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Einführung Postwachstum

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on 11 April 2013

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Transcript of Einführung Postwachstum

1. Grundlagen: Was wächst, wenn die Wirtschaft wächst? 2. Anspruch und Wirklichkeit: Hält Wachstum, was es verspricht? 3. Grenzen des Wachstums Ein global expandierendes Wirtschaftsmodell befindet sich auf Kollisionskurs mit der ökologischen Tragfähigkeit des Planeten.
Die Konsumgesellschaften verlieren die Ressourcenbasis für Wachstum: „Peak Everything”.
Eine absolute Entkopplung wirtschaftlichen Wachstums vom Ressourcenverbrauch ist unwahrscheinlich.
Wachstum in reichen Gesellschaften geschieht auf Kosten anderer.
Wachstum bewirkt in reichen Gesellschaften keinen Zuwachs an Zufriedenheit/„Glück”.
Eine Überwindung der Wachstumslogik bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des bisherigen Wohlstandsmodells ist nicht möglich.
Postwachstum ist keine Fragen des Wollens, sondern Konsequenz aus Klimawandel und Peak Everything. Jetzt gibt es noch mehr Spielraum gerecht und solidarisch zu gestalten, als in kommenden Verteilungskämpfen. 1. Grundlagen: Was wächst, wenn die Wirtschaft wächst?

2. Anspruch und Wirklichkeit: Hält Wachstum, was es verspricht?

3. Die Grenzen des Wachstums

4. Alternativen: mögliche Auswege aus dem Wachstumszwang Aufbau Postwachstum - Eine Einführung Liebes FairBindungs-Team, herzlich Willkommen zur internen Weiterbildung :) Geschichte des Wachstums Was treibt Wachstum an? „Wirtschaftswachstum“ = Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP)

Das BIP ist die Summe des Geldwertes der Güter und Dienstleistungen, die in einem Zeitraum (z.B. einem Jahr) in einem Wirtschaftsraum (z.B. in Deutschland) verkauft werden und die durch bezahlte Arbeit hergestellt wurden. Was das BIP nicht misst ... Der Anteil des sogenannten informellen Sektors (z.B. Flohmarktverkäufe) wird lediglich geschätzt.

Unbezahlte Arbeiten/reproduktive Tätigkeiten (z.B. Pflege von Angehörigen) werden nicht erfasst.

Die Verteilung von Gewinne und Einkommen wird nicht berücksichtigt.

Qualität und gesellschaftlicher Mehrwert der produzierten Güter und Dienstleistungen ist unerheblich, Schäden steigern das BIP.

Sogenannte externe Effekte wie z.B. der Ressourcenverbrauch, ökologische, gesundheitliche und soziale Kosten werden nicht gemessen.

Verschuldung wird nicht berücksichtigt. billige Rohstoffe: fossile Energieträger

Kultur: Bedürfnisse, Gewohnheiten, gesellschaftliche Standards, Status, Zugehörigkeit, Identität, materielle Selbstverwirklichung

Industrielle Arbeitsteilung: Lange Wertschöpfungsketten mit Gewinnerwartungen

Internationale Konkurrenz im Standortwettbewerb: Effizienz

Zinssystem der Banken, z.B. Staatsschulden

Unternehmensformen: Renditedruck in Aktiengesellschaften




... Mögliche Auswege aus dem Wachstumszwang Warum soll die Wirtschaft wachsen? Wohlstand und Lebensqualität
Minderung der Arbeitslosenzahlen
Armutsbekämpfung in Nord und Süd
Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme (Gesundheit, Rente etc.) und Konsolidierung der Staatshaushalte
Sozialer Frieden und stabile Demokratie
Umweltschutz durch fortschreitende technologische Entwicklung und Investitionen in Umweltschutzmaßnahmen Lebenszufriedenheit Minderung von Erwerbsarbeitslosigkeit 1991 bis 2006:
BIP-Wachstum um 20%
Wachstum der Arbeitslosenquote um 56%

Grund: Arbeitsproduktivität

Folge: jobless growth Armutsreduzierung Trickle-down-Effekt: Wohlstand sickert durch

NEF 2006:
von 100 US-Dollar Wachstum gehen
1,30 an absolut Arme
2,80 an relativ Arme
95,90 an Nicht-Arme Pickett & Wilkinson: Gleichheit ist Glück Finanzierung des Staatshaushalts und der sozialen Sicherungssysteme Lage der Haushalte hat sich verschlechtert

