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Erlebnispädagogik

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by

Lisa Clement

on 16 June 2013

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Transcript of Erlebnispädagogik

- kann in vielen Bereichen angewendet werden
(Kindergarten, Schule, Sportverbände....)

- spricht viele Zielgruppen an (Kleinkinder,
Jugendliche, behinderte Erwachsene...)

- wird oft mit Abenteuer- und Outdoor-Pädagogik
gleichstellt
Was ist das?
Was steckt dahinter?
- Steigerung der Kompetenzen: Lernprozesse werden durch das
Erlebte in Gang gesetzt.

- Förderung der individuellen Entwicklung der Kinder:
Verhalten, Denken, Fühlen
Was sind die Ziele?
Erlebnispädagogik
stetige Darstellung der Erlebnispädagogik
So wie Erlebnisspädagogik ebenfalls sein kann...
- Erleben und Lernen -> Lernerfahrungen werden verinnerlicht

- Lerninhalte beziehen sich auf Realsituationen -> Kinder sollen
sofort Sinn und Zweck des Erlernten durch eigene Reflexion
des Erlebten erkennen

- Situation soll ganzheitlich erfahren werden:

"Lernen mit Kopf, Hand und Herz" (Ziegenspeck, 1968)


ERLEBEN ALS METHODE DER ERKENNTNIS
Was kann Erlebnispädagogik sein?
- Klettern, Segeln, auf einem Seil balancieren,
Wanderung durch die Berge.....

- Fantasiereise, Schatzsuche, Theaterstück einüben....
"Erlebnispädagogik ist eine Methode, die Personen und Gruppen zum Handeln bringt mit allen Implikationen und Konsequenzen bei möglichst hoher Echtheit von Aufgabe und Situation in einem Umfeld, das experimentierendes Handeln erlaubt, sicher ist und den notwendigen Ernstcharakter besitzt"
(Hufenus 1993, zit. in Reich, 2003)
Was sind die Merkmale?
- Handlungsorientierung

- Lernen in Situationen mit Ernstcharakter: Lerninhalte erklären sich aus dem Kontext heraus
(„Learning by doing“)

-> "Erleben ist besser als Belehren" (Raithel, Dollinger & Hörmann, 2009)

- Lernen in der Gruppe: Kooperation und Kommunikation spielen eine große Rolle

- Erlebnischarakter:
-> Sinne werden angesprochen
-> Lernen durch Erleben hat eine prägende Wirkung

- Verfolgt pädagogische Ziele
soziale Ziele
soziale Kompetenzen, Kooperation,
Kommunikation, Verantwortung für andere
übernehmen
affektive und kognitive Ziele
Veränderung der Art, wie die Kinder ihre Umwelt sehen, wie sie fühlen und empfinden, wie sie über Dinge denken
sachliche Ziele
Erwerb von fachlichen Kompetenzen &
Auseinandersetzung mit alltäglichen
Phänomenen
Persönlichkeits-entwicklung
Entwicklung von Autonomie, Selbstbewusstsein und Selbstwahrnehmung, Lernen, Entscheidungen zu treffen

-> Vor allem bei Kleinkindern
von Bedeutung
„Ich höre und ich vergesse, ich sehe und erinnere mich, ich erlebe und verstehe“.
Konfuzius (551-449 v. Chr.)
Was braucht man?
- Raum
-> muss Erlebnisse zulassen (drinnen oder draußen)
-> muss so gestaltet sein, dass man die Kinder zu jeder Zeit im Blick hat

- Soziale Gruppen

- Zeit abhängig von den Aktivitäten

- Freiwilligkeit bezüglich der Teilnahme
-> Kein Kind wird gezwungen, sich darauf einzulassen.
-> Vor allem bei kleinen Kindern kann man das genaue Gegenteil der geplanten
Zielen erreichen.
Warum Erlebnispädagogik?
- Kinder erfahren in ihrem heutigen Alltag immer weniger Erlebnisse
(spielen weniger draußen, TV, ...)

-> Wichtig, dass Erlebnisse für Kinder geschaffen werden.

-> Das Interesse der Kinder kann früh geweckt werden.


