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Mediengeschichte

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by

Maike Brunklaus

on 15 June 2016

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Transcript of Mediengeschichte

Medien als materielle Vermittler mit Problemlösungsfunktion
--> ermöglicht und formt soziale Ordnung
früher Anteil des Mannes an Fortpflanzung nicht bekannt
--> Frau trifft Entscheidung über Fortpflanzung --> Existenzsicherung
archaische Periode
stiftet soziale Ordnung, weil Gesellschaft um Fortpflanzung herum organisierrt ist
2 mediale Funktionen der Frau:

- soziales Steuerungsmedium per Mutterschaft
(Faulstich: biologische Basis --> Sein)

-Vermittler im Kommunikationsprozess menschlicher Gemeinschaften mit Transzendenz/ Kosmos/ Schöpfung
- Nachsagung göttlicher Eigenschaften (Menstruationszyklus - Mondzyklus)
(Faulstich: ideologischer Überbau Bewusstsein
(vorreligiös)
Medium -> Frau
materielle Welt und Transzendenz nicht getrennt
--> ganzheitliche Weltsicht
Frau nicht Verbindung zum sonst unerreichten Kosmos
--> durch sie Teilhabe am kosmischen Schöpfungsprozess bzw. sinnlich nachempfinden (Sex)
Orgasmus--> tieferes Nachempfinden
neben Frau auch andere Medien, die im Wesentlichen sich aber wieder auf Frau beziehen (vorsichtige Versuche der Sublimierung)

x Initiationsriten
Ritus zur Initiation in die Geschlechtsreife und damit ins Erwachsenenleben
x kultische Orgien
(sakral-promiskuitive Jungfrau)
(heilige-mit vielen Männern Sex habende junge Frau)
Stellung Frau nicht herrschaftlich
(Akkumulation von Macht)

-->sondern medial
(vernünftige Entscheidung zur Erhaltung der Gesellschaft
erste Medienrevolution
Matriarchat
Patriarchat
x Männer entdecken Anteil an Fortpflanzung
x Stimulierung der Erde nicht notwendigerweise im Zusammenhang zur Frau
--> Seins-Ebene/ soziale Sonderstellung als soziales Steuermedium per Mutterschaft verliert an Legitimation
Medium = Opferritual
Trennung zwischen materieller Welt und Transzendenz
Funktionen
x Geben, um zu bekommen
--> Medienhandel instrumentalisiert

x Sühne nach Stellvertreter Prinzip
-->durchgeführt durch männlichen Priester
(als Jäger schuldig --> Rückgabe von vorher Entwendetem aus Kosmos)
Seinsfundierung
Handlungsfundierung
Hochkulturen der Antike
Übergang ca. 2500 v. Chr
2 wesentliche medienhistorische Entwicklungen:
x Profanisierung des Mediengebrauchs
kultischer Gebrauch --> alltägliches Kommunikationsmittel
x Bedeutungsgewinn der Schreibmedien gegenüber der Menschmedien
(Menschmedien weiterhin dominant)
Produktfundierung
weitere Medien
der Antike
x Fest
x Theater
x Lehrer
mündliche Phase
Medien:
x Frau
x Opferritual (Priester zunächst nur in Kombi mit Opferritual ein Medium)
x Tanz (Kommunikations-, Speichermedium + Medium der Reflexion
x Sänger
(Speichermedium (kult., relig., histor.-poet Informationen,
(mykerische Kultur --> 1600-1200 v. Chr.)
Unterhaltungsmedium (griech.Kultur --> 900-500 v. Chr.)
x Bote (Träger von Schriftmedien)
x Theater in der Tradition von Opferritual, Tanz + Sänger --> Vergesellschaftungsbereich) (Griechenland --> ab 6. Jhdt. v. Chr)
Vorteile der Mündlichkeit

X Hohes Maß an Eindeutigkeit
-->Möglichkeit zur Interaktion (Nachfragemöglichkeit)
+ Ergänzungsmöglichkeit (Gestik+Mimik)

x Rhetorik und literarische Formen kompensieren Gedächtnis- Problematik
--> Vers-Bildung
Vom Zeichen zur Schrift
älteste Zeichenfunde: Höhlenmalerei (Chauvet 32000 v. Chr.)
--> Höhle als Ort signalisiert Übergang zum Individualmedium

Bedeutung Höhlenmalerei:
Jagdtotem - Stammesgeschichte - Wertespiegel
seit 8000 v. Chr.:
Sumerer verwenden Tonfiguren als Zeichen
ab 3700 v. Chr.:
Tonfiguren in hohlen Tonbällen
--> Abbildungsproblem
-->
Schrift
--> Markierungen auf glattem Untergrund

erstes Schriftmedium:
Wand
32000 v. Chr.:
älteste Zeichenfunde: Höhlenmalerei

Höhle als Ort signalisiert Übergang zum Individualmedium
zweites Schriftmedium:
Stein- und Tonplatte
-->
3100 v. Chr.:
Zahlen als praktische Lösung mehrerer gleicher Figuren/ Zeichen
-->
8. Jhdt. v. Chr.:
Alphabetschrift bei Griechen
ab 3. Jhdt. v. Chr.:
Vorläufer der Staatspost (Griechenland)
--> Diverse Gravurmaterialien dominant
--> Papyrus
ab 2. Jh. v. Chr.:
Pergament dominant
weitere Schriftmedien bis 600
x Wachstafeln (Rom)
x Blatt (Papyrus, Tafel)
x Rolle (Anlehnung der Vorlese-Performanz an mündliche Rede)
--> deswegen keine frühere Form des Buches
--> Schriftrolle impliziert Untrennbarkeit des Textes
x Kodex (erste Form des Buches)
ab 4. Jh.:
Kodex als dominantes Schriftmedium
Papier in China ab 100
in Europa 11. Jh.
Vorteile der Schriftlichkeit
x keine räumliche & zeitliche Präsenz von Sender & Empfänger nötig
x neue Ausdrucksmöglichkeit
x Bedeutungsgewinn hypotaktisher Satzbau
x Schreiber & Leser können über das Geschriebene nachdenken
x Speichermöglichkeit unabhängig von menschlichen Gehirn
gesellschaftliche Folgen der Schriftlichkeit:
x Komplexitätssteigerung in Sprache & Deuten
x Archivierung
x Interpretationsprobleme (Mittelalter -> Hermeneutik)
x Ausdifferenzierung komplexer Staatswesen
Vom Schrift zum Text
Text: Formal und inhaltlich zusammenhängende Reihung von Schrift

Formale Strukturierung von Sprache erst mit Schrift nötig
--> abhängig von der Vertrautheit des Publikums mit dem Schreiber

Entwicklung von System zur Textstrukturierung über Jahrhunderte
(Trennung v. Wörtern/ Sätzen + Teilsätzen/ Absätzen)
Christliches Mittelalter
(800-1400)
Bevölkerungswachstum
--> Verdreifachung von 600 bis 1300

