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Der Aralsee - ein See schrumpft

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by

Klari Floos

on 21 May 2015

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Transcript of Der Aralsee - ein See schrumpft

Eingriffe ab dem 20. Jahrundert
Folgen der Zerstörungen
Zukunftsprognose
Der Aralsee - ein See schrumpft
Ursachen und Folgen

Wasser als Lebensgrundlage
Ursprüngliche geographische Gegebenheiten
Ökologisch
Ökonomisch
Sozial
Fazit:
Dominanz der negativen Aspekte bei der Zerstörung des Aralsees hinsichtlich Ökologie, Ökonomie und Sozialem. (Positive Aspekte sind zu widerlegen!)




Ist die Lage vollkommen aussichtslos
für Mensch, Tier und Umwelt?
Abituraufgabe zum Aralsee
Quellen:
Literaturquellen:
www.aralsee.org/der-aralsee
www.eurasischesmagazin.de/ (Artikel von Eva-Maria Stolberg am 30.08.2004)
www.mare.de (Artikel "Elender Staub" von Dimitri Ladischensky im August 2004)
www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen (Artikel "Erst verschwindet das Wasser dann der Mensch" von Ulli Kulke am 11.11.14)
www.sueddeutsche.de/wissen/ (Artikel "Die unheimliche Schrumpfung des Aralsees" von Christopher Schrader am 03.10.14)
www.tagesspiegel.de/weltspiegel/ (Artikel "Der Aralsee verschwindet" von Elke Windisch am 3.11.14)
Film "DER ARALSEE Wo das Wasser endet - endet die Erde"

Bildquellen:
http://images.zeit.de/bilder/2009/20/wissen/erde-sdw-rettung-aralsee/erde-sdw-rettung-aralsee-artikel-410.jpg
polpix.sueddeutsche.com/bild/1.1454080.1346764394/900x600/aralsee.jpg (Einstieg)
www.diercke.de/content/aralsee landschaftswandel-1960-2007-978-3-14-100700-8-157-1-0 (Einstieg)
http://www.landkartenkatalog.de/landkartenindex/weltatlas/2014/08/online-politische-asien.png (Asienkarte)
http://www.zum.de/Faecher/Ek/BAY/mek/mek/klima/zonen/troll/aralsk.gif (Klimadiagramm Aralsk)
https://deinweckruf.files.wordpress.com/2010/12/stalin.png (Stalin)
www.raonline.ch/images/edu/haz/cli_AralSea0901.jpg (Satellitenaufnahme 2)
files.newsnetz.ch/story/1/0/0/10000405/6/topelement.jpg (Baumwolle)
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7b/Aralship2.jpg (Bodenversalzung)
http://www.iswa.uni-stuttgart.de/ch/img/flabo2.jpg (Dreissena Muscheln)
http://www.mare.de/index.php%3Frex_resize%3D263w__z_45_pol_zizola_fr_1_1.jpg (Frau in Krankenhaus)

Alle Quellen wurden am 17.05.2015 zuletzt kontrolliert.
Entwicklung des Sees 1960/ 2007
Entwicklung des Sees 1960/2007
auf Satellitenbildern
(Ostbecken ist mittlerweile verschwunden)
"Der Aralsee
- Einst ein in orientalischer Traum"
Ursprüngliche Nutzung des Aralsees
Ursachen der Zerstörung
"Östlicher Aralsee vollständig ausgetrocknet!"
(Forschung und Wissen, 02.10.14)
Schockbilder: Aralsee stirbt
(Web.de 30.09.14)
"Aralsee: Vom viertgrößten See der Welt zur Lacke"
(Nachrichten.at 30.09.14)
Lage an der Grenze von Kasachstan und Usbekistan.
Ehemals viertgrößter See der Welt und gleichzeitig größter See Eurasiens.
Fläche von 66.900 km² Mitte des 20. Jahrhunderts
Zwei Zuflüsse: Amu-Darja und Syr-Darja, die den See mit Wasser aus dem Pamir und dem Tien-Schan-Gebirge versorgen. (= See ist „abflussloser Raum“)
Berühmte Turgajwälder am Ufer des Sees: Große Artenvielfalt, z.B. Tiger, Schakale und Hyänen.
Geologische Jugend: Entstehung durch Abschmelzen der Eiskappen.
Natürliche Schwankungen des Wasserspiegels durch:
Zuflüsse fließen über flache Schwemmlandterrassen, sodass geringe Veränderungen des Flussbettes große Wassermassen umlenken.
Flache Oberfläche des Sees, folglich reduziert ein geringer Rückgang
des Wassers schnell die Oberfläche. Heiße Sommer bewirken eine große Verdunstung

