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Dokumentarfilm

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by

Judith Schneider

on 16 April 2010

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Transcript of Dokumentarfilm

Entwicklung des Dokumentarfilms Authentizität
Dokumentarische Arbeitsweise
Wahrheitsgetreue Darstellung
Bildbezug des Textes
Einheit der Gestaltungselemente
„Als Dokumentarfilm anerkannt wird in der Regel ein Film, der Ereignisse abbildet, die auch ohne die Anwesenheit der Kamera stattgefunden hätten, in dem reale Personen auftreten, ein Film also, der sich an das Gegebene hält […]“.

Wilhelm Roth
Inhaltliche Unterscheidungen:

Aufklärerisch, erzieherisch, manipulativ
Informativ, objektiv
Subjektiv, assoziativ, künstlerisch


Gattungen:

Nachricht
Dokumentation
(Live)Bericht
Interview
Feature
Reportage
Kommentar
Doku-Soap
Nachricht:

Rein sachliche Mitteilung
Spiegelt keine persönliche Haltung zu ihrem Inhalt wieder.
Keine Emotionen, Interpretation oder Kommentierung
Feature:

Synonym für unterschiedlichste dokumentarische Beiträge.
Dient der differenzierten Berichterstattung und Betrachtung von Hintergrund-Themen.
Deduktiv: vom Hauptthema zu beispielhafte Fällen
Reportage:

Aktuell, informativ und populär, um ein breites Publikum anzusprechen.
Reporter bezieht einen bestimmten Standpunkt und damit neue Sichtweisen auf Wirklichkeit.
Induktiv: von konkreter Geschichte zu übergeordnetem Kontext

„Denn der Reporter handelt stellvertretend für den Zuschauer, er ist der lebendige Anknüpfpunkt für die Annäherung des Zuschauers an die Tatsachen.“

Rüdiger Steinmetz



Geboren: 17.04.1870
Gestorben: 04.03.1921
Wegbereiter der Photographie, Kinematographie und der wissenschaftlichen Film- und Tondokumentation.
Pionier des Dokumentarfilms
Angewandte Technik: Plattenkamera, Archivphonographen
Filme waren nur im Zusammenhang mit dem Vortrag des Filmautors verständlich
Viele filmische Gestaltungsmittel waren noch unbekannt
Robert J. Flaherty Rudolf Pöch Geboren: 16.Februar 1884 (Michigan, USA)
Gestorben: 23. Juli 1951 (Vermont, USA)
Vorreiter des Dokumentarfilms
Bahnbrechende Filmarbeiten für die Entwicklung des Dokumentarfilms
Technik: Newman-Sinclair-Filmkamera
Nanuk, der Eskimo (1922)
Orientierung an stark fiktionalen Handlungen
Nutzung von dramaturgischen Spannungsbögen
Flaherty fungiert als Regisseur, Kameramann, Drehbuchautor, Cutter und Produzent.
Letzer Film: Lousiana Story (Ende der 40er Jahre)
Nanuk, der Eskimo

Originaltitel: Nanook of he North
Dokumentiert den Alltag einer Inuit-Familie
Die Handlung des Films ist inszeniert
Die Protagonisten wurden mit einbezogen
Intensive Einbindung des Tons in die Handlung
Der Dokumentarfilm heute Fernsehen:
Doku-Soap und Doku-Drama, Hochglanzdoku
doku-affinierte Sparten-Angebote (N24, Phoenix, History Channel)

Kino:
Grenzen zum Spielfilm verwischen
emotional involvierende Filme,
soziokulturelle Themenschwerpunkte,
erzählerische Form


Öffentlich-rechtliche Sender:
Info-Kulturprogramme
Reportagen
politische und gesellschaftliche Themen

Private Sender:
Infotainment
Lifestyle-Magazine
Event-Dokumentationen
zumeist Unterhaltungscharakter
Ziel der Sender:
steigenden Unterhaltungswert (Spielanweisusngen, Inszenierungen, Castings der Protagonisten, Zeitzeugen, etc.)

Der kommerzielle Erfolg Thematiken:
Hunger, Klimawandel, Umweltkatastrophen, Konsum, Zusammenbruch der Finanzmärkte, Politik, …

Grundmuster:
sprechende Opfer lösen Mitgefühl aus
mildernde Aussagen diverser Interessenvertreter dagegen Empörung
Fahrenheit 9/11
aus dem Jahr 2004 von Michael Moore
mit der bekannteste Dokumentarfilm
keine 100% Korrektheit der Fakten
verstärkte Intensität durch falsche Bilderzuordnung
kumpelhafte Wirkung auf den Zuschauer
beinhaltet einen appellierenden Effekt
durch diesen Film wurden wieder vermehrt Dokus produziert

Dokumentarfilme:
mit „eingebauter“ Appellfunktion machen angreifbar durch deren dargestellte Meinung
mit neutraler Haltung – arbeiten mit Bildauswahl und Schnitt
1894: Gebrüder Lumière: Arbeiter verlassen die Fabrik

1922: Robert J. Flaherty: Nanook der Eskimo Technik: Plattenkamera
sehr schwer
großformatige Bilder
Definition Filmkamera:
fotografische Apparatur, in der Kinematografie

Rasche Folge vieler fotografischer Bilder auf einem Film
Laufbildkamera (Filmkamera) nimmt mithilfe eines Filmantreibers, eine Reihen von Einzelbildern auf einen Film auf
Film kann mit Filmprojektor als Bewegte Bilder vorgeführt werden
Entwicklung:

