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S p r e c h w i s s e n s c h

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Kati Hannken-Illjes

on 4 July 2016

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Transcript of S p r e c h w i s s e n s c h

S p r e c h w i s s e n s c h a f t
"Sprechwissenschaft untersucht als Theorie mündlicher Kommunikation die kommunikativen Prozesse, in denen vergesellschaftete Subjekte genderspezifisch, unmittelbar oder medienvermittelt in unterschiedlichen sozialen Handungsfeldern versuchen, sich situativ durch Sprechdenken und Hörverstehen zu verständigen." (Geißner 2007, in Historisches WB der Rhetorik, S. 1276)
"In der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung beschäftigt man sich mit den Elementarprozessen des Sprechens und allen Formen Mündlicher Kommunikation. Dabei werden vor allem Formen der Rhetorischen, der Ästhetischen und der Therapeutischen Kommunikation unterschieden" (Pabst-Weinschenk 2004, 252).
"Was eigentlich ist 'Sprechwissenschaft', was 'Sprecherziehung', und warum treten die beiden paarweise auf?" (Gutenberg 2001, 17)
Mündlichkeit
Stimmlichkeit
Kommunikation
Situation
Angemessenheit
Rhetorik
Sprechkunst
Phonetik
Therapie
Rhetorik
Sprechkunst
"Sprechwissenschaft befasst sich mit der Analyse, Beschreibung und didaktischen bzw. therapeutischen Beeinflussung ausgewählter Bereiche der Sprechkommunikation." Neuber 2013, 1)
Primäre Oralität
Homer
Odyssee 8. Gesang, 470-481

Und der Herold nahte und führte den freundlichen Sänger,
Den vom Volke geehrten Demodokos; unter die Gäste
Ließ er mitten ihn sitzen, gelehnt an die ragende Säule.
Und zu dem Herold sprach der erfindungsreiche Odysseus,
Grad ein Stück von dem Kamm des Ebers mit blinkenden
Hauern
Schneidend, das strotzte von Fett – es blieb noch ein größeres
über:
„Herold, bringe dies Fleisch dem Demodokos, daß er es esse,
Ich aber mich ihm freundlich erweise, so sehr ich betrübt bin;
Denn den Sängern werden bei allen Menschen der Erde
Achtung und Ehrfurcht zuteil; denn es hat die Muse sie
selber
Sangesweisen gelehrt, weil das Volk der Sänger ihr lieb ist.“
Die homerische Frage
formelhaft
unoriginell
rhythmisiert
memorierbar
Primäre Oralität bestimmt durch:

Eher additiv als subordinierend
Eher aggregativ als analytisch
Redundant und nachahmend
Konservativ oder traditionalistisch
Nähe zum menschlichen Leben
Kämpferischer Ton
Eher einfühlend-teilnehmend als objektiv-distanziert
Homöostasis
Eher situativ als abstrakt
(Ong 1987)
Mündlichkeit Schriftlichkeit
HEURISTIK!!!
Koch/ Oesterreicher 1985 & 1995
"Sprache der Nähe - Sprache der Distanz"
Konzeption gesprochen vs. geschrieben
Medium

graphisch

phonisch
KONTINUUM
DICHOTOMIE
Nähe
Distanz
Prototypische Merkmale gesprochener und geschriebener Sprache (Dürscheid 2006, 26f.)


1. Die gesprochene Sprache ist flüchtig, die geschriebene ist dauerhaft. Geschriebenes kann archiviert werden,
Es ist immer wieder in derselben Form rückholbar. Dies gilt für mündliche Äußerungen nicht.

2. Gesprochene Sprache unterliegt den Bedingungen von Zeit und Raum. Geschriebene Sprache ist nicht an eine gemeinsame Äußerungssituation gebunden.


3. Kommunikation in gesprochener Sprache verläuft synchron, in geschriebener Sprache asynchron. Produktion und Rezeption der Äußerung sind im Geschriebenen zeitlich entkoppelt. Der Leser hat – anders als der Hörer – nicht die Möglichkeit, direkt zu intervenieren.