= bis Anfang des 20. Jahrhunderts
Kurort und Heilquelle
Bewässerung für Baumwollbepflanzung auf Feldern:
- Geringe Schäden durch vorindustrielle Methoden
- Hoher Effektivität und geringem Eingriff
- Regionaler Verbrauch des Ertrags
Hohes touristisches Potenzial: Beliebter Urlaubsort und politisches Zentrum
Fischereibetrieb auf dem See durch hohes ökologisches Potenzial

→ Keine großen Eingriffe in die Ökosysteme und
Vorherrschen einer Harmonie zwischen
Mensch und Natur
Größenwahnsinnige Bewässerungspläne der Sowjetunion:

Anzapfen der Aral-Zuflüsse durch Stalins Plan zur „Umgestaltung der Natur“.
Der wichtigste Kanal ist der Turkmenbaschi-Kanal:
Abzweigen von Wasser aus dem Amu-Darja
Länge von ca. 1.500 km
Verantwortlich für 40% des Wasserverlustes des Sees
Schlechter Ausbau desselben:
- Keine Ausbetonierung auf weiten Strecken
- Schäden an der Natur durch Grabungen
- Entstehung von Sandverwehungen

Investitionen in:
Erweiterte Monokulturanbauflächen für
Baumwolle:
Wirtschaftliches Übertrumpfen der USA
Zusätzlicher Anbau von Reis und Weizen


Den Höhepunkt erreichte diese Gigantomanie unter Chruschtschow.
Versuch die Wassermassen für Landwirtschaft und Industrie zu nutzen:
Bessere Bewässerung der bisherigen Felder und Schaffen neuer Äcker aus der Wüste.
Investitionen in Pestiziden und Düngemittel zur Versorgung und Schutz der Felder
Aufbauen industrieller Einrichtungen zur Verarbeitung des Geernteten
Weitere Umsetzung großer Kanalprojekte
Schaffung von Arbeitsplätzen

Verringerung der Fläche um 33.000 Quadratkilometer
Verringerung des Volumens.
Sinken des Wasserspiegels um 26,5 Meter
Zurückweichen des Seeufers um über 100 km.
Zerfall in zwei Hälften: den kleinen See im Norden und den großen See im Süden.
Zunehmen der Kontinentalität
Anstieg des Salzgehaltes des großen See fortwährend.
Steigende Trockenheit ( = Förderung von Steppenbildung)
Austrocknen und Verwitterung des Bodens.
Allgemein zu hohe Versalzung:
→ Kein lösen durch Traditionelle Methoden
→ Das salzhaltige Abwasser wird entweder in die Steppe oder Wüste abgeleitet, wo es
Salzseen bildet oder in den Fluss zurückgeführt, wodurch dessen Salzgehalt erhöht wird.
Aufsteigen von salzhaltigem Staub vom ausgetrockneten Seeboden.
→ Unfruchtbarkeit der Felder
→ Abschmelzen der Gletscher im Pamir- und Tienschangebrige (→ Hochwasserkatastrophen)
→ Lungen- und Atemwegserkrankungen für Menschen
Hoher Düngemittel- und Pestizideneinsatz zur Ertragssteigerung
(„Das Land ins Grüne zwingen“)
→ Entstehen einer Giftigen Chemie-Kloake durch Pestizide
→ Erst 1984 wurde das gefährliche DDT verbot
Verschmutzung des Aralsees und übriger Pflanzen durch Industriebetriebe, welche ihre
giftigen Abwässer ungehindert in den Amu-Darja ableiten.
Tierwelt:

Zusätzliche Zerstörung durch Aussetzen neuer Fischarten.
Rückgang der Biomasse der Mikroorganismen um 60%
→ Zunehmen der Lichtdurchlässigkeit des Wassers
→ Sinken des Sauerstoffgehalt des Wassers, weil die Photosynthese betreibenden
Planktonarten absterben

Klima:

Stabilisierende Rolle der großen Wassermenge als Wärmespeicher zerfällt:
Keine Wolkenbildung mehr
Entstehung einer Dunstglocke durch Verdunstung, welche zur Abhaltung der Steppenwinde diente. Durch das Verschwinden der Dunstglocke entsteht eine Verschärfung des kontinentalen Klimas, was für die Region heißere Sommer und kältere Winter bedeutet.
Aussterben der Region durch immer weiter steigende schlechte Lebensbedingungen.
Leere Städte und leere Wirtschaftsinstanzen
Kein Erreichen von Spenden und Projekte aus Industrieländern.
Absinken des Grundwasserspiegels in der Region
Einstellung des Fischfangs 1992 im Aralsee.
(=wirtschaftlicher Faktor „Fischerei“ fällt weg)
Verlust von Nutzflächen in den Deltagebieten und an den Unterläufen der Flüsse.
(= wirtschaftlicher Faktor „landwirtschaftlicher Ackerbau“ fällt weg)
Kein wirtschaftlicher Aufschwung durch zunehmende Ackerflächen:
Aralregion kann wirtschaftlicher Konkurrenz wie z.B. China oder
Indien nicht stand halten.
→ Mehr Einbusen als Gewinne

