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Inklusion

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by

Lisa Rosa

on 23 October 2014

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Transcript of Inklusion

Inklusion
Dabeisein ist nicht alles
Die Inklusion ist mit großen Erwartungen gestartet.
An vielen Schulen produziert sie aber bisher mehr Probleme als Erfolge, ist zu wenig bedarfsgerecht für behinderte oder auffällige Schüler.
welt.de vom 30.9.2012
22.5.2012
„Hamburg bekommt bundesweit die beste Ausstattung für die Inklusion.“

25.6.2012
„Hamburg verbessert die individuelle sonderpädagogische Förderung.“
BSB-Pressemitteilungen
Mir sin all jeck, ävver jede Jeck es anders!
Verständnis
Umbau, Neubau und Abriss
Behinderung ist keine Folge der Diskriminierung und wird durch die Beseitigung der Diskriminierung nicht beseitigt.
Was heißt Teilhabe:
den gleichen Klassenraum teilen?
die Voraussetzungen erwerben, um in der Gesellschaft möglichst selbstbestimmt leben und arbeiten zu können?
"people with(out) functional diversity"
statt: "disability"
Diskriminierung
Unser Auftrag LI-D
Es soll ein Grundsatzpapier zum Thema „Inklusive Schule“ entworfen werden, das zur Grundlage einer LI-internen Verständigung zu diesem Thema wird.
Das Papier soll zu folgenden Bereichen Aussagen machen:
1.Qualitätsmerkmale einer inklusiven Schule
Organisation
Unterricht: Diagnose, Fachexpertise, Methodik und Didaktik, Lernumgebung, Lehrerhandeln
Erziehung
2.Qualitätsmerkmale von Fortbildung und Ausbildung für „inklusiven Unterricht“
3.Qualitätsmerkmale von Beratung für eine inklusive Schule
Artikel 24: Bildung, §§ 1-2
(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen mit dem Ziel,
a) die menschlichen Möglichkeiten sowie das Bewusstsein der Würde und das Selbstwertgefühl des Menschen voll zur Entfaltung zu bringen und die Achtung vor den Menschenrechten, den Grundfreiheiten und der menschlichen Vielfalt zu stärken;
b) Menschen mit Behinderungen ihre Persönlichkeit, ihre Begabungen und ihre Kreativität sowie ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen zu lassen; c) Menschen mit Behinderungen zur wirklichen Teilhabe an einer freien Gesellschaft zu befähigen.
(2) Bei der Verwirklichung dieses Rechts stellen die Vertragsstaaten sicher, dass
a) Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden und dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden;
b) Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem integrativen, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben;
c) angemessene Vorkehrungen für die Bedürfnisse des Einzelnen getroffen werden; d) Menschen mit Behinderungen innerhalb des allgemeinen Bildungssystems die notwendige Unterstützung geleistet wird, um ihre erfolgreiche Bildung zu erleichtern; e) in Übereinstimmung mit dem Ziel der vollständigen Integration wirksame individuell angepasste Unterstützungsmaßnahmen in einem Umfeld, das die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung gestattet, angeboten werden.
Aufpassen, dass der formale Emanzipationsakt der strukturellen Inklusion nicht missbraucht wird für einen Abbau der bereits erreichten Förderungsmöglichkeiten, die Voraussetzung für echte Teilhabemöglichkeiten sind.
"Celebrate Diversity"
Förderbedarfe
1. Lernen 53,0 %
2. Sprache 9,0 %
3. Emotionale & soziale Entw. 9,0 %
4. Geistige Entwicklung 15,0 %
5. Körperliche & motor. Entw. 6,5 %
6. Hören 0,12 %
7. Sehen 0,05 %
8. Autismus (in Geistige Entw.)
Im Schulkontext
Regelklasse ohne spezielle Zusatzhilfen
Das wäre der krasseste Fall von Inklusion!
Regelklasse mit zahlenmäßiger Reduzierung
Regelklasse mit personellen Stütz und Zusatzressourcen (Doppelbesetzung)
Regelklasse mit Zusatzunterricht (Förder- u. Therapiestunden)
Partielle Sonderung (Förderklassen)
Komplette Sonderung (spezielle Förderschulen)
Das ist das krasseste Gegenteil von Inklusion
Rainer Winkel,
Prof. für Erziehungswiss., Berlin:

Kein Entweder-Oder,
sondern Ausbalancieren

"So viel Integration wie möglich, so viel Separation wie nötig"
Behinderung mit Rechtsanspruch auf besondere Fördermaßnahmen?
- kostet Geld -

Oder Besonderung im Sinne der Heterogenität?
- spart Geld -
Good Practice - Skandinavien
"inter-class-grouping" +
"inter-school-grouping"
"Eine körperbehinderte Schülerin, der eine Rechenlernschwäche zu schaffen macht,
kann (inter-class-grouping) auch im Matheunterricht
in der Regelklasse nach ihrem besonderen Curriculum lernen,
während sie z.B. den Sport in ihrer Spezialklasse
(inter-school-grouping) absolviert."
"Beschämung / Diskriminierung durch Diagnose / Kategorisierung"
(Brigitte Schumann)

also Dekategorisierung? Keine Diagnosen? Keine spezielle Förderung!
Fördermittel systemisch statt individuell vergeben, kommen nicht mehr beim einzelnen Kind an.
Viele Kinder, die früher gefördert worden wären, fallen aus der Förderung raus. (Systemzuweisung und "Förderpläne" statt Anspruchs-Gutachten)
1. Lernen 53,0 %
2. Sprache 9,0 %
3. Emotionale & soziale Entw. 9,0 %
4. Geistige Entwicklung 15,0 %
"Neurodiversity"
EVA Inklusionstagung LI
"Die mit 61 Prozent vertretenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ohne Integrationserfahrung
legen anscheinend eine gewisse Skepsis an den Tag, die sich in zurückhaltenderen Beurteilungen
von Fortbildung niederschlägt. Möglicherweise wurde aber auch auf ihre Ausgangslage
nicht ausreichend eingegangen."
"Lehrkräfte und Leitungspersonal aus Stadtteilschulen (285) und Gymnasien (51) sehen ihre Erwartungen nicht so häufig erfüllt wie andere (Abb. 6).
Auch die allgemeine Zufriedenheit ist bei Personen aus diesen Schulformen sowie bei Sonderpädagogen etwas geringer als bei den übrigen Teilnehmenden.
Es ist eine offene Frage, ob die Tagung die Erfüllung von Erwartungen dieses Personenkreises
schuldig geblieben ist, oder ob die Teilnehmenden von Inklusion noch nicht in vollem Umfang überzeugt sind."
Unterfinanzierung
Die einzelnen Lehrkräfte und Schulen sollen mit
den vorhandenen Bordmitteln die Inklusion „quasinatürlich“ ermöglichen, ohne jeglichen
unabdingbar notwendigen Support zu erhalten. Es sind hier vor allem die Kinder- und Jugendlichen mit Verhaltensstörungen und Lernbeeinträchtigungen, die
zwangsläufig zu einer strukturellen und personellen Überforderung der LehrerInnen beitragen.
Hier müssen SonderpädagogInnen mit einem für genau
jene SchülerInnen ausgewiesenen Qualifikationsprofil in die Schulen, und zwar sowohl als systemische Ressource als auch als schülerInnenbezogene Ressource.
Die derzeitige massive Unterversorgung ist skandalös
und kann nicht durch andere Berufsgruppen, etwa aus dem Bildungspaket der Bundesregierung
(SozialpädagogInnen, ErzieherInnen), abgefedert werden.
Birgit Herz, Prof. für Sonderpädagogik, Uni Hannover
Der Übergang von Schule in berufsschulische Qualifizierungen
hat das größte Exklusionsrisiko, gerade bei bildungsbenachteiligten
und behinderten jungen Menschen. Hier bedarf es einer deutlichen Stärkung
der Ressourcen für gelingende Übergänge in selbstständige –und legale – Erwerbsarbeit.
In einer konzeptionellen Neugestaltung sonder- und inklusionspädagogischer Bildungspolitik
(Schule, Kinder- und Jugendhilfe, lokale Träger in
der Kulturarbeit u.v.m.) braucht es verbindliche interdisziplinäre Vernetzungsstrukturen unterschiedlicher
Akteure in den Bezirken, sozialräumliche Kooperationsnetzwerke also – mit ausreichenden Zeitbudgets für Beratung und Konzeptarbeit, aber auch für Fortbildung und
Evaluation.
Pro LSE-Schüler/in werden zugewiesen:
Grundschule: 5,03 WAZ (Halbtag) und 5,39 WAZ (Ganztag)
Sek. 1: 5,22 WAZ (Halbtag) und 5,59 WAZ (Ganztag)

