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Autismus

No description
by

Hannah Nussmann

on 26 June 2014

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Report abuse

Transcript of Autismus

involviert Beobachtung und Interaktion mit dem Kind
halb-strukturierte Items
erfasst Probleme in der Interaktion und Kommunikation
Anwendung in unter einer Stunde
4 Module je nach Kommunikationsfähigkeit und Alter
Sensitivität: .90 - .97
Spezifität: .87 - .94
Autismus
Tief greifende Entwicklungsstörung
Intervention
kausale Behandlung nicht möglich
man kann aber die Lebensqualität verbessern
möglichst früh
längerer Zeitraum
Entlastung und Aufklärung der Familie
nicht mehr als 2 Ziele gleichzeitig

Was ist das?
Wie erkennt man das?
Wie behandelt man das ?
Diagnostik
Allgemein
Komorbiditäten - Therapie
Pharmakotherapie
Stimulantien bei z.B. Hyperaktivität
atypische Neuroleptika zur Aggressionshemmung
Serotonin-Wiederaufnahmehemmer gegen Ritualisierungen, zum Beispiel Fluotexin
Schlaflosigkeit (z.B Melatonin)
Krankengymnastik
Festhalten in moderater Form bei Aggression
Sprachaufbau
Bedeutung sprachlicher Elemente klarmachen

bezogen auf Sprachverständnis und Sprechen vor allem von Alltagsaufforderungen

nach dem achten Lebensjahr ist Sprachanbahnung nicht mehr sinnvoll
PECS
Picture Exchange Communication System
vermittelt: Kommunikation zahlt sich aus

1. Phase
Kind wünscht sich Spiel
bekommt es, wenn es die richtige Karte überreicht
2.Phase
das Kind muss zusätzlich noch das gewünschte Wort aussprechen, um das Spiel zu bekommen

-> Kind lernt (zum ersten Mal) Wörter und bemerkt:
Sprache ist nützlich!
Grundsätzliche Vorgehensweise:
TEACCH
komplexe Handlungen vom Therapeuten vorstrukturiert
Ziel: Aufgaben von Autisten zu bewältigen, Erfolgserlebnisse
komplexes Verfahren für viele Situationen
Augenmerk liegt darauf die Umgebung auf die Fähigkeiten des Kindes anzupassen
Treatment and Education of Autistic and related Communication handiccapped Children
Rett Syndrom
Sonstige desintegrative Störungen
Verlust erworbener Fertigkeiten nach normaler Entwicklung in den ersten 2 Jahren
Hyperaktive Störung mit Intelligenzminderung und Bewegunsstereotypen
Minicolum-Abnormalitäten
Gesichts-verarbeitung
Zeigt man Autisten Gesichter, dann zeigt sich keine Aktivität im:
Entwicklungsvergleich
Frühdiagnostik
Diagnose so früh wie möglich (am besten: < 2 Jahren)
Bei frühem Eingreifen bessere Chancen auf Besserung der Symptomatik
Mediziner sind angewiesen auf Kooperation und Unterstützung der Eltern
Überschätzung besser als Unterschätzung

Man braucht: standardisierte Interview und Beobachtungsverfahren


Aber
: die Erkennung von Autismus erfolgt mehrschrittig!
es gibt bisher kein Instrument, welches direkt eine eindeutige Diagnose liefert
Testarten
Level 1 Screening

erfasst
generelle Bevölkerung
geringe Rate positiver Funde im Vergleich zur insgesamt erfassten Menge
Schnell & einfach durchführbar
meist durch Allgemeinmediziner im Rahmen eines Standardcheckups

Level 2 Screening
erfasst
Spezifische, vorsortierte Gruppe
z.B. Geschwisterkinder von Autisten
erfordert Spezialisten:
Welche Tests sollen genutz werden?
altersspezifische Tests nötig
Zusätzliche Belastung
Zeitaufwendig
zusätzlich zu Standardunter-suchungen



Broad Screening
Weite
Bandbreite an Krankheiten
in einer Testbatterie und einem Testdurchgang untersucht
nicht spezialisiert auf eine bestimmte Krankheit, deshalb meist weitere Konkretisierung im Nachhinein notwendig
erfasst Krankheiten effizient
kosten- und zeitsparend

Specific Screening
Auf bestimmte Krankheit/Einschränkung
spezialisiert
erfasst Krankheit sensitiv und gezielt
sehr zeit- und kostenintensiv