4. In der gesprochenen Sprache werden deiktische Ausdrücke verwendet, die unmittelbar auf die Äußerungssituation Bezug nehmen. Im Geschriebenen wird darauf weitgehend verzichtet, da der Wahrnehmungsraum von Sender und Empfänger nicht deckungsgleich ist. Dies macht eine präzisere, explizite Ausdrucksweise erforderlich.

5. Die gesprochene Sprache tritt im Verbund mit weiteren Informationsträgern auf (Intonation, Mimik, Gestik), die geschriebene muss ohne diese auskommen.

6. Die gesprochene Sprache ist phylo- und ontogenetisch primär.

7. Die gesprochene Sprache ist nicht an ein Werkzeug gebunden, die geschriebene Sprache benötigt ein Hilfsmittel.

8. Äußerungen in gesprochener Sprache sind häufig gekennzeichnet durch fehlerhaften Saztzbau, Flexionsbrüche, Dialektismen, umgangssprachliche Ausdrücke, Ellipsen, Selbstkorrekturen, Gesprächspartikeln. In den Texten geschriebener Sprache finden sich solche Ausdrucksmittel in der Regel nicht.

9. Die gesprochene Sprache stellt ein Lautkontinuum dar, sie erstreckt sich in der Zeit. Die geschriebene Sprache enthält diskrete Einheiten. Diese haben eine räumliche Ausdehnung.

10. Die gesprochene Sprache ist dialogisch, die geschriebene monologisch ausgerichtet.

Emphatischer Mündlichkeitsbegriff
sekundäre Oralität
Mündigkeit durch Mündlichkeit
Präsenzeffekte
SCHWELLENPHÄNOMEN SINNLICH/ SINNHAFT DISKURSIV/ IKONISCH INDEXIKALISCH/ SYMBOLISCH
"Die Stimme ist ein Schwellenphänomen. Denn sie ist immer zweierlei: Sie ist sinnlich und sinnhaft; Soma und Semantik, aisthesis und logos vereinigen sich in ihr. Die Stimme ist aber auch diskursiv und ikonisch; sie sagt und sie zeigt zugleich, in ihr mischen sich Sprachliches und Bildliches. Sie ist überdies physisch und psychisch; Körper und Seele, Materie und Geist bringen beide in sich zur Geltung und prägen ihre phänomenalen Eigenschaften. Schließlich wirkt die Stimme indexikalisch und symbolisch; sie ist einerseit unverwechselbares Indiz der Person wie andererseits Träger konventionalisierten Zeichengehalts" (Kolesch/ Krämer 2006, 12)
Metaphorisch
"The voice is a metaphor of power"
Die Stimme ist unsere Verlängerung in die Welt hinein
Physiologisch
"The voice is treated as a physical
(or physiological) organ"
Verbindung von Stimme und Körper
Stimmausdrucksforschung:
Bsp. Bühlers Radiobefragung 1933
Bsp. Beurteilung von Hörbuchsprecher_innen
Kategorien der Stimmbeschreibung nach Bose 2009
Sprechtonhöhe (hoch/ tief, bewegt/ monoton)
Stimmklang
Klangfülle (klangvoll/ klangarm)
Klangfarbe (hell/ dunkel)
Faukale Distanz (weit/ eng)
Stimmein- und -ausschwingphasen (hart/ weich)
Geräuschanteil (klar/ geräuschhaft: behaucht, rau, gepresst, geknarrt)
Lautheit (laut/ leise)
Sprechgeschwindigkeit (schnell/ langsam)
Akzentuierung (stark/ schwach; eher melodisch vs. dynamisch vs. temporal)
Sprechrhythmus (staccato vs. legato; skandierend/ nicht skandierend)
Sprechspannungs (gespannt/ ungespannt)
Artikulation
Artikulationspräzision (präzise/ unpräzise)
Lippenstellung (gestülpt/ gespreizt)
Lautdauer (gedehnt/ verkürzt)

Kommunikativ
"The voice is taken as a medium
of communication"
Stimmausdruckforschung
Bsp. Trojan "Ausdruck von Stimme und Sprache" 1948
Ästhetisch
"The voice is taken as a vehicle of art
and aesthetic expression"
The voice can be understood as a
love object
schwierigschwierigschwierigschwierig
Profanität
Universalität
Flüchtigkeit
Relationalität
Heterogenität
(sagt Merten 1999)

