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Sandro Botticelli: "La Primavera"

Eine ikonographische und ikonologische Betrachtung nach E. Panofsky | Eine Präsentation von Larissa Nuhn und Vanessa Becker
by

Vanessa Becker

on 4 February 2014

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Transcript of Sandro Botticelli: "La Primavera"

Sandro Botticelli: La Primavera
3.1 Vorikonographische Beschreibung nach E.Panofsky
3.2. Ikonographische Analyse nach E. Panofsky
Benennung und Identifikation der Personen und Bildhandlungen sowie der Personenbeziehung untereinander
3.3 Ikonologische Interpretation nach E. Panofsky
Eine ikonographische und ikonologische Betrachtung nach E. Panofsky
Inhaltsverzeichnis:
1. Sandro Botticelli
2. La Primavera
3. Ikonographische und ikonologische Analyse
Allgemeine Fakten
Kurzinfo mit historischem Hintergrund
3.1 Vorikonographische Beschreibung
3.2 Ikonographische Analyse
3.3 Ikonologische Interpretation
nach E. Panofsky mit praktischem Bezug zu Botticellis La Primavera
3.3.1 Das Hochzeitsmotiv als Inszenierung der Liebe
3.3.2 Das Motiv der Tugendhaftigkeit
4. Literatur- und Abbildungsverzeichnis
Sandro Botticelli
Alessandro di Mariano Filipepi
Geboren: 1. März 1445 in Florenz
Gestorben: 17. Mai 1510 in Florenz
Italienischer Maler und Zeichner
Bevorzugte Themenbereiche:
- Religiöse Bilder (v.a. Altarbilder)
- Bilder der griechischen Mythologie
- Allegorien mit Gegenwartsbezug
Maria mit dem Kind und singenden Engeln
1487
Die Geburt der Venus
1486
Venus und Mars
Minerva und Kentaur
La Primavera
Porträt des Mannes mit der Cosimo-Medaille
Eine Präsentation von Larissa Nuhn und Vanessa Becker | FW-PS Frau Prof. Hattendorff | WS 2013/14 | IfK | JLU Gießen
Abb.5
La Primavera
Ital. für "Der Frühling"
Gemälde der florentinischen Renaissance aus dem 15. Jh. (um 1482)
Tempera auf Holz
Querformat
203 x 314 cm
Aufbewahrungsort ist heute die Galleria degli Uffizi in Florenz
Eines der größten Tafelbilder mythologischen Inhalts aus dem 15. Jahrhundert
Florenz - Zentrum der Renaissance
Man unterscheidet:
- Frührenaissance ab 1420
- Hochrenaissance ab 1500
- Spätrenaissance ab 1520/1530
Wiederbelebung antiker Ideale besonders in der Malerei und Architektur
Glücksgriff für die Kunst
Bedeutende Mäzene
Hauptauftraggeber sind Fürstenhöfe und Papstkirchen
Herrscher: Clan der Medici
Ökonomische Zeit der Blüte
Mensch entdeckt sich als freies Individuum
Die Kunst der Renaissance in Florenz
Abb.6 Florenz im 15.Jh.
Abb. 7: Cosimo de Medici
Abb.1: Sandro Botticelli

