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Gerechtigkeit

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by

Sinan Sahin

on 5 February 2014

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Transcript of Gerechtigkeit

Da das ursprüngliche Ressourcenbündel im Zeitverlauf von den einzelnen Personen bearbeitet wird, kann es zu Ungleichverteilungen kommen.

Unverschuldete Ungleichverteilung soll kompensiert werden durch hypothetischen Versicherungsmarkt.

Dieser wird realisiert durch progressive Einkommenssteuer: wer mehr verdient, zahlt mehr!
Jeder aus der Gruppe der Gestrandeten hat 100 Muscheln.

Alle auf der Insel befindlichen Güter werden versteigert.

Am Ende der Auktion hat jeder ein bestimmte Menge an Güter ersteigert- sein R.-Bündel.

Das „Neid-Kriterium“ gilt als erfüllt wenn niemand lieber einen anderen R.- Bündel hätte.
Gerechtigkeit
Platon (428-348 v. Chr.)
System der Ideenlehre
Idee des Guten bzw. das wahre Gute
Trennung von Leib und Seele (Seele übernimmt die Herrschaft über den Körper)
Gliederung der Seele in drei Teile: Vernunft, Mut und Begierde
Theorie der Kardinaltugenden (Grundtugenden) - welche für die ganze tugendethische Theorie richtungweisend wurde
Ronald M. Dworkin (1931-2013)
US-amerikanischer Philosoph, bekannt durch Beiträge zur Rechtsphilosophie, politischen Philosophie und Moralphilosophie

Professur in Yale, Oxford und an der New York Univesität
Michael Walzer
- 1935 in New York geboren
- Bedeutender amerikanischer Sozial-
und Moralphilosph
- Bekam durch sein Werk "Sphären der
Gerechtigkeit" besondere Aufmerksamkeit
Gerechtigkeit in aktuellen Diskussionen
Nur 10% der Deutschen sind der Meinung, es gäbe „Gerechtigkeit auf der Welt“

Zwischen 60-70% empfinden, dass Gerechtigkeit (und Fairness) in wirtschaftlichen Krisenzeiten leiden.
WS 13/14 in "Gerechtigkeit in aktuellen Diskussionen"
Dozent: PD Dr. phil. habil. Mirko Wischke, Vertretungsprofessor
Referenten: Sahin Sinan, Steger Jan, Hein Eduard, Mnissi Sonja

Das Gleichnis vom Seelenwagen
Die vier Kardinaltugenden (nach Platons
Phaidros
)
Aufgabe des
Vernünftigen
ist es
weise
zu werden.
Aufgabe des
Mutes
ist es, der
Vernunft
zu gehorchen.
Aufgabe der
Begierde
ist es, sich der
Vernunft
zu beugen.
Im Habitus der Weisheit bezieht sich die Vernunft zunächst auf das Mutartige. Die bezieht das Mutartige auf das wahre Gute und erzieht es dazu, dieses Gute trotz aller Hindernisse und Schwierigkeiten zu erstreben.
Das der Vernunft gehorchende Mutartige erlangt damit die Tugend der Tapferkeit
.
Das zur Tapferkeit erzogene Mutartige richtet sich schließlich auf das Begehren. Es mäßigt die naturwüchsige Beliebigkeit der Begierden, indem es sie auf das wahre Gute richtet.
Das dem tapfer gewordenen Mutartigen entsprechende Begehren erlangt damit die Tugend der Mäßigung.

Ist diese Ordnung der "Seelenteile" verwirklicht, so ist der Mensch gerecht. Denn
Gerechtigkeit ist dann gegeben, wenn "jeder das seine tut und nicht vielerlei treibt".
Tut jede Seelenkraft unter der Herrschaft der Vernunft das Ihre, so ist der Mensch in sich gerecht und tugendhaft.
Das Ziel,
das die Kardinaltugenden zunächst verfolgen, ist die
eigene Vollkommenheit.
Sie zielen also auf
die moralisch vollendete Harmonie des Menschen in sich selbst.

Gerechtigkeit wird also durch die Harmonie der einzelnen Tugenden erlangt.
sophia
andreia
sôphrosýne
logistikón
thymoeidés
epithymetikón
„Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist
die vorgespielte Gerechtigkeit.“
„Gerechtigkeit wird nur dort herrschen,
wo sich die vom Unrecht nicht Betroffenen
genauso entrüsten, wie die Beleidigten.“
„Die Menschen werden nur durch die Macht des Gesetzes auf den Pfad der Gerechtigkeit hingedrängt.“
Zitate:
HEITMEYER 2010
Einkommensverteilung in Deutschland
Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit?
Berufsgruppe Krankenpfleger
Wichtiger Baustein im deutschen Gesundheitswesen

Dreijährige Ausbildung an Berufsfachschule mit staatlicher Prüfung (Examen)

Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Gehaltsunterschied Mann-Frau
Für eine Stunde Arbeit bekommt eine Frau in Deutschland im Durchschnitt fast ein Viertel weniger als ein Mann.