==> Erklärung für den Bedarf neuer Steuerungs- und Kommunikationsmedien
(siedlungsgeschitliche Grenzen des christlichen Mittelalters)
Beginn des Mittelalters mit der Krönung Karls des Großen zum Kaiser durch Papst Leo III
erstmals geistliche Macht gegenüber weltlicher Macht
Zäsur im Sinne von Geschicht als
Macht-Geschichte
Karl der Große als Begründer des deutschen Bibliothekswesens
Zäsur im Sinne von Geschichte als Medien-Geschichte
Ende des Mittelalters
als Ende der Vorherrschaft geistlicher Macht
Macht-Geschichte
Beginn des 15. Jhdt.
--> maßgebliche soziale & technologische Innovationen signalisieren Übergang zur Dominanz der Druckmedien im Bereich der Schriftmedien
Medien-Geschichte
Machthistorisch problematisch:
Blütezeit der Hexen-& Ketzerverfolgung als Zeichen geistlicher Macht um 1600
Ende Christ. Mittelalter (um 1500)
Dominanz der Druckmedien
Kloster
geistliches Herrschaftszentrum
Hof/ Burg
weltliches Herschaftszentrum
--> späteres Mittelalter ersetzt durch Stadt als höfisches Herrschaftszentrum
Kirchenraum
(Dorfgemeinde)
Land/ Dorf
Mittelalterliche Gesellschaft in 4 größtenteils voneinander getrennten Teilöffentlichkeiten
Gebiet weltlicher Herrschaft
--> 90 % der Bevölkerung
Gebiet geistlicher Herrschaft
Machtausübung
Machtausübung
Teilöffentlichkeit: Adel, Hofstaat, höhere Verwaltung, Ritter, Bedienstete, Künstler
Medien der Burg
(vor 12. Jhdt. des Hofes)
Narr:
Illustrierte des Mittelalters (Faulstich)
Historisch: Verunglimpfung geistlicher
Macht
--> deshalbt trafitionell von geistl. Macht diffamiert
--> gegen Ende des MA deshalb stake Marginalisieurng (analog zur Hexenverfolgung)
Unterhaltungs- & Erfolgsmedium
(Statussymbol)
liberales Kontrollmedium: vertikaler Vermittler mit
Redefreiheit
Medien des Hofes
Sänger:
x meist festangestellt
für konkrete Funktionen
x Unterhaltungsmedium ("mit Niveau")
x Live-Medium (ad-hoc-Dichtung nach Publikum)
x Kontrollmedium:
- Normenstabilisierung
- Psychosoziale Sublimierung
-->Liebe zum höheren Stand
(Minnesänger)
--> Agressionsbewältigung
x immer männlich
Blatt:
Speichermedium --> Verträge, Erlässe
Buch:
Erfolgsmedium (Prestige)
Teilöffentlichkeit: bauerliche Bevölkerung, Leibeigene

mangelnde Medienkompetenz und Mediennutzung ursächlich
Medien des Landes/ Dorfes
Fest:
(inkl. Bauernspiele + anderer Schau-Spiele
anlassbezogen
Unterhaltungsmedium
Interaktionsforum
Kontrollmedium: Normenkontrolle
ErzählerIn:
alltäglich/ tätigkeitsbegleitend oder als professionelle Rolle in der Dorfgemeinschaft
Performanzorientiert
Erzählen von Nicht-Alltäglichen im Alltag
Geschlechtsspezifische Erzählungen
Unterhaltungs-, Speicher- und Sozialisationsmedium (insb. in Kinderstube; Normenstabilisierung)
Aktualität nicht maßgeblich
oft Frauen, die sich sonst keinen Unterhalt verdienen können
Medien des Klosters/ der Universität
Buch:
4 Arten: geistlich, antik, Schulbuch, themenspezifisch

6. Jhdt.: Lesen eines Buches für Mönche während der Fastenzeit obligatorisch (Pflicht)
Ab 6. Jhdt.: Skriptorien in Klöstern; Abschrift auch antiker Bücher (Rollen: Dictator, Scriptor, Kopist)
Anfang 13. Jhdt.: Verbreitung der Scholastik
--> "Aufklärung des Mittelalters"
kontemplativen/ besinnlichen Lesen -->wissenschaftl. Lesen
Buch als Kultgegenstand --> Arbeitswerkzeug
statisches Buch --> Hand-Buch
Erst 1546: Vulgata (Hieronymus) als die "Standardbibel"
Aufkommen städt. Universitäten (2. Hälfte MA)
--> Buch: Kult- & Herschaftsmedium (Speicher)
--> Kultur- & Bildungsmedium
für Professoren & Studenten (allt. Instrument)
Magister
als Gatekeeper über das Wissen & Denken seiner Studierenden sowie über Texte
(Steuerungsmedium + Medium geistlicher Macht)
--> Bedeutung dieses Mediums nimmt ab, als die Defizite von Überredung im wiss. Kontext offensichtlich werden
Medien des Kirchenraums
Messen vor den Gläubigen, statt mit den Gläubigen
Kirchentheater (insb. zu hohen Festen)
Sänger/ Betender
Tradition der medialen Rolle im Rahmen eines religiösen Rituals (vgl. Opferritual)
Psalmvortrag
Priester (als Prediger)
Herrschaftsmedium
Bildungsinstanz
Glasfenster
Weiterentwicklung des Mediums Wand
Medium religiöser Unterweisung (zeitgemäße Anoassung biblischer Geschichten
Bettelmönche:
zielgruppenorientertes Handeln (Seelsorge)
Medium der Kirche -
Rückgewinnung "verlorener Schafe" und v.a. Missioniereung
Mittler zwischen Kloster, Kirchenrau, Stadt, Universität
Häufige Berufung zu Profs, da Unis in Kirchenhand
Fahrende:
horizontale Mobilität
Katalysatoren kulturellen und gesellschaftlichen Wandels (Feudalismus --> bürgerl. Gesellschaft)
maßgebliches grenzüberschreitendes Medium des MA
Brief:
keine zentrale Botenorganisation
Übergang Menschmedium-Schreibmedium größtenteils vollendet
Individualmedium --> Austauschmedium (bspw. Minne)
geistl.: postoral (Ablassbriefe)
später an die Öffentlichkeit gerichtetes Propagandamedium ((meist fälschliche)Zitierung der Gegenbriefe)
Kaufmännischer Briefverkehr
Einsatz in geistlicher & weltlicher Verwaltung
(Rom <--> Kirchenraum),
+ in der Archivierung und Chronologie
Übergang Menschmedium
--> Schriftmedium größtenteils vollendet
Individualmedium --> Austauschmedium
Zweite Medienrevolution
Prozess des Übergangs der Dominanz der Menschmedien zu den Druck- bzw. Schriftmedien beginnt
--> Damit auch Medienfunktion:
Archivfunktion statt Live-Funktion
um 1041 in China:
Hochdruck durch Einzellettern im Setzverfahren
Seit 14. Jh.:
Verbreitung der Papierherstellung in Europa
15. Jh.:
Schreibstuben, die auf Vorrat produzieren
Um 1398:
Entstehung des Holzschnitts in Europa
1403:
Druck mit metallischen Lettern in Korea
1450:
Gutenbergs Drucktechnik mit bewegl. Lettern
1490:
Post-Gründung durch Franz von Taxis
2te Medienrevolution Gesellschaft
Bevölkerungswachstum
Frühkapitalismus (Grundbesitz verliert an Bedeutung gegenüber Produktionsmitteln)
Reformation (1517) und Gegenreformation
Absolutismus
(Wieder-)Erkennung des "Ich"
Medienhandeln: sozialpublizistisch --> agitatorisch
(beides eher S(O)R)
körperlich-geschlechtlich-mütterlicher "Kultus des Busens"
Frau als Medium der Kosmos-Erfahrung
Frau in der Feindseligkeit des Christentums (als die Ur-Sünderin)
Frau im körperlich-geschlechtlich-mütterlichen "Kultus des Busens"
--> generelle Neuausdeutung von Geschlechtlichkeit als Element des Amüsements
Die Frühe Neuzeit
Europa in Aufbrüchen & Krisen
(1400-1700)
Humanismus und Renaissance
Kriege (100- & 30-jähriger Krieg)
Religiöse Neubesinnung in der Folge der Reformation --> Diesseitsorientierung
Wissenschaftliche Entdeckungen (da Vinci, Kopernikus)
Erneuerung der bildenden Kunst (da Vinci)
Rationalisierung und Säkularisierung
Druckmedien endgültig dominant gegenüber Mensch- & Schreibmedien
später: Barock Bild gewinnt gegenüber Schrift wieder an Bedeutung (Dominanz der Druckmedien wird wieder etwas relativiert
Merkantilismus
Entwicklung Handelskapitals --> dominante Rolle des Wirtschaftssystems über andere gesellschaftliche Teilsysteme
Ende 17. Jhdt.: Refeudalisierung & Souveränität als politische Prinzipien
Druckmedien werden entgültig dominant gegenüber Mensch- & Schriftmedien
Ende 16. Jh.:
Bild gewinnt gegenüber Schrift an Bedeutung
Ende 17. Jh.:
Refeudalisierung & Souveränität als pol. Prinzipien
1517:
Reformation
und Gegenreformation
Reformation als Kritik am Menschmedium Papst ist gleichzeitig religiöser und politischer Macht (verkörpert Identität beider Seiten)
Luthers Übersetzung der Bibel in die dt. Sprache
Bibelbezug von Predigern
"Profanisierung der Theologie"
--> immer mehr Leute können die Bibel lesen, und den Priester prüfen
--> "Priesterdämmerung" (Faulstich)