Abb.2
Abb.3
Abb.4
- Umgebung - Personen - Gegenstände - Handlungen ...
Zu vermeiden sind:
- Schilderungen von Personenbeziehungen
- Jegliche Interpretationen bzw. Identifizierung
Aufzählung und genaues, detailiertes Beschreiben der Bestandteile des Werks:
Sandro Botticelli: La Primavera
Abb.5
Landschaft / Umraum / Hintergrund
Blumenbestandene Wiese
Schattiger Hain:
- Viele, schlanke Orangenbäume
- Sträucher
Personen - Der Knabe
schwebend
beflügelt
nackt
ausgestattet mit Pfeil, Bogen und Köcher
verbundene Augen
zentral / bildmittig
Personen
Schwebende Personen
Stehende Personen
Drei männliche Personen
Sechs weibliche Personen
,
-
,
,
-
Der junge Mann
Abb.5
Abb.5
Nur mit rotem Gewand bekleidet
Drei junge Frauen
-
Frau im Zentrum
Blumenfrau
Fliehende Frau
Mann
Trägt durchsichtiges, weißes Gewand
Scheint zur Blumenfrau zu fliehen, ergreift sie
Wehendes, blondes Haar
Wendet ihren Kopf dem Mann zu
Schwebt aus den Bäumen hinab
Beflügelt
Bläst die Backen auf
Ergreift die Frau links neben sich
Atmosphäre
Blauer Himmel
Personen in warmem Licht
Schattiger, dunkler Hain
Komposition
OBEN: Dunkle Baumkronen = Baldachin
UNTEN: Strahlende Personen
Farbigkeit: Erdtöne Weiß, Rot, Blau, Goldgelb
Vertikale Mitte: Frauenfigur mit fliegendem Knaben
Durch Blattwerk gerahmt
Blumenwiese als verbindendes Element
Haltung und Mimik
Gerade, aufgerichtete Personen und Bäume
Gekrümmte, gebeugte Personen und Bäume
Baumstämme als vertikale Verlängerungen der Personen
Gesichtsausdrücke mit wenig Aussagekraft
Ein junger Mann mit
beflügeltem Schuhwerk und
einem schlangenumwundenen Stab in seiner rechten Hand
mit dem er in die Wolken/Nebel stößt.
Vergil, Aeneis 4.242-246:
"
Dann ergreift der den Stab, womit aus dem Orkus die bleichen Schatten er ruft und andere zum traurigen Tartarus sendet, Schlummer nimmt und verleiht, aus dem Tod noch das Leben zurückruft.
Fassend den Stab, zerteilt er die Winde und schwebt durch die trüben Nebel; [...]."
Merkur
Sohn Jupiters und der Nymphe Maia
Götterbote
Gott der Kaufleute und Diebe
Vertreiber der Winterwinde und Bote des Frühlings
Typisch:
beflügelte Schuhe
Stab
Geste
Botticellis Botschaft:
Merkur steht für den beginnenden Frühling.
Der Knabe
ist fliegend
mit Pfeil, Bogen und Köcher,
sowie mit einer Augenbinde dargestellt.
Amor
Typisch:
Pfeil, Bogen, Köcher
Augenbinde
Sohn des Mars und der Venus
Gott der leidenschaftlichen Liebe
Lucius Apuleius:
Geschichte von Amor und Psyche
-
" geflügelter Sohn"

der Venus
- Apuleius beschreibt ihn als einen
"dreisten Tollkopf, der aller Zucht und Ordnung mit seinen schlechten Scherzen nur spottet und mitten in der Nacht,
mit Flammen und Pfeilen bewaffnet
, sich in fremde Häuser schleicht, alle Ehen zerstört, ungestraft die größten Schandtaten verübt und jedenfalls ein regelrechter Tunichtgut ist"
Die Frau im Zentrum
könnte das Hauptmotiv des Werks aufgrund ihrer Positionierung sein
und steht direkt unter Amor.
Venus
Mutter des Amors
Göttin der Liebe und Schönheit
Venus und Amor in der vertikalen Bildmitte positioniert:
Hauptmotive
Sujet des Werks: Die Liebe?
Die drei jungen Frauen
sind links neben der Venus dargestellt
und halten sich an den Händen,
während sie anscheinend gemeinsam tanzen.
Seneca, De beneficiis, 1.3.2-7
" Der Wohltaten Kraft und Eigenart werde ich beschreiben, wenn du mir zuvor das, was nicht zur Sache gehört, zu überspringen gestattest - warum es
drei Grazien gibt und sie Schwestern sind, warum sie einander an den Händen fassen,
warum sie lachen, junge Männer und Jungfrauen, und
ihr Gewand gelöst und durchsichtig ist.
[...] Also steht auch
Mercurius
als eine Grazie da, nicht weil der Verstand zu Wohltaten rät oder die Rede, sondern weil es dem Maler so richtig schien."
Drei Grazien
Typisch:
Anzahl 3
Reigen leicht bekleideter, junger Mädchen
Verbreiten Stimmung von Schönheit und Anmut
Tauchen häufig in Verbindung mit Venus und ihrem Führer Merkur auf
Horaz, Oden, 1.30
" Venus, die in Cnidus du thronst und in Paphus, laß dein liebes Zypern und komm zum schmucken Tempel meiner Glycera, die dich ruft, mit reichlichem Weihrauch!
Mit dir [Venus] seien Amor,
der hitz´ge Knabe,
Grazien im gelösten Gewand, die Nymphen
und die Jugend, die nur mit dir erst Reiz hat,
eile