Parent Evaluation of Development Status

Erfassungsalter
: 0-8 Jahre
10 Fragen (2 offen, 8 spezifisch)
Fokus auf Ängste und Beobachtungen der Eltern (Level 1 Screening)
erfasst u.a. Gesundheitsaspekte wie Schlaf- und Essverhalten, Seh-und Hörfähigkeit
auch hier: bei kritischen Werten Weiterleitung an Spezialisten

Ages and Stages Questionnaires
Erfassunsalter
: 4 Monate bis 6 Jahre
aktuell 21 Fragebögen
von Eltern selbst ausfüllbar (Level 1 Screening)
später Abgleich mit Mediziner
erfasst Autismus nicht direkt, aber weist auf Entwicklungsstörungen hin, die weiterer Nachforschung bedürfen


Pervasive Developmental Disorder Screening Test, Second Edition

Erfassungsalter
: 18 Monate bis 3 Jahre
mehrschrittiges Screening (Weiterleitung)
3 verschiedene Umgebungen:
Stufe 1: Allgemeinmediziner
Level 1 Screening
Stufe 2: Experte für Entwicklungsstörungen
Stufe 3: Experte für Autismus
Level 2 Screenings

erfasst Entwicklungsstörungen entlang des Autismusspektrums

Screening Tool for Autism in Two-Year Olds

Erfassungsalter
: 24-35 Monate
20 Minuten Spielzeit Observation
Erfassung von Defiziten bei Kommuni-kation und sozialem Verhalten (z.B. Imitation, Spielverhalten, Aufmerksamkeitsleitung)
Differenziert bei Kindern mit bereits diagnostizierter Entwicklungsstörung (Level 2 Screening)
benötigt Beobachter mit Autismus-Erfahrung

CHAT
Familie

Fragen und Probleme, die bezüglich der CHAT-Familie künftig noch zu klären sind:

Elternreport als Primärquelle valide?
Erwartungseffekte; Elternreport oft beeinflusst durch Verschleierung oder Über-/Unterschätzung
Noch jüngere Kinder screenen?
In vielen Fällen Weigerung durch Mediziner (Eltern nicht unnötig beunruhigen, Regression berücksichtigen)
Wie gut ist die Differenzierung zwischen den verschiedenen Entwicklungsstörungen?
Ist eine Eingliederung in Standard Check-Ups (Level 1 Screening) möglich und nützlich?







Checklist for Autism in Toddlers

Erfassungsalter
: 18 Monate
3 Basis-Störungen bei betroffenen Kindern:
Protodeklaratives Zeigen

Zeigen, um Interesse zu vermitteln oder erwecken
Folgen von Blicken/Zeigegesten
Dem Blick/dem Zeigen eines anderen folgen
Fiktives Spielen
Objekte in übertragendem Sinn nutzen (z.B. Banane als Telefon)

Verhalten normalerweise mit 14 Monaten vorhanden


ABSCHNITT A: ELTERNINTERVIEW
1. Mag Ihr Kind bzw. hat es Freude daran, geschaukelt zu werden,
auf Ihrem Schoß zu hopsen (Hoppe, Hoppe Reiter) etc?
2. Zeigt Ihr Kind Interesse an anderen Kindern?
3. Klettert Ihr Kind gern an Gegenständen, z.B. hochsteigen?
4. Hat Ihr Kind Freude an Spielen wie „Guck-Guck - Wo bist du?“
oder verstecken und suchen (z.B. hinter Tüchern, Gegenständen)?
5.
Hat Ihr Kind jemals
so getan, als ob
es zum Beispiel etwas zu
trinken mit Spielzeuggeschirr macht oder Essen kocht oder ähnliches?
6. Hat Ihr Kind jemals den Zeigefinger benutzt, um auf etwas zu
zeigen, was es haben möchte?
7
. Hat Ihr Kind jemals mit seinem Zeigefinger auf etwas gezeigt,
um sein Interesse daran auszudrücken,
z.B. Flugzeug am Himmel zeigen, Gegenstand auf Regal etc.?
8. Spielt Ihr Kind funktional mit Spielsachen (z.B. Autos schieben
oder Steine aufeinander setzen) ohne es nur in den Mund zu stecken, daran herumzuspielen oder herumzuwerfen?
9. Bringt Ihr Kind jemals Dinge/Gegenstände zu Ihnen, um sie
Ihnen zu zeigen? (Bücher, Spielsachen, gefundene Dinge etc.)

