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Aussenpolitik des dt. Reiches 1871-1914

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susanne lenz

on 29 June 2015

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Transcript of Aussenpolitik des dt. Reiches 1871-1914

Die Außenpolitik des Deutschen Reiches 1871-1914
Militärverstärkung
Vermittlung
im Konflikt auf den Balkan
Der Streit der Großmächte um Einfluss auf dem Balkan und im östlichen Mittelmeer war damals ein brennendes politisches Problem. Als es 1877 zum Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und Russland kam, konnte Bismarck 1878 auf dem Berliner Kongress einen
Ausgleich
herbeiführen, da das Deutsche Reich keine eigenen Interessen auf dem Balkan verfolgte. Zwar fand Bismarcks Rolle als,,ehrlicher Makler" Anerkennung, trübte aber die Beziehungen zu Russland, da die zaristische Regierung mehr Zugeständnisse erwartet hatte.
1871
Die europäischen Großmächte befürchteten, dass das Deutsche Reich, dass damals aus
39 Einzelstaaten
bestand, versuchen würde sich auszudehnen. Dieses Gerücht bestätigte sich, als das deutsche Reich das Millitär verbesserte. Dadurch befürchtete Frankreichs einen Angriff. Die Pläne eines Präventivskriegs wurden aber rasch aufgegeben

Bismarcks Ziele

Gründe für die Absicherung
Das Deutsche Reich musste verhindern , dass sich andere Staaten gegen es verbünden. Eine solche Situation betrachtete Bismarck als
,,Alptraum der Koalitionen"
.
Bismarck wollte das Deutsche Reich außenpolitisch absichern und Frankreich isolieren.
Abschluss des
Dreikaiserabkommen
s zwischen Österreich-Ungarn, Russland und dem Deutschen Reich im Jahre
1873
: Dieses Abkommen sollte in erster Linie den Frieden zwischen den drei Mächten sichern; von deutscher Seite sollte damit aber vor allem Russland von einem Bündnis mit Frankreich abgehalten werden. Dies erschien Bismarck entscheidend, um einen Zweifrontenkrieg zu vermeiden.
Deutschland verstärkte das Militär
Um die Beziehungen zwischen Österreich Ungarn und Russland zu festigen kam es im selben Jahr zum bereits erwähnten
Dreikaiserabkommen
zwischen dem Monarchen von Russland, Österreich-Ungarn und Deutschland. Damit betonten die drei konservativen Herrscher ihre gemeinsamen Interessen. England hielt sich traditionell von Bündnissen fern und war an einem ,,Gleichgewicht der Mächte auf dem europäischen Kontinent interessiert.
Das Bündnissys-
tem des Deutschen Kaiserreichs entstand
Die Grenzen Europas
vor und nach dem Ersten Weltkrieg
Das Deutsche Reich war
,,saturiert"
, das heißt es erhob keine weiteren territorialen Ansprüche und erworb vorläufig keine Kolonien in Übersee.
In den folgenden Jahren schloss Bismarck eine Reihe
von Bündnissen. Dies gestaltete sich ein wenig schwierig. Um ein Zusammengehen von Russland und Frankreich zu verhindern suchte er den Ausgleich mit Russland und vereinbarte 1873 einen
Beistandspakt
.
Der Ausbau des Bündnissystems
Das Verhältnis zu Russland kühlte nach dem Berliner Kongress ab und Bismarck vereinbarte 1879 mit Österreich-Ungarn den so genanntem
Zweibund
, aus dem nach Italiens Beitritt im Jahr 1882 der
Dreibund
hervorginig.Bismarck schloss 1887 den
Geheimen Rück-
versicherungsvertrag
mit Russland, um ein russich-französisches Bündnis zu verhindern. Die Regierungen in Berlin und St. Petersburg verpflichteten sich darin zur Neutralität, falls einer der Vertragspartner Krieg gegen eine dritte Großmacht führen sollteì, mit Ausnahme zur Neutralität falls Deutschland Frankreich oder Russland Österreich-Ungarn angreifen sollte. Dies war mit dem Zweibund nur bedingt vereinbar.
Beurteilung der Außenpolitik
Bismarck schaffte es mit diesen Verträgen Russland, Österreich-Ungarn und Italien in ein Bündnissystem einzubinden und Frankreich zu isolieren. Er vehinderte vor allem ein Bündnis zwischen Russland und Frankreich, das Deutschland bedroht hätte und sicherte somit das Deutsche Reich. Das Problem war allerdings dass das entstandene Bündnissystem komplizierter wurde, wodurch es ständig gefährdet blieb. Ende des 19. Jahrhunderts verschärften sich die Spannungen zwischen den europäischen Großmächten.

