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Akteurstheoretische Ansätze der Transitionsforschung

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by

Calvin Hobbes

on 5 December 2012

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Transcript of Akteurstheoretische Ansätze der Transitionsforschung

Kollektiver Effekt Soziale Situation Individuum als Akteur in einer Situation Individuelles Handeln Kollektive Hypothese Logik der Situation Logik der Aggregation Logik der Selektion Individualhypothese Akteurstheoretische Ansätze der Transformationsforschung Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg 05.12.2012
Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Institut für Politische Wissenschaft
Seminar: Demokratisierungsforschung
Dozent: Prof. Dr. Aurel Croissant
Referenten: Christian Flittner, Eden Gebregiorgisch, Susanne Szkola Makroebene: Mikroebene: Seymour Martin Lipset: Political Man. 1959 "The more well-to-do a nation, the greater the chances that it will sustain democracy." Höhe des Pro-Kopf-Einkommens Wahrscheinlichkeit der Demokratisierung
Stabilität der Demokratie Humanentwicklungstheorie: Modernisierungstheorie: Ingelhardt/Welzel: Modernization, Cultural Change and Democracy. 2005 Sozioökonomische Entwicklung "Cultural Heritage" "existential security, intellectual independence & social autonomy" self-expression values Demokratisierung & Stabilität "demand for democracy" Barrington Moore: Strukturtheorie: Social origins of dictatorship and democracy 1966 Kapitalistische Industrialisierung Klassenstruktur
(Bürgertum) Interessen
(Eigentumsschutz) Handlung
(Koalition mit
Arbeiterschaft) "class politics"
(Demokratisierungs-
koalition) Demokratie Akteurstheorien: Demokratie ist das Ergebnis von Elitenhandeln
Eliten sind rational handelnde Akteure
politisches Handeln ist unbestimmt (im Gegensatz zum Determinismus ökonomischer, kultureller und sozialstruktureller Ansätze)
sozioökomomische Strukturen, politische Institutionen, internationale Einflüsse und historische Erfahrungen stecken lediglich das Spielfeld ab
zwei Hauptströmungen:
deskriptiv-empirische Strömung
deduktiv vorgehender Rational-Choice-Ansatz deskriptiv empirische Strömung: Guillermo O'Donnell/Schmitter: Transition from Authoritarian Rule. 1986 legen Augenmerk auf sich ändernde Akteurskonstellationen innerhalb und zwischen einzelner Transitionsphasen
Einlenken zugunsten der Demokratisierung vor allem Resultat rationaler Kostenkalküle der alten Regimeeliten
Öffnung des autokratischen Regimes findet statt, wenn Eliten Repressionskosten zur erneuten Schließung höher einschätzen, als Kosten des Machtverlustes durch Demokratisierung
Transitionsphasen durch politische Ungewissheit geprägt (ständig ändernde Machtverhältnisse, politische Regeln, Machtressourcen, Strategien)
verfügen weder autokratische, noch oppositionelle Eliten über Ressourcen, Machtinteresse einseitig durchzusetzen, steigt Wahrscheinlichkeit von Schließung politischer, sozialer und wirtschaftlicher Pakte (ausgehandelt zwischen diesen), die der erwähnten Unsicherheit entgegenwirken und somit Chancen einer Konsolidierung erhöhen deskriptiv empirische Strömung: Liberalisierungs- und Demokratisieurngsphase erfolgreich, wenn: Spaltung in Hard- und Softliner des alten Regimes
Softleiner Deutungshoheit gewinnen
begrenzte Öffnung von Gesellschaft wahrgenommen und Opposition gebildet wird
reformbereite Regimefraktion und moderater Oppositionsteil zusammenfinden und sich auf Pakte einigen deduktiv vorgehender Rational-Choice-Ansatz Transition als ungewolltes Resultat rational handelnder Akteure, die Fehlwahrnehmungen entlang wechselnder strategischer Situationen unterliegen. Przeworski: Democracy and the Market – Political and economic reforms in Eastern Europe and Latin America (1991) Acemoglu und Robinson: Economic Origins of Dictatorship and Democracy (2006) These: Beschreibung des Verhaltens der Akteure allein durch Interessen/Strategien nicht ausreichend
(vgl. O'Donnell et al. 1986)