ABSCHNITT B: BEOBACHTUNGEN DES UNTERSUCHERS
I. Während der Untersuchung/des Gespräches: Nimmt das Kind
Blickkontakt zu Ihnen auf?
II.
Versuchen Sie, die Aufmerksamkeit des Kindes zu erlangen, so,
dass es Sie ansieht und zeigen sie dann auf einen Punkt im Zimmer und sagen Sie: “Oh schau mal! Da ist ein .........(Spielzeug etc.)!” Beobachten Sie das Gesicht des Kindes. Schaut das Kind umher, um
herauszufinden, worauf Sie zeigen
?
III.
Versuchen Sie, die Aufmerksamkeit des Kindes zu erlangen, geben
Sie ihm etwas Puppengeschirr und fragen Sie: “Kannst du etwas zu trinken machen?”
Tut das Kind so
, als ob es etwas zu trinken eingießt, selbst trinkt, etc?
IV.
Fragen Sie das Kind “Wo ist das Licht?”, oder “Zeig mir die Lampe!”
Zeigt das Kind
mit seinem Zeigefinger zur Licht?
V. Kann das Kind einen kleinen Turm aus Bausteinen bauen? (Wenn
ja, wie viele Bausteine nutzt es?) [Anzahl der Bausteine:.............]
Teil A:
Nachfrage bei den Eltern (9 Fragen)
relevante Schlüssel-Items (A5, A7)
Items, die im Normalfall auch bei autistischen Kindern gegeben sind (damit die Eltern Items bejahen können)


Teil B:
Überwachung durch Allgemeinmediziner (5 Items)
Schlüsselitems (Bii, Biii, Biv) korrespondieren mit den Basis-Störungen
Versagen bei Item A5 und Item Biii, sowie A7 und Biv validieren sich gegenseitig.
Differenzierung:
Versuch der Differenzierung zwischen Kindern mit „einfacher“ Entwicklungsstörung und autismusgefährdeten Kindern
Gruppe 1: Autismus-Risiko
Versagen bei den Schlüsselitems
Gruppe 2: Entwicklungsverzögerung
Versagen bei einem oder zwei Schlüsselitems
vor allem Kinder, die be Protodeklarativem Zeigen versagen (Item A7 und/oder Biv)
Gruppe 3: Normale Entwicklung
Kinder, die alle Schlüsselitems bestehen

Modified Checklist for Autism in Toddlers

Erweiterung des CHAT
Erfassungsalter
: 24 Monate
Neu:
Nur Elternauskunft, keine ärztliche Beobachtung für Primärerfassung notwendig
Level 1 Screening: Erfasst zunächst alle Kinder
Fragebogen kann beim Standard-Arztbesuch ausgeteilt werden
Erwartete höhere Sensitivität:
Bei 24 Monaten mögliche Regression miteinbezogen
Schwelle für Nachuntersuchung niedriger (2 nichterfüllte Items)

Bitte, beantworten Sie die folgenden Fragen in Bezug auf das Verhalten Ihres Kindes mit JA oder NEIN, [...] Wenn das erfragte Verhalten nur selten aufgetreten ist (Sie haben es vielleicht ein oder zweimal erlebt), dann beantworten Sie die Frage bitte mit NEIN.

1. Hat Ihr Kind Freude daran, wenn Sie es hin- und herschaukeln oder, wenn Sie
es auf den Knien reiten lassen, etc.?
2.
Zeigt Ihr Kind
Interesse
an anderen Kindern?
3. Klettert Ihr Kind gerne, zum Beispiel auf Treppen?
4. Spielt Ihr Kind gerne das „Guck-Guck-Spiel“ oder Verstecken?
5. Hat Ihr Kind jemals so getan, als ob es sich beispielsweise mit einer Spielzeug-
Teekanne Tee einschenken würde, oder hat es jemals ein anderes (imaginäres) Spiel gespielt?
6. Hat Ihr Kind jemals den Zeigefinger benutzt, um etwas zu zeigen oder um um
etwas zu bitten?
7.
Hat Ihr Kind jemals den Zeigefinger benutzt, um auf etwas zu zeigen oder um
Interesse
für etwas zu
bekunden
?

8.

