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Religionskritik

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by

Marlene Schmalz

on 6 December 2014

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Transcript of Religionskritik

1804 - 1872
Philosoph, Anthropologe
Vertreter der Projektionstheorie


Schriften:
Gedanken über Tod und Unsterblichkeit (1830)
Das Wesen des Christentums (1841)
Das Wesen der Religion (1851)


Ludwig Feuerbach
Friedrich Nietzsche
Marlene Schmalz
Patricia Karner

Religionskritik
Projektionstheorie

"Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde"

unerfüllbare Wünsche bilden den Ursprung des Götterglaubens

Wünsche/Sehnsüchte werden ins Jenseits projiziert

Gott = Summe aus allen menschlichen Sehnsüchten; vollkommenes Wesen
Mensch= unvollkommenes Wesen

Zwiespalt zwischen eigenem Ideal und unbefriedigender Wirklichkeit

Feuerbach möchte das endgültige Verschwinden der Religion erzielen.


1844 - 1900
deutscher klassischer
Philosoph

Schriften
• Der Antichrist (1888)
• Die Fröhliche
Wissenschaft (1882)
• Also sprach
Zarathustra (1883)





kritisiert im Speziellen den christlichen Glauben:





Gottesbegriff muss herausgebrochen werden

Ziel: Befreiung von Christentum --> Schaffung von Lebensmaxime =Übermensch

Aufkommen der Naturwissenschaften und der Geschichtswissenschaft wirkten dabei mit, die christliche Weltanschauung unglaubwürdig zu machen
Christentum:
Lähmung der Vernunft
Beschränkung des menschlichen Lebens
Unterwerfung
lebensverneinend und selbstzerstörend
Religionskritik im Verlauf der Geschichte
Antike:
kritische Meinungen zu Religion generell bzw. zu bestimmten religiösen Vorstellungen und Praktiken
ABER: Gott bleibt als Antwort auf alle Sinnfragen
philosophische Kritik

Mittelalter:
Auseinandersetzungen innerhalb der Religion
Kampf um das rechte Verständnis von Glauben innerhalb des Christentums

immanente Kritik

Aufklärung:
Religion ist mit der Vernunft nicht vereinbar
Mensch ist aktiv geworden
Religion rückt in den Hintergrund, der Mensch in den Mittelpunkt


externe Kritik

Begriffsdefinitionen
Hinterfragung von Religionen und Religiosität auf rationaler und moralisch-ethischer Ebene
immanente (interne) Religionskritik

Teil der religiösen Selbstauffassung / religiöse Identitätsbildung

setzt sich mit der "Verbesserung" des Glaubens auseinander

kritisch gegenüber manchen Institutionen, Handlungen, weltbildhaften Elementen usw .
externe Religionskritik
bezieht sich auf das Phänomen „Religion“

Standpunkt von außen bzw. ein nichtreligiöser oder atheistischer Standpunkt auf die Religion

Ziel: Überwindung von Religion
Formen der Religionskritik
Sigmund Freud

1856-1939
österreichischer Arzt und Psychologe in Wien



Schriften:
• Totem und Tabu (1913)
• Die Zukunft einer Illusion (1927)


Religion: Wunsch- und Phantasieprodukt

Religion als Zwang aus Angst vor einem übermächtigen Vater, später auch als Illusion von einem schützendem Vater

wenn keine Zwangsneurose dann illusionäre Wunscherfüllung

Religion agiert als Fluchthelfer vor der Wirklichkeit

Wie bei Marx: gesellschaftliche Umstände bedingen und stabilisieren Religion

fordert Wissenschaft statt Religion, sieht diese jedoch als Feind dieser

die menschliche Intelligenz ist der Gegner der Religion

Ziel: Überwindung dieser Neurosen der Vaterprojektion
Karl Marx
1818 -1883
deutscher Philosoph, Gesellschaftstheoretiker


Schriften
• Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie (1843/44)
• Thesen über Feuerbach (1845)


zielt auf Veränderung des Einzelnen/ der Gesellschaft ab

Wie Feuerbach sieht Marx Gott als eine Projektion des Menschen

Ambivalenz: Protest oder Flucht vor Elend

Religion ist eine Illusion in einer guten Welt zu leben -> verkehrtes Bewusstsein