Bei den Menschen:


Kein Zugang zu Leitungswasser:
Menschen trinken das salzige, verseuchte Wasser aus Entwässerungskanälen
Steigende Mangelernährung
Geringe Lebenserwartung
Mit dem See sterben die Menschen:
- Zunahme an Augenentzündungen, Lungenkrankheiten, Speiseröhrenkrebs,
Allergien, Nierenprobleme, Bronchitis, Asthma und Tuberkulose.
- Steigende Sterberate
- Hohe Kindersterblichkeitsrate
- 90% der Frauen in gebärfähigem Alter leiden an Anämie:
Muttermilch und Plazenta enthalten Rückstände von DDT.
- 99% der Neugeborene leiden ebenfalls an Anämie, 72% an
Atemwegserkrankungen, 40% werden geistig behindert geboren.
„Der Tod ist eine Prüfung die noch jeder gemeistert hat“ :
Kinder sollen um das Überleben kämpfen um einen gesunden und starken Geist
zu entwickeln.
Kinder bekommen Namen wie „der Lebendige“, „der Unbeugsame“, „der Kräftige“, „der Gesunde“ als Zeichen des Kampfes ums Überleben
In den Städten:

Katastrophengebiet erreicht eine Fläche größer als Schweden und ca. 3,8 Mio Menschen.
Aussterben der Dörfer in der Region um den ehemaligen See.
Straßenbild besteht aus verwahrloste Kindern und verlassenen Hotelbauten.
Salzregen führt zum Auflösen von Beton in öffentlichen Gebäuden und Straßenbelag.
Schäden an elektrische Oberleitungen
→ Schlechte Stromversorgung
In der Politik:

Keine Minimalversorgung der Bürger
Regierung sieht das Schrumpfen nicht als Ursache der Missstände an.
→ Menschen seien selbst Schuld an ihrem
Unglück (zu viele Kinder, zu schlechte Jobs)
→ Missgunst liegt allein an der Moral des Volkes
Investitionen in Propagandaplakate und Schautafeln, die Grünflächen und fruchtbare Landschaft zeigen („Aral lebt“).
→ Laut Politik angeblich Überfluss und
Wohlstand bereits vorhanden
Eingestehen der dramatischen Situation
erst
im Jahr 1995.
1.
Kok-Aral-Damm (Trennen des Sees)
→ Erholung des nördlichen Seeteils
Regeneration
Ansteigen des Wasserspiegels
Wiedergeburt der Fischerei

2
.Verschiedene „kleine“ Maßnahmen der Staaten Usbekistan, Turkmenistan
und Kasachstan:
Senkung des Wasserverbrauchs zur Bewässerung
Ausbau des Wasserversogrungsnetztes
Einrichten einer Kommission, die die Maßnahmen regelmäßig überprüft.

3.
Entwicklungsprojekte zur Förderung
der Aufklärung und für Spenden
Eine Rettung des Aralsees ist unrealistisch:
→ See ist dem Verschwinden geweiht
Bis heute kein Gesamtkonzept vorhanden, geschweige denn zur Umsetzung kommt:
→ Zu unterschiedliche Interessen an den
natürlichen Ressourcen in der Region
Nach neueren wissenschaftlichen Schätzungen wird der Aralsee in zwanzig Jahren bis auf einige kleine Überreste verschwunden sein.

= Das einstige orientalische Märchen ist zu einem Albtraum geworden

Salz statt See: Versalzte Fläche als Folge des Rückgangs des Aralsees
Lösung
Natürliche und Anthropogene Ursachen:
Geringe Niederschläge und hohe sommerliche Verdunstung
Zufluss nur von zwei fremden Flüssen
Ausweitung der Bewässerungsfläche entlang der Zuflüsse
Anbau von Kulturpflanzen mit hohem Wasserbedarf

Ökonomisch und ökologische Folgen:
s. Handout
Erläutern Sie mithilfe geeigneter Atlaskarten natürliche und anthropogene Ursachen für die zunehmende Verlandung des Aralsees und beschreiben Sie die ökonomische und ökologischen Folgen für die Aralseeregion und deren Bewohner.
Schlussfolgerung
Der See ist nicht allein aufgrund des Menschen verschwunden.
Natürliche Ursachen sind:
Geringe Niederschläge
Hohe sommerliche Verdunstung
Wasser des Sees von zwei Zuflüssen, die natürlichen Schwankungen unterliegen.
Jedoch: Anthropogenen Eingriffe wirken viel verheerender auf den Desertifikationsprozess !
Allgemein: Desertifikationsprozess
Starke Temperaturschwankungen zwischen Winter und Sommer
Durchschnittstemperatur von ca. 7°C
Ganz jährlich geringer Niederschlag unter 134mm
(Unterhalb der agronomischen Trockengrenze)
Kontinentales Klima
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