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Schweinefleisch

Präsentation zur Hausarbeit Schweinefleisch im 21. Jahrhundert - Produktion und Umweltfolgen
by

Simon Hrubesch

on 12 November 2015

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Transcript of Schweinefleisch

Schweinefleisch im
21. Jahrhundert

Politische Reaktion
politische Debatte um "Veggie Day":
Relevanz
Entwicklung der Betriebsgrößen
Durch internationale Vernetzung der Märkte muss auf Weltmarktpreise reagiert werden
Schweinefleisch- produktion in Deutschland im Rahmen der Globalisierung
15-20 000 Liter Trinkwasser
werden für die Herstellung von 1kg Rindfleisch benötigt
dafür könnte man 1 Jahr lang täglich duschen
die Schweine in Deutschland erzeugen
doppelt so viel Abwasser
wie die menschliche Bevölkerung
Auslöser der Debatte
Aus dem Bundestagswahlprogramm der Grünen von 2010:

"Pro Kopf und Jahr essen wir Deutsche rund 60 Kilo Fleisch. Dieser hohe Fleischverbrauch birgt nicht nur gesundheitliche Risiken. Er erzwingt auch eine Massentierhaltung, die auf Mensch, Tiere und Umwelt keine Rücksicht nimmt. Deshalb fordern wir mehr Verbraucheraufklärung zu den gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen des Fleischkonsums. Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein „Veggie Day“ sollen zum Standard werden. Wir wollen ein Label für vegetarische und vegane Produkte."
FDP:
Titelbild der Bildzeitung 5.08.2013 (6 Wochen vor Bundestagswahl)
Wie groß ist das Problem "Fleischkonsum/-produktion wirklich?
Konzentration auf eine Fleischsorte. Welche?
Welches Fleisch wird in Deutschland am meisten verzehrt?
Welches Fleisch wird in Deutschland am meisten produziert?
Stellplätze pro Betrieb seit 1950
Datenquelle: Statistisches Bundesamt
60% der landwirtschaftlichen Erlöse Deutschlands stammen aus tierischen Produkten
60% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Deutschlands ist für die Tierfuttermittelproduktion genutzt
Globalisierung in der Landwirtschaft?
Konkret:
Spezialisierung der Betriebe und Zukauf der Futtermittel
Betriebseigene Produktion kaum noch zu finden
Ca. 1/3 der Futtermittel werden aus dem Ausland aufgekauft

2012 Selbstversorgungsgrad mit Schweinefleisch bereits bei 116%!
Unterstützung durch Subventionen durch die 'Gemeinsame Agrarpolitik' (GAP) der EU "jährlich in Milliardenhöhe" (BUND) zur positiven Beeinflussung der Marktpreise
Effizienzsteigerung bei den Tieren (biologische Leistung)
Effizienzsteigerung bei Arbeitsaufwand
bis zu 750 Schweine pro Schlachter pro Stunde
durch größere Betriebe
Quelle Zeit: http://www.zeit.de/2012/09/Fleisch-Schlachten/
Internationaler Handel mit lebenden Tieren
2012 wurden 3,2 Mio lebende Schweine importiert
13,2 Mio lebende Schweine exportiert
Vergleichswert: Gesamtzahl geschlachteter Schweine in Dtl 2012: 53,7 Mio
Quelle: LfL Agrarmärkte 2013: 175
Quelle: DANNENBERG, P. (2010): Landwirtschaft und Ländliche Räume. In: Kulke, E. (Hrsg.): Wirtschaftsgeographie Deutschlands. Heidelberg, 75-100.
Entwicklung des Fleischkonsums
2010: 89,5 kg Fleisch, davon 54,8 kg Schweinefleisch Vebrauchsgewicht. Verzehrgewicht wegen hohem Ausschuss etwa 35% geringer.
Datenquelle: BMELV Entwicklung des Nahrungsverbrauchs in kg je Kopf und Jahr 2011
Verbrauchsgewicht (Schweine-)fleisch in kg pro Kopf pro Jahr in Deutschland
zum Vergleich: pro Kopf Verbrauch von Brot lag in Deutschland 2011 bei 84,9 kg
-> Tagesverbrauch ca. 170 g pro Person
Gesundheitsempfehlung
Befragung von 100 Studenten an Hauptbibliothek Erlangen ergab 13 % fleischlos-Ernährer

Deutschlandweit bewegen sich Ergebnisse zwischen 1,6% und 9%, Tendenz steigend.
Umweltauswirkungen
der Fleischmassenproduktion