Die Neue Ära der deutschen Aussenpolitik nach dem Rücktritt Bismarcks 1890 und dem Regierungsantritt
Wilhelms II
änderte nicht nur die großen politischen Vorgaben sondern auch die kleinen mussten sich ändern, um die alten politsichen und damals schwer verständlichen Koalitionsverpflechtungen zu vereinfachen und um das eigene Vorgehen nicht zu sehr einzuschränken.
Da sich Deutschland einen Platz in fernen Ländern sichern wollte, beteilligte es sich am Erwerb von
Kolonien.
Anders als Bismarck wollte Wilhelm II mithilfe seiner Kriegsflotte auch in Übersee Macht ausüben. Das veränderte die komplette Politik.
Machtwechsel im Deutschen Reich
1890 verweigerte der spätere Kaiser die Verlängerung des
Rückversicherungsvertrages
mit Russland, welches daraufhin
1894
auf ein
Defensivbündnis
mit Frankreich einging, wodurch sich Frankreich aus der außenpolitischen Isolation löste. Damit trat die befürchtete
Zweifrontenbedrohung
Deutschlands ein.
Veränderung des Bismarckischen Bündnissystems
Ausbau der Flotte
Wegen den aussenpolitischen Zielen vergößerte der Großadmiral Alfred von Tirplitz die Kriegsflotte ständig.Die Großkampfschiffe sollten England zu einem Bündnis mit dem Deutschen Reich veranlassen. Die britischen Gespräche scheiterten jedoch, da schnell deutlich wurde, dass Wilhelm II und sein Flottenchef vom Ausbau der deutschen Kriegsflotte nicht abgehen würden. Daraufhin einigten sich England und Frankreich
über eine Abgrenzung ihrer Interessengebiete in Nordafrika und schlossen die
,,entente cordiale"
(herzliche Übereinkunft). Diese Vereinbarung sollte
verdeutlichen, dass eine Verständigung zw. den rivalisierenden
Kolonialmächten möglich war.

Bismarks Alptraum wurde Wirklichkeit,
da England und Russland sich 1907 verbündeten. Nun standen Deutschland-Österreich und England-Russland feindlich gegenüber. Beide Seiten fühlten sich bedroht, was zur Verstärkung der jeweiligen Armeen führte . So wurde Europa schließlich zu einem Pulverfass, das beim nächsten Funken explodieren konnte.
Außenpolitische Konflikte
Die veränderte Bündnisituation, das Wettrüsten und eine Reihe von Konflikten verschärften die Spannungen.Der Mittelpunkt war zum einen der
Balkan
,wo es zu internationalen Krisen und kriegerischen Auseinandersetzungen kam, zum anderen die
Kolonialgebiete
. 1911 kam es zu einer
Marokkokrise
da Deutschland das Vordringen Frankreichs und Großbritanniens in Nordafrika verhindern wollte. Kaiser Wilhelm II wollte Frankreich durch eine militärische Machtdemonstration unter Druck setzen. Er entsandte das
Kanonenboot Panther
in den marokkanischen Hafen Agadir. Sein Plan scheiterte an der Unbeeindruckbarkeit der anderen Mächte.
Bewertung der Außenpolitik
Die deutsche Außenpolitik nach 1890 konnte ihre Ziele nicht erreichen, da die kolonialen Erwerbungen bescheiden blieben. Die Bündnispolitik entwickelte sich nicht im Sinne Deutschlands.
Deutschland stellte für die anderen Mächte einen Unruhefaktor dar, welcher ein wichtiges Element auf dem Weg zum ersten Weltkrieg wurde.
Schlusssitzung des Berliner Kongresses
Quelle: Wikipedia+Buch
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