+
Selbstbezüglichkeit
(sagt Beck 2007)
"Communication occurs when humans manipulate symbols in order to stimulate meaning in other humans" (Infante/ Rancer/ Womack 1997)
Intentionalität!
Verhalten
geteilte Intentionalität als Grundlage menschlicher Kommunikation/ Michael Tomasello
Theory of Mind
„Beim Erwerb der ToM-Fähigkeit geht es darum, zu begreifen,
dass
individuelle Menschen die Welt auf je eigene Weise repräsentieren und
wie
sie die Welt repräsentieren, um die Verknüpfung zwischen Überzeugungen, Wünschen, Absichten und Handeln zu erfassen.“ (Röska-Hardy 2011:97f., Hervorhebung im Original).
Man kann nicht kommunizieren!
Zeichenbegriff
Index
Ikon
Symbol
de Saussure
Ogden/ Richards
Sprechwissenschaft und Kommunikation
Rhetorische Kommunikation
Ästhetische Kommunikation
Therapeutische Kommunikation
Phatische Kommunikation
Karriere des Kommunikationsbegriffs

(Peters 1999)
Kommunikation als Transmission
Kommunikation als Mittel des Verstehens
Kommunikation als Projekt, das zum Scheitern verurteilt ist
Nachrichtenmodell der Kommunikation
Bühlers Organonmodell
Watzlavick/ Beavin/ Jackson 1967
5 Axiome
Man kann nicht nicht kommunizieren

Jede Kommunikation hat einen Inhalts_
und einen Beziehungsaspekt

Kommunikationssequenzen werden unterschiedlich
interpunktiert

Kommunikation bedient sich analoger und digitaler
Modalitäten

Kommunikation verläuft entweder symmetrisch
oder komplementär
Schulz von Thun
Sprechwissenschaft befasst sich mit der Analyse, Beschreibung und didaktischen bzw. therapeutischen Beeinflussung ausgewählter Bereiche der Sprechkommunikation. Ausgangspunkt hierfür ist ein Verständnis der Sprechsituation, das die miteinander kommunizierenden Menschen („Wer mit wem“), den Kommunikationsgegenstand („Worüber?“), den Kommunikationsinhalt („Was?“) sowie die Modalitäten („Wie?“) als gleichrangige Faktoren betrachtet. Hinzu kommen Anlass und Ziel sowie zeitlich-räumliche Einflussfaktoren des Kommunikationsprozesses“ (Neuber 2013, 1)
Situation bei Goffman
„…gebrauche ich den Begriff Zusammenkunft (gathering) hinfort für diejenigen Individuen, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt in der gegenseitigen Anwesenheit anderer befinden. Mit dem Begriff Situation beziehen wir uns auf die gesamte räumliche Umgebung der Menschen, die Teil einer Zusammenkunft sind (oder dabei sind, Teil davon zu werden). Situationen entstehen, wenn gegenseitig beobachtet wird, sie vergehen, wenn die vorletzte Person den Schauplatz verlässt.“ (Goffman 2009, 34)
situativ/
situiert
Was ist hier eigentlich los? Rahmenanalyse
"Analyse der Organisation von Erfahrung"
primäre Rahmen
keyings/ Modulationen
„Ein primärer Rahmen wird eben so gesehen, das er einen sonst sinnlosen Aspekt der Szene zu etwas Sinnvollem macht“ (31)
natürliche
soziale
„Verständnishintergrund für Ereignisse, an denen Wille, Ziel und steuerndes Eingreifen einer Intelligenz, eines Lebewesens, in erster Linie des Menschen, beteiligt sind“ (2009, 32)
„Verständnishintergrund für Ereignisse, an denen Wille, Ziel und steuerndes Eingreifen einer Intelligenz, eines Lebewesens, in erster Linie des Menschen, beteiligt sind“ (2009, 32)
Modulationen:
So-tun-als-ob
Wettkämpfe
Zeremonien
Sonderausführungen
In-anderen-Zusammenhang stellen
Sprechsituation bei Geißner
Geißner (2000) fasst mündliche Kommunikation als „die Reziprokhandlung, die:
situativ gesteuert
personengebunden
sprachbezogen
formbestimmt
leibhaft vollzogen
Sinn konstituiert und Handlungen auslöst.“ (91)
Wann
Wo
Warum
Wozu
Wer
mit Wem
Worüber
Was
Wie
äußere Situation
innere Situation
Rhetorische Situation
Bitzer (1968) "The Rhetorical Situation"
„Rhetorical situation may be defined as a complex of persons, events, objects, and relations presenting an actual or potential exigence which can be completely or partially removed if discourse, introduced into the situation, can so constrain human decision or action as to bring about the significant modification of the exigence” (6)
Was bedeutet es zu sagen, dass Rhetorik situativ ist? Bitzer:

• „Antwort auf eine Situation, im Sinn von einem Problem“
• Eine Rede wird bedeutsam durch die Situation
• Eine rhetorische Situation ist eine notwendige Bedingung für rhetorischen Diskurs
• Nicht alle rhetorischen Situationen zeitigen rhetorisches Handeln
• Eine Situation ist insoweit rhetorisch als dass sie Diskurs einlädt und braucht, der die Realität verändern kann
• Funktioniert als „fitting“ Antwort
• Die Situation kontrolliert die rhetorische Antwort so wie die Frage die Antwort kontrolliert
Vatz (1973) "The Myth of the Rhetorical Siuation"
„The essential question to be addressed is: what is the relationship between rhetoric and situations? It will not be surprising that I take the converse position on each of Bitzer’s major statements regarding this relationship. For example: I would not say “rhetoric is situational”, but situations are rhetorical; not “exigence strongly invites utterance” but utterance strongly invites exigence; not “the situation controls the rhetorical response” but the rhetoric controls the situational response; not “rhetorical discourse … does obtain its character-as-rhetroical from the situation which generates it”, but situations obtain their character from the rhetoric which surrounds them or creates them.” (159)
„Das rhetorischste aller rhetorischen Konzepte“ (Beale 1996, 168)
„Zur Handlungsstruktur (un)angemessenen Verhaltens gehören 1) ein handelnder, vor allem ein redend handelnder Mensch,2) die Situation (einschließlich der Mitmenschen), die er vorfindet, 3) sein Verhalten selbst, 4) das Urteil, dies sei angemessen oder nicht, und die damit eventuell einhergehenden Sanktionen, 5) die dem Urteil als Maßstab zugrunde liegenden Konventionen, ein flexibles Regelsystem, in dem die Elemente 1 und 2 als veränderliche Faktoren mitwirken.“ (Asmuth 1992, 580)
Aptum
Kairos
....decorum...proprium...
Aristoteles: „Angemessenheit wird die sprachliche Formulierung besitzen, wenn sie Affekt und Charakter ausdrückt und in der rechten Relation zu dem zugrundeliegenden Sachverhalt steht“ (Rhet. III, 7,1, 1408a)
inneres/ äußeres aptum
Isokrates
Bei Gorgias „die Fähigkeit zu extemporieren, das heißt, zu jedem Thema zu sprechen, indem man sich der Situation, dem Gegenstand und der Zuhörerschaft anpasst“ (Kinneary/ Eskin 1992, 838)
Lässt sich fassen als „der richtige oder günstige Zeitpunkt, etwas zu tun,oder auch als das richtige Maß“ (Kinneary/ Eskin 1992, 837)
Ueding (1995) „Das passende Wort ist das sicherste Zeichen für das richtige Denken“
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Mäßigkeit/ Mäßigung (im Sinne von „das richtige Maß“)
Erfahrung (kontra Spekulation und Theoretisieren)
Das „Schicksalhafte“
Steht in Spannungsverhältnis zum chronos

interpersonale Kommunikation
Spitzberg/ Cupach 1984: Kommunikative Komeptenz setzt sich zusammen aus Effektivität und wahrgenommener Angemessenheit
"Communication competence is knowledge about appropriate and effective communication behaviors, development of a repertoire of skills that encompass both appropriate and effective means of commnuicating, and motivation to behave in ways that are viewed as both appropriate and effective by interactants" Rubin 1990, 96
Angemessenheit und kommunikative Kompetenz

Message Design Logic (B. O'Keefe)

