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Kompetenzen - Handlungskompetenzen

Definition - "Was verstehen wir unter Kompetenzen?"
by

Andreas Sägesser

on 9 March 2017

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Transcript of Kompetenzen - Handlungskompetenzen

Exkurs Kompetenzbegriff
Das Wort „Kompetenz“ wie folgt aus der lateinischen Sprache herleiten: „competere“ (cum = mit; petere = sich zuwenden, suchen) bedeutet „sich treffen“, „zusammengehen“, „abmachen“, „zutreffen“. Es wird einerseits verstanden im Sinne von „etwas gemeinsam / zugleich erstreben“, andererseits im Sinne von „zu etwas geeignet oder fähig sein, einer Sache mächtig sein“.
Der Kompetenzbegriff wird traditionellerweise als Konstrukt psychologischer Natur im Sinne von „dem Individuum innewohnende Fähigkeiten“ betrachtet. Kompetenzen sind kontext- und situationsbezogen, d. h. sie kommen in reellen Situationen zum Ausdruck, wo Handlungen verlangt werden und verschiedenartige Ressourcen, nämlich Wissen, Fertigkeiten und Haltungen, sich zu Kompetenzen verdichten.
So verstanden löst sich der Kompetenzbegriff aus einer rein psychologischen Dimension, die ihn ins Innere einer Person verlegt, und bindet sich an konkrete, kontext- und situationsbezogene Handlungen. (Ghisla/Kolb 2001: 11)
Wir schlagen vor, „Kompetenz“ als Ergebnis eines Konstruktionsprozesses zu betrachten, eines „Kombinationswissens“. Das Individuum ist ein „Unternehmer“ seiner Kompetenzen. Es konstruiert seine Kompetenzen, indem es eine doppelte Ressourcenausstattung kombiniert und mobilisiert: eine Ressourcenausstattung, die in seiner Person „inkorporiert“ und ein Netz von Ressourcen, das zu seiner Umgebung gehört. (Le Boterf 1998: 22)
Ressourcen sind
• Kenntnisse (im Sinne von deklarativem Wissen und von Informationen, vgl. das französische „savoirs“ und das englische „know that“)
• Fertigkeiten (im Sinne von prozeduralem Wissen, d. h. von allgemein kognitiven, kommunikativen und sozialen Fertigkeiten, komplexen Handlungsschemata usw., vgl. das französische „savoir-faire“ und das englische „know how“)
• Haltungen (im Sinne von Einstellungen und Verhaltensformen im intellektuellen, persönlichen und sozialen Bereich, vgl. das französische „savoir-être“) (Ghisla/Kolb 2001: 11)
Kompetenz ist die Fähigkeit, bewusst Ressourcen zu aktivieren und kreativ und funktional miteinander zu kombinieren, um konkrete Situationen zu meistern.
Ressourcen sind
- Kenntnisse (im Sinne von deklarativem Wissen)
- Fertigkeiten (im Sinne von prozeduralem Wissen, d. h. von allgemein kognitiven, kommunikativen und sozialen Fertigkeiten, komplexen Handlungsschemata usw.)
- Haltungen (im Sinne von Einstellungen und Verhaltensformen im intellektuellen, persönlichen und sozialen Bereich)
Zwei wichtige Merkmale dieses Kompetenzbegriffs seien hier genannt:
(1) Kompetenzen sind nicht statisch im Sinne von in der Person verankert und ein für alle Mal fixiert. Sie sind vielmehr dynamisch und variieren von Situation zu Situation. Ihre Beobachtbarkeit beschränkt sich auf konkrete Handlungen, und folglich ist ihre Beurteilung und somit die Beurteilung kompetenten Handelns in bestimmten Situationen nur über Kriterien und Indikatoren, z. B. via Ressourcen, möglich (nach Ghisla/Kolb 2001: 12).
(2) Kompetenzen sind nicht statisch in dem Sinne, dass es nur eine Art gibt, wie über eine bestimmte Kompetenz verfügt wird. Man kann über Fähigkeiten in geringem oder in grossen Mass verfügen, und es gibt keinen Endpunkt (im Sinne von Perfektion) beim Kompetenzerwerb.
Kompetenz
Ressourcen
Kompetenzen sind Fähigkeiten in offenen, unüberschaubaren, komplexen, dynamischen und zuweilen chaotischen Situationen kreativ und selbstorganisiert zu handeln (Selbstorganisationsdisposition)
Quelle: So werden wir lernen? von John Erpenbeck und Werner Sauter
Gedanken dazu von Andreas Sägesser:
Mich freut es natürlich, dass bereits im Kompetenzbegriff die Kooperation enthalten ist! Darauf können Überlegungen zum kooperativen Lernen abgeleitet werden.
Gedanken dazu von Andreas Sägesser:
Ich bin froh, dass wir immer mehr Hinweise entdecken, welche auf die hohe Wirksamkeit des selbstorganisierten Lernens SOL bestätigen.
Gedanken dazu von Andreas Sägesser:
:-) .... wenn also wieder einmal jemand sagt: "Das kann ich schon?" - dann kann man einfach zurückfragen: "Und welches wäre jetzt also dein individueller nächste Lernschritt?"
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