Verhältnis öffentlicher Verschuldung (brutto) zu BIP:
1950:19%,
1970: 18%
1990: 41%
2006: 64%
2010: 71%
(Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 14, Reihe 5, Zarnth/ Seidel 2010, S. 181)

raise to the bottom: gegenseitiges Unterbieten im Steuerwettbewerb

zu berücksichtigen: Gesellschaftliche Folgekosten von Wachstum

Entscheidend: Wofür gibt der Staat sein Geld aus?? Umweltschutz Globale Vermögensverteilung
(nach Zehnteln, Anteile am Gesamtvermögen in Prozent) globale Umweltprobleme nehmen zu und werden verlagert Ökonomische Grenzen Wachstumsraten sinken Sättigung der Märkte Aufblähung Finanzsektor - Krisen Ökologische Grenzen Ökologische Krise des "Anthropozän" Ressourcenverknappung - Peak Everything Peak Oil Die Sozialen Grenzen Woher kommt unser Wohlstand?
Auf wessen Kosten wächst unsere Wirtschaft? BIP und CO2 Zwei Wege, um das Probleme zu lösen: Entkopplung der Wirtschaft vom Naturverbrauch (Effizienz und Konsistenz) Weniger konsumieren (Suffizienz) Warum reichen Effizienz und Konsistenz nicht aus? Entkopplung hat bisher nicht funktioniert.
Zwei Gründe:
Begrenzte Entwicklung von Technologien
Rebound Effekt Was bedeutet Postwachstum? In einer Postwachstumsgesellschaft...

Wächst die Wirtschaft nicht mehr, bzw. wirtschaftliches Wachstum ist nicht der Normalzustand.

Ziele: Demokratie, geringe Ungleichheit, ökologische Nachhaltigkeit, hohe Lebensqualität, globale Gerechtigkeit statt materiellem Wohlstand.

Wird ökologische Nachhaltigkeit nicht nur durch technologischen Fortschritt sondern auch durch andere Verhaltensweisen erreicht (Effizienz, Konsistenz und Suffizienz).

Findet beständig technologische und gesellschaftliche Veränderung statt, die aber nicht in Wachstum besteht. Elemente einer Postwachstumsgesellschaft (1) Wirtschaft:
Nachhaltiger Konsum (weniger, anders)
Nachhaltige Produktion (bedürfnisorientiert, effizient, langlebig, reparaturfreundlich, Obergrenzen für Ressourcenverbrauch)
Internalisierung von Umweltkosten
Re-Regionalisierung
Regeln für internationalen Finanzmarkt
Ökologische Investitionen
Geldreform (Zinsen)
Weniger Arbeitsproduktivität (kohlenstoffarme, arbeitsintensive Aktivitäten)
Arbeitszeitverkürzung/ Arbeit teilen (und neu bewerten)
Regeln für Werbung (2) Politik:
Anderer Wohlstandsindikator
Ressourcenverbrauch statt Arbeit besteuern
Abbau schädlicher Subventionen
Arbeitszeitverkürzung
Umverteilung
Demokratisierung von Unternehmen fördern
Regionalisierung der Wirtschaft fördern
Bildung

(3) Gesellschaft:
Kultureller Wandel: raus aus dem Konsumismus
Weniger Konkurrenz, mehr Kooperation Postwachstumsökonomie nach Paech gelebtes Postwachstum - kokrete Beispiele Ernährung: Solidarische Landwirtschaft, Urban Gardening
Energieversorgung: Genossenschaftliche Energieversorgung (Beispiel Elektrizitätswerke Schönau)
Transport: Carsharing, ÖPV, Mitfahrgelegenheit, Trampen
Geldreform: Regionalwährungen
Handwerk: ökologisch orientierte Kollektivbetriebe (Beispiel Tischlerei Biber)
Unternehmen: Gemeinwohlökonomie
Elektrogeräte: Reparieren (Beispiel Selbsthilfewerkstatt)
Software: Open Source (Beispiel Linux)
Wohnen: gemeinsames Wohneigentum (Beispiel Mietshäusersyndikat)
Gebrauchsgegenstände: Tauschen, Schenken, Teilen
Post-Oil-Gesellschaft: Transition Towns Zum Weiterlesen ... ...
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