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Interreligiöser Dialog

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by

Christine Michaely

on 14 July 2014

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Transcript of Interreligiöser Dialog

Interreligiöser Dialog
Gliederung
1. Was ist Interreligiöser Dialog?
2. Geschichte des Interreligiösen Dialogs
3. Befürworter und Kritiker
4. Beziehung Christentum - Islam
5. Beziehung Christentum - Judentum
6. Fazit
7. Literaturverzeichnis
Vorwurf:
zu starke Vereinheitlichung verschiedener Religionen
Vermischung von (Un-)Wahrheiten
dient nur zur Bekehrung und Mission der eigenen Religion Scheindialoge
Missbrauch als gesellschafts-politisches Instrument
Reduzierung auf Religion
keine Lösung von sozialen Problemen
Christentum - Islam
Geschichte
Gemeinsamkeiten & Unterschiede
Mögliche Probleme
Sprachbarrieren
Vielfalt in beiden Religionen
sehen sich beide als absolute Offenbarung Gottes
Infragestellung des Christentums durch den Islam
Andersgläubige = Dhimmi Machtgefälle
Gemeinsamkeiten...
Prophet, Messias
Monotheismus
"Du sollst keine fremden Götter neben mir haben." (Ex 20,3; Dtn 5,7)

"Es gibt keinen Gott neben Allah" (Sure 2, 116-117)
Abraham
Jesus
Prophet und Diener Gottes
und daraus resultierende Unterschiede...
Praxis
gegenseitige Moschee- und Kirchenbesuche
Interreligiöse Stadtführung
"Speisereise"
Gebetstreffen
Bildungs- und Freizeitangebote
Quellen- und Literaturverzeichnis
Wichtige Ereignisse
1893
"Weltparlament der Religionen"
in Chicago
Felix Körner: Der christlich-islamische Dialog. Grundsatzfragen in katholischer Sicht, in: Dialog der Religionen. Eine interdisziplinäre Annäherung, hg. v. Elisabeth Zwick, Norbert Johannes Hofmann, Berlin 2013, S. 79-106.
Udo Tworuschka: Die Weltreligionen und wie sie sich gegenseitig sehen, Darmstadt 2008.
Küng, Hans: Das Judentum. Die religiöse Situation der Zeit, München 2005.
Brechenmacher, Thomas: Der Vatikan und die Juden. Geschichte einer unheiligen Beziehung vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, München 2005.
Bernhardt, Reinhold: Ende des Dialogs? Die Begegnung der Religionen und ihre theologische Reflexion, Zürich 2005.
Zager, Werner: Universale Offenbarung? Der eine Gott und die vielen Religionen, Leipzig 2013.
Online-Quellen
http://www.ekd.de/ezw/Lexikon_106.php
http://www.bistum-hildesheim.de/bho/dcms/sites/bistum/gesellschaft/interreligioeserdialog_oekumene/dialog.html
http://www.cibedo.de/
CIBEDO


Fachstelle der Deutschen Bischofskonferenz in Frankfurt
1978 in Köln gegründet
Aufgaben:
Dialog
Pädagogik
Veröffentlichungen
Lehre
Dokumentation
CIBEDO
Wichtige Dialogthemen:

Islam in Deutschland
Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI.
Moscheebau in Deutschland
Interreligiöses Gebet
Interreligiöse Ehe
usw.
Jesus
als Sohn Marias, aber nicht Sohn Gottes
Ablehnung des Sühneopfers am Kreuz
Koran
Was ist Interreligiöser Dialog?

Definition:

Ein vieldimensionales Begegnungs- und Austauschgeschehen zwischen Personen oder Gemeinschaften verschiedenen Glaubens
Findet zwischen zwei oder mehreren Seiten statt
Bezieht sich auf die Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus)
Beruht auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit Gleichberechtigung
Merkmale
Praktische Ebene
Dialog des Lebens und Handelns

Kognitive Ebene
Wissenschaftlich-theologischer Dialog
Suche nach Ähnlichkeiten, Gemeinsamkeiten und Unterschieden in der Lehre

Spirituelle Ebene
Religion „von innen heraus“ erfahren und verstehen
Drei Ebenen
Eigene religiöse Identität
Mindestmaß an religiösem Wissen über die eigene, wenn möglich auch die andere Religion
Lernwillen und Lernfähigkeit
Respekt und Hochachtung vor der Person und dem Glauben des Anderen
Offenheit und Höflichkeit
Bereitschaft zum Dialog
Voraussetzungen
Ziele
Dialog will nicht
Mission oder Religionsvermischung
Keine gemeinsame Kompromiss-Wahrheit oder Kompromiss-Theologie

Dialog will
Gegenseitige Verständigung
Aufbau von Vertrauen, Respekt und Verstehen
Abbau von Unkenntnissen, Vorurteilen und Ängsten

Veränderung der Wahrnehmung von Religion
Religion als potenzieller Fanatismus (z.B. Anschläge)
Globalisierung
Migration
religiöser Pluralismus
Wozu überhaupt Interreligiöser Dialog?
Befürworter und Kritiker
Befürworter
Meist Vertreter von
Pluralismus
Gleichheitsgedanken
Inklusivismus

