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Heterogenität

Überblick zum Seminar "Heterogenität und Musikunterricht - Theoretische Rahmungen" im Sommersemester 2015 an der Universität Oldenburg
by

Samuel Campos

on 12 July 2015

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Transcript of Heterogenität

4 Bedeutungsdimensionen
Ungleichheitskritische: Heterogenität als Produkt sozialer Ungleichheiten
Deskriptive: Heterogenität als Unterschiede
Didaktische: Heterogenität als didaktische Herausforderung
Evaluative: Heterogenität als Belastung oder Chance
Heterogenität

Anerkennung
(kritische) Begriffsbestimmungen

Pädagogik der Vielfalt
Ungleichheitskritische Bedeutungsdimension: Heterogenität als Produkt sozialer Ungleichheiten
Deskriptive Bedeutungsdimension: Heterogeniät als Unterschiede
Didaktische Bedeutungsdimension: Heterogenität als didaktische Herausforderung
Evaluative Bedeutungsdimension: Heterogenität als Belastung oder Chance
Heterogenität als Belastung
überlastete Lehrkräfte als "Opfer" von heterogenen Lerngruppen
SuS werden therapeutisiert
Individuelle Heterogenitätsmerk-male
z.B. Alter, Religion, Arbeitstempo, Motivation etc.besonders aber Leistung:
"Heterogenität" wird zum pädagogischen
Begriffscontainer, zur Variable sämtlicher pädagogischer Problemlagen
Heterogenität als Chance
weniger Heterogenität an sich ist problematisch, als vielmehr der Umgang mit ihr
als Ressource für Bildung (z.B. Mehrsprachigkeit)
Unklar ist aber, worin die Chancen eigentlich genau bestehen
Soziale Heterogenitäts-dimensionen strukturieren Bildungsprozesse und Bildungsinstitutionen
Bildungsinstitutionen produzieren selbst Heterogenität, z.B. durch:

Zuschreibungen im Hinblick auf Ethnie und Geschlecht
in ihrer Funktion als Sozialisationsinstanz
-> Konflikt mit Heterogenität als Chance
Ungleichheit vs. Unterschiedlichkeit
Leistungsheterogenität
Äußere vs. innere Differenzierung
Pro-Argumente:
homogene Gruppen ermöglichen bessere Förderung des Einzelnen
Contra-Argumente (Auswahl):
Leistungsselektion ist abhängig von der sozialen Herkunft
Leistung ist nicht gleich Leistung
fehlende Möglichkeit, eine "kulturelle" Passung zu entwickeln
schulstrategische Auslegung von Leistung
Mögliche Umgangsweisen:
Innere Differenzierung (gleiche Ziele, unterschiedliche Methoden vs. unterschiedliche Ziele)
Individualisierung
Adaptiver Unterricht
-> steht in Verbindung mit Gerrechtigkeitsfragen und Heterogenität als Chance
Betrachtungsebenen
Diskurs-Ebenen
Makro-Ebene
(Schulsystem)
Meso-Ebene
(Einzelschule)
Mikro-Ebene
(Unterricht)
Selektives Schulsystem
Individualität von Schulen
Schulleitbilder, Jahrgangsklassen
soziale Heterogenität
gleichschrittiger Unterrichtsverlauf
didaktischer Umgang, z.B. Differenzierung
Widersprüchlichkeit
(Pluralisierungsantinomie)
Heterogenität als Chance
Heterogenität ist gut
Heterogenität als Tatsache
Heterogenität als Bedrohung
Heterogenität als Belastung
Heterogenität als Beliebigkeit
+
-
Heterogenität kommt nicht ohne Bewertung aus.
(Heilsversprechen vs. Handlungsnotwendigkeit)
Bearbeitungsproblem
Setzung als ontologische Tatsache
Heterogenität als Variable für sämtliche Problemlagen ("Container-Begriff")
Spannungslinien von Hetegorenität und Homogenität im schulischen Feld (523-526)
Ambivalenzen: Spannungslinien von Heterogenität und Homogenität im schulischen Feld (Betrachtungsebenen und Diskursebenen)
Kritikpunkte an der Verwendung des Begriffs der Heterogenität in päd. Diskursen
soziale Kategorien werden als stabil vorausgesetzt
Vernachlässigung einer intersektionalen Perspektive
Kombination eines unreflektiert-positiven Begriffs mit Kritik an einer vermeintlichen Homogenisierung durch "traditionelle" Unterrichtsformen
Eine kritische Reflexion des Differenzbegriffs wird verhindert
Diskurs-Arenen
soziokulturelle Heterogenität
(soziale Ungleichheit)
soziokulturelle Heterogenität
("offener Unterricht")
Gender
Ethnizität
Milieu
Normabweichung
(SuS sind "anders")
Wie kann man Lernen unter den Bedingungen sozialer Heterogenität organisieren?
<------------------------------------------>
Kritikpunkte
1. soziale Kategorien werden als stabil vorausgesetzt
Gefahr, dass Heterogenität als vorgängig betrachtet wird (z.B. im Hinblick auf Geschlecht)
Zuerkennung eines "sozialen Aufenthaltstitels" bei gleichzeitiger Feststellung und Hervorbringung der Normabweichung, wodurch die Norm unsichtbar wird
2. Vernachlässigung einer intersektionalen Perspektive
1. Kombination eines unreflektiert-positiven Begriffs mit Kritik an einer vermeintlichen Homogenisierung durch "traditionelle" Unterrichtsformen

