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Der Prager Frühling

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Thomas Stöttinger

on 14 September 2015

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Transcript of Der Prager Frühling

Der Prager Frühling

"Kommunismus mit menschlichem Antlitz"
Reformbewegung
Januarplenum (3.-5. Jänner 1968): Alexander Dubček wird Parteiführer der KSČ

Sofortige Reformbemühungen und generelle Liberalisierung:





Pressefreiheit,
Pluralismus,
Freiheit der Gewerkschaften,
Streikrecht,
Versammlungsrecht
Aufhebung der Zensur
Alexander Dubček
Aktionsprogramm der KSC
Wirtschaftsreformen
Meinungs- und Informationsfreiheit
Aufarbeitung der stalinistischen Vergangenheit
Neuausrichtung der Rolle der Kommunistischen Partei
Von Moskau unabhängigere Politik
Die Folgen des Prager Frühlings
Programm zur Transformation der tschechoslowakischen Gesellschaft in Richtung eines demokratischen Sozialismus
Moskauer Protokoll
Phase der Restalinisierung = "Normalisierung"
1970: Alexander Dubček wird von der KSČ ausgeschlossen
Nachfolger: Gustáv Husák
1. Jänner 1977: Veröffentlichung einer Petition gegen die Menschenrechtsverletzungen = Charta 77
Reaktionen des Warschauer Paktes
Stationierung der Truppen des Warschauer Paktes in der Tschechoslowakei bis 1989
Warschauer Brief (15. Juli 1968):
ČSSR wurde zu einem der repressivsten und wirtschaftlich schwächsten Staaten des Ostblocks
Erste freie Wahlen: 1990
Auflösung der Tschechoslowakei: 1. 1. 1993
Kursänderung wurde von Dubcek wird von den unterzeichnenden Ländern (UdSSR, DDR, Polen, Ungarn, Bulgarien)
"Die Entwicklung der Ereignisse in ihrem Lande beunruhigt uns zutiefst…
Es war und ist nicht unsere Absicht, uns in solche Angelegenheiten einzumischen
, die ausgesprochene innere Angelegenheiten ihrer Partei und ihres Staates sind… Wir können jedoch nicht damit einverstanden sein, dass
feindliche Kräfte

Ihr Land vom Weg des Sozialismus stoßen
und die Gefahr einer Lostrennung der Tschechoslowakei von der sozialistischen Gemeinschaft heraufbeschwören. Das sind nicht mehr nur Ihre Angelegenheiten… Die Grenzen der sozialistischen Welt haben sich bis in das Herz Europas, bis zur Elbe und bis zum Böhmerwald vorgeschoben. Und wir werden niemals damit einverstanden sein, dass diese historischen Errungenschaften des Sozialismus, die Unabhängigkeit und die Sicherheit aller unserer Völker in Gefahr geraten. Wir werden niemals zulassen, dass der Imperialismus auf friedlichem oder unfriedlichem Wege, von innen oder von außen eine Bresche in das sozialistische System schlägt und das Kräfteverhältnis in Europa zu seinen Gunsten verändert..."
- aus dem Warschauer Brief
Treffen in Cierna nad Tisou (29.7. - 1.8.):
Treffen von Führungsvertretern von KPdSU und KSČ
Konferenz in Bratislava (3. August):
Abkommen, das die KSČ mit den fünf Bruderländern zur Demonstration einer gemeinsamen Position
Dubcek glaubte weiteren notwendigen Spielraum erreicht zu haben
Die Folgen des Prager Frühlings
Unmittelbare Folgen
Die Charta 77
Folge: Der Staat veranlasste Verhöre und jahrelange Untersuchungshaft gegen die Aktivisten
1976: Zusammenschluss von Künstlern, Intellektuellen, Arbeitern, Priestern und anderen Tschechoslowaken
Folgen der Besetzung der ČSSR
Zehntausede Menschen verließen das Land
Die samtene Revolution und das Ende der ČSSR
Die Folgen des Prager Frühlings
17. November 1989: genehmigte Studentendemonstration, danach zeitlich unbegrenzter Studentenstreik Anfang der Revolution