Keine Alternative außer Dialog!
Einzig mögliche Strategie gegen Radikalisierungen
Möglichkeit zur Integration religiöser Minoritäten
Bereicherung des eigenen Glaubens durch Austausch
Jüdisch-christlicher Dialog
Um 1930: Institutionen, die sich Missions- und Konversionsarbeit für Juden widmen
Nach 1945: Umstrukturierung auf Dialog
Dialog v.a. nach Ausschwitz
Verbrechen der NS-Zeit wirken wie Katalysator
Fragen nach
Schuld und Versagen der Christen
historischen Formen christlicher Judenfeindschaft
Auswirkungen des tradierten Antisemitismus
Jüdisch-christlicher Dialog
Jüdisch-christlicher Dialog
Erst kein Dialog Gleichgestellter
Alte Komplexe belasten Dialog
Bis 1950er Jahre: Papst noch sehr verhalten
Ab 1950 kleinere Schritte zur Verständigung
Zweites Vaticanum: Öffnung für den interreligiösen Dialog
1964: Papst Paul VI. reist nach Israel
30.12.1993: Grundlagenvertrag Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zw. Heiligem Stuhl und Staat Israel
Nach 1945: vermehrt Einrichtungen zum jüdisch-christlichen Dialog
Interreligiöse Arbeitsgemeinschaften
Gesprächskreise
Christlich-jüdische Räte
Verbände und Dachverbände
Expertenforen
U.v.m.
Jüdisch-christlicher Dialog in der Praxis
Gemeinsamkeiten...

Monotheismus: nur ein Gott
Göttliche Offenbarung
Altes Testament/Tanach als Heilige Schrift
Bund mit Abraham Stammvater des Volkes Israel
...und darauf aufbauende Unterschiede
Nur ein Gott?
Dreifaltigkeit als Verstoß gegen den Monotheismus
Stellung der Tora
Tora als Abschluss der Offenbarung vs. Auferstehung Jesu als Abschluss der Offenbarung
Jesus
Jesus = Jude
War eine historische Gestalt
kann historisch-kritisch untersucht werden
Thema im Judentum nicht immer einfach
Vorbehalte gegenüber dem NT
Durchaus positiv bedacht (vorbildlicher Jude)
Allerdings: Kein Messias!
„Der Glaube Jesu einigt uns, aber der Glaube an Jesus trennt uns.“
Auffassung Jesu im Judentum?
Hans Küng: Dialog „von unten“
Frage vom Menschen aus: Wie war der Mensch Jesus? Wie sahen ihn seine Jünger?

Antwort eines jüdischen Freundes von Küng:
„Was uns eigentlich trennt, sind die letzten 48 Stunden vom Nachmittag des ersten Karfreitags an. Das sind (...) die ausschlaggebenden Tage, auf denen so gut wie die ganze Christologie beruht.“
Dialog über Jesus?
Was ist Interreligiöser Dialog?
Auszug aus "Nostra aetate" Artikel 2
Kritiker
Ibrahim als Stammvater
Abraham als Stammvater
Mohammed
Mögliche Begegnungs- und Austauschorte
Bezieht sich auf interreligiösen Dialog der abrahamitischen Religionen
Gemeinsamkeit: Figur Abrahams
Zwist zwischen den Religionen beheben durch Rückbesinnung auf gemeinsame Ursprünge
Vertreter: Hans Küng, Karl-Josef Kuschel
Abrahamitische Ökumene
Abrahamitische „Ökumene“?

Begriff heute oftmals problematisch gesehen

„Ökumene“ strebt Einigung an
Religionen sind zwar ähnlich, aber nicht gleich
Begriff lässt gemeinsame Grundlage annehmen, die eventuell nicht gegeben ist
1910
"Weltkongress für Freies Christentum und religiösen Fortschritt"
in Berlin

Beginn einer ersten Auseinandersetzung der Religionen
hatte Einfluss auf das zweite Vatikanische Konzil
Wichtige Ereignisse
1964 Gründung des "
Sekretariat für Nicht-Christen",
seit 1988
"Päpstlicher Rat für den Interreligiösen Dialog"
1962-1965 zweite V
atikanische Konzil
Äußerungen zu nicht-christlichen Religionen in
Nostra aetate, Dignitatis humanae
und
Lumen gentium
Wichtige Ereignisse
1993 das zweite
"Weltparlament der Religionen"
1995 Gründung der
"Stiftung Weltethos"
1999 das dritte
"Weltparlament der Religionen"
2002 Jahreskonferenz der
"WCRP" (
World Conference on Religion and Peace) in Berlin
2008
"Katholisch-muslimischs Forum"
im Vatikan
1986
"Weltfriedensgebet"
in Assisi unter großer interreligiöser Beteiligung
Wichtige Ereignisse
Auszug aus "Lumen gentium" Artikel 16
"(...)Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird. Aber auch den anderen, die in Schatten und Bildern den unbekannten Gott suchen, auch solchen ist Gott nicht ferne, da er allen Leben und Atem (...) gibt und als Erlöser will, daß alle Menschen gerettet werden ."
"Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet. (...)Deshalb mahnt sie ihre Söhne, daß sie mit KIugheit und Liebe, durch Gespräch und Zusammenarbeit mit den Bekennern anderer Religionen (...) jene geistlichen und sittlichen Güter und auch die sozial-kulturellen Werte, die sich bei ihnen finden, anerkennen, wahren und fördern."
Abraham
als erster Muslim
richtet mit Sohn Ismael zerstörte
Kaaba
wieder auf
Adam
als Erbauer der Kaaba in
Mekka

Adam
Prophet Gottes, erster Mensch
Vater der Menschheit, Prophet
Scharia
1970 Gründung der
"World Conference on Religion and Peace (WCRP)"
in Kyoto
Christlich-islamische Begnegnungs- und Dokumentationsstelle
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!!!
Wichtige Ereignisse
Fazit
interreligiöser Dialog ist immer auch interkultureller Dialog
alleinige Toleranz reicht nicht aus
Wissen um eigene Religion notwendig
richtiges Verhältnis zwischen eigenem Wahrheitsanspruch und der Anerkennung und Verständnis für die andere Religion
Full transcript