Merkur nach!
"
Typische Personenkonstellation
Die Blumenfrau
Titus Lukretius Carus, De rerum natura, 5.737-740, 1.18-23
" Frühling und
Venus
kommen und vor ihnen schreitet der Venus
flügeltragender Herold
, und nahe den Spuren des
Zephyrs

streut ihnen Flora
, die Mutter, vorher das Ganze des Weges und erfüllt es mit auserlesenen Farben und Düften."
" [...] durch der Vögel belaubtes Heim und grünende Fluren schüttest du allen ins Herz die sanft erregende Liebe wirkst, dass sie voll Begier nach Arten die Rassen vermehren - da
du also allein die Natur der Dinge regierst, ohne dich nichts entspringt in des Lichtes göttliche Reiche, nichts auch üppig gedeiht, nichts Liebenswertes hervortritt
[...]"
Flora
Typisch:
Blumen und Blüten
Altitalische Göttin
Ovid, Fasten 5.193-214
" So antwortete die
Göttin
auf meine Bitten - während sie sprach, haucht sie
Frühlingsrosen aus ihrem Munde
- :
Chloris war ich
, die ich
[jetzt] Flora
genannt werde. [...] Chloris war ich, eine
Nymphe
der glücklichen Feldflur, wo, wie du hörst, die beglückten Menschen früher ihren Besitz gehabt haben. [...]
Es war Frühling,
ich irrte umher: Zephyrus erblickte mich, ich ging weg. Er folgte, ich fliehe, jener war stärker.
[...]
Die Gewalttat dennoch machte er wieder gut dadurch, daß er mir den Namen der Verheirateten [Gattin] gab und in meiner Ehe gibt es [für mich] keinen Grund zur Klage.
Stets
genieße ich den Frühling, stets ist üppig blühend die Jahres[zeit], die Bäume haben Laub und Nahrung stets der Erdboden.
Auf meinen zur Mitgift gehörenden Äckern [Landgut] habe ich einen fruchtbaren Garten:
die Luft wärmt [ihn], von einer Quelle hellen Wassers wird er benetzt.
Ihn füllte mein Gatte mit edlen Blumen an und sagte:
` Habe du, o Göttin, die Entscheidung über die Blumen.´
Oft wollte ich die Farben ordnen und zählen, aber ich konnte [es] nicht: die Menge war größer als die Zahl."
Die Frau
flieht vor dem Mann am rechten Bildrand
zu Flora.
Chloris
ist eine Nymphe, die durch die Berührung des Zephyrs zur Flora wird. (Metamorphose)
Botticelli bildet Metamorphose als Handlung im Werk ab.
Greift
Der Mann
hat aufgeblasene Backen und
schwebt mit seinen Flügeln aus den Baumkronen herab.
Unter ihm beugen sich die Bäume.
Zephyr
Typisch:
- Backen
- sich beugende Bäume
Gott des Westwindes
Frühlingsbote
Gatte der Flora
Komposition
Untypische Personenkonstellation:
Zusammenstellung des Bildpersonals besteht aus zusammengewürfelten Textfragmenten =
Anekdoten
Gewichtung: Relevanz in der Bildaussage
Linke Bildhälfte:
- statisch
- unverbundene Bildelemente
- Personen werden bloß genannt
Rechte Bildhälfte:
- aktiv, lebhaft, in Bewegung
- zeigt eine Handlung
(Metamorphose)
La Primavera als Hochzeitsbild
Auftraggeber: Lorenzo il Magnifico de´ Medici (= Vormund)
Anlass: Geschenk für Lorenzo di Pierfrancesco de´Medici und Semiramide anlässlich deren Hochzeit
Literaturverzeichnis:
Verwendete Literatur:
E. Panofsky: Ikongraphie und Ikonologie. Eine Einführung in die Kunst der Renaissance, in: ders.: Sinn und Deutung in der bildenden Kunst (Meaning in the Visual Arts), Köln 1978, Teil I, S. 36-49, 113-128.
F. Zöllner: Botticelli. Toskanischer Frühling, München - New York 1998, S. 32-67.
Internetquellen:
http://www.planet-wissen.de/laender_leute/italien/florenz/
http://www.planet-wissen.de/laender_leute/italien/florenz/medici.jsp
http://www.uni-due.de/einladung/Vorlesungen/epik/renaissance.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Sandro_Botticelli
http://de.wikipedia.org/wiki/Primavera_(Botticelli)
aufgerufen am 15.11.2013
Was möchte Botticelli dem Betrachter seines Werks sagen?
Worauf spielt er mit welchen Bildelementen an?
3) Flora und Zephyr = Semiramide und Lorenzo
Werk soll Ehepaar von eigener Ehe überzeugen