Kann Ihr Kind mit kleinem Spielzeug (z.B. Autos, Bauklötzen) richtig spielen,
ohne es nur in den Mund zu nehmen, daran herumzufingern oder es herunterfallen zu lassen?
9
. Bringt Ihr Kind Ihnen jemals Dinge, um Ihnen
etwas zu zeigen
?
1
0. Schaut Ihnen Ihr Kind länger als nur ein oder zwei Sekunden in die Augen?
11. Erscheint Ihr Kind jemals übermäßig sensibel gegenüber Lärm oder
Geräuschen? (hält sich z.B. die Ohren zu)
12. Reagiert Ihr Kind mit Lächeln, wenn Sie es anschauen oder anlächeln?
13
.
Imitiert
Sie Ihr Kind? (z.B. wenn Sie eine Grimasse schneiden)
14
. Reagiert Ihr Kind auf seinen
Namen
, wenn Sie es rufen?
15.
Wenn Sie auf ein Spielzeug am anderen Ende des Zimmers zeigen,
schaut
Ihr
Kind
es dann an
?
16. Kann Ihr Kind laufen?
17. Schaut Ihr Kind Dinge an, die Sie gerade anschauen?
18. Macht Ihr Kind ungewöhnliche Fingerbewegungen nah an seinem Gesicht?
19. Versucht Ihr Kind zu erreichen, dass Sie seinen Handlungen Aufmerksamkeit
schenken?
20. Haben Sie sich jemals gefragt, ob Ihr Kind gehörlos sein könnte?
21. Versteht Ihr Kind, was Leute sagen?
22.Starrt Ihr Kind manchmal ins Leere oder läuft ziellos herum?
23. Schaut Ihnen Ihr Kind ins Gesicht, um Ihre Reaktion zu überprüfen, wenn es
etwas nicht Vertrautem begegnet?

Die am meisten diskriminierenden Items:
2: Interesse an anderen Kindern
7: Protodeklaratives Zeigen
9: Eltern Objekte bringen &
zeigen
13: Imitation
14: auf Namen antworten
15: einem Punkt folgen

Ätiologie
Genetische Ansätze
Zwillingsstudien
45% der Varianz erklärbar durch die Gene
55% der Varianz erklärbar durch die Umwelteinflüsse

 Komorbidität mit anderen genetischen Syndromen
Klärt nur 10% der autistischen Erkrankungen

Chromosom 15
Beinhaltet Info zum GABA-Rezeptor
ABER nur bei 1-3% der Autisten


Immunsystemansatz
Pränatale Immunsystemeinflüsse

Autismus = Folge des Agierens des mütterlichen Immunsystems
Neurophysio-logische Theorien
Einschränkung der exekutiven Funktion
Theorie der schwachen zentralen Kohärenz
Eingeschränkte Theory of Mind (ToM)

Einschränkung der exekutiven Funktion
= höhere kognitive Funktionen zur Kontrolle und Koordinierung unserer Gedanken und unseres Verhaltens
Kontrollfunktionen: Arbeitsgedächtnis, kognitive Felxibilität, Inhibition

Schwierigkeiten bei:
Handlungsplanung
Entwicklung von Problemlösestrategien
Inhibition einer zuvor gebahnten Antwort
Flexibilität

Theorie der schwachen zentralen Kohärenz
= Tendenz, ganzheitlich und kontextbezogen zu denken

Autisten:
detailfokussierter „lokaler“ Denkstil
exekutive Funktionsdefizite

Eingeschränkte Theory of Mind
ToM = Fähigkeit, sich in das Denken und Fühlen anderer Menschen hineinzuversetzen

Beeinträchtigung:
der Pragmatik der Sprache & Kommunikation,
des sozialen Umgangs
der Erkennung der Intention anderer
des fiktiven Spiels
Entwicklungspsy-chologische Ansätze
Sprachtheorie

joint attention
20% der Autisten sprechen nicht und bei vielen ist die Sprache sparsam und beeinträchtigt.

Prozedurale Defizit Hypothese (PDH)

Defizite im prozeduralem Gedächtnis
deklaratives Gedächtnis übernimmt die Funktionen zum Teil
Beeinträchtigung der Syntax, Wortbildung und Phonologie

joint attention
geteilte bzw. gemeinsame Aufmerksamkeit

= Austausch von Aufmerksamkeit, wenn Personen interagieren

Wahrnehmungsdefizite -> eingeschränkte joint attentionen

Autisten achten weniger auf ihren Interaktionspartner, sich und auf ein anderes Ereignis oder Objekt