Katechismus --> Alphabetisierung der Landbevölkerung
--> Lesen als Schlüssel zum Heil
--> Schreiben und Rechnen zum Handeln
Druckmedien konstituieren remormatorische Öffentlichkeit
--> Öffentlichkeit wird ökonomischen Regeln unterworfen

Charakteristische Misch-Verwendung von
Mensch- & Druckmedien
Wichtige Medien nach der 2ten Medienrevolution
Schriftmedien
Brief:
(Stadt)
Informationsbrief (Vorform der Zeitung)
Gelehrtenbrief (an breite Öffentlichkeit gerichtet; Vorform der Zeitschrift)
Wechselbrief (als Vorform des Mediums Geld)
Flugblatt, Flugbrief:
(Stadt, Land)

1. Unterhaltungsform (Sensationalismus)
2. Bildungs- bzw. Ordnungsfunktion
-> religiöse Flugblätter zur Andacht usw.
3. Politische & religiöse Informationen und Agitationen
-> v. a. in der Stadt
-Kommerzieller Vertrieb
Kalender:
(Land, Stadt)
sehr hohe Verbreitung (praktisch für jeden finanzierbar)
Orientierugsmedium: Bauernkalender
Herrschaftsstabilisierend
Steuerungsmedium: gesell. Syncronisation
Ereignisorientierte Berichtserstattung (was passierte wann?)
Vorläufer der Zeitschrift, wenn Eigenschaften "Publizität" und "Periodizität"
Buch:
(Stadt)
Bedeutung (trotz Reformation) relativ gering
Bibel und bibelbezogene Bücher dominant
immer noch fürdie meisten unerschwinglich
verändert als universelles Speichermedium Gedächtniskultur
protestantische Bildkritik führt zu bevorzugung der Schriftlichkeit gegenüber der Bildlichkeit, wodurch bildlastige Medien zurückgedrängt werden bis Barack
--> v. a. Wand
Alphabetisierungstrend durch Einrichtung von Bibliotheken aus prot. Gesinning
Konzept des geistigen Eigentums unbekannz
(Stadt)
Wand:
Repräsentanz von (weltlicher Macht), von Ständebewusstsein
Religiöses Propagandamedium im Konfessionsstreit
Reklame
Bildung
Plakat:
(Stadt, Land)
Erstes symbiotisches Medium der Geschichte (funktioniert nur mit Medium Wand)
Mobiles Wandmedium
oder öffentliches, immobiles und überdmensioniertes Blatt
Verordnungen, Verlautbarungen
Protestmedium
Bildung, Kunst, Schandgemälde
(Land, Stadt)
Fest:
Kontroll- und Ordnungsmedium
--> Unterhaltungsmedium
Hinrichtungen als Unterhaltungs- und generalpräventive Ordnungsmedien
Privatisierung des Feiernsund Ständegesellschaft lässt Mediencharakter schwinden
Tanz:
(Stadt)
Medienverlust wird zur Kunstgattung
Theater:
(Stadt)
Ausdifferenzierung nach "Nutzergruppn"
Protestantisches Schultheater --> Ordnungs- & Steuerungsmedium)
(Stadt)
Mensch-Medien
Sänger:
Meistersänger
Kompositions- und Gesangskompetenz
Themen: Kunst, reformatische Inhalte ...
Bänkel- (Nachrichten), Volksballadensänger uvm.
mediale Funktionen: Erbauung, Belehrung, Agitation, Dramarturgie
Herold:
(Stadt)
vgl. Abgesandter in der Antike;
Unternehmens- oder Regierungssprecher in der Moderne
Ansager bei Feierlichkeiten