In Bewegung
Typische Positionierung:
Verwandelte Chloris verkörpert die Braut Semiramide Appianis
Semiramide wird erst nach Berührung und geschlechtlicher Vereinigung mit Lorenzo zur Trägerin der Medicifrüchte.
2) Symbol des fruchttragenden Baums
Baum = Schutzsymbol
Baum steht für Tugenden der Frau:
4) Venus
Schutzgöttin der Eheschließung
Umgeben Venus
Werden mit
Edle Kleidung Halbdurchsichtige Gewänder der Grazien
Symbol der Keuschheit
Steht für gemäßigte sexuelle Lust
Drei Grazien
"Zur Schönheit der Frau gehört vor allem die gute Sitte [...] Daher soll man in der Braut zuerst die Schönheit der Seele suchen, das heißt Sitte und Tugend"
5) Merkur = Lorenzo il Magnifico
Vertreiber der Winterwinde
Bote des Frühlings
Merkur ähnelt Auftraggeber Lorenzo il Magnifico
Lorenzo will gutes Klima aufgrund der arrangierten, unromantischen Hochzeit schaffen
Gemälde als Entschuldigung
Abb.1: http://www.scienzz.de/magazin/upload/forschung9/Botticelli-.Knige-Wikipedia.jpg
Abb.2: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/bpk-cc2971da7456042351b6813e68752e77f7592bcc
Abb.3: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/digidia-c57b89651125561f60c44d52a93c87d86cf1f346
Abb.4: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/genf-492938fb126a30210f989c47f4ba01cde943971e
Abb.5: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/bochum_kgi-7aaf44f6b860b40dcae04f4949f44c2c7461d3c2
Abb.6: http://www.planet-wissen.de/laender_leute/italien/florenz/img/intro_florenz_karte_g.jpg
Abb.7: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/09/Cosimodemedicitheolder.jpg
Abb.8: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/digidia-e95ca2acff852daf2c1dd7b7de3878ddd01fb877
Abb.9: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/imago-14e38ecbea5fecb08f49cdfffdbb5f3cbfdc6dfe
Abb.10: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/digidia-9d5899a70536bbac0561b97fdae83ea929c71bb5
Abb.11: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/heidicon_kg-7890f7b43fe256b436cb23afe415bd26da5e3714
Abb.12: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/heidicon_kg-ec221020d575f63f4752a736b91e06ab88943f12
Abb.13: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/heidicon_kg-7f2ca69c47312d4adacca29f4fbe3e633029bd3c
Abb.14: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/imago-f7f6e6261d56e5c505f9c5b5894ed8b464b7174f
Abb.15: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/heidicon_kg-f126f0aba9ab08bae1569689a3ab70dbe6936d61
Abb.16: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/bern-368100ba42b1a6dc4c37cb448f19ef041e21937c
F. Zöllner: Botticelli. Toskanischer Frühling, München - New York 1998, S. 46.
Abb.17: http://www.kleio.org/images/large/medici/2718.jpg
Abbildungsverzeichnis:
Abb.5
Trägt beflügelte Schuhe
Rechter Arm erhoben, hält Stab in Richtung der Baumkronen
Abb.5
Abb.5
Abb.5
Scheint nach vorne zu schreiten
Mit zahlreichen Blumen und Blüten geschmückt
Greift in eine mit Blüten gefüllte Falte ihres Gewandes
Abb.5
Schwert an einem Gürtel befestigt, um die Hüfte hängend
Tragen durchsichtige Gewänder