Wechselwirkung von wirtschaftlichem und geistigem Leben

fordert die Aufhebung der Religion


Gliederung
1. Begriffsdefinitionen
2. Religionskritik im Verlauf der Geschichte
3. Vertreter
4. "moderne" Religionskritik
5. Wie weit darf Religionskritik gehen?
6. Quellenverzeichnis
Quellenverzeichnis
interreligiöse Religionskritik
ergibt sich aus der wechselseitigen Konkurrenz der Religionen

Religionen kritisieren sich gegenseitig

Ziel: die eigene Religion als die bessere Alternative darzustellen
Atheismus
von griechisch a = nicht, ohne und theos = Gott, Leugnung Gottes

theoretischer Atheismus: bewusste und begründete Ablehnung Gottes

praktischer Atheismus: Gleichgültigkeit gegenüber der Gottesfrage

methodischer Atheismus: Gott kann nicht durch wissenschaftliche Methoden bewiesen werden

kämpferischer und militanter (missionarischer) Atheismus: Gegenreaktion auf extreme religiöse Bewegungen

Agnostizismus
die Existenz von Göttlichem kann weder bejaht noch verneint werden
Vertreter
„Religiöse Praxis bedeutet für den einzelnen nichts anderes als die Anerkennung vernünftiger moralischer Pflichten. Nur dies will Gott von uns.“




„Der Mensch ist der Anfang der Religion, der Mensch ist die Mitte der Religion, der Mensch ist das Ende der Religion.“
"Die christliche Religion ist die Religion der absoluten Freiheit: und nur für den Chris-ten gilt der Mensch als solcher in seiner Unendlichkeit und Allgemeinheit."


"Gott ist tot"
"Religion als Opium des Volkes"
Die Hohlheit ist längst da gewesen, denn die Religion ist der Akt der Selbstaushöh-lung des Menschen; und ihr wundert euch, daß sie jetzt, nachdem der Purpur, der sie verdeckte, verblichen, nachdem der Dunst, der sie einhüllte, gestorben ist, daß sie jetzt zu eurem Schrecken ans Tageslicht tritt?
"Die Religion ist eine Neurose"
Immanuel Kant
Friedrich Nietzsche
Siegmund Freud
Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Karl Marx
Ludwig Feuerbach
Friedrich Engels
1724-1808
Deutscher Philosoph der Aufklärung


Schriften:
Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793-1794)
Kritik der reinen Vernunft (1791)
Immanuel Kant
„Religiöse Praxis bedeutet für den einzelnen nichts anderes als die Anerkennung vernünftiger moralischer Pflichten. Nur dies will Gott von uns.“


Alle metaphysischen Gottesbeweise würden die kategorialen Grenzen menschlicher Vernunft überschreiten

Die Idee eines Gottes oder einer Religion hat für Kant im Hinblick auf Moral eine motivierende, nicht aber begründende Funktion.

Die Moralgesetze und das gute Handeln in der Welt sind für Kant der eigentliche und einzige Sinn und Zweck der Religion.

Das Absolute ist unbestimmbar

fordert eine Vernunftreligion


„Der Mensch ist der Anfang der Religion, der Mensch ist die Mitte der Religion, der Mensch ist das Ende der Religion.“
Georg Friedrich Wilhelm Hegel

1770-1838
deutscher Philosoph und Vertreter des Idealismus


Schriften:
Glauben und Wissen oder die Reflexionsphilosophie der Subjektivität in der Vollständigkeit ihrer Formen als kantische, jacobische und fichtische Philosophie (1802)
"Die christliche Religion ist die Religion der absoluten Freiheit: und nur für den Christen gilt der Mensch als solcher in seiner Unendlichkeit und Allgemeinheit."
Das Christentum als die "absolute Religion" --> kritisiert damit alle anderen Religionen

Systematisierung der gesamten Wirklichkeit mit Ziel- und Ausgangspunkt im Geist Gottes im Vordergrund

beschäftigt sich mit dem Verhältnis Religion und Staat
"Gott ist tot"
"Religion als Opium des Volkes"
1820 -1895
deutscher Philosoph, Gesellschaftstheoretiker, Journalist