(Land, Stadt)
Prediger:
Predigen im ausgehende Mittelalter
(Ausnahme: Bettelmönche)
niedere, unpopuläre Aufgabe
sprachliche, intellektuelle, räumliche Distanziertheit des Predigers von der Gemeinde
Martin Luther definiert durch Protanrismus die Rolle des Predigers neu:
Predigen aufgrund von Berufung
Zentrale Aufgaben: Lehren und Ermahnen
Prediger als Steuerungsmedium
Verlust des Mediencharakters durch Abhängigkeit zum Schriftmedium Buch (Bibel)?
(Land, Stadt)
Lehrer:
verliert im Laufe der frühen Neuzeit des antiken Lehrers und mittelalterlichen Magisters
--> 18 Jhdt.: Verbeamtung
-> Verringerung des
sozialen Prestiges & Einkommens
Vermittlung praxisorientierter Kenntnisse
Vermittlung humanistischer Bildung (bspw. Latein)
Vermittlung religiös orientierter Kenntnisse (Beten)
Volksschulen lösen 18. Jhdt. diese Formen ab,
--> einheitliche bürgerliche Schul-Institution
ErzählerIn:
(Land)
Ab 16. Jhdt.: Verlust der speichermedialen Funktion an Druckmedien (Kalender)
Dominanz bürgerlichen Öffentlichkeit
(1700-1830)
Ideengeschichtliche Aufklärung im vollem Gange
Ende 18. Jhdt.:
Höhepunkt ideengeschichtl. Aufklärung
Vernunft und Wissenschaftlichkeit nehmen an Bedeutung zu
instrumentelle Vernunft wird gegenüber objektiver Vernunft dominant (kritische Theorie)
Teilöffentlichkeiten um 1700
Höfische Öffentlichkeit (Adel)
Religiöse Öffentlichkeit
Bürgerliche Öffentlichkeit
--> wird im 18. Jhdt. zur dominanten Öffentlichkeit
und verliert ab dem 19. Jhdt. wieder ihre Dominanz
Standesöffentlichkeit (Zünfte)
Ländliche Öffentlichkeit
Vor Dominanz der Öffentlichkeit:
Öffentliche Sphäre: Staat = Gesellschaft, keine Trennung
Privatsphäre: Alles, worauf der Staat keinen Einfluss hat
d.h. Angelegenheiten von Privatleuten
Kaufleute (Bürger) stellen Wirtschaft als öffentliche (Fürsten) Angelegenheit (Merkantilismus, Steuern ...) in Frage
--> Privatisierung aufgrund privater Angelegenheiten zwischen Privatleuten
--> Abhängikeit staatlicher Aufgaben von Handel stärkt Position Bürger
--> Staat zu sukzessive Trennung gezwungen
==> Wirtschaft ist Teil der Öffentlichkeit, aber nicht Teil des Staates
--> Trennung öffentliche Sphäre
--> Trennung Staat und Gesellschaft
--> Wirtschaft geht über in "Gesellschaft"
--> Privatsphäre schmälert sich auf Familiensphäre

Bürger stellen Stellung Fürsten allgemein in Frage
--> Kultur & Erziehung rücken ebenfalls in neue öffentliche Sphäre

Wechsel Bürger-Staat-Dominanz
--> Sollte Bürger nicht auch Staat beeinflussen?
Langfristig (ab 19. Jhdt.) dialektische Wiederannäherung zwischen Staat & Gesellschaft durch Gesellschaft
Herausbildung demokratischer Strukturen
Dominanz der Diskursfelder bürgerlicher Öffentlichkeit: Wirtschaft und Kultur

öffentliche Diskurs der Bürger in den Druckmedien
--> Idee der Trennung von Staat und Gesellschaft führte
--> Bildung bürgerlichen Öffentlichkeit
Kaffeehäuser:
druckmediengestütztes Einüben demokratischen Diskurses
==> Gesamtgesellschaftliche Wirkung durch solche Einübungsversuche in öffentlichen Diskurs

= Grundlage moderner Öffentlichkeit erst aufgrund Bedeutungswandels der Druckmedien (insb. Brief, Zeitung)
--> syncronisierende Wirkung auf seperate Diskurse
==> Mediengesellschaft
Bedeutungsverlust Arkanpolitik
Bedeutungswechsel des Begriffs "Öffentlichkeit
--> Verlautbarungsöffentlichkeit (repräsentative Öffentlichkeit)
--> Öffentlichkeit als Raum öffentlichen Diskurses über gesellschaftliche Angelegenheiten (bürgerliche Öffentlichkeit)
Bedeutungsgewinn der Privatsphäre als Sphäre der bürgerlichen Kleinfamilie (Fluchtpunkt)
Freizeit (Work-Life?)
"Liebe" als neues, symbolisch generalisiertes Handlungsmedium
--> verschärft Geschlechtertrennung
Entstehung bürgerlicher Öffentlickeit nach Habermas:

Getrieben vom Interesse der Autonomie der Wirtschaft, aber auch Kultur, trennt sich die öffentliche Sphäre auf in Staat und Gesellschaft, wobei Gesellschaft nun als "bürgerliche Öffentlichkeit" fungiert.

Bürgerliche Öffentlichkeit möchte am poltischen Geschehen partizipieren
--> Wiederaufhebung Trennung Staat & Gesellschaft
--> durch PR refeudalisierte/ remonarchisierte Scheinöffentlichkeit/ -demokratie
-->Partikularinteressen als allgemeine Interessen verkauft
bürgerliche/ wirtschaftliche Macht überformt politische Macht
Kultur --> Kulturindustrie
(insb. Manipulation kulturellen Denkens und Diskurses via Werbung)
--> weiterer bürgerlich-kritischer Diskurs unmöglich
Ausblick
bürgerliche, diskursive Öffentlichkeit gab es gutes Jahrhundert (Habermas)
bezeichnete "Öffentlichkeit (insb. 20. Jhdt) mit Bürgerlichkeit nicht viel zutun
Bürgerlichkeit = Liberalismus, Autonomie, Emazipation, Partizipation, freie Märkte, öffentl. Diskurs über gesellschaftlich relevante Themen
entweder keine Öffentlichkeit mehr (historischer Faschismus) oder nur noch in trügerischer Absicht verwendet
zusammenfassed:
mit Trennung von Staat & Gesellschaft
--> Bereich Gesellschaft massiv liberalisiert:
Wirtschaft: "freies Wirtschaften" bestimmt Gesellschaft
Gesellschaft als öffentliche Sphäre den "harten Regeln der Märkte unterworfen
--> Entfremdung, Reifikation
Systemtheoretisch relevantes Austauschmedium: Geld
Staat: Macht
für individuell nötigen Ausgleich zur Entfremdung im Wirtschaftsleben
--> neu entstandene Privatsphäre als häusliche Sphäre der bürgerlichen Kleinfamilie

Entstehung systemtheoretisch relevantes neues Austauschmedium, das diese Sphäre prägen wird:
romantische Liebe
symbolisch generalisiertes Austauschmedium:
Medium dient der Reduktion von Komplexität durch Integration von Differenziertem. Austauschmedium regelt Kommunikation innerhalb eines Systems.
bezogen auf Liebe
Wertbindung =
inhaltsleerer Allgemeinplatz für viele verschiedene konnotierte, Einzelphänomene:
Romantische, platonische, freundschafliche, elterliche Liebe usw.
Systemtheorie Talcott Parsons:
Handlungsmedien:
Austauschmedien, die funktional zur Erzeugung bestimmter Handlungswesen eingesetzt werden.