2. Eine kritische Reflexion des Differenzbegriffs wird verhindert
1. Können soziale Heterogenität und Leistungsheterogenität unabhängig voneinander betrachtet werden?

2. Ontologisches Verständnis von Heterogenität
Schule trägt maßgeblich zur Konstruktion von Heterogenität bei
Schule darf nicht "vor" die Differenz gesetzt werden
Diskursarenen (527-530)
Gleichheit und Differenz als kulturelle Ordnung des schulischen Feldes (z.B. Fach- und Schulkulturen)
Man sollte Heterogenität eher verstehen als...
aus dieser Perspektive ergibt sich...
Schule ist kein "neutraler" Ort, sondern sie stellt Differenzen selbst her
Auch Konzeptionen von Differenz werden sowohl bearbeitet als auch hervorgebracht (Differenzen fallen nicht vom Himmel)
Gleichheit und Differenz als kulturelle Ordnung des schulischen Feldes (z.B. Fach- und Schulkulturen)
Forschungslinien
Konstruktion von soziokulturellen Kategorien durch päd. Praktiken
Konstruktion von Leistungsungleichheit und schulischen Wissenskonzepten durch Schule
Konstruktion von sozialer Heterogenität (z.B. Ethnizität) aufgrund von Einstellungen von Lehrkräften
Schule ist kein "neutraler" Ort, sondern sie stellt Differenzen selbst her
Auch Konzeptionen von Differenz werden sowohl bearbeitet als auch hervorgebracht (Differenzen fallen nicht vom Himmel)
Heterogenität sollte als Prozess der Anwendung von Differenzierungspraktiken gesehen werden

Perspektivwechsel von einer ontologischen zu einer produktiven Sichtweise

auf welche Weise bringt Schule (Konzepte von) Heterogenität hervor?
Hervorbringung von Heterogenität im schulischen Feld (530-532)
Heterogenität sollte als Prozess der Anwendung von (schulischen) Differenzierungspraktiken gesehen werden

