und Hypnotika/Sedativa verordnet
soziale, psychische und biologische Ursachen individuelle und gesellschaftliche Faktoren führen zu unterschiedlichen Gesundheitskonzepten und Verhaltensweisen
Umgang mit Medikamenten alltäglich->sie versorgen die ganze Familie
höhere Prävalenz von psychischen Erkrankungen und Schmerzen
übermäßige familiäre und berufliche Belastung
die Frau funktioniert, ihre wahren Gefühle sind unterdrückt Geschlecht potenzielle Risikogruppe steigt
unkalkulierbaren Wechsel und Nebenwirkungen
Einnahme von Benzodiazepinen führt oft zu schleichender Intoxikation
In Altenpflege 25% der BewohnerInnen über 70 sind abhängig von Psychopharmaka 1,7 bis 2,8 Mio. der über 60-jährigen weisen einen Problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente bzw. von Schmerzmitteln auf oder sind abhängig
Weg von medikamentösen Einnahme hin zur missbräuchlichen Einnahme ist meistens fließend und oft unbewußt
Folge-> häufige Stürze, die zur Pflegebedürftigkeit führen->enorme Kosten für das Gesundheitssystem Alter im ICD-10 mit F13.2 kodiert
heute 1,2 Millionen Menschen von benzodiazepinhaltigen Medikamenten abhängig
Benzodiazepine-> Gruppe chemisch verwandter Stoffe
gute, bewährte Medikamente, um bestimmte Beschwerden zu behandeln und um kurzfristig Krisen zu überbrücken Unterschieden werden Hypnotika, Sedativa und Tranquillantien
wirken beruhigend(sedierend), angstlösend(anxiolytisch), schlaffördernd(hypnotisch), muskelentspannend und krampflösend(antikonvulsive)
Dauereinnahme, raschen Gewöhnung und ausgeprägten Entzugssymptomen
Wirkung beruht auf einer Dämpfung der Reizweiterleitung im Gehirn Abhängigkeit von Benzodiazepinen Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Bewegungskoordination und Gefühlsleben werden beeinflußt
Benzodiazepine bekämpfen die Symptome, aber behandeln nicht die Ursachen von Krisen oder Erkrankungen
abruptes Absetzen ist sehr riskant Abhängigkeit von Opioiden zweite große Gruppe der Abhängigkeit erzeugenden Medikamente
im ICD-10 mit F11.2 kodiert
alle Stoffe mit morphinähnlicher Wirkung
opioidhaltige Schmerzmittel haben ein sehr hohes Abhängigkeitspotenzial
Abhängigkeit seltener als bei Benzodiazepinen
Betäubungsmittelgesetz „Wer etwas bewegen will, fängt bei sich selbst an.“
(AOK-Slogan) Therapie der Medikamentenabhängigkeit Das Transtheoretische Modell nach Prochaska und Di Clemente, 1983 (Veränderungsbereitschaft) Sich mit der Krankheit auseinandersetzen
Medikamentenkonsum kritisch hinterfragen
Bilanz der Pro- und Contra-Argumente Hilfestellungen
Selbsthilfegruppen
Suchtberatungsstellen (suchttherapeutisch qualifizierte Fachkräfte)
Ärzte
Psychotherapie
Soziotherapie (§ 37a SGB V) Entzugsphase
Absetzung der Medikamenten (Absetzungsplan)
Behandlung der Beschwerden
Medikamenten- Beschwerdetagebuch
Berücksichtigung der Wirkdauer
Angstkreislauf durchbrechen
Entzugssymptome > keine Gefahr für körperliche oder psychische Gesundheit Entwöhnungsphase
Weiterbearbeitung der zu Grunde liegenden Probleme
Dauerhafte Abstinenz erreichen
Fortsetzung psychotherapeutischer Unterstützung
Rückfallprävention
Stärkung der persönlichen Bewältigungsfähigkeit (Spezialisten ihrer Erkrankung) Aufbau bzw. Wiederbelebung alternativer Bewältigungsstrategien im Umgang mit Problemen- oder Stresssituationen
Soziale Kompetenzen im Sinne v. Problemlöse-, Kommunikation- und Konfliktbewältigungsfähigkeiten als Schutz gegen Entwicklung einer Suchtproblematik
Das Leben längerfristig zielbezogen gestalten
Gesunde Lebensführung, gesunde Ernährung, Bewegung > stabilisieren das Immunsystem, beugen Krankheiten vor, erhöhen die Belastungsfähigkeit gegenüber psychischen Erkrankungen Ziele der Therapie Fazit Medikamente als psychosozialer Ausgleich
Vielfach verborgene Sucht i. d. Gesellschaft
Wachsende Ansprüche > Kinder betroffen
Arzneimittelwerbung
Schnell konsumierbare Gesundheit
Familiäre Vorbild-Funktionen
Frauen, Ältere Menschen
Freiverkauf in der Apotheke
Wenig Motivation/Zeit von Ärzten Welchen Beitrag für ein abstinentes Leben kann die Soziale Arbeit leisten? Die rezeptierte, stille, weiße, vornehme Sucht Gliederung 1. Einführung
1.1 Allgemeine Bemerkungen
2. Diagnosen
2.1 Gebrauch - Missbrauch - Abhängigkeit
3. Häufigkeit - Geschlecht - Lebensalter
4. Abhängigkeit - wovon?
4.1 Abhängigkeit von Benzodiazepinen
4.2 Abhängigkeit von Opioiden
5. Therapie der Medikamentenabhängigkeit
5. Behandlungsmöglichkeiten
5.2 Ziele
6. Fazit
7. Offene Diskussionsrunde
8. Quellen Medikamentenabhängigkeit Referentinnen: Clementina D‘Isanto-Siejak, Ayner Elci, Katja Weichelt
LV: 122301
Dozent: Prof. Dr. med. Ralf-Bruno Zimmermann hohe Dunkelziffer
nach Alkohol zweihäufigste Suchterkrankung
Frauen und ältere Menschen häufig betroffen Schwierige Diagnose auf Grund Abhängigkeitsverläufe von Betroffenen und unterschiedliche Konsummuster
Niedrigdosis-Abhängigkeit
-ärztliche Verordnung
-erst nach Absetzung erkennbar Behandlung
Entzugsphase
Entwöhnungsphase + Nachsorge
Ambulant > stabiles soziales Umfeld
Stationär > z.B. in Kombination mit Alkohol Quellenangabe