Bsp.: Macht (pol. System)
Geld (wirtschaftl. System)
Einfluss (soz. System)
Liebe (kulturelles System)
Familie im 18. Jhdt.
Liebe in 3 Formen als Grundlage bürgerlicher Kulter:
romantische Liebe
Mutterliebe
Liebe als Freundschaft
(Klein-)Famlilie als originäres Konzept
im Gegensatz zum "Haus"
(Mehrgenerationenfamilie +Verwandte + Gesinde)
<-->
nur Wohnen
(Erwerbswirtschaft)
Arbeiten und Wohnen (Versorgungswirtschaft)
<-->
moralische Verunglimpfung Geldehe
moralische Erhöhung der Liebe
romantische Liebe =/= Romantik
romantische Liebe mehr ein psychologisches Phänomen
2te Natur
Verknüpfung von Ehe und Liebe
Entsexualisierung: Scham, Peinlichkeit, Tabu
--> bedeutet vorrangig Zuneigung, erhabene Liebe und nur sehr nachrangig sexuelles Begehren
Gegenkonzept zur "kalten, gefühlslosen" öffentlichen kapitalistischen Welt
--> Gegenmuster zur Zweckrationalität (Giddens)
1. Feminisierte Liebe
2. durch Antiethik zum Kapitalismus
-> Geschöpf dessen und untrennbar damit verbunden
3. Handlungsmedium in der Privatsphäre
Mann sucht sexuelle Erfüllung außerhalb der Ehe

Frau wird sexlos verehrt
weiblicher Medienkonsum als Eskapismus
(romantische Romane)
nicht-reziprokes Ehekonzept:
Einer wird überhöht,
die andere verleugnet sich selbt
Entdeckung der Kindheit (vorher Kinder lästig)
--> in Zeit wo Frau zuständig für Familie
= Mutterliebe kein Instinkt, sondern soziales Konstrukt/ 2te Natur
romantische Liebe
macht als Handlungsmedium bestimmte intendierte, aber grundsätzlich eher unwahrscheinliche, Handlungsweisen wahrscheinlicher
Bsp.1: Frau als Mutter. Warum sollte nicht auch der Mann sich um die Erziehung kümmern? Warum sollte die Frau zu dieser Rolle einfach "ja" sagen, und damit praktisch jeden Einfluss auf die öffentliche Sphäre aufgeben?
Antwort: Liebe
Bsp.2: Frau als treue, fürsorgliche Ehefrau, die sich selbst aufopfert, um den Mann zu dienen. Warum?
Antwort: Liebe
als Medien des Bürgertums
--> Distinktionsmedien
(Hervorheben)
Vom Brief
15. & 16. Jh.: Verbreitung der Briefnutzung im kaufmännisch-geschäftlichen Bereich
Latein wird durch regionale Sprachen ersetzt
Briefe enthielten immer häufiger zusätzliche, beiliegende (kaufmännisch-relevante) Informationen über aktuelles Geschehen
sogenannte:
"Zeitungen"
kommerziell
handelbar
Briefform tritt in den Hintergrund
Voraussetzung des Nutzungswandels:
Erweiterung des Post- & Verkehrswesens
Ausdifferenzierung der Briefformen des 17. Jh.:
Informationsbrief & Gelehrtenbrief
Öffentlicher Brief
als Leserbrief im Medienverbund mit Zeitschrift, oft fingiert; echte später v. a. in der Zeitung)
Geschäftsbrief
gute, alltagssprachliche Lesbarkeit als Erfolgsfaktor
Privatbrief
Stil am guten Gespräch orientiert
Gesellschaft- Das Buch nach Gutenberg
Buchproduktion erheblich preiswerter
Professionalisierung des Buchgewerbes im städtischen Umfeld: Autoren, Verleger, Drucker
"Kulturschock": Bücher sind besser als Prediger
--> Medienkonkurrenz
Protestanten fordern allgemeine Schulpflicht
Leihbibliotheken, Lesezirkel, -kabinette, -gesellschaften
Systemtheorie: Literatur als neues Gesellschaft konstituierendes Teilsystem (vgl. Habermas)
1592:
allgemeine Schulpflicht
--> Dadurch Entwicklung einer basalen Schriftkultur in allen gesellschaftlichen Bereichen
Spätes 18. Jh.:
starke Zunahme der Buchproduktion
Leserevolution im 18. Jahrhundert
Intensives Lesen weniger religiöser Texte
--> vieles Lesen variabler Texte
Demokratisierung von Wissen
politische Bewusstwerdung (Lesezirkel)
Lesequantität enorm gestiegen
Anteil der Belletristik nimmt zu ungusten der theologischen Schriften zu
mehr Unterhaltung
weniger Information
Ausdiffernezierung nach Genres
2te Hälfte des 18. Jh.:
Zunahme der lesekompetenten Publikums
um 1800:
1-5% der deutschen Bevölkerung lesen regelmäßig (und nicht in erster Linie Bücher)
Begriff "Leserevolution" bezieht sich gesamtgesellschaftlich nicht auf Buch-, sondern Zeitungskonsum, beim Bürgertum auf Zeitschriften
Zensur: politisch, religiös, moralisch, strukturell
bzgl. des Buches durch Schattenmärkte unterwandert
Auf dem Land dominant:
Gebetbücher
Ratgeber
Unterhaltungsliteratur
zur Zeitung
4 Vorläufer:
Zeitungssänger (Aktualität)
Prediger, ins. Bettelmönche (Periodizität)
Flugblatt (Publizität)
Brief (Universialität)
Paradigmenwechsel
vom
Konservieren
-->
Verbreiten von Neuigkeiten
Medienkultureller Wandel erstmals als Funktionensynkretismus
1609:
erste deutsche Wochenzeitung in Wolfenbüttel

1650:
erste Tageszeitung in Leipzig
1674-1724:
Debatte über Zeitungssucht
zunehmende Reichweite --> Wert für Kaufleute abnehmend
bis Ende 17. Jh.:
politische Berichterstattung dominant
erstes Druckmedium, dass eine ständeübergreifende Öffentlichkeit herstellt
gemeinsame Lektüre als Normalfall
Inhalte:
Informieren
Belehren/ Aufklären
Werben
Aktualität fordert absolutistische Herrschaft ständig aktuell Stellung zu nehmen
--> Arkanpolitik --> öffentliche Politik
politische Zeitungen
militärisch-politische Themen v. a. aus dem Ausland
Lokales aufgrund von Zensur erst spätes 18. Jh.
Politik als Tagesgeschäft nicht mehr Heldentaten Adliger
--> langfristig Emanzipation des Bürgertums
gesellschaftliche Themen
Intelligenz-/ Anzeigenblätter (DE 1722)
Herrschaftskonforme informationen
(verpflichtend für "Intelligenz")
Anzeigen-Erlaubnis