Schule sollte weniger mit Heterogenität umgehen, sondern sich dessen bewusst werden, dass Differenzen und deren Bedeutung in sozialen Feldern (wie z.B. im schulischen) verhandelt, gedeutet und hergestellt werden.
Wenn der Begriff selbst widersprüchlich oder sogar "leer" ist, sollte man sich seine Verwendungsweise ansehen.
Wenn der Begriff selbst widersprüchlich oder sogar "leer" ist, sollte man sich seine Verwendungsweise ansehen.
Die Hervorbringung von Heterogenität im schulischen Feld bedarf näherer Erläuterung.
aus dieser Betrachtung ergeben sich...
Wagenbach 2014
Budde 2012
Grundelemente
Gleichheit und Verschiedenheit hängen zusammen, sie gelten jeweils nur partiell
Radikale Pluralität als "unhintergehbare[n] Eigenart differenter Lebensweisen und Wissens- und Denkformen" (S.49) zu verstehen.
Radikale Pluralität als Grundlage "egalitärer Pluralität" oder "Anerkennung der Verschiedenheit auf Basis gleicher Rechte" (S.51) zu verstehen ist.
"Insofern ist Vielfalt nicht verwechselbar mit positionsloser Beliebigkeit, sie realisiert sich vielmehr erst in klarer Stellungnahme gegen herrscherliche Übergriffe. Die Wertschätzung von Pluralität bedeutet nicht eine Haltung der Indifferenz
sondern der Wertschätzung von Differenz!" (S.49)
Forderung nach Dekategorisierung
Anerkennung als positive Wertschätzung (von Differenz) in Anlehnung an Axel Honneth.
Fazit:
"Pädagogik der Vielfalt versteht sich als
Pädagogik der intersubjektiven Anerkennung zwischen gleichberechtigten Verschiedenen. Indem sie Mißachtung im Bildungswesen zu vermeiden sucht, fördert sie persönliche Bildungsprozesse, sowie Qualifikations- und Sozialisationsprozesse und wirkt den schädlichen Folgen des im Bildungssystem vorherrschenden Selektionsprinzips entgegen." (S.62)
Prengel plädiert deshalb dafür...
daraus zieht sie den Schluss, dass...
(Prengel 2006)
Gleichheit
Verschiedenheit
ist Voraussetzung
"nur partiell und in bestimmter Hinsicht" (30)
Gleichheit ist nicht Identität
Identität (z.B. Persönlichkeit) als "relativ"
--> Form der Übereinstimmung
gilt ebenfalls nur in begrenzter Hinsicht (31)
"Der Begriff der Verschiedenheit spricht qualitative Differenzen an, er ist abzugrenzen von quantitativen Differenzen, die mit dem Begriff der Ungleichheit konnotiert sind." (S.31)
--> Verschiedenheit vs. Ungleichheit
Inkommensurabilität (Unübersetzbarkeit) in Bezug auf ein spezifisches Merkmal
"[...] Sowohl Gleichheit als auch Verschiedenheit [sind] in der Lage, Aussagen über ein partielles Verhältnis, nie die generelle Beziehung mit allen Aspekten zu machen." (S.33)

--> man braucht einen Vergleichsmaßstab, ein "tertium comparationis" (ebd.)
ist Voraussetzung
Prengel: Die Semantik von Gleichheit und Verschiedenheit
Kritik von Wimmer (2014)
Differenz wird nicht als 'radikale' Differenz gedacht, sondern steht "unter der Regie der Gleichheit" (S.227)
kategorisch ausgeschlossen wird das radikal Andere
es wird so getan, als wäre das Problem der Hierarchisierung von Differenzen bereits gelöst
Anerkennung nach Axel Honneth (nach Prengel 2006 und Balzer/Ricken 2010)
Individuum
Hegels Paradoxon der Anerkennung
Herr
Knecht
bestätigt den Herrn als Herrn
bestätigt den Knecht als Knecht
Um ein Herr sein zu können, brauche ich einen Knecht und umgekehrt
jeder ist daher gleichermaßen in seiner sozialen Existenz auf die Anerkennung des Anderen angewiesen
dennoch kann man sagen, dass hier weiterhin ein eher individualistisches Menschenbild vorliegt
Gesellschaft
George H. Meads Modell der Psyche: Das I und das Me
I
Me
ohne das I wären wir völlig angepasste Wesen
das gegenwärtige I bleibt allerdings entzogen, weil es immer nur im Rückblick gleichsam einer historischen Figur durch das Me rekonstruierbar wird
Perspektivübernahme (Beispiel Fußball); ermöglicht die Entstehung eines Selbstverhältnisses "vom anderen her" (z.B. vom generalisierten Anderen)
repräsentiert gesellschaftliche Normen und Konventionen
anarchistische Blackbox
Nur eine wechselseitig anerkennende Haltung ermöglicht es mir, den anderen die Herausbildung einer intakten Identität zu ermöglichen.
Anerkennung wird zur Kernkategorie menschlichen Zusammenlebens.
Die Verweigerung von Anerkennung (z.B. Missachtung) bedeutet, den anderen von sich selbst 'abzuschneiden', ihm die Entwicklung eines intakten Selbstverhältnisses zu verweigern.
Anerkennung wird ein unzweideutig positiver Charakter zugesprochen
Anerkennungsform

