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DAs TOPOI-Modell

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by

Sally Arnold

on 23 September 2016

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Transcript of DAs TOPOI-Modell

Dr. Edwin Hoffman

1949 geboren in Bandung, Indonesien (niederländischer Staatsbürger)
1967 – 1970 Pädagogische Akademie Eindhoven
2000 Promotion Fakultät Pädagogik Universität Utrecht
1970-2009 arbeitete er als Dozent/Berater/Forscher im Fokus Unterricht und Schule in den Niederlanden
Gruppenaufgabe
Bitte zählt bis 4 durch.
Findet euch an den Gruppentischen zusammen.
Bitte lest den Text zu eurer Dimension und überlegt euch ein Fallbeispiel, das euch in eurer Tätigkeit als Erwachsenenbildner begegnen könnte und stellt dies in Form eines Rollenspiels im Plenum vor.
Stellt anschließend die wichitgsten Punkte eurer Dimension, die ihr dargestellt habt, im Plenum vor.

Vielen Dank!
Ein systemtheoretischer Ansatz von interkultureller Kommunikation
Zentrum: nicht Kultur, sondern die Kommunikation, das Situationsgebundene und das Einzigartige der Persönlichkeit
Kultur als dynamische Gegebenheit: Mensch als Produkt und Produzent von Kultur
Die Prinzipien der anerkannten Gleichheit und der anerkannten Diversität
Prinzip der anerkannten Gleichheit:
Fokus auf dem Gemeinsamen:
Erwachsene und Jugendliche (mit oder ohne Migrationshintergrund)
als Träger unterschiederlicher Rollen/Identitäten unabhängig von der Kultur (Vater/Mutter, Freund/in, Fußballfan, Schüler/in,...

Prinzip der anerkannten Ungleichheit:
Anerkennung der Unterschiede: Hintergrund der Menschen
Fokus auf Unterschiede die soziale und gesellschaftliche Diskriminierung zur Folge haben können:
Migrationsgeschichte und -position,
Sprachhintergrund, kulturelles Kapital (Haltung,
Wissen, Fähigkeiten und soziale Netzwerke),
Hautfarbe, ethnische Herkunft und
Religion
Wichtige Auffassungen und Haltungen im Umgang mit Kulturuntschieden
Kommunikation ist ein universaler Prozess.
Identität: vielfältig, multikulturell und daynamisch
Eine metakulturelle und psychologische Perspektive auf Kultur.
Aufruf zur gegenseitiger Verantwortlichkeit.
Kommunikation verläuft zirkulär.
Unterschiede und Missverständnisse sind in jeder Kommunikation eher die Regel als die Ausnahme.
Kommunizieren heißt sich trauen,
Risiken auf sich zu nehmen.
5 Dimensionen
DAs TOPOI-Modell
Eine Heuristik zur Analyse interkultureller Gesprächssituationen und ihre implikationen für die pädagogische Arbeit

Seit 2009 – Emigration nach Österreich: Selbständiger Berater, Forscher und Trainer Interkulturelle Kommunikation und Vielfalt (Diversity). Externer Lehrbeauftragter Alpen Adria Universität Klagenfurt (Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft).
Kulturalistischer Ansatz und inklusiver Ansatz von interkultureller Kommunikation
Kulturalistischer Ansatz:
Ursprung in der anthropolgischen Forschung
Im Mittelpunkt steht die Feststellung der Merkmale ethnischer und nationaler Kulturen -> exklusives Denken und Handeln: „Wir“ versus „Sie“
Inklusiver Ansatz:
Einführung des Begriffs "inklusives Denken" 1966 durch Boerwinkel
-> Inklusives Denken und Handeln: "Wir-Denken"

Anwendung des TOPOI-Modells
1.
Sprache
: Menschen kommunizieren sowohl verbal als non-verbal.
2.
Ordnung
: Jede Person hat eine eigene Sicht auf die Wirklichkeit.
3.
Personen
: Jede Kommunikation hat außer dem Inhaltsaspekt auch einen Beziehungsaspekt.
4. Inzet (
Einsatz
) Motive: Menschen können nicht nicht kommunizieren, der Mensch setzt sich ständig für etwas ein.

5.
Organisation:
als eigene Dimension
System- und Kommunikationstheorie von Watzlawick (1921-2007)
Ausgangspunkte: Axiome von Watzlawick
Ein systemtheoretischer Ansatz vom (interkultureller) Kommunikation
TOPOI-Modell
1.
Sprache
: verbale Sprache (Sprachbarrieren)
non-verbale Sprache (untersch.
internationale Regeln)
2.
Ordnung
: unterschiedliche Sichtweisen auf die
"Wirklichkeit"
3.
Personen
: Beziehungsaspekt in der Kommunikation
4.
Organisation
: Bewusstsein von Unklarheiten über
Organisationen und Regelungen;
Unterschiedliche Vorstellungen
von Regeln,...
5. Inzet (
Einsatz
): Verstehen der zugrunde
liegenden Motive und
Beweggründe

Die 5 Dimensionen:
SPRACHE
Bedeutung der verbalen und nonverbalen Sprache:
Die Wörter und die non-verbale Sprache mit allen Sinnen wahrnehmen.
Bedeutungen untersuchen und nachfragen.
Bedeutungen erklären.
Feedback geben, um Feedback bitten.

ORDNUNG
Sichtweise und Logik:
Nach der Sichtweise und Logik des/der anderen fragen.
Aktiv zuhören (=anerkennen)
"Präsent sein": einleben und einfühlen.
Bedeutungen untersuchen/nachfragen.
Die eigene Sichtweise/Logik erklären.
Das Gemeinsame voranstellen.
Unterschiede deutlich machen und zulassen.
PERSONEN
Identität und Beziehung:
Prüfen, in welcher Rolle (als wer) und mit welchen Erwartungen der andere spricht.
Aktiv zuhören (=anerkennen).
Sich selbst fragen und erklären, in welcher Rolle und mit welchen Erwartungen man spricht.
Prüfen, wie jede Person die gemeinsame Beziehung sieht.
ORGANISATION
Regel und Machtverhältnisse:
Auf die Machtverhältnisse achten.
Die eigene "Organisation" erklären.
Die eigene "Organisation" anders klären.
Die Organisation des anderen (seine Deutungen) untersuchen (=anerkennen).
Den Einfluss der Regeln und der Machtverhältnisse in der weiteren Umgebung (Rechtspositionen, Prozeduren, verfügbare Einrichtungen und Mittel) auf die Kommunikation hinterfragen.
INZET (EINSATZ)
Motive und Beweggründe:
Anerkennend fragen, was die verborgenen Motive des anderen sind.
Prüfen, wofür der andere sein Bestes gibt.
Einleben und Einfühlen in das, wofür der andere sein Bestes gibt.
Merken lassen, "sagen", das man das Bemühen des anderen sieht.
Prüfen, was der andere als Anerkennung fühlt.
Erklären, wofür man selbst das Beste gibt.
Schauen (lassen), welche Effekte das Bemühen der Person auf andere hat.
Quellen:
Auernheimer ,G. (2010): Interkulturelle Kompetenz und pädagogische Professionalität. Wiesbaden: VS Verlag.

Hoffman, E. (2015): Interkulturelle Gesprächsführung, Theorie und Praxis des TOPOI-Modells. Wiesbaden: VS Verlag.
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