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Die Literatur im Mittelalter

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by

Lara B.

on 2 February 2014

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Transcript of Die Literatur im Mittelalter

Die Literatur im Mittelalter
Gliederung
1. Das Mittelalter
2. Die Literatur im Mittelalter
1. Das Frühmittelalter
1. Die germanische Literatur
2. Die Literatur in karolingischer Zeit
3. Die lateinische Dichtung
4. Die frühhochmittelhochdeutsche Literatur
2. Das Hochmittelalter
1. Minnesang
2. Heldenepos
3. Das Spätmittelalter
Das Mittelalter
Epoche zwischen Antike und Neuzeit
Ständegesellschaft -> Grundherrschaft und Lehnswesen
Konflikt zwischen Papsttum und Kaisertum
Bildung nur für Klerus zugänglich
Die germanische Literatur
kaum Aufzeichnungen
nur mündliche Überlieferung
durch Völkerwanderung neue literarische Aspekte
Beispiele: Nibelungenlied, Merseburger-Zaubersprüche, Hildebrandslied
Die Literatur im Mittelalter
Merseburger-Zaubersprüche
erst im 10. Jahrhundert aufgeschrieben
im 1. Spruch: Befreiung von Gefangenen
im 2. Spruch: Heilung eines Pferdes
strukturierter Aufbau, Wechsel der Sprechebenen
Das Hildebrandslied
entstand in der Zeit der Völkerwanderung
mündlich überliefert -> im 9. Jahrhundert aufgeschrieben
bedeutendste Heldensage
kampfeslustige Stichomythie
von Hofsängern zur Verehrung der Kriegserlebnisse ihrer Herren
Kampf zwischen Vater und Sohn
Die Literatur in karolingischer Zeit
Die lateinische Dichtung
Die frühmittelhochdeutsche Literatur
Der Minnesang
Das Heldenepos
Das Nibelungenlied
im 12. Jahrhundert verschriftlicht (in Strophen)
zweiteilig:
1. Ehe von Kriemhild und Siegfried, Siegfrieds Tod
2. Untergang der Burgunden