Halten sich gegenseitig an den Händen
Scheinen zu tanzen
Trägt einen rot-blauen Umhang und ein weißes undurchsichtiges Kleid
Rechte Hand beschreibt merkwürdige Geste
Knabe schwebt direkt über ihr
Abb.5
Abb.5
Abb.5
Abb.5
Abb.5
Abb.8
Abb.9
Abb.5
Abb.5
Abb.5
Abb.10
Abb.5
Abb.11
Abb.12
Abb.5
Abb.13
Merkur, die drei Grazien, Amor und Venus...
Abb.5
steht rechts neben der Venus und ist
über und über mit Blüten bedeckt.
Sie schreitet nach vorne.
Abb.5
Abb.5
Abb.5
Abb.14
Abb.5
Abb.5
Abb.15
Fluchtmotiv,
Berührung und
Blumenmotiv
Abb.5
Abb.5
Abb.5
Komposition
Vergil, Aeneis 4.242-246
Lucius Apuleius "Amor und Psyche"
Seneca, De beneficiis 1.3.2-7
Horaz, Oden 1.3o
Titus Lukretius Carus, De rerum natura 5.737-740, 1.18-23
Ovid, Fasten 5.193-214
Sandro Botticelli: La Primavera
Abb.5
Abb.5
Abb.5
Abb.5
1) Zephyr verkörpert Lorenzo
Orangen:
1) Das Symbol der Orangen
Zephyr unter Lorbeerbaum dargestellt
> Lorenzo (lat. Laurentius) ist von "lauro nobilis" (Lorbeerbaum) abgeleitet
> Über ihm befinden sich
keine
Orangen
Allegorisierendes Porträt
Abb.5
Abb.16: Lorenzo il Magnifico (Stadtherr von Florenz)
Abb.5
Abb.5
2) Flora = verheiratete Semiramide
Abb.5
Abb.17
2) Floras Haltung
Abb.5
1475
Cima da Conegliano "Madonna mit Kind und dem Heiligen Hieronymus und Ludwig von Frankreich" (1496) (Abb.18)
Abb.18: F. Zöllner: Botticelli. Tosnischer Frühling, München - New York 1998, S. 62.
Abb. 19: F. Zöllner: Botticelli. Tosnischer Frühling, München - New York 1998, S. 48.
Abb.20: F. Zöllner: Botticelli. Tosnischer Frühling, München - New York 1998, S. 49.
Abb.21: F. Zöllner: Botticelli. Tosnischer Frühling, München - New York 1998, S. 50.
Abb.22: http://prometheus.uni-koeln.de/pandora/image/large/bern-0825e842e9a39b85dd6c25cd280531c71a7e20a4
6) "Habe du, o Göttin, die Entscheidung über die Blumen."
Griff in Gewandfalte ihres Schoßes
Streut rote und weiße Blüten
Hinweis auf die Nachkommen, die aus ihrem Schoß zu erwarten sind.
Abb.5
Abb.5
3) Symbol der Myrtenzweige
- Jungfräulichkeit
- Hochzeit
- Kindgeburt
- sexuellem Verlangen
in Verbindung gebracht.
Abb.5
5) Symbol der Kleidung
= Keuschheit & Sinnlichkeit
Rot-Blauer Umhang mit Goldelementen
= Farben Mariens
Vorbild der Tugendhaftigkeit
Vorbild Semiramides
Abb.5
4) Das Symbol der Mondsichel
Abb.19
Abb.20: Pisanello: Porträtmedailleder Cecilia Conzaga
= Schönheit und Anmut
Stehen in Verbindung mit Venus wieder für die Tugendhaftigkeit
Vergleichsbeispiele
Abb.5
Abb.21: 3 Grazien aus dem Codex Coburgensis
Abb.22: Giovanna Albizzi, Bildnismedaille, 1486
Abb.5
Gegenwartsbezug herstellen:
Metamorphose der Chloris und somit auch die Hochzeit zwischen Zephyr und Flora
Hochzeit als Sujet des Werks
Fokus:
3.3.1 Das Hochzeitsmotiv
Ursprünglicher Bestimmungsort des Werks:
1)
Lorenzo di Pierfrancesco de´Medici als Zephyr
2)
Semiramide Appianis als Chloris bzw. Flora
3)
Metamorphose als Sinnbild für eine
arrangierte politische Hochzeit
4)
Venus als Schutzgöttin der Eheschließung
5)
Lorenzo il Magnifico de´Medici als Merkur
Eroberung und Metamorphose als gewaltsamer Akt des Zephyrs