Art des Selbstverhältnisses
Liebe

Recht

Solidarität
Selbstvertrauen

Selbstachtung

Selbstschätzung
Gesellschaft & Individuum
Kritik von Balzer (2012)
Differenzen sind nicht Differenzlos, weil sie spezifische Unterschiede klassifizierend hierarchisieren (S.19)
Verschiedenheit kann mit sozialer Ungleichheit verbunden sein und ist dann keineswegs "bereichernd" (S.19)
Differenz kann nicht als gegeben ("ontologische Tatsache") verstanden werden, sondern wird - Falle Balzers - qua Anerkennung hervorgebracht (S.21.f.)
Fazit:
Der Zusammenhang von Differenz und Vielfalt stellt ein Dilemma dar. "Differenzanerkennung kann einerseist selbst Ungleichheiten (re-)produzieren; andererseits können 'Bilkdungsprozesse in einem von Differenzen präformierten Kontext [...] Ungleichheiten [(re-)produzieren], wenn diese Differenzen nicht erkannt und anerkannt werden.
--> Es geht also nicht um ein Für oder Wider der Differenz sondern um eine Reflexion ihrer jeweiligen Wege und Effekte (S.23)
Einschränkung des Blicks auf pädagogische Verhältnisse:

nur "positive" Akte werden als anerkennend verstanden. Dabei bleibt unklar, welche Akte wann für wen als positiv gelten können (was meint eigentlich positiv?) (S.14)
Anerkennung wird auf die Bestätigung etwas bereits vorhandenen reduziert (S.14), die produktive Seite von Anerkennung bleibt unberücksichtigt
fehlende (positive) Anerkennung wird automatisch als Defizit ("Beschädigung der Person") gewertet (S.15)
pädagogisches Handeln ist grundsätzlich widersprüchlich, so dass ein "positives" Verständnis von Anerkennung ihm nicht gerecht werden kann (S.15)
Balzer/Ricken 2010 - Kapitel II: Moralische Praxis
Anerkennung von Differenz