Alltag & praktische Lehren aus der Aufklärung als wichtigste Themen
später: Generalanzeiger
Wochenblätter
Zielgruppe: breites Volk, Landbevölkerung, Unterschichten
kleine Reichweite
Inhalt: politiksch, wissenschaftlich-landwirtschaftlich, belehrend-unterhaltend

Einfache Darstellungen, volkstümliche Sprache (häufig Dialekt)
Nachrichten in Gesprächsform
Leserbrief als Instrument der Leser-Blatt-Bindung

Abgrenzung zur Zeitung
Zeitschrift
Themenzentrierung statt Universalität
Temporizität
--> Zeitbezogenheit zusätzlich zur Periodizität
Interessenspezifizierung statt Publizität
wichtiger Nachrichtenfaktor: Kontextualisierung (Ausrichtung an Themen) anstatt Aktualität
Bei Illustrierten: Visualisierung in der Tradition des Flugblattes
erste Fachzeitschriften als Nachfloger berufsbezogener Fachbriefe
Verbreitung freizeitbezogener Zeitschriften
--> "moralischer Wochenschriften"
Verfestigung der Unterscheidung zwischen
männlicher Berufswelt & weiblicher Privatwelt
Einbeziehung von Briefen, Texten & Wünschen der Leser
Speziellinteressen als Folge der Diversifikation bürgerlicher Interessengruppen
Gesellschaftliche Bedeutung
(Kultur-)Kritiker als Einflussfaktor auf bürgerlich-öffentlichen Diskurs, der Strukturwandel hervorbringt
Wichtig:
Das Medium Zeitschrift (nicht Kritiker) ist zentral für Dominanz bürgerlicher Öffentlichkeit

--> Selbstverständnis als Erzieher der Gesellschaft (Edutainment) sorgt zu Beginn des 20. Jh. für radikalen Bedeutungsverlust des Kritikers bzgl. der Kultur
Zeitschriften bis 1830
Ausdifferenzierung der Fachzeitschriften
-->Entwicklung populärwissenschaftlicher
Fachzeitschriften
"Infotainment"-Hybride
--> Reisejournale als Nachfolger geografischer Fachzeitschriften
moralische Wochenzeitschriften
--> Frauenzeitschriften
später allgemeine Unterhaltungszeitschriften und Magazine
Zeitschriften nach 1830
Kleinbürgerliche Industrie- und Massengesellschaft ersetzt bürgerliche Gesellschaft
--> Zeitschriften verlieren Bedeutung als Schlüsselmedien
--> Unterhaltungs- und Familienzeitschriften dominant gegenüber Informationszeitschriften
Wand & Plakat:
Reklame & politische Verlautbarungen
Wandgestaltung eher im Innen- als im Außenraum
"Sandwichmen" als mobile Werbewände (v. a. in London)
Plakatkleber als "Symbol der Gleichgültigkeit
Cultural Studies: anarchische Wandkritzeleien von Privatpersonen
Schriftmedien
Fest:
gemäß Trennung von Staat/ Gesellschaft und Privatsphäre
--> Trennung von öffentlich-politischen und privatem Fest
Tanz:
Unterhaltung, Sport oder Kunst in der Stadt, relativ ungebundenes Vergbügen auf dem Land
VorleserIn:
vormals ErzählerIn
Theater:
Kunst
Laterna Magica:
Vorform des Projektors
Prediger:
erheblicher Bedeutungsrückgang (angelöst durch Zeitschrift)
Lehrer:
ausführender Beamter --> als Medium durch Lehrbuch ersetzt
Intelligenzblatt:
(löst Herold ab)
Flugblatt, Flugschrift:
--> Annoncen, Propaganda
Menschmedien
sonstige Medien 18./ frühes 19. Jh.
Kalender:
inhaltliche Ersetzung bäuerliche Ideale (bspw. Aberglaube)
nicht mehr bäuerlichen Geschmack befiredigen sondern relevante Informationen und Instruktionen vermitteln
Erfolgslosigkeit solcher aufklärerischer, belehrender Kalender sorgt für massiven Bedeutungsrückgang
Verlust des Mediencharakters des Kalenders
(S(O)R, UaGA)??
Almanach:
Inhalt: poetische Literatur & Lieder
bürgerliches Medium (teuer)
Kalender-Ersatz (jährlich erscheinend)
Industrialisierung
(19. Jh.)
Rahmenbedingungen im 19. Jh.
Kritische Theorie:
"Dialektik der Aufklärung" --> Kuturindustrie (Ende 19. Jh.)
Dominanz subjektiver Vernunft
Einfluss auf Mediengebrauch
Marxistische Theorie:
Industriekapitalismus: Entfremdung, Reifikation, Warenfetischismus
"Auswege": Kompensation & Ablenkung
"freie Märkte" durch Oligopolkapitalismus ab Ende 19. Jh.unmöglich
--> Einfluss Mediengebrauch
Systemtheorie:
Herausforderung eines eigenen Teilsystems
"Medien"
Dritte Medienrevolution

Aufstieg elektronischer Medien 1830- 1900
Medienrelevante Entwicklungen vor den elektronischen Medien
Kapitalisierung der Kulter
Wiederentdeckung von Sinnlichkeit
Stratifikation
--> gesellschaftliche Ordnung durch Schichten statt Ständen
Journalistische Printmedien gewinnen mit Verbreitung an Bedeutung
"Indutrielle Revolution" als sozioökonomischer Strukturwandel
Effizienzsteigerungen in der Drucktechnik
Vierte Gewalt
Forderungen an Medien:
Verlust individueller Orientierung ausgleichen
Vereinfachung & Präzision der Reproduktion der Wirklichkeit
schichtspezifische, identifikatorisch-funktionale Medienkonsum-Angebote
Gesellschaftliche Schlüsselphänomene
Bevölkerungswachstum
Anstieg der Lebenserwartung
Technikboom
--> von Dampfkraft (1te industrielle Revolution) bis elektromagnetische Energie (2te industrielle Revolution)
Mechanistisches, aber abstraktes, entsinnlichtes, wissenschaftliches Weltbild
Industrialisierung; kapitalistische Warenproduktion
Pauperismus & Massenauswandeurng (erste Jh.-hälfte)
danach allgemeiner Anstieg des Lebensstandards
Schichtendifferenzierung nach kapitalistische Kriterien
Burgeoise (Träger des Kapitals)
Proletariat (Träger der Arbeit)
Fabrikarbeit zersetzt gewerblichen Mittelstand

--> Stratifikation schafft mehrere, parallel existierende
bürgerliche Gesellschaften ohne gemeinsame Identität
Medien als Distinktionsmerkmale
Fotografie
Vorgeschichte: Trend zum Realismus in der europäischen Kunst
Camera obscura (Guckkastenprinzip) als Vorform bereits seit dem 10. Jh bekannt
Foto als konservierendes Medium gegen die Flüchtigkeit der Druckmedien
Medientechnik bedeutet nun Medientechnologie
scheinbare Unabhängigkeit vom menschlichen Eingriff
1835:
Negativ-Positiv-Verfahren von William Henry Fox Talbot
Reproduktion von Bildern ohne Qualitätsverlust
1835-1839:
Daguerreotypie
1880er:
Fotodruck