• Expressive Design Logic
o Prämisse: Sprach dient dazu Gedanken und Gefühle auszudrücken
o Dem Kontext wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
• Conventional Design Logic
o Prämisse: Kommunikation ist ein kooperatives Spiel, das nach sozialen Regeln gespielt wird
o Handlungen und Bedeutung sind durch den Kontext bestimmt
• Rhetorical Design Logic
o Prämisse: Kommunikation ist die Produktion und Aushandlung von sozialem Selbst und sozialen Situationen
o Der Kommunikationsprozess produziert den Kontext

Aristoteles: "Die Rhetorik stellt also das Vermögen dar, bei jedem Gegenstand das möglicherweise Glaubenerweckende zu erkennen" (1993, 2,1)
George Kennedy: "Rhetoric, in essence, is a form of mental and emotional energy" (1998, 3)
"Rhetoric in the most general sense may perhaps be identified with the energy inherent in communication: the emotional energy that impels the speaker to speak, the physical energy expanded in the utterance, the energy level coded in the message, and the energy experienced by the recipient in decoding the message"
Perspektiven auf Rhetorik
keine Definition!
nach Mönnich 2004
instrumental
medial
kritisch
idealistisch
kommunikativ
Rhetorik ist traditionell Theorie der Redekunst und Praxis der Beredsamkeit..Orientierung auf kommunikativen Erfolg...Knape (2000) "In der Praxis ist Rhetorik die Beherrschung erfolgsorientierter, strategischer Kommunikationsverfahren"....konzentriert stark auf die Rolle der Rednerin
konzentriert auf Rhetorizität im Sinne der symbolischen Verfasstheit von Äußerungen und Handlungen....Perspektive auf symbolisches Handeln...abstrahiert vom Subjekt
im Sinne von: Kritik an der Rhetorik...Rhetorik als Machtmittel..."nur Rhetorik"...Achtung Kategorienfehler
Verantwortung der Rednerin...Redner ist gebildet, kann nur über die Themen sprechen, über die er auch verantwortungsvoll sprechen kann....Quintillian: "Nur ein Ehrenmann kann Redner sein"
Rhetorik ist in erster Linie Verständigung....Kontra: Macht der Rede...Kontra: Kritik an der Rhetorik
Rhetorikverständnis in
"der Sprechwissenschaft"
sagt Mönnich....Geißner (2000): diejenige Kommunikation, die durch das "Ziel der sozial verantwortbaren Handlungsauslösung bestimmt ist...Gutenberg: Ziel-Mittel-Relation
Anfänge der Rhetorik
Korax und Theisias
5 Jhd. vor Chr. auf Sizilien...die ersten, bei denen von einer Theorie der Rhetorik gesprochen werden kann...Dreiteiliger Redeaufbau...Schlüsse aus der Wahrscheinlichkeit
Gorgias von Leontini
Protagoras
Isokrates
Schüler von Teisias...ca. 480 bis 380 v.Chr. ....
"Über die Natur. Es existiert nichts; und wenn etwas existiert, dann ist es für den Menschen unbe-greiflich; wäre es aber auch begreiflich, so könnte man es doch einem anderen nicht mitteilen oder erklären"...res-verbum-Problem...Wahrscheinlichkeit
ca. 480-415 v. Chr.....sagt, es gibt zwei Seiten jeder Sache...Vater der Debatte..."Homo mensura Satz: Der Mensch ist das Maß aller Dinge. Derer die sind, dass sie sind, und derer die nicht sind, dass sie nicht sind."
Ca. 436-338 v. Chr....Sie erinnern sich: Kairos....Student von Gorgias und mgl.weise auch Sokrates
Sophisten
Platon
Ca. von 427-347...stärkster Kritiker der Sophisten...Kritik im "Gorgias" und "Phaedrus"...Rhetorik kann höchstens Vehikel der Vermittlung von Wahrheit sein
Aristoteles und seine Taxonomie
inartifizielle Überzeugungsmittel
artifizielle Überzeugungsmittel
Ethos
Logos
Pathos
Redearten
Die beratende Rede/
genus deliberativum
Die gerichtliche Rede/
genus iudicale
Die Festrede
genus demonstrativum
Rhetorische Beweismittel
Enthymem
Paradigma
Schlüsse aus dem Wahrscheinlichen
Prämissen bleiben implizit
Historische Ereignisse/
Gleichnisse
Fabeln
Deduktiver Syllogismus
Induktion/ Induktiver Syllogismus
...Aristotelische Analytik...
Argument
Grund
Konklusion
Topos/
Schlussregel