Jährliche "Produktion" von 53 Mio. Schweinen in Deutschland
->damit erhebliche Umweltbelastung vorprogrammiert
Gesamtumweltbelastung =
Belastung(Futtermittelproduktion) + Belastung(Fleischproduktion)
globale Auswirkungen
eher regionale Auswirkungen
Nahrungs- und Flächenverbrauch
Für 1 kg Schweinefleisch also die 3 bis 4-fache Menge an Nahrung
-> Verdrängung von Nahrungsmittelproduktion zu Gunsten von Futtermittelproduktion
Folge:
60% der Landwirtschaftsfläche Deutschlands für Futtermittelproduktion
+ Zukauf von >30% der Futtermittelmasse aus dem Ausland (Globalisierung)
Weltagrarbericht: mittlerweile 70% der globalen landwirtschaftlichen Nutzfläche für die Fleischproduktion beansprucht
Quelle: R. H. Strahm, Überentwicklung - Unterentwicklung, nach FAO/Heierli, © Laetare-Verlag, Stein/Mfr., 3. Auflage
Beispiel Soja
11% Sojaanteil im Futter bei deutschen Schweinen
Import aus Brasilien und Argentinien
Seit 2000 mehr als Verdoppelung der Produktion in Argentinien
Mehr als 90% des Sojaanbaus für Fleischproduktion
Quelle: GOLD, M. (2004): The Global Benefits of Eating Less Meat. A report for Compassion in World Farming Trust. Hampshire. S. 28.
Quelle: FAO
Folgen:
Brandrodung
Quelle: http://image.nachrichten.de/image/large/amazonas_30453964.original.large-4-3-800-138-332-1306-1206.jpg
Verdrängung des Regenwaldes
Quelle: http://www.brot-fuer-die-welt.de/typo3temp/pics/45e20ab52a.jpg
Freisetzung riesiger Mengen CO²
Zerstörung des Ökosystems
Zerstörung der Photosystheseflächen
Quelle: Google Earth und NASA
Schadstoffbelastung
Unterschied: Ungeklärtes Ausbringen der Fäkalien auf die Felder
Schweinemast in Deutschland produziert doppelte Menge an Ausscheidungen wie deutsche Bevölkerung
Quelle: Josef Reichholf: Der Tanz um das goldene Kalb, 2004, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin, S. 182.
15% des Grundwassers Deutschlands überschreitet Nitrat-Grenzwert der Trinkwasserverordnung (50 mg/l)
Bsp. Niedersachsen:
2002 Überschreitung bei 15% der Entnahmestellen
2009 Überschreitung bei 60% der Entnahmestellen
Quelle: KOLL, H. (2005): Landwirtschaft in Deutschland. Bonn.
-> hohe Gesundheitsrisiken
-> Bodenversauerung und Waldsterben
Abgasemissionen
Tierhaltung verursacht je Berechnungsweise
zwischen 18 und 51% aller Treibhausgasemissionen

Personenverkehr (inkl. Flugzeuge, Autos, etc.) ca. 14%
Datenquelle: Meat Eaters Guide Report 2011
Tiermast emittiert u.a.:
Stickoxide
Methylbromid
Methan
Kohlenstoffdioxid
Ammoniak

Quelle: Germanwatch 2012: Schweine im Weltmarkt
pro Kopf und Jahr in gefahrenen Autokilometern
Klimaverträglichkeit unterschiedlicher Ernährungsweisen
Quelle: VEBU
-> Bio relativ geringen Einfluss auf Klimabilanz
Treibhausgaskonzentrationen auf der Erde
Fazit
Ausklammern der Umweltaspekte
Wasserverbrauch
Antibiotikaeinsatz und Auswirkung auf Umwelt
Tierschutz und Artenschutz
"Fleischhunger" nur durch Massenproduktion zu stemmen
Folge: Massive Umweltproblematiken in Deutschland sowie global
Internationaler Trend: Wachsender Fleischkonsum v.A. in Entwicklungsländern durch steigenden Wohlstand
Schätzung: bis 2050 steigt globaler um weitere 57%
Nationaler Trend:
Zunehmendes öffentliches Interesse
problembewussterer Umgang mit Thema Fleischkonsum
Politik weiß Bescheid: Viele Umweltberichte der Regierung weisen auf dringenden Handlungsbedarf hin
Aber:
Starke Lobby
Fehlende Information fehlender Wille in Bevölkerung
Quellen:
Quellen in Hausarbeit zur Präsentation (unter Titel)
HARMS E. (2013): Workshop 1. Landwirtschaft und Wasser. Präsentation des Bereichsleiter Grundwassergewinnung und Ressourcenschutz. Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband.
http://www.agriglobal.net/rueckblick-2013.html?file=tl_files/downloads/2013/vortraege_loccum/EgonHarms_Agriglobal_1.pdf (Zul. abgerufen am 07.01.2014)

Weltagrarrat IAASTD (2009): Global Report. Washington.
http://www.weltagrarbericht.de/fileadmin/files/weltagrarbericht/IAASTDBerichte/GlobalReport.pdf
(Zul. abgerufen am 07.01.2014)

Weitere Quellen
- Präsentation zur Seminararbeit
Seminararbeit:
Entscheiden sich die Menschen trotz Wissen um die Konsequenzen ihres Handelns, oder ohne dieses Wissen?
1950: knapp 4 Schweine pro Betrieb
2009/2010: Schweinegrippe zwang viele kleine Unternehmen in die Knie
keine Datengrundlage durch Wende
ca. doppelter Verbrauch 2010 wie 1950
etwa um 1990 Maximum bei >100 kg
seit 2002 etwa stagnierend
Sojabilanz
Treibhausgasemissionen pro kg konsumierten Lebensmittel in CO2-Äquivalenten
Problemlösungsansätze:
künstliches Fleisch
Fleischreduktion
gesetzl. Einschränken der Produktionsmenge
gesetzl. Einschränken der Konsummenge (Bsp. Veggie Day)
Bessere Aufklärung über Folgen für Umwelt und Tier
Bessere Aufklärung über Gesundheit
Eindeutige Kennzeichnung von Tierprodukten
....
Weiterführende Literatur:


http://www.boell.de/sites/default/files/fleischatlas2014.pdf
Heinrich-Böll-Stiftung/ BUND/ Le Monde diplomatique (Hrsg.) (2014): Fleischatlas. Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel.
FAO (Food and Agriculture Organization of the United States) (2006): Livestock's long shadow. Environmental issues and options. Rom.
ftp://ftp.fao.org/docrep/fao/010/a0701e/a0701e.pdf
mittlerweile im Durchschnitt mehr als 1000 Tiere pro Betrieb
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