Die Literatur im Spätmittelalter
"Abgesang der hochmittelalterlichen Blüte"
schriftliche Bildung für fast alle zugänglich
Kirche: geistige Vormachtstellung -> religiöse Literatur stark gewichtet (z.B. Totentanz)
Entstehung in Zeit der Völkerwanderung und zu Zeiten der ersten großen Reichsgründung
aus Frühmittelalter mündlich überliefert -> im Hochmittelalter niedergeschrieben
höfisch-christlicher Zusammenhang
Held als Repräsentant seiner Gesellschaft
Beispiel: Nibelungenlied
Literarische Formen im Mittelalter
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Haben Sie noch Fragen?
8. - 10. Jahrhundert -> Planung einer volkssprachlichen Liturgie und Grammatik (Karl der Große)
Absichten: Bildung und Missionierung
"Verdeutschung" einzelner Wörter und Wortgruppen von Mönchen (Interlinearglossen/ Marginalglossen) -> Übersetzung biblischer Texte
erste dt. Dichtungen: Stabreimdichtungen (z.B. Wessobrunner Gebet, Muspilli, Heliand), Endreimdichtungen und Hebungen/ Senkungen (z.B. Krist von Otfrid von Weißenburg)
nach 870 keine volkssprachlichen schriftlichen Überlieferungen mehr
Zeitalter des ottonischen Kaisers
erneute Zuwendung zur antiken Literatur -> Latein wieder Literatursprache
lateinische Lyrik fand großen Zuspruch
Liturgie erweiterte sich um Tropen
ca. letzte Jahrzehnte des 11. Jahrhunderts bis ca. 1170
zunehmendes Interesse an theologischen Fragen beim Dienstadel -> Entstehung einer volkssprachlichen Dichtung
unterscheidbar in verschiedene Dichtungen
Geistliche Buß- und Heilsdichtung
in Zeiten der kirchlichen Reformbewegungen
zur religiösen Bildung und Erziehung
hauptsächlich aus Nachdichtungen von biblischen Geschichten, Legenden, Mahnpredigten, Jenseitsversionen
Marienpoesie
Frauendichtung/ Frauenliteratur
nicht über Frauen, sondern von Frauen geschrieben
zwei berühmte Dichterinnen: Frau Ava (†1127) und Hildegard von Bingen (1098-1179)
Scivias von Hildegard von Bingen
Bildquelle: http://brain-ooze.blogspot.de/2011/04/scivias-by-hildegard-von-bingen-1151.html
Weltliche Dichtung der Geistlichen
ca. 1150
konservative Züge
für ritterliches Publikum, das Lust an weltlichen Abenteuern hat
Beispiele: Kaiserchronik, Alexanderlied, Rolandslied
durch erste französische Dichterin Marie de France (um 1130-1200) endgültige Zuwendung zur weltlichen Literatur
Bildquelle: www.ub.uni-heidelberg.de/allg/benutzung/bereiche/handschriften/rituale/exponate/sektion2/II_02.html
Rolandslied, Paffe Konrad
Spielmannsdichtung
große Beliebtheit im 12. Jahrhundert
Name von Spielleuten
wurde weder von Spielleuten verfasst, noch verbreitet
(minna = Liebe)
Ursprung in Südfrankreich
ab 1170 erste deutsche Minnesänger
Minnesänger: Dichter, Komponist und Vortragender
in Stollenstrophe aufgebaut
3 Phasen:
donauländischer Minnesang (1150-1170)
Hohe Minne (1170-1220)
Spätphase (ab 1220)
Handschriften ab Ende 12. Jahrhundert
Literarische Formen des Minnesanges
Tagelied
Minnepreis: Intelligenz der Dame betont
Kreuzlied: Zwiespalt des Ritters
in Niederer Minne (Ende des Minnesanges): Verhältnis zweier Gleichgestellten geschildert
Beispieltext zum Minnesang
Under der linden an der heide,
dâ unser zweier bette was,
dâ mugt ir vinden
schône beide gebrochen bluomen unde gras.
vor dem walde in einem tal -
tandaradei!
schöne sanc die nachtigal.
Unter der Linde auf der Heide,
wo unser gemeinsames Bett war,
könnt ihr es noch sehen:
gebrochene Blumen und gedrücktes Gras
vor dem Wald in einem Tal -
Tandaradei -
wie schön hat die Nachtigall gesungen.
geistliches Drama: biblisches Geschehen
Fastnachtspiele: moralische Absichten in belustigenden Formen
Minnesang -> Meistersang und Volkslied
Schwank: bevorzugte Gattung der Moralistik, weltliche Literaturformen mit unterhaltsamen Charakter
Entfaltung der Fachliteratur: weltliches und geistliches
http://www.fomori.de/larpmusik/data/audio/merseburgerzauberspruch.mp3
http://www.uni-tuebingen.de/fileadmin/Uni_Tuebingen/Fakultaeten/Neuphilologie/Deutsches_Seminar/Abteilungen/Mediaevistik/Materialien/Leseproben/soundfiles/Hildebrandslied1.mp3
Quellenangaben
BOGNER, Ralf Georg (Hrsg.): Deutsche Literatur auf einen Blick-400 Werke aus 1200 Jahren. Darmstadt. primus Verlag 2009
KRYWALSKI, Diether: Die Welt des Mittelalters. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Münster. Aschendorff Verlag 1984
NÜRNBERGER, Helmuth: Geschichte der deutschen Literatur. 25. Auflage. München, Düsseldorf, Stuttgart. Bayerischer Schulbuchverlag 2006
KRYWALSKI, Diether: Aspekte der europäischen Literatur im Mittelalter - Germanische Dichtung und Literatur. In: Krywalski, Diether (Hrsg.): Die Welt des Mittelalters. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Münster: Aschendorff Verlag, 1984, Seite 137
Das europäische Mittelalter: Einheit und Vielfalt - Zusammenfassung, In: Laschewski-Müller, Katrin; Raub, Robert (Hrsg.): Kursbuch Geschichte - Neue Ausgabe. 1. Auflage, 3. Druck 2010. Berlin: Cornelsen Verlag 2009, Seite 98
SCHNIEDERS, Steffen: Das Mittelalter in Deutschland. http://www.deutschland-im-mittelalter.de/index.php: 21.09.2013
MELCHIOR, Wolfgang (2006): Deutsche Literatur des Mittelalters - Eine geschichtliche und literarische Einführung. http://www.wmelchior.com/mediaevistik/einfuehrung.html#spaet, besucht am 08.09.2013
POHL, Wolfgang: Die deutsche Literatur des Mittelalters (500-1500). http://www.pohlw.de/literatur/epochen/ma.htm, besucht am 08.09.2013
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