Fotografie für Pressemedien möglich
1888:
preisgünstige Handkameras (Kodak) machen das Foto zum massenhaft privat produzierten Medium
Funktionen der Fotografie
1. Individualität darstellen,
die eigene Person mit
bürgerlichen Werten assoziieren
--> Repräsentationsbedürfnis

2. Aktfotografie als 2tes großes Nutzungsfeld
--> Sublimierungsfunktion (vgl. Sänger am mittelalterlichen Hof, Lieberoman 18. Jh.),
daneben auch Medizin, Kunst und Wissenschaft

3. Reisefotografie als Mittel zur Identitätsfindung durch Abgrenzung gegenüber dem Fremden

4. Identitätsverlust im Industriezeitalter wird durch das Medium Foto kompensiert, das dem eigenen Ich zur "Standortbestimmung" verhilft

5. Massenmedium Foto als Antwort
auf die Entsinnlichung der bürgerlichen Medienkultur
im 18. Jh.
Telegraf
Übergangsmedium:
elektrisch, aber an Schriftmedium Telegraf gebunden

Nutzung zu Privatzweckn erst im 20. Jh.
Transkontinentale Nachrichtenübertragung erheblich beschleunigt
Staatliche Zensur durch Exklusivabkommen gesichert
politische Inhalte von Agenturmeldungen zensiert
--> indirekte, strukturelle Zensur sämtlicher Zeitungen
Vorteil gegenüber Post
1794:
optische Vorläufer von Telegrafen in Frankreich
1834:
Telegrafenverbidnung
Berlin - Koblenz
1848:
Morsetelegraf in USA privatwirtschaftliche Nutzung
Auswirkungen auf Journalismus:
"Geburtshelfer" der Nachrichtenagenturen
--> Abhängigkeit Agenturen
Telefon
1861:
Telefon erfunden von
Philipp Reis (USA)
technologische Problemstellungen standen im Mittelpunkt
kein konkreter gesellschaftlicher Bedarf vorhanden
--> UaGA kann Erfindung nicht erklären
ab 1880:
Telefon verbreitet in den USA
(erst innerbetrieblich, dann innerstädtisch)
ab 1877 in DE:
gemäß Transportkonzept als mündlicher Telegraf
heutiges birektionales Verständigungskonzept erst in den 1970ern in D
--> Hierarschische Ein-Weg-Kommunikation bevorzugt
--> Geschäftskultur formaler
Klassenverständnis bestimmt Mediengebrauch
Schallplatte
Nachfolger diverser Menschmedien, jedoch mit menschenunabhängiger Speicherfunktion
Erklärung des Erfolgs der Schallplatte:
-->Repräsentationsfunktion eines eigenen Musiktyps für die unteren Mittelschichten

Ende des 19. Jh. etabliert
1877:
Schalplatte erfunden
(als Diktiergerät) von Thomas Edison (USA)
Film
Nachfolger diverser Menschmedien, jedoch mit menschenunabhängiger Speicherfunktion
Technologie des Film und sein Realitätsverständnis (nahezu realitätsgetreu) entstammen dem 19. Jh.

Technologiegeschichte:
Projektionstechnologie (Laterne magica)
Storboskopie (z.B. Daumenkino)
Fotografie
Zelluloid-Erfindung
-->Grundlage des Filmstreifens

Genres:
Ausgeprägte Genreentwicklungs bereits vor dem 2. Weltkrieg
Dokumentarfilm und Spielfilm
Autorenkino nach dem 2. Weltkrieg

1760:
Daumen-/ Taschenkino (Storboskopie)
1833:
Wundertrommel William Horners (Storboskopie)
ab 1887:
Zelleloid als Fotofilm-Material
1895:
Brüder Lumière zeigen mit Kinematographie erste Filme
1897:
Grundlage für Film als Massenware
(Pathé Frères)
Publikumsgeschmack, Standardisierung ....
1898:
Spielfilmsequenzen für Varieté
(Georges Méliès)
1902:
Méliès:
Die Reise zum Mond
1904:
Bedarf nach abendfüllenden Spielfilmen führt zu Langfilm-Produktionen
Druckmedien im 19. Jh.
Zeitungsmarkt differenziert sich aus
Tageszeitungen (teils mit mehreren Ausgaben am Tag) entwickeln sich
Zeitungsumfang nimmt zu, -design wird wichtiger
Inhaltliche Strukturierung nach Ressorts
Journalismus als Berufsfeld
1917:
jede 2te Zeitung erscheint täglich
2. Hälfte 19. Jh.:
Individualisierung der Zeitungslektüre in der Stadt
allerdings immer noch vor allem im öffentlichen Raum (z. B. Lesezirkeln)
1848:
Aufhebung der Zensur
politische Polarisierung des Zeitungsmarktes
Zeitungen
Zeitschrift
durch Wandel der bürgerlichen Gesellschaft zur kleinbürgerlich dominierten Industriegesellschaft
--> Verlust der Bedeutung als Medium der politischen Öffentlichkeit
Bellestristische Unterhaltungszeitschrift wird dominant
Wandel Unterhaltungsbegriff:
Belehrung --> Belustigung, Zerstreuung

Daneben: Fachzeitschriften, Nischenzeitschriften (bspw. bestimmte Sportarten)
Hohe Fluktuation
Ansichtskarte
äußerlich erzwungener Raum für Mitteilungen
--> wenn man sich nichts zu sagen hatte
--> wichtigste Funktion
Überblick weiterer wichtiger Druckmedien
Blatt:
politische Information & Agitation, Reklame; Sammelbild & Abziehbild ...
Plaket & Wand/ Litfaßsäule:
Werbung, Politik, künstlerische Darstellungen
Buch:
Bedeutungsrückgang; Oligopolisierung in Großverlagen; Niedergang der Universalbibliothek
Heft:
u. a. weiterhin als Flugschrift für politische Agitation
Bilderbogen:
1830er bis 1880er bedeutsames Medium zur Untehraltung & Belehrung der unteren Schichten (Ablösung durch Zeitung, Zeitschrift ...)
Ausblick 20. Jh.
Technische Weiterentwicklungen
Radio
TV (Leitmedium im letzten Jh.-drittel
Speichermedium: u.a. VHS
Typografie, Layout (Zeitungen, Zeitschriften)
Farbdruck
Blatt, Plakat, Flugblatt
Printmedien im kulturindustriellen Zusammenhang, Diversifikation
Elektronische Medien
Entwicklung der Pornografie als neue Form der (Ent-)Sublimierung
Kompletter Verlust des Mediencharakters für sämtliche ehemalige Menschmedien
4. Medienrevolution
ab ca. 1990:
Digitalmedien
Computer
Online-Medien
digitale Speichermedien
"soziale Netzwerke"
"Strukturwandel der Öffentlichkeit":
Medien nicht mehr als Ermöglicher und Vermittler von Diskurs und Öffentlichkeit, sondern als Verhinderer (rigide Deutung) bzw. als Waren, deren Warenförmigkeit/ Verlaufbarkeit in den Vordergrund tritt.
1te Jh.-hälfte:
politische Propagandanstrumente
2te Jh.-hälfte:
Propagandainstrumente der Wirtschaft als neuem dominanten Teilsystem, das die Lebenswelt "kolonosiert"
Mediennutzung --> Medienkonsum
Gegenläufig: "Prosumer"-mediennutzung (u.a. VHS)
Warencharakter der Medien vergleichweise jung
Mediengeschichte
Riepl ist problematisch
Mediengeschichte = Gesellschaftsgeschichte
Seinsfundierung --> Handlungsfundierung --> Produktfundierung
Medienwandel immer bei massiven Bevölkerungswachstum
--> Steuerungsfunktion ist historisch eine zentrale Medienfunktion
Warencharakter von Medien vergleichsweise jung
Medientechnologien haben keine inhärent sinnvolle Gebrauchsweise (Bsp. Telefon)
Mediengebrauchsweisen sind wandelbar
Medien unterstützen bei der Legitimation von Gesellschaftsordnung und Rollenverständnissen (Frauenzeitschriften)
manchmal hinterfragen sie sie aber auch (Druckmedien im 18. Jh.)