Politisch arrangierte Hochzeit der Medicis
Allegorisierendes Porträt
3.3.2 Das Motiv der Tugendhaftigkeit
Fruchtbarkeit, Keuschheit, Schönheit und Anmut
- Stadtpalast der Medici in Florenz
- Gemach der Braut
- Eingefasst in ihr Bett
Tugenden als Anforderungen an Semiramide:
1)
Das Symbol der Orangen
2)
Das Symbol des fruchttragenden Baums
3)
Die Symbol der Myrtenzweige
4)
Das Symbol der Mondsichel
5)
Das Symbol der Kleidung der Venus
6)
Floras Griff in ihre Gewandfalte
7)
Das Motiv der drei Grazien
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
Abb.5
Verdankt Existenz einer Metamorphose
- der Blumen und Blüten
- des Frühlings
- der "guten Hoffnung" der Frauen
auf.
- Vorstellungen über die Epoche der Renaissance,
- Herrschaft der Medici in Florenz,
- Auftraggeber,
- Adressaten des Werks ...
Zu berücksichtigen sind:
Semiramide Appianis "verwandelt" sich durch Vermählung in eine Medici
=
Sujet des Werks: Die Ehe
- Zeichen der Fruchtbarkeit
- Symbol der Medicifamilie
Tauchen erst nach Verwandlung auf
- Bein, Körper und Baum = Einheit
- Flora = Stamm des Baums
Beginnt nach Verwandlung zu blühen und zu gedeihen
Maria
= Inbegriff der Tugendhaftigkeit
= Vorbild jeder Frau
- Keuschheit
- Fruchtbarkeit ...
Der Ehe vorbehalten
1
2
2
Zitatquellen:
1: Vergil, Aeneis, 4.242-246, übers. v. W. Plankl, Stuttgart 1976, S. 90-91, in: F. Zöllner: Botticelli. Toskanischer Frühling, München - New York 1998, S. 113.
2: Lucius Apuleius, Der Goldene Esel, übers. von Carl Fischer, München 1990, 4.28-5.24, hier S. 88, in: F. Zöllner: Botticelli. Toskanischer Frühling, München - New York 1998, S. 39.
3: Seneca, De beneficiis, 1.3.2-7, zit. nach L. Annaeus Seneca, Philosophische Schriften, V, übers. v. M. Rosenbach, Darmstadt 1989, S. 106-109, in: F. Zöllner: Botticelli. Toskanischer Frühling, München - New York 1998, S. 113.
4: Horaz, Oden, 1.30, zit. nach Horaz, Werke in einem Band, übers. v. M. Simon, Berlin/Weimar 1990, S. 29, in: F. Zöllner: Botticelli. Toskanischer Frühling, München - New York 1998, S. 114.
5: Titus Lukretius Carus, De rerum natura / Welt aus Atomen, übers. v. K. Büchner, Stuttgart 1973, 5.737-740,1.18-23, S. 405-407 und 8-10, in: F. Zöllner: Botticelli. Toskanischer Frühling, München - New York 1998, S. 114.
6: Ovid, Fasten, 5.193-214, zum 2. Mai, übers. v. W. Richter, Hollfeld (Oberfr.) o. J., S. 13-15, in: F. Zöllner: Botticelli. Toskanischer Frühling, München - New York 1998, S. 114.
3
4
5
5
6
Künstlerische Motive im Fokus = Träger primärer, natürlicher Bedeutung
Sinnlich vermittelt
Zu unterscheiden sind:
- Tatsachenhafte Bedeutung
- Ausdruckhafte Bedeutung
Werkzeug zur Beschreibung:
- Praktische Erfahrung/Vertrautheit mit Gegenständen und Ereignissen
- Sensibilität
WDH.
Korrektivprinzip: Stilgeschichte
Verknüpfung künstlerischer Motive mit Themen und Konzepten (Welt der Bräuche/kulturellen Traditionen) = Sekundäre, konventionale Bedeutung
Intellektuell vermittelt
Identifizierung von:
Werkzeug:
Korrektivprinzip: Typengeschichte
- Bildern
- Anekdoten
- Allegorien
- Sujets
- Vertrautheit mit Themen und Vorstellungen durch die Lektüre und Analyse literarischer Quellen
WDH.
Eigentliche bzw. wesentliche Bedeutung / Gehalt
Handlungen werden im Licht kultureller, epochaler Merkmale interpretiert
- "Symbolischer" Werte
- Kultureller "Symptome" im Werk
Werkzeug:
- Synthetische Intuition
WDH.
um 1482
um 1482
7
8
7: F. Zöllner: Botticelli. Toskanischer Frühling, München - New York 1998, S. 67.
8: Leon Battista Alberti, Vom Hauswesen (Della famiglia). München 1986, S. 139-140; Patricia Simons, Women in Frames: The Gaze, the Eye, the Profile in Renaissance Portaiture, in: History Workshop Journal, 25. 1988, S. 4-30. bes. S. 12.
(aufgerufen am 19.11.2013)
Beginn d. R. in Italien
Interpretation:
Abb.16: Lorenzo il Magnifico (Stadtherr von Florenz)
Full transcript