schülerbezogene Ressource für SUS mit speziellem Förderbedarf:
Grundschule: 10,06 WAZ (Halbtag), 12,93 WAZ (Ganztag)
Sek. 1: 10,43 WAZ (Halbtag), 13,41 WAZ (Ganztag)
Ressourcenzuweisung
Hamburg
noch alt+neu parallel: Wahlfreiheit §12 HmbSG
275 Integrationsklassen (I)
Klasse 1-10 an 53 Schulen
Klassenfrequenz 19-21
bis zu 4 behinderte SuS
350 Integrative Regelklassen (IR)
an 35 Grund bzw. Primarschulen
Hier gehen alle angemeldeten SuS hin
Schulen mit integrativen Förderzentren
Neue Inklusions-Standorte (Allg. I-Schulen)
Sonderschulen + Förderschulen (sollen mit REBUS zu ReBBZs zusammengefasst werden = neue Standorte)

"Jetzt will Senator Rabe die über 600 Hamburger Integrationsklassen und Integrativen Regelklassen abschaffen und durch ein Billigmodell ersetzen. Statt das bundesweit erfolgreichste Modell auszuweiten und zusammenzuführen, wird es jetzt zerschlagen: Integrative Regelklassen verlieren bis zu 75% ihrer zusätzlichen Versorgung, Integrationsklassen bis zu 40%."
UN-Behindertenrechtskonvention
verlangt keine alternativlose radikale Inklusion
Allgemeinpädagoge
Sonderschullehrer
Lerntherapeut
Erheblich weniger Unterrichtsstunden können doppelt besetzt werden.
I.d.R. bekommt 1 G-Klasse für 1 LSE-Schüler Ressource = 13 % = 3,5 Stunden
Die sonderpädagogische Fachlichkeit wird in der Inklusion massiv gekürzt. (40 % Sonderpäd. - 60 % Erzieher und Soz.päd. - wie schon in den I + IR-Klassen)
Es gibt keine hinreichende Vertretungsreserve für sozialpädagogische Fachkräfte.
Anrechnungszeiten wie in I-und IR-Klassen bzw. im IF für Teambesprechungen, Koordinations- und Kooperationsaufgaben wurden gestrichen.
Es fehlen Räume und Sachmittel.
Es gibt keine inklusiven Bildungspläne, Ausbildungs- und Prüfungsordnungen.
StS sind alle als I-Standorte betroffen, Gy nur 5.
Fortbildung u Beratung: 7 MA BeBiS betreuen 51 I-Schulen, insgesamt gibt es 82 I-Schulen.
"Das Recht auf inklusive Beschulung ist für alle gleich, der Unterstützungsbedarf aber verschieden. Insofern muss die Politik aufhören, alle Kinder mit einer gleichen Ressource auszustatten (i.d.R. eine gleiche Stundenzuweisung von Sonderpädagogik.)"
Peter Friedsam, Hamburger Schulleiter,
Experte der Robert-Bosch-Stiftung:

"Inklusion bedeutet die Aufnahme und Beschulung in der jeweiligen Schule des sozialen Umfelds des Schülers. Diese ist zuständig - auch wenn sie im ländlichen Raum liegt - und muss so ausgestattet sein, dass sie alle Schüler beschulen kann."
http://www.hamburg.de/contentblob/3368018/data/autismus-asbergersyndrom.pdf