Friedrich Engels
"Die Hohlheit ist längst da gewesen, denn die Religion ist der Akt der Selbstaushöhlung des Menschen; und ihr wundert euch, daß sie jetzt, nachdem der Purpur, der sie verdeckte, verblichen, nachdem der Dunst, der sie einhüllte, gestorben ist, daß sie jetzt zu eurem Schrecken ans Tageslicht tritt? "
Religion entsteht durch die Phantasie der Menschen und Zuschreibung -->Personifizierung in Gott

Abhängigkeitsverhältnisse werden von der Religion gepflegt und stabilisiert

Religionskritik = Herrschaftskritik

Ziel: gesellschaftliche Tat -->Selbstbestimmung des Menschen in allen Bereichen des Lebens

Religion fordert die Unterwerfung des Menschen
--> deswegen kann sie nicht zu Philosophie gehören


"moderne" Religionskritik
Wie weit darf Religionskritik gehen?
Richard Dawkins
„Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen.“
Moser Tilmann
„Religion kann den Menschen befreien, ihn heilen und mit dem Ursprung seines Wesens in Berührung bringen. Aber sie beinhaltet ebenso auch Potential, den Menschen einzuengen, die Lebensfreude zu nehmen und ihn zu knechten.“

Biologe, Vertreter des
neuen Atheismus, Agnostiker

Berühmteste Veröffentlichungen:
• Der Gotteswahn (2006)
• Die Schöfpungslüge (2009)

schließt die Existenz Gottes nicht zu 100% aus

verteidigt die Evolutionstheorie gegen theologische Konzepte

vermutet, dass der Glaube von der Evolution begünstigt worden sei

keine Korrelation zwischen moralischer
Entscheidung und Religiosität

bezeichnet die Praxis einer religiösen
Erziehung von Kindern als Kindesmissbrauch
Psychoanalytiker
Körperpsychotherapeut

Berühmte Veröffentlichungen
• Gottesvergiftung (1976)
• Von der Gottesvergiftung zu einem erträglichen Gott (2003)
• Der grausame Gott und seine Dienerin (2010)
• Gott auf d. Couch: Neues zum Verhältnis v. Psychoanalyse u. Religion (2011)

kritisiert die christliche Sozialisation und deren neurotisierenden Wirkung

beschreibt seine Gotteserfahrung als unheilbare Krankheit, eine Vergiftung, als Fessel

erlebt Religion als Droge

arbeitete an neuen Einstellungen

prinzipiell ist er mittlerweile der Meinung, dass Glaube Heilung fördern kann

tief in der Seele der meisten Menschen gibt es etwas wie einen selbstverständlichen Glauben bzw. Religiosität =Fähigkeit zur Andacht

Wichtig ist es ihm, die dem Menschen eigene Fähigkeit zur Andacht so zu kräftigen, dass der strafende Gott abgelöst wird.
Literatur
Feuerbach, Ludwig (1841): Das Wesen des Christentums
Feuerbach, Ludwig (1851): Das Wesen der Religion
Freud, Sigmund (F1969): Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse, S.586-608
Jung,Mathias (2009): Wie Gott gemacht wurde
Knoblauch, Hubert (1999): Religionssoziologie
Marx, Karl (1843-1844): Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie
Moser, Tilmann (2011):Gott auf d. Couch: Neues zum Verhältnis v. Psychoanalyse u. Religion
Moser, Tilmann (2003) :Von der Gottesvergiftung zu einem erträglichen Gott
Von Stosch, Klaus (2014): Einführung in die systematische Theologie
Weinrich, Michael (2011,2012); Religion und Religionskritik

Internet:
https://richarddawkins.net/
http://oe1.orf.at/artikel/209278
http://www.uni-kassel.de/upress/online/frei/978-3-89958-395-3.volltext.frei.pdf
http://www.tilmannmoser.de/

Videos:
Der Tolle Mensch
Wie weit darf Religionskritik gehen?
Atheisten im Anmarsch
"Die Religion ist eine Neurose"
Danke für eure Aufmerksamkeit!
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