Theorie der monotropistischen Tendenz
Monotropismus = eingeschränkte Breite an Interessen

ganze Aufmerksamkeit auf nur sehr wenige Objekte gerichtet
Hyper-Bewusstsein für Objekte im Aufmerksamkeitstunnel und Hypo-Bewusstsein für Dinge außerhalb

Schwierigkeiten beim Wechsel von kognitiven Shifts
Top-down Prozesse sind sehr gering
Überblick
genetische Ansätze

Immunsystemansatz

Neurophysiologische Theorien

Entwicklungspsychologische Ansätze

Hirnfunktionsstörung

Theorie der monotropistischen Tendenz

Weitergehende Diagnostik
Abgrenzung des frühkindlichen Autismus von
Entwicklungsstörungen der Sprache durch fehlende nonverbale Kommunikation
Bindungsstörungen, da Betroffene sich in richtigem Umfeld schnell verbessert
biologische Ursachen durch körperliche und neurologische Untersuchungen
schwerer geistiger Behinderung durch Betrachtung der sozialen Interaktion
anderen psychischen Störungen
anderen autistischen Störungen
Soziale Kompetenz
zum Beispiel durch Gruppentraining :
Rollenspiele
Übungen
Gespräche
ADI-R
ca. 2-stündiges halbstrukturiertes Interview mit Bezugsperson
93 Fragen
fragt Verhaltensweisen entlang der Symptome ab
Mentales Mindestalter: 2 Jahre
grenzt von Sprachverzögerung und geistiger Behinderung ab
für Kinder unter 4 Jahren liegen Sensitivität und Sensibilität bei ca 50%,
ADOS
Hirnfunktions-störungen
Gehirngröße und -wachstum:
Kurz nach der Geburt beschleunigtes Gehirnwachstum
Nach dem 24. Monat unnormal langsames Gehirnwachstum
Amygdala-Theorie
geringeres Amygdala-Volumen und gestörte Amygdala-Aktivität:

Keine Aktivierung bei der Präsentation von Gesichtern

verringerte Wahrnehmung der sozialen Aktivitäten

Schwierigkeiten bei der Wahrnehmung und Produktion von Emotionen
Intense World Theory
Hyper-Verbundenheit innerhalb
der Hirnregionen

Korrelat: Minicolum-Abnormalitäten

Hyper-Funtkion der Neurone:
im Neocortex
in der Amygdala

Extreme Aufmerksamkeit, extremes Erinnerungsvermögen und extreme Emotionen
Klinische Diagnostik
Diagnose und Einschätzung durch:
Verhaltensbeobachtung
CARS
ADOS
Interview
ADI-R

Autism Diagnostic Observation Schedule
CARS
integriert Verhaltensbeobachtung und Elternbefragung
15 Items
unterscheidet milden, moderaten, schweren und keinen Autismus
ist eigentlich ein Level-1 Screener - reicht alleine nicht zur Diagnose aus
Frühdiagnostik
Specific Screening
Chat-Familie
Auffälliges Verhalten
Abnormale Entwicklung
Störung der sozialen
Interaktion,
Klinische Diagnostik
Regression,
repetetive, begrenzte oder stereotype Verhaltensmuster, Interessen und Aktivitäten
Störung der Kommunikation
und/oder Sprache.
FSK (Fragebogen zur sozialen Kommunikation)
Verhaltensbeobachtung
ADOS
CARS
Interview
ADI-R
Differenzialdiagnostik
(Abgrenzung von anderen
Störungsbildern und autistischen Störungen)
Komorbidität
Basisdokumentation
CBCL (Child Behavior Checklist)
K-SADS-PL (Kiddie Schedule for Affective Disorder and Schizophrenia)
Körperliche Untersuchungen
Intelligenz-, Entwichlungstest
Neuropsychologische Tests
Tief greifende Entwicklungstörung
Quelle: http://stat.vueinnovations.com/about
Fragebogen besteht aus 2 Teilen:
Teil 1: Fragen 1-9 direkt vom CHAT übernommen
Teil 2
:
14 weitere differenzierende Items

Trennt genauer zwischen Autismus und anderen Formen von Entwicklungsstörungen

Ärztliche Beurteilung kompensiert durch Follow-Up Telefoninterview
strukturiert und standardisiert
verifiziert die Antworten der Eltern






The Quantitative Checklist for Autism in Toddlers
Erfassungsalter:
18-24 Monate
Erweiterung bzw. Revision des CHAT: Versuch einer
Quantifizierung der Verhaltensausprägung