Erweiterung durch spieltheoretische Überlegungen Anspruch: „It is easier to explain why communism had to fall than why it did“ (S. 1) zeitliche Erklärung des Herausbildens bestimmter Transitionsvorgänge Annahmen I: Transition als Abfolge wechselnder strategischer Situationen, in denen durch die entscheidenden Eliten eine kontinuierliche Neudefinition von wahrgenommenen Präferenzen, Strategien und Handlungsmöglichkeiten stattfindet
rational handelnde Akteure (d.h. Handeln entlang eines Kosten-Nutzen-Kalküls; Präferenzen sind dabei vollständig, transitiv und reflexiv) Annahmen III: Annahmen II: Liberalisierung unter zwei Bedingungen:
Redefinition von Auszahlungsmatrizen der Partizipation in kollektivem Handeln
Fehlwahrnehmung der an der Macht befindlichen Akteure "The perplexing fact is that so many authoritarian politicians believe that they will suceed where others have failed, and they go on to fail." (S. 60) Demokratiebegriff: "Contestation open to participation (Dahl 1971) is sufficient to identify a political system as democratic." (S. 10) Institutionen entstehen durch Verhandlungen innerhalb von Transitionen, welche zwei Varianten annehmen können:
Verhandlungen zwischen Alliierten gegen das bisherige autoritäre System
Verhandlung eben jener mit dem bisherigen autoritären System