Zeigen der ständigen Wandelprozesse, dem das Verhältnis von Medien und Gesellschaft bei gleichzeitiger Konstanz bestimmter Elemente unterliegt
Ein am status quo orientiertes Medienmanagement scheitert, weil es diese Dynamiken ignoriert.
damit um Frau herum organisiert
dabei geht es nicht nur ums schwanger werden,
sondern vor allem um erfolgreiche Schwangerschaften
Wissenskluft gegenüber Burg- oder Stadtbevölkerung,
bzgl.
wichtig: Ladbevölkerung weiß nicht grundsätzlich weniger oder hat weniger Medienkompetenz, sondern nur bzgl. der Medien anderer Teilöffentlichkeiten
Frage natürlich inwiefern soetwas nötig gewesen wäre
Begriffe der Kompetenz und Kluftbegriff problematisch
hatte der Hof evtl. auch eine mangelnde Medienkompetenz gegenüber den Meien auf dem Lande?
nicht einseitig, sondern dialektisch (Ent-)Sublimierung

--> für die meisten Menschen gab es nicht die Möglichkeit Sex so direkt zu betrachten, für de ist es Entsublimierung, sofern sie dafür auf sublimere Formen der Triebbefriedigung verzichten
--> für wenige gab es natürlich andere Möglichkeiten (z.B. Live)
--> für die ist es Sublimierung, sofern sie das durch Prono ersetzen
damit verbunden Neuausdeutung von Geschlechlichkeit als Element des Amüsements
--> Körper nicht mehr bloß notwendige Hülle der jenseitsorientierten Seele
Entsublimierung?
(Rückkehr von bereits auf kulturell als wertvoll anerkannte Objekte gelenkter Triebenergie auf die ursprünglich interessierenden sexuellen)
nach Faulstich Ausgleich
-> Bestand in der Realität durchaus fraglich
--> Selbstmorde vieler Junger Männer in Frankreich zur Industrialisierung (Durkheim)
Romantische Liebe Heute?
wenn man streng nach Faulstich geht
--> Nein, wenn man romantische Liebe als Ausgleich für die kapitalistische Arbeitswelt sieht (da Frau nur Privatsphäre)
-->dann braucht es nicht mehr die romantische Liebe da die Frau ja auch an öffentlicher Sphäre teilnimmt
--> Muss sich nicht mehr nur mit romantischer Liebe zufrieden geben

Heutige Ausgleich zum Kapitalismus wenn keine romantische Liebe?
--> wir arbeiten nicht so wie der Mann von damals 16 std/Tag 7 Tage die Woche
--> möglicher Ausgleich Freizeit/ Hobbies

durch Sex alleinig ersetzen? --> repressive Entsublimierung
Romantische Liebe im SInne von Bourdieu?
--> setzt bei Medienlogik ein

Ehe wird durch Medien zur romantischen Ehe

Reifikation?
--> Nein, da nach Faulstich Öffentlichkeit reefiziert, da Zuflucht ins Geborgene (nur so Reefikation erträglich)
--> Allegmein ja weil ich Zusammenleben unter ein Konstrukt fasse
Bezeichnung für eine durch massive Staatseingriffe in die Wirtschaft gekennzeichnete Wirtschaftspolitik während der Zeit des Absolutismus zwischen dem 16. und 18.Jahrhundert. Ziel war die Steigerung der nationalen Wirtschaftskraft und die Erhöhung der Staatseinkünfte, z.B. durch die Erhebung von Schutzzöllen und die Förderung der frühindustriellen Produktion.
Säkularisierung:
In früheren Jahrhunderten war die Weltanschauung der Menschen stark an die Religion und die Kirche gebunden. Deren Gebote und Verbote schrieben vor, wie die Menschen zu leben hatten. Erst als die geistige Bewegung der Aufklärung Ende des 17. Jahrhunderts in Europa entstand, setzte eine „Verweltlichung“, eine Abwendung von Religion und Kirche ein. Das aus dem Lateinischen kommende Wort „Säkularisierung“ beschreibt diesen Prozess. Die Aufklärung erklärte, dass die Menschen sich bei ihrem Handeln vor allem von der Vernunft leiten lassen sollten und nicht so sehr von den Gesetzen der Religion. So wurden die Bindungen an die Religion gelockert
Refeudalisierung:
Bezeichnung für Versuche der Grundherrn in der ausgehenden Feudalzeit (15./17. Jh.), die Abhängigkeiten der Bauern (zweite Leibeigenschaft) und die Grundlasten zu ihren Gunsten zu verändern
Hier:
durch das Aufkommen des Handelskapitalismus kommt eszum "Geldadel" (Menschen mit massiv viel Geld; nicht durch Geburt, sondern verdient)
--> auf einmal werden Arbeiter wieder zu abhängigen Lohnarbeitern gegenüber Institutionen, die über besonders viel Geld verfügen
Souveränität:
bezeichnet die höchste, nach innen und außen unabhängige staatliche Herrschaftsmacht und Entscheidungsgewalt
Souverän--> konsequente Weiterentwicklung von dem was wir im Absolutismus haben
--> kann nicht angeklagt werden
--> darf nicht hinterfragt werden
Kopist kann nicht schreiben,
malt Zeichen ab
damit Professionalisierung (Buchhändler etc.)
Weltbild wird auf wissenschaftliche Grundlagen gestellt
--> Vorangstellung des vernünftigen Argumentierens
Kritik: Papst sollte nur eine Macht verkörpern
Schrift
--> auf Tonbällen
--> Keilschrift
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