Ziel: Erhöhung der Sensitivität
25 Items
Übernimmt 3 Schlüssel-Items des CHAT, bezieht aber zusätzlich andere, auf DSM-IV Kriterien basierende Verhaltensbereiche mit ein (z.B. Sprachentwicklung, repetitives Verhalten, etc)
Jedes Item wird auf einer kontinuierlichen 5-Punkt Skala bewertet (0-4)
nutzt nur Elternreport




ABA
empirisch gut belegt
Erlernen sozial wichtigen Verhaltens durch Verstärkung
Nachweisbare Verbesserung in IQ, Sprache, schulischer Leistung, adaptiven und sozialem Verhalten
soll jetzt "alltagstauglich" gemacht werden
Beispiel: Verhaltensmodifikation nach Lovaas, ESDM
Lovaas' Young Autismus Project
soll die Lernbereitschaft fördern
verbessert:
Aufmerksamkeit
Imitation
Folgsamkeit
Diskriminationslernen
für Kleinkinder ab 6 Monaten
empirisch bestätigt
setzt an der Verhaltensentwicklung an
dazu gehört immer PRT
ESDM
Eltern werden darin trainiert ihren Kinder zu essentiell wichtigen Entwicklung zu verhelfen
Aufmerksamkeit
Ausdauer
Interesse
Kooperation
...
hauptsächlich für Vor- und Grundschulkinder
im Lebensraum der Kinder
PRT
Medikamentöse Behandlung
Sozialhilfe
berufliche Eingliederung
depressive Reaktionen auffangen
Weitere Hilfsmaßnahmen
Repetitives und stereotypes Verhalten
Keine Defizite in der sozialen Interaktion sowie in der Kommunikation und der Sprache
Motorische Ruhelosigkeit und exzessive Aktivitäten
Zuerst normale Entwicklung
Koordinationsstörungen
Nur Mädchen sind betroffen
Sprachtheorie
Korrelat:
Immunsystem bei autistischen Kindern ist stärker aktiv

Theorie der schwachen zentralen Kohärenz
Vorteile von Autisten
Schnelles Finden von Objekten, Fehlern
Gutes Korrekturlesen
Gutes wörtliches Behalten
Systematischer Erwerb von Fakten, Objekten
Stärke im Mosaik-Test des HAWIK

Nachteile von Autisten
Wenig Orientierung auf Sinnhaftigkeit
Gedächtnis für Details kann zu gut sein
Unabhängigkeit vom Kontext kann zu weit gehen
Wenig Relativität: Schwarz-weiss-Malerei
Amygdala
fusiformen Gyrus,
inferiorer temporalen Gyrus
medio-temporalen Gyrus
Verarbeiten menschliche Gesichter wie Objekte und als Sammlung von Eigenschaften
Ursachen sind bis heute nicht geklärt


Vermutung: mulitfaktorielle Genese


bis in die 1960er-Jahre: Kühlschrankeltern

Relativ neuer Test, deshalb noch nicht ausreichend verifiziert
Test kann in Stichproben zwischen Autisten und Nicht-Autisten unterscheiden
noch keine Sensitivitäts/Spezifitäts-Werte, aber: gute Test-Retest-Reliabilität
Ergebnisse einer unselektierten SP nahezu normalverteilt: eventuell nützlich für Trait Analysen in der Autismus-Forschung

Q-Chat könnte in Zukunft wichtig sein bei der Differenzierung von Schwellen-Ergebnissen im Autismus-Spektrum


Please answer the following questions aboutyour child. Try to answer every question if you can.

1. Does your child look at you when you call his/her name?
• always
• usually
• sometimes
• rarely
• never

2. How easy is it for you to get eye contact with your child?
• very easy
• quite easy
• quite difficult
• very difficult
• impossible

3. When your child is playing alone, does s/he line objects up?
• always
• usually
• sometimes
• rarely
• never

4. Can other people easily understand your child’s speech?
• always
• usually
• sometimes
• rarely
• never
• my child does not speak

Für viele Tests und Untersuchungen existieren sowohl Level 1, als auch Level 2 Screening-Versionen.
abhängig von Stichprobe, Stadium der Testentwicklung, etc.
CHAT
M-CHAT
Q-CHAT
Sensitivität:
für Autismus: 18%
für Entwicklungsstörung: 21.3%