- Eigene Stärken und Schwächen kennenlernen

- Die Förderung der sozialen Kompetenzen ist sehr wichtig bei
Kleinkindern, da sie sich zum ersten Mal in einem fremden sozialen
Kontext eingewöhnen müssen

- Kinder können den Alltag für kurze Zeit hinter sich lassen und sich
auf neue Situationen einlassen (Schatzsuche, Fantasiereisen, ...)
Back to the roots...
Rousseau
(1712 - 1778)
- Handeln, Erleben und Erfahren wichtige
Voraussetzungen des Lernprozesses

- Konfrontation mit selbst verantworteten
Ereignissen durch Neugier und Bewegungsdrang

- Unmittelbares Lernen durch das Experimentieren
und eigene Erfahrungen

- 3 Erzieher: Natur, Mensch, Dinge
Thoreau
(1817 - 1862)
-> Bsp: Wald

- Natur und Kultur die Erzieher des Menschen

- Mensch muss seine eigenen Grenzen
kennenlernen
-> innerer Perspektivenwechsel, also andere
Wahrnehmung, eigenes Leben wird
bewusster


-> möglich durch Auseinandersetzung mit der Natur
Hahn
(1886 - 1974)
- Urvater der Erlebnispädagogik

- Konzept „Erlebnistherapie“
-> Erfahrung und Erleben wirksamer als Belehren
-> Erziehung durch Gemeinschaft

- Motivation gründet auf der gesellschaftlichen Kritik;
Mangel an:
Menschliche Anteilnahme
Sorgsamkeit
Körperliche Tauglichkeit
Initiative & Spontanität

- Um dem entgegenzuwirken -> Gründung der Outward-Bound-Schule
Wandel der Erlebnispädagogik
- Erlebnistherapie Grundstein der Erlebnispädagogik
- Doch…....:
Outdoor-Aktivitäten
Körperliche Tätigkeit
Abenteuer-orientiert

- Aus dem gesellschaftlichen Wandel in den 80er
resultierte eine Veränderung der EP
-> weniger Umsetzungsmöglichkeiten im Outdoor-Bereich
-> erlebnispädagogische Ansätze wurden nun auch im
Klassensaal umgesetzt
Das Menschenbild
Leave it to the surveys!
Empirische Untersuchung (1)

- Evaluation einer erlebnispädagogischen
Kurzzeitmaßnahme von 1,5 Tagen im Rahmen einer
Schülervertreterfahrt

- Fragestellung:

Kann eine erlebnispädagogische Kurzzeit- Intervention einen positiven Einfluss auf die allgemeinen Selbstwirksamkeitserwartungen von SchülerInnen nehmen?
- „Wuppererlebnis“ = Jugendherberge im Wuppertal
mit EP-Programm für Klassenfahrten

-Dortmunder Realschule, Gruppe von Schülervertretern

- Kinder besuchen Klasse 5-10, Alter 10-18 Jahren -> Durchschnittsalter 14 Jahre

- 2-tägige Klassenfahrt (26.02 - 28.02.2009)

- Gelände der Jugendherberge, Spielplatz, Waldgebiet,
Kinderhaus an der Wupper
?
Programmbaustein

1.Spielerische Abfrage der Erwartungen an das Seminar
2.Kennenlern- und Aufwärmspiele
3. Einfache Kooperationsaufgaben
4. Komplexe Initiativ- und Problemlöseaufgaben
5. Abenteueraktionen
6.Orientierungswanderung in Kleingruppen durch ein
Waldgebiet mit Karte und Kompass
7. Lagerfeuer mit Stockbrotzubereitung
8. Abseilen von einer Wupperbrücke mit gegenseitiger
Sicherheit
9.Reflexionsspiele
..........

- Anforderungscharakter wurde sukzessiv gesteigert 

- Erhebungsinstrument: Fragebogen zur Messung
allgemeiner Selbstwirksamkeitserwartung

- Bsp. Fragen:
-> Wenn sich Widerstände auftun, finde ich Mittel
und Wege , mich durchzusetzen
-> Die Lösung schwieriger Probleme gelingt mir
immer, wenn ich mich darum bemühe
Befunde und Interpretation

- Vorher-Nachher Auswertung durch Pre- und
Posttest: positive Tendenz, bei 2 bis 5 Items liegt
eine minimale Verschlechterung der Werte

- Gesamt: MV: 2, 97 MN: 3, 09 Steigerung

- Positive Entwicklung der Selbstwirksamkeit wird bestätigt

- Die positiven Auswirkungen sind auf den Einfluss
des erlebnispädagogischen Programms
zurückzuführen.
- quasi experimentelles Längsschnittdesign mit drei
Messzeitpunkten im schulischen Untersuchungsfeld

- Zwei 7. Schulklassen zweier Gesamtschulen in Essen
-> 122 Schüler 60 männlich , 62 weiblich
65 Schüler nahmen am Project Adventure teil, 57
waren in der Kontrollgruppe (-> Parallellklasse
der Schule)

