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Evolution der Lemuren auf Madagaskar

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by

Tina Loe

on 18 June 2014

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Transcript of Evolution der Lemuren auf Madagaskar

Evolution der Lemuren auf Madagaskar
Lemuren
Vorkommen: ausschließlich auf Madagaskar und den umliegenden Inseln

Über hundert Arten bekannt

Bedrohung durch den Menschen
Madagaskar
viertgrößte Insel der Welt
vor ca. 150 Millionen Jahren von Afrika, vor ca. 90 Millionen Jahren vom Subkontinent Indien getrennt
Große endemische Artenvielfalt
Klimazonen:
Regenwälder an der Ostküste; tropisches, feuchtes Wetter (Stürme & Zyklone)

Trockene Laubwälder im Westen

Südwesten wüstenhaft & sehr trocken

Zentrales Hochland kühler & meist trocken

Bevölkerung:
seit 1500 Jahren durch den Menschen bevölkert

zwei Drittel lebt unter Armutsgrenze
Gliederung

1. Einleitung

2. Allgemeine Informationen

3. Beschreibung einiger Lemurenarten in Bezug auf Lebensraum und Klimazonen

4. Erläuterung, warum so viele Lemurenarten nebeneinander vorkommen können

5. Erläuterung der stammesgeschichtlichen Entwicklung der Lemuren und der evolutionsbiologischen Ursachen der Artenvielfalt

6. Erläuterung der Bedeutung der Parasitologie für die Evolutionsforschung

7. Fazit



Stammbaum der Primaten

Devon
- vor 410 Millionenen Jahren:
Die ersten Wirbeltiere erobern Landlebensräume.


Perm
– vor 290 Millionen Jahren:
Reptilien entfalten sich


Trias
– vor 250 Millionen Jahren:
Aus einer alten Reptiliengruppe entwickeln sich die ersten Säugetiere.


Tertiär
- vor 65 Millionen Jahren:
Säugetiere entwickeln sich bei tropischem, warmem Klima und breiten sich aus.

Radiation: neue Ordnungen wie Nagetiere, Fledermäuse, Robben, Wale und
Primaten entstehen.








Merkmale:
• Rumpf: 40-50 cm
• Schwanz: etwa Rumpflänge
• Gesicht: maskenartig, schwarz
• Fell: grau bis hellgrau
• Bauch: hellgrau
• Ohren & Gesicht: weiß

Besonderheiten:
• schwarz-weiße Ringelung des Schwanzes
• tagaktiv
• Keine reinen Baumbewohner
Indri Indri
Katta (Lemur catta):


Vorkommen: Süd- Südwest Madagaskar

Lebensraum: sonnige, lichte Wälder
mit Hanglage (Trockenwälder)




Vorkommen: Südwesten Madagaskars

Lebensraum: Verschiedene Formen von Wäldern, insbesondere trockene Laubwälder, auch Plantagen

Merkmale:
• Rumpf: 12-13 cm
• Schwanz: etwa Rumpflänge
• Grau bis silbergraues Fell, bräunlicher Schwanz

Besonderheiten:
• Große runde Augen – nachtaktiv
• Gehört zu den kleinsten Primaten
• Fettvorrat im Schwanz
• Torpor

Grauer Mausmaki (Mircrocebus murinus):

Vorkommen:
Regenwaldgebiete im Hochland nördlich und östlich von Antananarivo, Ostküste
Lebensraum: feuchte (Regen-)Wälder

Merkmale:
• Rumpf: 57-80 cm
• Grau, weißes, schwarz-weißes oder fast ganz schwarzes Fell

Besonderheiten:
• größter heute lebende Lemur
• hat keinen Schwanz
• kommunizieren durch Brüllen und Gesichtsausdrücke

Quellen:
Purgatorius
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
• http://www.planet-wissen.de/laender_leute/inseln/madagaskar/video_lemuren.jsp [10.06.2014].

• http://bio-abi.de/evolution/adaptive-radiation/adaptive-radiation-am-beispiel-der-lemuren/ [10.06.2014].

• http://www.sciencechannel.com/tv-shows/mutant-planet/videos/mutant-planet-lemur-dna.htm [11.06.2014].

• http://www.wildmadagascar.org/de/kids/03-climate.html [11.06.2014].

• http://www.zoo-frankfurt.de/nc/tiere/tiere-von-a-z/tiere-von-a-z-detailansicht.html?tx-zootgv[tier]=
78&tx-zootgv[backpid]=40&tx-zootgv[backmode]=0[[11.06.2014]

• http://www.zoo-frankfurt.de/nc/tiere/tiere-von-a-z/tiere-von-a-z-detailansicht.html?tx-zootgv[tier]=
142&tx-zootgv[backpid]=40&tx-zootgv[backmode]=0 [11.06.2014]

• http://www.zoo-frankfurt.de/nc/tiere/tiere-von-a-z/tiere-von-a-z-detailansicht.html?tx-zootgv[tier]=
123&tx-zootgv[backpid]=40&tx-zootgv[backmode]=0 [11.06.2014]

• http://www.madainfo.de/lemuren.htm [11.06.2014].

