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Abitur Deutsch-Präsentation

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by

Lisa Stein

on 11 June 2014

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Transcript of Abitur Deutsch-Präsentation

- ,,Prometheus" von Johann Wolfgang von Goethe

- veröffentlicht 1774

- Prometheus richtet Monolog an Göttervater Zeus

- er sagt sich von Zeus los

- Betonung der eigenen schöpferischen Begabung

- Gedicht zeigt zentrale Aspekte des Sturm und Drang



Einleitung
Sturm und Drang allgemein & mit Bezug zum Gedicht
Schluss - Reflektion und eigene Bewertung
1. Vermutung zur Deutung des Gedichts:

Das Gedicht zeigt auf, dass der Mensch sein
Leben nach den eigenen Regeln und
Maßstäben gestalten soll und sich nicht
bevormunden lassen soll
Wiedergabe des Inhalts
Strophe 1 & 2
Prometheus richtet sich an Zeus, dann an
alle
Götter und
kritisiert deren Verhalten


Strophe 3 & 4
Prometheus erzählt von seiner eigenen Kindheit


Strophe 5
Prometheus wendet sich wieder an Zeus und sieht keinen Grund diesen zu ehren


Strophe 6 & 7
Prometheus will selbstbestimmt leben - unabhängig von Göttern
Deutsch - Präsentation
Lyrik im Epochenvergleich
hinsichtlich des Motivs der Freiheit

Abiturprüfung im Fach Deutsch
Prüfer: Herr R. Schmidt
Prüfling: Marja-Lisa Stein

Erste eigene Deutung des Gedichts:
Das Gedicht zeigt auf, dass jeder einzelne Mensch
die Freiheit haben soll sein Leben nach eigenen Regeln und Maßstäben zu gestalten und sich nicht durch andere bevormunden lassen soll!
Formale Analyse
- sieben Strophen (unterschiedlich lang)

- 58 Verszeilen insgesamt (unterschiedlich lang)

Beispiel Vers 8 hat 10 Silben
Vers 58 hat 2 Silben


- kein regelmäßiges Metrum, keine Reime, also auch
kein Reimschema

- formales Gerüst fehlt in diesem Gedicht

- ,,Freie Rhythmen"


Prometheus
Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst!
Und übe, Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
5 An Eichen dich und Bergeshöhn!
Musst mir meine Erde
Doch lassen stehn,
Und meine Hütte,
Die du nicht gebaut,
10 Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.

Ich kenne nichts Ärmeres
Unter der Sonn' als euch Götter
15 Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät
Und darbtet, wären
20 Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.

Da ich ein Kind war,
Nicht wusste, wo aus, wo ein,
Kehrte mein verirrtes Aug'
25 Zur Sonne, als wenn drüber wär'
Ein Ohr, zu hören meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.
Inhaltliche Analyse und
Interpretation
- Rollengedicht

- im Mittelpunkt steht als lyrisches Ich Prometheus

- Prometheus richtet sich mit einer Aufforderung
an den Göttervater Zeus, sich von den Menschen
fernzuhalten (Vers 1 ff.)

- er distanziert sich von Zeus und allen Göttern, er
fühlt sich ihnen nicht mehr zugehörig

- deutlicher Unterschied zwischen Himmel/Göttern
und Erde/eigene Welt (1. Strophe)

- Gebrauch der Pronomen mein-dein und ich-du
verstärkt Gegensatz zwischen Prometheus & Zeus


Wer half mir wider
30 Der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du's nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
35 Und glühtest, jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden da droben?

Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
40 Je des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet
Je des Geängstigten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
45 Und das ewige Schicksal,
Meine Herrn und deine?

Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehn,
50 Weil nicht alle Knabenmorgen-
Blütenträume reiften?

Hier sitz' ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
55 Zu leiden, weinen,
Genießen und zu freuen sich,
Und dein nicht zu achten,
Wie ich!
- die beiden ersten Strophen zeigen, dass der Göttervater
Zeus und die anderen Götter nicht allwissend und allmächtig
sind

- verachtende Haltung, gewisse Ironie (Verse 13 & 14)

- Strophe 3: Tempuswechsel ins Präteritum
Prometheus erzählt von eigener Kindheit

- Götter waren untätig;
Zeus = ,,Der Schlafende da droben?" (Vers 37)

- Strophe 4: Wendepunkt innerhalb des Gedichts
Prometheus erwähnt nicht mehr Enttäuschungen,
sondern will selbst handeln

- inhaltliche Entwicklung innerhalb des Gedichts:
Prometheus klagt zu Beginn an, geht nun seinen eigenen
Weg um ,,zu genießen" & ,,sich zu freuen" (Vers 56)


- rhetorische Fragen zeigen Prometheus' Kritik
und Vorwürfe an die Götter auf

- nicht die Götter haben Prometheus erwachsen
gemacht, sondern die Zeit (Verse 43/44)

- Metapher in Vers 43

- Strophe 6: abschließende rhetorische Frage
verdeutlicht Prometheus' Kampfgeist

- Strophe 7: Wechsel ins Präsens
Prometheus ist bereit zu handeln

- Prometheus betont, dass der Mensch nun
selbst Schöpfer ist und die Götter nicht mehr
beachten muss