Bundesrepublik in der EU auf dem siebtletzten Platz.

Beispiel Krankenpfleger: eine Krankenschwester verdient im Schnitt 100 Euro im Monat weniger als ein Krankenpfleger, obwohl die Arbeit identisch ist.
Equal Pay Day
Protestaktion eines Bündnis aus Wirtschaft und Frauenverbänden mit dem
zweiten Equal Pay Day in Deutschland.
Aufs Jahr umgerechnet haben die Frauen bis heute, den 20. März, umsonst gearbeitet
und verdienen erst jetzt, nach knapp einem Viertel des Jahres, so viel wie die Männer.
Gerecht?
Sinan
Jan
Sonja
Eduard
Menschliche Gesellschaft ist eine Verteilungsgesellschaft.
Gemeinschaft bestimmt den Wert der Güter.
Gemeinschaft legt Prinzipien fest nach denen die einzelnen Güter verteilt werden.

Um Güter gerecht zu verteilen lehnt Walzer eine "einfache Gleichheit" ab und spricht sich für eine "komplexe Gleichheit" aus.
Verteilungsgerechtigkeit
einfache Gleichheit

am Beispiel Geld:

Jeder erhält die gleiche Summe an Geld. Jedoch würde dieser Zustand nicht lange anhalten, da der eine sparen würde und der andere mehr investieren und so haben wir wieder eine Ungleichverteilung

komplexe Gleichheit:
Menschen unterscheiden sich in ihrer Verfügung über unterschiedliche soziale Güter voneinander, indem diese Güter unter ihnen nicht gleich verteilt sind, aber diese Menschen stehen dennoch in einem Verhältnis der Gleichheit zueinander, weil keines der Güter, die sie besitzen, über ein anderes Gut zu herrschen vermag.
SPHÄREN
Mitgliedschaft
Zugehörigkeit
Sicherheit
Wohlfahrt
Geld
Ware
Erziehung
Bildung
Anerkennung
politische Macht
Eine gerechte Verteilung erfordert, dass die Verteilungssphären klar voneinander abgegrenzt sind. Eine Sphäre darf nicht in die andere eingreifen.
Kein soziales Gut X einer Sphäre darf nur aufgrund dessen auf Männer oder Frauen verteilt werden, weil sie Gut Y einer andern Sphäre besitzen.
Geld ≠ politische Macht
Walzer strebt keine universale Gleichheit an, bei der jeder gleich viel hat. Sondern eine Ungleichheit bei der jeder gleiche Chancen hat. Was bedeutet, dass man die Dominanz bestimmter Güter vermeiden muss.
Fazit
Gerechtigkeit als Kernelement der Moral
Die
Vernunft (logistikón)
nimmt als geistiger Seelenanteil den
höchsten Rang
ein, da sie in der Lage ist das
wahre Gute bzw. die Idee des Guten
"mit den Augen des Geistes" zu schauen.
"Darum soll sie die anderen (sinnlichen Seelenteile)
beherrschen und ordnen
. Damit sie das tun kann, muß sie zuerst ihrer wahren und eigentlichen Bestimmung
gerecht werden
, d.h. sie muß die Tugend der
Weisheit (sophia)
erlangen, also den
Habitus, der sie mit dem wahren Guten Vertraut macht.

Basis der Kardinaltugenden (Staat IV 434c-444a)
Gerecht?
Dworkins Vorstellung gerechter Verhältnisse in einer Gesellschaft beruht auf der Idee der Ressourcengleichheit

Sein Gedankenexperiment um das Inselbeispiel soll als Schablone für reale Institutionen und Verteilungen gelten
Gleichheit der Ressourcen
Ausgangspunkt der Gerechtigkeitstheorie ist das Inselbeispiel: Eigenständige Individuen mit bestimmte Ressourcen treten mit einander in Tauschbeziehungen.

Trotz Eigenständigkeit der Individuen gibt es einen gemeinsamen Topf zur Kompensation.
Dworkins Inselbeispiel
Inselbeispiel und „Neid-Kriterium“
Inselbeispiel und „Neid-Kriterium“
Inselbeispiel und „Neid-Kriterium“
Hypothetischer Versicherungsmarkt
dikaiosynê
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