Literatur:
Elsesser, K., Sartory, G. - Ratgeber Medikamentenabhängigkeit. Göttingen.2005
Elsesser, K., Sartory, G. – Medikamentenabhängigkeit. Göttingen. 2001
Franke, A. u.a. Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit bei Frauen. Weinheim. München. 2001
Pallenbach, E. - Die stille Sucht. Stuttgart. 2009
Soyka, M. – Drogen und Medikamentenabhängigkeit. Stuttgart. 1998

Sonstiges:
Bundesärztekammer in Zusammenarbeit mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (Hrsg.), Medikamente-schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit. Leitfaden für die ärztliche Praxis, Köln: Deutscher Ärzte Verlag, 2007
Kompendium zur Vorlesung „Einführung in die Sozialpsychiatrie“ Prof. Dr. ed. Ralf-Bruno Zimmermann, KHSB, April 2007
Ludwig Kraus;Rita Augustin (Hg.): Repräsentativerhebung zum Gebrauch psychoaktiver Substanzen bei Erwachsenen in Deutschland.Epidemiologischer Suchtsurvey 2003. Zeitschrift SUCHT, Sonderheft1,2005
Medikamenenabhängigkeit im Alter erzeugt hohe Mehrkosten im Gesundheitssystem, Jahrbuch Sucht 2010, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen

Internetquellen:
http://www.dhs.de/web/daten/DHS_Basisinfo_Medikamente_10_05.pdf (7.11.2010)
http://www.ahg.de/AHG/Standorte/Wilhelmsheim/Klinik/2_Wie_behandeln_wir/Therapiekonzept/index.html (1.12.2010) 
Prof. Dr. med. Volker Faust: Psychosoziale Gesundheit – von Angst bis Zwang: http://www.psychosoziale-gesundheit.net/ (15.11.2010)
http://sucht.promenteooe.at/pages/themen/alkohol.htm (25.11.10)
http://www.aerztekammer-bw.de/25/08laek/dokumentation/081119/03.pdf (30.11.2010)
http://www.soziotherapie.de/sozio.php (30.11.2010)
http://www.steroide-shop.com/advanced_search_result.php/keywords/diazepam (02.12.2010)
http://www.youtube.com/watch?v=13olfeD026g (03.12.2010)

Bildquellen aus dem Internet:
http://sucht.promenteooe.at/img/veraenderungsmodell.jpg (30.11.2010)
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