Die Erfindung des Rollfilms durch Hannibal Goodwin machte den entscheidenden Schritt von der Chronofotografie zur Kinematografie möglich.
Wichtige Innovationen zur Kinematografie waren:
bewegte Passstifte durch Newman 1896
feste Passstifte mit den ersten Filmkameras 1909
Sucher mit Sicht auf den Film im Bildfenster 1905
Federwerkantrieb ab 1920
Hochgeschwindigkeitsregler fürs Federwerk 1929
Elektromotor 1924
Spiegelreflexsucher 1936 (welches es zum ersten Mal ermöglichte, auch bei laufender Kamera im Sucher ein dann zwar flimmerndes, aber helles, ausschnittidentisches und seitenrichtiges Bild zu sehen)
Geräuschloser Lauf ab 1960.
Kameratypen:

Grundsätzlicher Aufbau der Filmkamera ist bis heute erhalten, wichtig:
lichtdichtes Gehäuse als Camera Obscura mit Bildfenster und Optik
Der Filmantrieb, der mit diesem gekoppelte Umlaufverschluss
Vorrichtungen zum Abspulen und Aufwickeln des Films
Sucher
Birtac
1898 von Birt Acres in England angemeldetes Patent für eine Filmkamera
Erst eine Hälfte des 35-mm-Films belichtet, dann die Andere.
Nach dem Entwickeln, Film in der Mitte getrennt (so genanntes 17,5-mm-Split)
Kinamo
Von Emanuel Goldberg 1921 entwickelt
Sehr kompakte 35-mm-Film-Kamera, für den wachsenden Bedarf von Amateuren und Halbprofis geeignet
1923 fügte er einen Federantrieb hinzu, der das Filmen mit freier Hand ermöglichte.
Arriflex-Modellen
Von Arnold & Richter
Die ST (Standard)
Später die 16 BL (Blimped)
Eine einigermaßen handliche selbst-geblimpte, recht leise Kamera für den Stativ-Betrieb)
Dann das Nonplusultra, die 16 SR (Silent Reflex)
Sehr leise, Koaxial-Kassetten, quarzsynchron
Bell & Howell
Eine Filmkamera mit Federwerk, das mit einem Schlüssel aufgezogen wird
Drei Festbrennweiteobjektiven auf einem Revolverkopf
Verwendung bei Tierfilmern und Globetrotter-Kameramännern
NPR (Noiseless Portable Reflex)
Hergestellt von den Franzosen
Einfache, elektrisch angetriebene Kamera
Sie ist eine 16-mm-Reportage-Kamera mit der Besonderheit, zusätzlich zum Umlaufverschluss einen Pendelspiegel-Verschluss zu haben
Der Tonfilm:

Drei- oder Einphasen-Synchronelektromotoren nötig
Schallabdichtung der für Tonaufnahmen bei lauten Geräte
Kniff zur Synchronisation von Bild und Ton -> Synchronklappe

Ab Mitte der dreißiger Jahre, Entwicklung von Blimps
-> Kameraverpackung (noch sehr unhandlich)
1957 entstand für die Arriflex 35 II b ein großer, absolut schalldichter Blimp
-> Verpackung der Kamera mit wenig Aufwand möglich.
1960 erschien mit der Eclair NPR (Noiseless Portable Reflex) die erste selbstgeblimpte 16-mm-Film-Spiegelreflexkamera. 1968 konstruierte Kästner eine tontaugliche 35-mm-Schulterkamera (Arriflex 35 BL)
-> Einsatz der Handkamera bei gleichzeitiger Tonaufnahme möglich
Für die Neuerungen wurde Kästner mit dem technischen Oscar ausgezeichnet.

Bis heute werden Kinofilme zum großen Teil auf 35-mm-Film aufgenommen
In Letzten Jahren gewinnt allerdings die Produktion mit digitalen Kinokameras
->Sony 750/900 HDCAM/SR und Thompson Viper immer mehr an Bedeutung gewinnt.
20er:
Ausdrucksstarke Filmsprache
Neue politische Ideologien sollen verbreitet werden.
Sergej Eisenstein: Panzerkreuzer Potemkin (1925) 30er:
Dokumentarfilme werden wie Spielfilme produziert.
Vermittlung nationaler Werte.

Großbritannien: Industrialisierung & einfache Arbeiter
Alberto Cavalcanti: Coal Face
USA: Zentrale Rolle der Landwirtschaft
Pare Lorentz: The plow that broke the plains (1936)
Deutschland: Propaganda
Leni Riefenstahl: Olympia (1936) 40er:
Zweiter Weltkrieg als vorherrschendes Thema.
Harry Watt: Target for tonight (1941) 50er:
„Free Cinema“
authentische Darstellung der Realität.
Lindsay Anderson: „O Dreamland“ (1954) 60er/70er
„Direct Cinema“
Handkamera und die Aufzeichnung des Originaltons erreichen ein hohes Maß an Authentizität.
Robert Drew& Richard Leacock: Primary (1960) „Cinema Verité“
Interviews und Erzählungen im O-Ton.
Chris Marker: Le joli Mai (1962) Themen des Dokumentarfilms von 1970 bis heute z.B:
Ideale der 86er Bewegung, Menschenrechte, Umweltschutz, Politik,
Aufklärung der Bevölkerung durch Bürgerinitiativen.
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