Anerkennung tendiert dazu, Annahmen über Identitäten zu zementieren (S.18)
Anerkennung ist immer kulturell codiert und nicht Anerkennung von irgendetwas (S.18)
Anerkennung "[macht] den anderen oder die andere allererst auch dazu, als wen sie ihn oder sie anerkennt." (S.19)
Balzer/Ricken 2010 - Kapitel III: Differenz- und Konstitutionsproblematik
auch vermeintlich nicht-positive Akte sollten als Anerkennung verstanden werden (S.22)
Anerkennung als Bestätigung und Stiftung (--> "doppelter Zug" der A.) (S.22f.)
Unterwerfendes Geschehen (S.24)
Hervorbringung von Subjekten und Subjektivitäten sowie handlungsfähigkeit (--> Subjektivierung) (S.24f.)
In Anerkennung ist man dem Anderen auf existenzielle Weise ausgesetzt, man ist "außer sich gesetzt" (S.25)
analytisches Verständnis von Anerkennung
Schlussfolgerungen für päd. Handeln
pädagogisches Handeln gerät als ambivalentes (Anerkennungs-)Geschehen in den Blick, weil es gleichzeitig bestätigend und negierend, ermöglichend und einschränkend, unterstützend und disziplinierend ist. (S.26)
Pädagogisches Handeln bleibt somit immer uneindeutig (S.27)
Der Zusammenhang von "Verhältnissen und Selbstverhältnissen, von Sozialität und Individualität" kann reformuliert werden (S.27)
"Mit Anerkennung ist die zentrale Frage berührt, als wer jemand von wem und vor wem wie angesprochen und adressiert wird und zu wem er/sie dadurch vor welchem (normativen) Horizont sprachlich bzw. materiell etablierter Geltungen gemacht wird [...]" (S.28)
"in pädagogischen Praktiken [werden] Ordnugnen und Normen der Anerkennbarkeit als Sinnordnungen von Macht wohl nicht nur reproduziert, sondern immer auch etabliert und hervorgebracht, gerade weil sich Subjekte in ihnen als anerkennbar oder nicht-anerkennbar adressieren und sich so dazu anhalten, sich Kategorien einer anerkennbaren Existenz nicht nur zu unterwerfen, sonder dies auch zu verschieben und zu erweitern." (S.30)
Anerkennung wird als Adressierung konzipiert, sie wird damit "beobachtbar":
Kritikpunkte
führt zur Entwicklung eines analytischen Verständnisses von Anerkennung
ermöglicht es, Anerkennung als Adressierung zu konzipieren
Balzer/Ricken 2010
Balzer/Ricken 2010
Balzer/Ricken 2010
Beispiel (Rabenstein/Reh 2013)

Praktikenbegriff
Praktiken als "nexuses of doings and sayings" oder "nexuses of activity" (S.244)
Praktiken ordnen die soziale Interaktion
Interaktion wird nicht mehr von den "autonom" handelnden Individuen aus betrachtet, sondern vom Standpunkt sozialer Praktiken, welche Interaktion ermöglichen, strukturieren und produktiv hervorbringen (z.B. durch pädagogische Praktiken des Disziplinierens o.ä.), zum Begriff sozialer Praktiken siehe auch Alkemeyer 2013, insb. S.43ff.
Subjektivierung in Praktiken am Beispiel von Subjektpositionen im geöffneten Unterricht
Zentrales Beispiel für die Verwendung von Heterogenität im pädagogischen Diskurs
Kritik am Verständnis von Heterogenität und Anerkennung
Veränderung der Perspektive auf Heterogenität
Literatur

Alkemeyer, Thomas (2013): Subjektivierung in sozialen Praktiken. Umrisse einer praxeologischen Analytik. In: Thomas Alkemeyer, Gunilla Budde und Dagmar Freist (Hg.): Selbst-Bildungen. Soziale und kulturelle Praktiken der Subjektivierung. Bielefeld: Transcript (Praktiken der Subjektivierung, 1).

Balzer, Nicole (2012): Die Vielfalt der Heterogenität. (Um-)Wege und Kritiken der Anereknnung von Differenz. In: Julia Košinár, Sabine Leineweber, Heike Hegemann-Fonger und Ursula Carle (Hg.): Vielfalt und Anerkennung. Internationale Perspektiven auf die Entwicklung von Grundschule und Kindergarten. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren (Entwicklungslinien der Grundschulpädagogik, 10), S. 12–25.

Benjamin, Jessica (1990): Die Fesseln der Liebe. Psychoanalyse, Feminismus und das Problem der Macht. Basel: Stroemfeld/Roter Stern.

Budde, Jürgen (2012): Problematische Perspetiven auf Heterogenität als ambivalentes Thema der Schul- und Unterrichtsforschung. In: Zeitschrift für Pädagogik 58 (4), S. 522–540.

Butler, Judith (2003): Noch einmal: Körper und Macht, in: Honneth, Axel / Saar, Martin (Hg.): Michel Foucault Zwischenbilanz einer Rezeption, Frankfurt/M.: Suhrkamp, S. 52-67.