- Von EP-Pädagogen durchgeführte Project Adventure

- Ein halbes Schuljahr: 1.2.2003 - 18.7.2003

- Project Adventure (PA) ist ein erlebnispädagogischer
Ansatz, der in den 70er Jahren in den USA speziell
für den Einsatz an Schulen entwickelt wurde und
seither sehr erfolgreich in verschiedenen Schularten
eingesetzt wird.
- Interventionsklasse: Project Adventure statt
Sportunterricht

- Kontrollgruppe: normaler Sportunterricht

- Einverständnis der Eltern

- Zusätzlich zu zweistündigen Project Adventure,
in der Turnhalle an 21 Terminen zwei
Projekttage -> Kletterpark
Empirische Untersuchung (2)

Das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen steigt besonders an wenn :

-sie ihre besonderen individuellen Fähigkeiten und
Fertigkeiten erfolgreich zum Einsatz bringen können,

- wenn sie lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen, mit
ihnen offen umzugehen und diese angemessen
auszudrücken

- und wenn sie lernen, selbständig zu entscheiden und
für diese Entscheidung die Verantwortung zu
übernehmen

(Boeger & Doerfler, 2006)
5 Blocks

1. Block: Übungen und Spiele zum Aufwärmen und
Kennenlernen, Übungen zum Körpergefühl;
2. Block: einfache Kooperationsaufgaben,
Wettbewerbsspiele;
3. Block: Übungen zur Konzentration, zum Vertrauen
in sich und andere, zum Körpergefühl;
4. Block: Kletter-tage: Grenzerfahrung;
5. Block: komplexe Kooperationsaufgaben

-> Jeder Block wurde mit einer Reflexionsphase
abgeschlossen.
-> Messzeitpunkt: Pretest vor Beginn der Intervention,
Posttest und 3. Test sechs Monate (follow-up) nach
Beendigung
Ergebnisse

- Beginn der Untersuchung:
Keine bedeutsamen Unterschiede zwischen der
homogenen Interventions- und der Kontrollgruppe

- Beendigung der Project Adventure Intervention:
signifikante Unterschiede zwischen beiden Gruppen
Die Probanden:
- schätzten ihre allgemeine Leistungs- und
Problemlösefähigkeit sowie ihre Sicherheit im
Treffen von Entscheidungen als höher ein.
- bewerteten sich als weniger irritierbar durch andere
und als weniger empfindlich im Vergleich zu der
Kontrollgruppe.
- waren weniger verletzlich, empfindlich und sensibel.

-> Die Einschätzungen der eigenen Standfestigkeit
anderen gegenüber sowie die Standfestigkeit in
sozialen Situationen signifikant stärker ausgeprägt
-> Die vermutete Wertschätzung der eigenen Person
durch andere war bedeutsam höher ausgeprägt.
Gefühle und Beziehungen zu anderen wurden deutlich
höher ausgeprägt empfunden.
Erlebnispädagogik in der Praxis
Traumreise mit Schreiben einer Geschichte

-> Kleinkinder: Bild malen und nachher erzählen
Traumreise
Schatzsuche
Erlernen des Vokabulars (Schatzkarte ohne Bilder sondern mit Worten: Arbre, sable, ...)

-> Kleinkinder: mit Zahlen

Was bin ich?
- Zettel mit Zeichnung auf
den Rücken der Kinder
befestigen
- Durch Kommunikation die
Zeichnung erraten

Das Geschäft
Rechnen lernen,
Logik aufbauen,
dass man noch
Geld zurück
bekommt,
wenn man mehr
Geld gegeben hat....

Fischer, T. & Lehmann, J. (2009). Studienbuch Erlebnispädagogik. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

Klawe, W., & Bräuer, W. (1998). Erlebnispädagogik zwischen Alltag und Alaska. München: Juventa Verlag.

Reich, K. (Hg.), (2003). Methodenpool. Retrieved May, 10, 2013, from http://methodenpool.uni-koeln.de.

Raithel, J., Dollinger, B., & Hörmann, G. (2009). Einführung Pädagogik: Begriffe, Strömungen, Klassiker, Fachrichtungen. Wiesbaden: VS Verlag.

Schrieber, D. (n.d.). Erlebnispädagogik – Ein Überblick zum erlebnisorientierten Lernen durch den Kopf, die Hand und das Herz. Retrieved May, 21, 2013, from http://www.lenz-info.de/export/sites/default/de/downloads/ExpertiseErlebnispaedagogik.pdf

Vent-Schmidt, A. (2012). Erlebnispädagogik in der Schule – Ein Konzept. Norderstedt: Grin Verlag.

Bibliographie
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