Spezifität:
für Autismus: 100%
für Entwicklungsstörung: 99.9%



Sensitivität:
ohne Cut-Off: 87%
mit Cut-Off*: 95%



Spezifität:
ohne Cut-Off: 99%
mit Cut-Off: 98-99%**


*
Cut-Off
: entweder 2 der 6 Schlüsselitems nicht erfüllt oder 3 Items insgesamt nicht erfüllt
**Werte verschieden, da Follow-Up-Interview entweder als Teil des Screens angesehen oder bei Analyse ausgelassen wird
komplementieren sich
Frühdiagnostik
Klinische
Diagnostik

Quelle: http://agesandstages.com/pdfs/asq3_english_16_month_sample.pdf
Quelle
: http://www.bischof-wittmann-schule.de/projekte/angebote_foerderung_autismus.htm
Quelle:
http://heinzschuster.com/schlaue-autisten/
Quelle:
http://4.bp.blogspot.com/__IRFp-pjRow/TNwp_f24kYI/AAAAAAAAAFU/lQhf9jy3to0/s400/Wahrnehmungsvorzug%2BM%2525C3%2525BCller%2B%252526%2BNussbeck%2BII.jpg
Gliederung
1. Was ist das?
1.1 Allgemeines
1.2 Symptome und Komorbiditäten
1.3 Erscheinungsformen
1.4 Ätiologie
2. Wie erkennt man das? - Diagnostik
2.1 Frühdiagnostik
2.2 Klinische Diagnostik
3. Wie behandelt man das? - Intervention
3.1 Vorgehensweise
3.2 Medikamentöse Behandlung
4. Zusammenfassung
Autismus
persistent und nicht heilbar
man hat keine Erklärung
frühe Diagnostik und Intervention sind sehr wichtig
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!
Fragen?
Quelle:http://www.homeopathy.at/serotonin/

http://en.wikipedia.org/wiki/Risperidone
Quellen:
Tief greifende Entwicklungstörung
Rehabilitation und soziale Integration
Frühkindlicher Autismus
atypischer Autismus
Andere desintegrative Störung
Asperger-Syndrom
nicht näher bezeichnete tief greifende Entwicklungsstörung
Rett-Syndrom
Hyperkinetische Störung, Intelligenz-minderung und Bewegungsstereotypien
Globale Intervention
frühes Kindesalter:
Intensive Früh-
förderung
ABA
Kinder und älter:
TEACCH
Spezifische Intervention
Stützende Maßnahmen
(Ergotherapie, Krankengymnastik...)
Elterntraining
Spezifische Verhaltenstherapie (VT) Stimulanzien
Sprache:
z.B.: Logopädie, PECS
Komorbiditäten:
z.B.: Medikamentöse Therapie
"High Functioning"
z.B.: Training sozialer Fertigkeiten
Spezifische Verhaltensdefizite:
z.B.: Ab- bzw Anbau von dysfunktionalem/funktionalem Verhalten
http://en.wikipedia.org/wiki/Autism

Prävalenz
40.000 bis 80.000 Autisten in Deutschland

Anfänge
Bleuler (1911):



Kanner (1940):



Hans Werner Asperger (1944):



Allgemeines
Autismus = „Selbstbezogenheit“
Tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84)
Breites Spektrum an Symptomen und der Schwere der Ausprägung

Autismus-Spektrums-Störung

Merkmale:
Erscheinungsformen
Frühkindlicher Autismus
Asperger-Syndrom
Atypischer Autismus
Rett-Syndrom
Sonstige desintegrative Störung des Kindesalters
Hyperaktive Störung mit Intelligenzminderungn und Bewegungsstereotypien
Frühkindlicher
Autismus
Asperger Syndrom
Atypischer Autismus
Leitsymptome
Auffälligkeiten der gegenseitigen sozialen Interaktion

Soziale Interaktion
Unfähigkeit, soziale Interaktionen durch nichtverbales Verhalten zu regulieren

Unfähigkeit, Beziehung zu Gleichaltrigen aufzunehmen

Mangel an Aufmerksamkeit oder Freude, die mit anderen geteilt wird

Mangel an sozio-emotionaler Gegenseitigkeit
Kommunikation und Sprache
keine oder unverständliche Sprache

Keine Kompensation der mangelnden Sprachfähigkeit durch Mimik oder Gestik

kein spontanes imitieren anderer

kein spontanes oder phantasievolles Spielen

Stereotype, repetitive oder idiosynkratische sprachliche Äußerungen
Ausgedehnte Beschäftigung mit stereotypen, ungewöhnlichen Handlungen und eng begrenzten Spezialinteressen