• http://www.fv-berlin.de/news/parasiten-formen-die-immunabwehr-von-lemuren?set%20language=en [11.06.2014].

• http://www.scinexx.de/inc/artikel_drucken.php?id=3306&a_flag=1 [11.06.2014].

• http://www.uni-mainz.de/presse/57137.php [11.06.2014].

• Ulrich Kattmann, Jorge Groß, Anette Scheersoi (2009): Evolution schafft Vielfalt, 1. Auflage, Seelze-Velber:
Erhard Friedrich Verlag GmbH, S.38–45, 56–61.

• Petzsch, Hans (1992): Die große farbige Enzyklopädie Urania-Tierreich – Säugetiere, 1. Auflage,
Leipzig/Jena/Berlin, Urania-Verlag, S. 93 -98.

• http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/c6/Madagascar_on_the_globe_%28
Madagascar_centered%29.svg/330px-Madagascar_on_the_globe_%28Madagascar_centered%29.svg.png

• http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/b/bd/Madagascar_physical_map.svg/426px-
Madagascar_physical_map.svg.png

• http://www.abendblatt.de/img/wissen/crop113470857/5708723804-ci3x2l-w620/Grauer-Mausmaki.jpg

• http://www.youtube.com/watch?v=-yKoXmv1TQML


Frühster bekannter Primat (vor 60 Mio. Jahren
Aus dieser Form entstanden vor 55 Millionen Jahren die Lemuren und Loris

Koexistenz von über hundert Lemurenarten

• Anpassung durch adaptive Radiation und allopathische Artbildung an Umweltbedinungen

• Kontrastbetonung: Verstärkte Spezialisierungen (Ökosysteme, Nahrungszusammensetzung, Nacht- Tagaktivität) führen zu Konkurrenzvermeidung

Aufgrund der fehlenden Konkurrenz können mehrere Arten im selben Lebensraum koexistieren, ohne dass Nachteile entstehen.


Allopathische Artbildung
Adaptive Radiation
Aufspaltung einer Ursprungsart in zahlreiche neue Arten unter Anpassung an verschiedene ökologische Bedingungen

1. Lemuren besiedeln Madagaskar

2. Fortpflanzung ohne internspezifische Konkurrenz

3. Selektionsdruck durch intraspezifische Konkurrenz

4. Variationen (durch Mutationen, Rekombinationen) erweisen sich als Selektionsvorteil

5. Präadaptive Selektionsvorteile erlauben Besiedlung betreffender Ökosysteme

6. Konkurrenzvermeidung durch Kontrastbetonung, bietet Selektionsvorteil

7. Entstehung unterschiedlicher Präferenzen (Nahrung, Aktivität)

8. Konkurrenz wird vermieden

9. Koexistenz mehrerer Arten


1. Geographische Isolation: Dauerhafte Trennung durch verschiedene Ökosysteme

2. Größe Madagaskars ist entscheidend: Genpools sind vollständig voneinander getrennt – Genfluss nicht möglich

3. Isolierte Populationen in verschiedenen Biotopen entwickeln sich getrennt voneinander durch Mutation, Rekombination und Selektion

4. Auseinanderentwicklung

5. Genpool nicht mehr übereinstimmend

6. Neue Arten sind entstanden


Parasitologie in der Evolutionsforschung
Lemuren unter Selektionsdruck: Parasitenbefall

Zwei verschiedene Arten entwickeln dasselbe Prinzip der Immunabwehr:

Immungene der Lemuren passen wie Schlüssel und Schloss zu den Antigenen der Parasiten

Durch Abwehrmechanismus weniger angreifbar

Ergebnisse nutzbar, um besser zu verstehen, wie Evolution funktioniert, Grundlage für weitere Forschungsfragen:
"Haben beide Arten schon seit ihrem gemeinsamen Ursprung dasselbe Prinzip zur Immunabwehr gegen den Parasiten Ascaris und das Prinzip somit nicht individuell entwickelt?
Fazit
Seit Besiedlung durch den Menschen sind laut IUCV sind bereits 8 Lemurenarten ausgestorben.

Zur zeit sind:
11 Arten vom Aussterben bedroht
mehr als 30 (stark) gefährdet

Bedrohung steigt durch die Rodung der Wälder.
Problem: Armut der Bevölkerung

Lösungsansatz: Bekämpfung der Armut, Umweltbildung
Große Artenvielfalt der endemischen Lemuren durch adaptive Radiation und allopathische Artbildung (günstige Umweltbedingungen).
Greta-Linn Karcher
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