Beschreibungsebene mündlicher Kommunikation
verbal-paraverbal-extraverbal
http://www.telegraph.co.uk/sport/football/teams/arsenal/11537367/Jurgen-Klopp-quits-Borussia-Dortmund-live.html
DINGE!!!
soziale Rollen
und Positionen
skopische Medien und
synthetische Situationen
"„Beobachtungs- und Bildschirmtechnologien, die distante bzw. unsichtbare Phänomene situational präsent machen und die damit neue Beobachtungsräume sowie Informationswelten erschließen sowie die Grenzen zwischen Situation und System und Umwelt kontinuierlich verschieben“ (Knorr-Cetina 2012, 168)
„an environment augmented (and temporalized) by fully or partially scoped components – in which we find ourself in one another’s and the scopic component’s response presence, without needing to be in one’s physical presence” (Knorr Cetina2012, 69)
neutral
Ort, an dem die Argumente
gefunden werden
formal oder material
"Es trifft aber auch nen Nerv. So sind wir Deutschen halt. In einem Jahrhundert zweimal Europa verwüstet, aber wenn man uns den Stinkefinger zeigt, dann flippen wir aus. Dann kennen wir keine sachliche Diskussion mehr. Wenn uns 'n Grieche 'n Stinkefinger zeigt, dann flippen wir aus. Denn wir sind Deutsche." (Jan Böhmermann)
Geißners Rhetorikkonzeption
Mündigkeit durch Mündlichkeit
"'Kritische Mündigkeit' als dem Inbegriff von Gesprächsfähigkeit, Kritikfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Verantwortungsfähigkeit" Geißner 1981, 157
Rhetorische Kommunikation
"... ist rhetorische Kommunikation im besonderen bestimmt durch die intentionale Finalität kommunikativen Handelns, dessen Ziel nicht lediglich im Auslösen von Sprechhandlungen liegt, sondern in der Veränderung sozialer Praxis durch gemeinsames Handeln" (1981, 159)
Sinnkonstitution
"Sprechen ist die kommunikative Reziprokhandlung, die - situativ gesteuert, - personengebunden, -sprachbezogen, -formbezogen, leibhaft vollzogen Sinn konstituiert und Handlung auslöst" (1981, 61)
Unterscheidung in Gesprächs- und Rederhetorik
Eva Maria Krech: „Vortragskunst ist die Kunst der sprechgestaltenden Dichtungsinterpretation. Die sprechkünstlerische Tätigkeit, in der sie zum Ausdruck kommt, heißt auch Rezitation oder einfach: Sprechen von Dichtungen. Das Produkt dieser Tätigkeit ist die sprechkünstlerisch interpretierte Dichtung, auch gesprochene Dichtung oder sprechkünstlerische Äußerung genannt“ (1987, 13)
Martina Haase: „das bewusst gestaltete, gesprochene künstlerische Wort in unterschiedlichen Kommunikationssituationen für ein Publikum (bzw. für einen oder mehrere Hörer), „live“, d.h. direkt im Sinne einer auditiv-visuellen Kunstkommunikation oder medienvermittelt, d.h. indirekt“ (2013,177)
Hellmut Geißner fasst ästhetische Kommunikation „als „Theorie des interpretierenden Textsprechens“ (1981, 175)
Norbert Gutenberg: „„Ästhetische Kommunikation ist solche, an der dieses Moment menschlicher Produktivität aufgrund von Eigenschaften der Kommunikation dem dafür sensiblen Adressaten im Verstehen erfahrbar wird. Damit ist nicht nur Kommunikation, die explizit sich als Kunst versteht, wie Literatur und Literatursprechen, ästhetisch und ästhetisierbar (und kann ihre Ästhetizität verlieren!), sondern tendenziell jede“ ( 1994, 349)

Interpretierendes Textsprechen
Ist das Sprechen von Texten ihre Interpretation?
Produktivität der Reproduktion
Ist das Sprechen von Texten eine künstlerische Tätigkeit?
Textangemessenheit/
Werkgerechtigkeit
Ist der Text Material? Darf ich alles?
Full transcript