Stereotype und repetitive motorische Manierismen

Beschäftigung mit Teilobjekten oder nicht funktionellen Elementen von Gegenständen
Komorbiditäten
Depression
Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizite
Selbstverletzung
Probleme der Sauberkeitsentwicklung
Ess- und Schlafprobleme
Probleme bei der Lesefähigkeit
Intellektuelle Behinderung
Epileptische Anfälle
Aggressivität
Übersicht
alle autistischen Störungen:
6-16 pro 1.000
frühkindlicher Autismus:
1,3-2,2 pro 1.000
Asperger Sydrom:
1-3 pro 1.000
Auffälligkeiten der Kommunikation und Sprache

Repetitive, restriktive und stereotype Verhaltensmuster
Verhaltensmuster
Persistiert während der gesamten Lebenszeit
Verhältnis Junge-Mädchen: 4:1
Manifestation vor dem 3. Lebensjahr
Teilaspekte des frühkindlichen Autismus
Kommunikationsstörung erst nach dem 3. Lebensjahr
gute Sprachfähigkeit
Schwächere Form
Verhältnis Junge - Mädchen 10:1
Manifestationsalter erst nach dem 3. Lebensjahr
Nicht alle Störungsbereiche entsprechen der Definition des Autismus
Auffällige oder beeinträchtigte Entwicklung
es gibt nicht den Autismus
Autism Diagnostic Interview - Revised
Childhood Autistim Rating Scale
Theory-of-Mind Training
Auswendiglernen von Körpersignalen und Gesichtsausdrücken
lernen Blickkontakt zu halten
eher für die klugen, zum Beispiel Asperger-Autisten
Applied Behavior Analysis
Kognitive Verhaltensmodifikation
Verhaltenstherapie und Aufbau sozialer Kompetenzen
Förderung der Selbständigkeit
Verbesserung der sozialen Fertigkeiten
Discrete Trial Training (DTT)
Rückzug in die eigene Gedanken-, Gefühls- und Ideenwelt
Kontakthemmung zu anderen Menschen
„Autismus“ = Rückzug in die eigene psychische Welt
Grundstörung bei Schizophrenie
Vererbung
Erziehung
Krankheit, die vom Vater auf den Sohn übertragen wird
Diagnose
Repetitiv, restriktiv u. stereotyp
Quelle:
http://sfari.org/images/imported/49867/image_medium
kommunikative Dysfunktion zwischen den Hirnregionen könnte bestehen
bei Autisten: Minikolums sind im Frontal- u. Temporallappen kleiner, häufiger und näher zusammen

Sehr gute Vernetzung innerhalb einer Hirnregion, aber sehr schlechte Vernetzung zwischen den Regionen
Quelle:
http://insolemexumbra.files.wordpress.com/2013/10/minicolumns.jpg
Quelle:
http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQmvYrNtjqzhSMEI2mu_-KPwSBPwVoHUfVV96RkWYO3WdmuQx-frebN3fM
Ätiologie
N-Acetylcystein:

Oxytocin:

Arbaclofen:


High Protease Enzym Replacement Formulation (CM-AT):
Zerstörerisches Verhalten

Primärsymptomatik

Fragiles X-Syndrom:
soziale Defizite

Enzymdefizite: Primär und Nebensymptomatik
Wer wird getestet?
Was wird getestet?
Quelle
: https://pedstestonline.com/ssp2_info.php
Versagen beim CHAT weist zu 83.3% auf ein Autismus-Risiko hin
Kerstin Rischert, Lisa Walters, Hannah Nussmann
Early Start Denver Model
Pivotal Response Training
Quelle: http://www.paulinenpflege.de/autismus/angebote/wohnen/
Quelle
: http://blog.talkingmatters.com.au/picture-exchange/
http://www.therapieinstitut-mitte.de/unser_angebot/gruppenangebote.php

Validität des CHAT
Validität des M-CHAT
PEDS
ASQ
STAT
PEDS
CHAT
M-CHAT
Q-CHAT
Zusammenfassung
viele sehr unterschiedliche Ansätze
alle haben Vor- und Nachteile
man muss noch weiter forschen, um alle Faktoren, die Autismus bedingen, zu identifizieren
Trotzdem:
Die CHAT-Familie stellt die heute dominanten Instrumente in der Frühdiagnostik
Link zum Ansehen der Prezi: http://prezi.com/pikoxzxkrvd_/?utm_campaign=share&utm_medium=copy
Full transcript