1. Zeit im WAZ-Bereich des Einzelnen
Wissen, Verständnis, Rollenmodell, Fähigkeiten der Allgemein-Pädagogen

neu orientieren (Zeit zum Lernen)
Zusammenarbeit im Team versch. päd. Professionen (Zeit für Klärungen und Absprachen)
Organisations-Entwicklung - Entwicklung und Implementierung von neuen strukturellen und didaktisch-methodischen Modellen und Konzepten (Entwicklungszeit)

2. Personalressourcen (für ausreichende Doppelbesetzung und sonderpädagogische Fachlichkeit)

3. Sachmittel für Unterrichtsmaterial und für Umbau- bzw. Neubaumaßnahmen

4. Fortbildungsressourcen LI und Fortbildungsqualität
Die radikale Inklusion
stellt Höchstanforderungen an
Grund- u. Stadtteilschule: systemisch
Gym u. Privatschulen: schülerbezogen

Grundschule: 4% StS: 8% - je nach Sozialindex
LSE
Peter Friedsam, Schulleiter HH, Experte Robert-Bosch-Stiftung
GEW-Presseerklärung 25. 5. 2012
Wahlfreiheit?
"In den Sonderschulen sind die Stellen für additive Sprachförderung ersatzlos gestrichen worden. Offensichtlich brauchen behinderte Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Sonderschulen keine zusätzliche Förderung. Rebus, Förder- und Sprachheilschulen werden zu Regionalen Bildungs- und
Beratungszentren (ReBBZ) zusammengelegt. Zahlreiche Funktionsstellen können dadurch gestrichen werden. Etliche Gebäude können verkauft oder anderweitig vermietet werden. Die Standortwahl der ReBBZ richtet sich dabei nicht zwingend nach pädagogischen Gesichtspunkten. Lukrativer Verkauf, gewinnbringende Vermietung von Schulgebäuden sind im Sinne einer Negation vorrangige Auswahlgesichtspunkte."
Fortbildung:
An der "Haltung" arbeiten,
statt Ressourcen fordern?

UN-Behindertenrechtskonvention
unterscheidet daher:

Behindertsein intern ("Beeinträchtigung") - Fördern, z.B. besondere Lernstrategien / Lernumgebung / Lernmittel

Behindertwerden extern ("Behinderung") - Enthindern, z.B. diskriminierende Einstellungen abbauen, physische Barrieren abbauen
Alles hängt davon ab, "ob der Lehrer gut ausgebildet ist und ob das pädagogische Umfeld stimmt. Ein schwerst verhaltensauffälliges Kind etwa benötigt ein klar strukturiertes Lernarrangement, während ein massiv lernbehindertes Kind eine eher offene Lernsituation braucht, wo es etwas entdecken kann. Ein hörbehindertes Kind braucht eine gute Ausleuchtung, um das Mundbild ablesen zu können - für blendempfindliche sehbehinderte Kindert bedeutet aber helles Licht eine erhebliche Einschränkung. Diese Schüler kann man nicht alle mit gesunden Kindern so nebenbei im Klassenraum unterrichten!"
Reinhilde Stöppler,
Prof. f. Heil- u. Sonderpädagogik, Uni Gießen
"Langfristig müssen inklusive Klassen mit durchgängiger Doppelbesetzung ausgestattet werden."

"Als erster Schritt muss gewährleistet werden, dass Klassen mit vier Schülern mit Förderschwerpunkt LSE zwei Drittel aller Unterrichtsstunden mit zwei Pädagogen besetzt werden, und jede Klasse zusätzliche Stunden für die erforderliche Koordination, Qualifizierung, Förderplanerstellung und Beratung erhält."
Positionspapier der Schulleitungen
aller Stadtteilschulen, 15.9.2009
Wir musizieren dann einfach schon mal los !
CC_Gerhard_Suster
"Wir wollen ausgegrenzten Kindern neue Chancen eröffnen"
(Rabe 23. 11. 11)
"Einfach machen!"
Gerhard Zupp,
Bundesvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik
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