28. Dezember: Alexander Dubček wurde zum Parlamentsvorsitzenden gewählt
10. Dezember: Gustáv Husák trat zurück
Nachfolger als Staatspräsident: Václav Havel.
27. November: landesweiter Generalstreik
20. November - Ende Dezember: Demonstrationen im ganzen Land
24. November: Massenproteste
Die samtene Revolution und das Ende der ČSSR
Jänner 1990:Rücktritt kommunistischer Abgeordneter keine Mehrheit im Parlament mehr
29. Dezember: Wahl von Václav Havel zum Staatspräsidenten
Der Einmarsch des Warschauer Paktes
20. auf 21. August:
KSČ-Führung war nicht vorbereitet
Obwohl sie den Einmarsch verurteilte, wurde kein militärischer Widerstand gelestet
Großteils gewaltfreie Proteste von der jungen Bevölkerung ausgehend
dennoch sterben 98 Menschen
26. August:
Führung der KSČ unterzeichnet das Moskauer Protokoll
Aufhebung aller Reformen aber kein Ende der Besatzung
Alexander Dubcek, 1969
Breschnew-Doktrin
"Die Souveränität der einzelnen Staaten findet ihre Grenze an den Interessen der sozialistischen Gemeinschaft.“
(Nov. 1968)
Sinatra-Doktrin
Die Sowjetunion entschied über den Weg der sozialistischen Staaten.
„You know the Frank Sinatra song, I Did It My Way? Poland and Hungary are now doing in their way. I think the ‚Brezhnev Doctrine is dead.“
Gennadi Gerassimow, bei einem Besuch in Finnland (1988)
Warschauer-Pakt-Staaten können eigenen Weg innerer Reformen gehen.
Leonid Breschnew
Reaktionen anderer Länder
17. April 1969 als Parteichef der KPČ zurücktreten

Generalsekräter der tschechoslowakischen Kommuniste
Leitfigur des Prager Frühlings
musste er die Politik verlassen
Gustáv Husák
Was ist der/war der Prager Frühling ?
Reformprogramm in der ČSSR

Prozess der Demokratisierung
Liberalisierung
Kommunismus mit menschlichem Antlitz
Wie kam es zum Prager Frühling?
Amtierender Präsident und Partei-Chef der KSC:
Antonin Novotny
Verhältnisse in der CSSR
Wirtschaftliches und ökonomischer Tiefpunkt

Versuch Marxismus-Leninismus konsequenter durchzusetzen
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!
Einschränkungen im Landesinneren
Verbot der Zeitschrift der Intellektuellen

Strafen für aufsässige Parteimitglieder

Gewerkschaft und Jugendverban direkt der KSC unterstellt

Durch neue Verfassung:
Slowakische Organe weniger Kompetenz
Jänner-Plenum
5.Jänner 1968
Dubcek ersetzte Novotny als Partei-Vorsitzinder

Konservative
Parteimitglieder
Bindung an UdSSR stärken
Beibehaltung der bisherigen Formen
Liberale Parteimitglieder
Veränderung
Rolle in Gesellschaft stärken
Atmosphäre der Demokratie schaffen
USA:
Manifest der 2000 Worte
"Erst bedrohte der Krieg das Leben unserer Nation. Dann kamen weitere schlechte Zeiten mit Ereignissen, die ihre seelische Gesundheit und ihren Charakter bedrohten. Mit Hoffnungen hatte die Mehrheit der Nation das Programm des Sozialismus angenommen. Dessen Leitung geriet jedoch in die Hände unrechter Leute. Es hätte nicht so sehr geschadet, dass sie nicht genügend staatsmännische Erfahrungen, sachliche Kenntnisse und philosophische Bildung besaßen, wenn sie wenigstens mehr gewöhnliche Weisheit und Anstand gehabt hätten, die Meinung anderer anhören zu können, und ihre schrittweise Ablösung durch fähigere zugelassen hätten.
Die Kommunistische Partei, die nach dem Krieg das große Vertrauen der Menschen genoss, tauschte dieses Vertrauen allmählich gegen Ämter ein, bis sie alle bekam und nichts anderes mehr hatte. Wir müssen das so sagen und das wissen auch jene Kommunisten unter uns, deren Enttäuschung über die Ergebnisse ebenso groß ist wie die Enttäuschung der Übrigen.“

Sowjetischer Botschafter Dobryin:
Blockgrenzen in Europa werden nicht verletzt
direkte Konfrontation sollte vermieden werden
Österreich:
Maßnahmen zum Schutze Österreichs wurden getroffen
Österreichische Botschafter in Prag: Rudolf Kirchschläger
ermöglichte vielen Personen die Flucht
rund 162 000 Flüchtlinge nach Österreich
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