Strukturen des alten Systems konnten übernommen werden Akteure: innerhalb des autoritären Regimes: Hardliner/Reformer
in der Opposition:
Radikale/Moderate Liberalizers Status quo
Dictatorship stay with
hardliners open Resurrection of
civil society organize civil society joins
liberalizers Broadened
Dictatorship Liberalizers turn into
Reformers Transition repress Narrow
Dictatorship Insurrection C1 C2 C3 C4 drei Outcome-Klassen in strategischen Situationen spontane, sich selbst auslösende Outcomes oder Gleichgewichte
Abmachungen oder Verträge
Normen Fazit: probabilistisches Modell
Hervorhebung der Bedeutung von Akteuren und deren kognitiven Rahmenbedingungen/Ideologien und deren Verhalten in strategischen Situationen Kritische Würdigung: Bestimmung der ex-ante- und ex-post-Einstellungen der Akteure
Spieltheorie ohne Annahme über Akteursbeziehungen ungenügend
Beziehungen zwischen kognitiven Rahmen-bedingungen, Präferenzen und Institutionen?
nicht spieltheoretisch, sondern makro-historisch "Thus, is not rational calculation in light of given constraints that explains democratization, but 'tinkering with the payoffs' in game-theoretic analysis." (Kitschelt 1993) „I am not claiming that normative commitments to democracy are infrequent or irrelevant, only that they are not necesarry to understand the way democracy works.“ (S. 24) „To eat and to talk – to be free from hunger and from repression: these elementary values animate a worldwide quest for political democracy and economic rationality.“ (S. 1) „[...] but culture tells them what to want, must not do, what to hide from others.“ (S. 24) Machtverteilung innerhalb und zwischen Eliten von Bedeutung „Geography is indeed the sindlge reasen to hope that Eastern European countries will follow the path to democracy and prosperity.“(S. 190) kognitive Abbildung - nicht Modellierung - von strategischen Situationen und Beschreibung strategischer Interaktion Annahmen: Elite
pro non-democracy, um ihren Besitz nicht zu gefährden
Bürger
pro Demokratie, um Politik nach ihren Gunsten auszurichten zwei Machtarten de jure de facto Verteilung durch vorhandene Institutionen
Gesetzliche Legitimation faktische Machtverteilung außerhalb der Institutionen
vorübergehend Policy Umsetzung hängt von der politischen Macht ab 1. Repression
2. Policy Zugeständnisse
3. Einleitung der Demokratisierung Kosten-Nutzen-Kalkül Entscheidende Rolle der Institutionen:
Glaubwürdig durch Neuverteilung der de jure Macht an Bürger Kernthese Demokratie entsteht, wenn die herrschende Elite überzeugt ist, dass die ökonomischen Kosten der Demokratisierung und die mit ihr verknüpfte Integration der ärmeren Schichten der Gesellschaft geringer sind, als die Repressionskosten, die im Falle der Beibehaltung des alten Regimes entstehen. Faktoren der Demokratisierung drei Handlungsoptionen der Eliten 1. Soziale Unruhe
Materielle Lebensbedingungen
Entwicklungsstand/Stärke der Zivilgesellschaft
Problem kollektiven Handelns lösen
2. Geringe Kosten für Eliten
Niedrig: Einleitung des Demokratisierungsprozesses wahrscheinlich
Hoch: Repressionen attraktiver als Zugeständnisse
Sehr ungleiche Einkommensverteilung
Leicht zu besteuernder Besitz
Geringer Einfluss auf Design demokratischer Institutionen Inverted U-hypothesis Ungleichheit Demokratisierung Kritische Würdigung Vorteile Transparenz
Theorie zur allgemeinen Erklärung von Transformationsprozessen
neu: Strategische Interaktion als Ergebnis eines Kosten-Nutzen-Kalküls Kritische Würdigung Nachteile reduktionistische Theorie und somit Vereinfachung
Fokus ausschließlich auf ökonomische Interessen
Alternative Erklärungsfaktoren werden zu wenig berücksichtigt
Haltbarkeit der Theorie ist anzuzweifeln Zusammenfassung I: Przeworski erstellt wird ein Verlaufspfad der Transition, der Variante eines Demokratisierungsprozesses abbildet
Eliten sind alleiniges Analyseobjekt
angenommen wird, dass es zwei Elitenausprägungen gibt: Hard- u. Softliner Zusammenfassung II: Acemoglu/Robinson zwei zentrale Akteure: Eliten und Massen (Weiterentwicklung von Przeworski): strategische Interaktion zwischen Eliten und Massen)
Massen als „pro democracy“ angenommen, da Demokratie zu Umverteilung führt
Eliten als „pro non-democracy“ angesehen, da diese den Machterhalt suchen
ökonomische Präferenzen stehen im Mittelpunkt Fazit: Fokus auf Akteure als Analyseobjekt
Prognosepotenzial
Rational Choice als logische Weiterführung/Weiterentwicklung der deskriptiv empirischen Studien. Diese mehr Heuristik (systematische Einordnung von Fällen), jene bieten Modellierungsmöglichkeiten an
Rational Choice liefert zwar nützliches Tool, ist alleine aber wenig aussagekräftig und muss mit Wissen aus Institutionalismus, Strukturtheorien etc. gefüllt werden
Rational Choice ist der Ökonomie entlehnt, nicht zuletzt wird dadurch Interdisziplinarität/ Intersubjektivität gefordert Disskusion Die akteurstheoretischen Ansätze werden vor allem auch dafür gelobt, dass sie Prognosepotenzial besitzen. Wie müsste man vorgehen, wenn man tatsächlich eine Prognose erstellen möchte?
(Vor-)Bedingungen?
Probleme? Literatur Acemoglu, Daron und James Robinson. 2006. Economic Origins of Dictatorship and Democracy. Cambridge.
Barrios, Harald. 2006. Einführung in die Comparative Politics. München: Oldenburg.
Haggard, Stephan und Robert Kaufman. 2012. Inequality and Regime Change: Democratic Transitions and the Stability of Democratic Rule. American Political Science Review 106(3): 495-516.
Kailitz, Steffen. 2007. Schlüsselwerke der Politikwissenschaft. Wiesbaden: VS.
Kitschelt, Herbert 1993. Comparative historical research and rational choice theory: The case of transitions to democracy, Theory and Society 22(3): 413 – 427.
Merkel, Wolfgang. 2010. Systemtransformation. 2. Auflage. Wiesbaden: 84-93.
Prezeworski, Adam. 1991. Democracy and the market. Political Reforms in Eastern Europe and Latin America. Cambridge.
Schmidt, Manfred G. 2010. Demokratietheorien. Eine Einführung. 5. Auflage. Wiesbaden: VS.
Schmidt, Manfred G. 2010. Wörterbuch zur Politik. Stuttgart: Kröner.
Sunde, Uwe. 2006. Wirtschafltiche Entwicklung und Demokratie: Ist Demokratie ein Wohlstandsfaktor oder ein Wohlstandsprodukt?. http://ftp.iza.org/dp2244.pdf Zugriff: 20.11.2012.
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