Butler, Judith (2005): Gewalt, Trauer, Politik, in: Butler, Judith (Hg.): Gefährdetes Leben. Politische Essays,
Frankfurt/M.: Suhrkamp, S. 36-68

Düttmann, Alexander García (1997): Zwischen den Kulturen. Spannungen im Kampf um Anerkennung, Frankfurt/M.: Suhrkamp.

Heberle, K. & Kranefeld, U. (2014). Zur Konstruktion von Leistungsdifferenz im instrumentalen Gruppenunterricht. In B. Clausen (Hrsg.), Teilhabe und Gerechtigkeit. Musikpädagogische Forschung: Bd. 35 (S. 41-56). Münster: Waxmann.

Prengel, Annedore (2006): Pädagogik der Vielfalt. Verschiedenheit und Gleichberechtigung in interkultureller, feministischer und integrativer Pädagogik. 3. Aufl. Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. (Reihe Schule und Gesellschaft, 2).

Ricken, Norbert; Balzer, Nicole (2010): Anerkennung als pädagogisches Problem. Markierungen im erziehungswissenschaftlichen Diskurs. In: Alfred Schäfer (Hg.): Anerkennung. Paderborn: Schöningh (Pädagogik Perspektiven), S. 35–87.

Todorov, Tzvetan (1998): Abenteuer des Zusammenlebens. Versuch einer allgemeinen Anthropologie. Unter Mitarbeit von Wolfgang Kaiser. Ungekürzte Ausg. Frankfurt am Main: Fischer-Taschenbuch-Verl (Fischer Forum Wissenschaft Gesellschaften, 14077). Online verfügbar unter http://www.gbv.de/dms/faz-rez/F19961202CANEU--100.pdf.

Walgenbach, Katharina (2014): Heterogenität - Intersektionalität - Diversity in der Erziehungswissenschaft. Opladen: Budrich (UTB, 8546). Online verfügbar unter http://www.utb-studi-e-book.de/9783838585468.

Wimmer, Michael (2014): Vergessen wir nicht - den Anderen! In: Hans-Christoph Koller, Rita Casale und Norbert Ricken (Hg.): Heterogenität. Zur Konjunktur eines pädagogischen Konzepts. Paderborn: Schöningh Paderborn (Schriftenreihe der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie der DgfE), S. 219–240.

Zitatesammlung


"Man kann mich niemals mit Vergnügen (Anerkennung) füllen, wie man eine Flüssigkeit in einen Schlauch gießt."
(Todorov 1998, S.72)




"Was ich begehre, ist die Beziehung - Liebe, Trost, Anerkennung -. und nicht irgendein Etwas, das diese Beziehung mir einbringen könnte"
(Todorov 1998, S.72)


Was tut man, wenn man jemanden anerkennt?
"Jedes Anerkennen antwortet auf die Forderung im Entzug des anderen; jedes Anerkennen überrascht den anderen, indem es ein Anerkanntes stiftet, und läßt sich gleichzeitig von dem Entzug des anderen affizieren. Das Anzuerkennende weiß nicht, was ihm und was durch es dem Anerkennenden widerfährt. Umgekehrt weiß auch das Anerkennende nicht was ihm und was durch es dem Anzuerkennenden widerfährt."
(García Düttmann 1997, S.53)

"Ich bin mir selbst gleichsam immer anders, und es gibt keinen abschließenden Moment, in dem ich zu mir selbst zurückkehre. [...] Anerkennung wird zu jenem Prozess, durch den ich ein anderer werde, als der, der ich gewesen bin, wodurch ich die Fähigkeit einbüße, zu dem zurückzukehren, was ich gewesen bin."
(Butler 2003, S.41)

"Bedürfnis des Selbst - Bedürfnis nach einem Selbst"
(García Düttmann 1997, S.52)
Beispiel (Heberle/Kranefeld 2014)

Herstellung von Leistungsdifferenz im instrumentalen Gruppenunterricht
Ansätze der kritischen Betrachtung des Heterogenitätsbegriffs werden zu Grunde gelegt
Literatur
Seminar: Heterogenität und Musikunterricht: Theoretische Rahmungen | Samuel Campos | Sommersemester 2015
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