- letzter Vers: ,,Wie ich!" Prometheus als
Schöpfer und Genie
- kurze literarische Bewegung (ca. 1765-1785)

- neue Ideale:
Freiheit
Natur
Gefühl

- Bewunderung für herausragende
Einzelpersönlichkeit - das Genie

- Hauptsächliche Motive:
Geniekult
Recht auf Empfindsamkeit
Selbsthelfertum
Soziale Anklage & Gesellschaftskritik



- ,,Freiheit" als Leitmotiv des Sturm und Drang
findet sich auch in Goethes ,,Prometheus"

- ,,Prometheus" ist ein Beispiel für Motiv des
'Selbsthelfertums'

- Motiv der Freiheit findet sich auch in formalem
Aufbau des Gedichts (,,Freie Rhythmen")



Goethes Gedicht ,,Prometheus" vereint formale
und inhaltliche Freiheit



Trotzdem sind Regeln und Vorschriften in bestimmten Lebensbereichen sehr wichtig, damit ein freies und friedliches Zusammenleben möglich ist.
Individualität
des Einzelnen
Gesellschaft mit
Regeln und Vorschriften
Wiedergabe des Inhalts
- ,, Die schlesischen Weber" von Heinrich Heine
aus dem Jahr 1844 (Lyrik des Vormärz)

- Aufstand der schlesischen Weber 1844

- Sie sind enttäuscht und verfluchen Religion,
Obrigkeit und Vaterland

- 5 Strophen mit jeweils 4 Versen

- Refrain ,, Wir weben, wir weben!"
Epochenzugehörigkeit
- Beginn des Vormärz etwa 1815

- Aufruf zum Kampf gegen Unterdrückung durch
Fürsten

- Anprangern sozialer Missstände

- Auseinandersetzung mit politischen und
gesellschaftlichen Verhältnissen


Vergleich beider Gedichte im Hinblick auf das Motiv der Freiheit
- Motiv der Freiheit steht in beiden Gedichten im
Mittelpunkt
Prometheus:

- Freiheit des Einzelnen

- Mensch soll aus der Natur
heraus frei leben

- Motiv der Freiheit überträgt
Goethe auf formalen Aufbau
Die schlesischen Weber:

- Freiheitsbegriff eher politisch
motiviert

- Freiheit von...
... der Vorherrschaft eines Standes
... der Willkürherrschaft
... sozialer Unterdrückung

- formale Gestaltung ist strukturiert


Abschließende Bewertung
beider Gedichte
Gemeinsamkeiten

- Titel (lyrisches Ich)

- Thema
(gleiche Grundhaltung)

- Motivgleichheit
(Freiheit)


Unterschiede

- Epochen

- hist. / polit.
Hintergrund

- formale
Ausgestaltung
Quellen
• Kopfermann, T.: Lyrik der Aufklärung / Klassik (Klett, 2007)
• Kopfermann, T.: Lyrik der Romantik (Klett, 2007)
• Hartung, H.: Jahrhundertgedächtnis. Deutsche Lyrik im 20.
Jahrhundert (Reclam 1999)
• Redaktion Schule und Lernen: Schülerduden Literatur, 3., neu
bearbeitete Auflage (Dudenverlag 2000)
• Hans Gerd Rötzer: Literarische Texte verstehen und
Interpretieren, Band 2 (Manz Verlag München, 2. Auflage 1995)
• Interpretationen und Modelle für den Deutschunterricht (Hsg.
Prof. Dr. Jakob Ossner), Cornelsen Verlag Berlin (CD)
• Die Lyrik Johann Wolfgang von Goethes (EinFach ZuHören,
Schöningh Verlag 2011) (CD)
• http://lyrik.antikoerperchen.de/johann-wolfgang-von-goethe-
prometheus,textbearbeitung,127.html
• http://de.wikipedia.org/wiki/Prometheus_%28Hymne%29
• http://www.outdoorreadiness.com/wp-content
uploads/2011/12/30-Prometheus-Jan-Cossiers.jpg
• http://www.inhaltsangabe.info/deutsch/
gedichtanalyseinterpretation-prometheus-von-johann-
wolfgang-goethe
• http://de.wikipedia.org/wiki/Die_schlesischen_Weber
• http://www.literaturwelt.com/werke/heine/weber.html
• http://de.wikipedia.org/wiki/Vorm%C3%A4rz




Die schlesischen Weber
Im düstern Auge keine Träne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
5 Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
In Winterskälte und Hungersnöten;
Wir haben vergebens gehofft und geharrt,
Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt -
10 Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
Den unser Elend nicht konnte erweichen,
Der den letzten Groschen von uns erpreßt
Und uns wie Hunde erschießen läßt -
15 Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
Wo nur gedeihen Schmach und Schande,
Wo jede Blume früh geknickt,
Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt -
20 Wir weben, wir weben!

Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
Wir weben emsig Tag und Nacht -
Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch
wir weben hinein den dreifachen Fluch -
25 Wir weben, wir weben!
Full transcript