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Jean Piaget - Päda LK

Note 2+
by

Lisa Kramer

on 1 June 2014

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Transcript of Jean Piaget - Päda LK

Jean Piaget (1896- 1980)
- "Übervater der Entwicklungspsychologie"
- Geboren: 9. August 1896 in Neuchâtel
- † Gestorben: 19. September 1980 in Genf

- Schweizer Entwicklungspsychologe
- Studierte Zoologie, Kinderpsychologie und Pädagogik
- Frage:
"Entwicklung der Intelligenz"
- 38 Jahre lang Leiter eines Institutes in Genf
Kerngedanken
Jean Piaget
-
Schema:
organisiertes Wissens- oder Verhaltensmuster (Verhaltensschemata/kognitive Schemata)
- hat 4 Pfoten
- hat Ohren, Augen, Schnauze
- hat Schwanz
- bellt
- hat Fell

-
Assimilation:
Einordnung von Umwelterfahrungen in bereits vorhandene subjektive Bezugssysteme
- hat 4 Pfoten
- hat Ohren, Augen, Schnauze
- hat Schwanz
- bellt
- hat Fell

+ kann beißen
Assimilation
-
Akkommodation:
Erweiterung/Anpassung der Schemata, wenn eine Situation/ein Reiz sich nicht in bereits vorhandene Schemata einordnen lässt
- hat 4 Pfoten
- hat Ohren, Augen, Schnauze
- hat Schwanz
- bellt
- hat Fell

miaut
neues Schema für Katze
Akkommodation
Sensomotorische Phase
Präoperationale Phase
kindliche Denken wird mehr von der Wahrnehmung als von der Logik beherrscht

Hauptkennzeichen
:
geistige Repsäsentation -> Fähigkeit über Ereignisse und Objekte nachzudenken, die nicht in der Umgebung sind können über hier und jetzt herausgehen (Objekte existieren auch dann, wenn man sie nicht sehen kann)

weiteres Kennzeichen:

beginnende Fähigkeit Symbole zu benutzen und zu manipulieren
Phase der konkreten Operationen
Kind lernt, mit Zahlen umzugehen
Kind beginnt, durch Logik und nicht durch Wahrnehmung zu urteilen
Es können Unterkategorien gebildet werden (Zug+ Auto= Fortbewegungsmittel)
"Umschüttaufgabe" kann richtig gelöst werden
Probleme mit unrealistischen Annahmen
Äquivalenzprinzip: Eigenschaften unterschiedlicher Objekte kombinieren
Transitivitäsprinzip:
Beziehungen zwischen Objekten herstellen (Wenn A länger ist als B, und B länger ist als C, dann muss A länger sein als C.)

Phase der formalen Operation
Vortrag basiert u.a. auf der Internetseite der Uni Duisburg zu Jean Piaget: http://www.uni-due.de/edit/lp/kognitiv/piaget.htm
STARK
wikipedia.de
- Das Leben von Jean Piaget
- Kerngedanke
- Grundlagen
- Phasen
- Einwände/Kritik
- Pädagogische Konsequenzen
Inhaltsverzeichnis
-1923: Hochzeit mit
Valentine Châtenay
-1925: Geburt seiner ersten Tochter
Jacqueline Piaget
-1927: Geburt seiner 2. Tochter
Lucienne Piaget
-1931: Geburt seines ersten und einzigen Sohnes
Laurent Piaget
Grundlegendes
- Beobachtung der eigenen Kinder
=>
Entwicklungsmodell der 4 Phasen
- Jeder Mensch durchläuft
alle
Phasen
- universell (hängt nicht von der Kultur ab)
- Kindliches Denken ist
nicht
mit dem eines Erwachsenen vergleichbar
- Stufen bauen aufeinander
- Übergänge: fließend
- Alter: individuell abhängig
Kritische Einwände gegen Piagets
Entwicklungstheorie
Unterschätzung der sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Einflüsse auf die kognitive Entwicklung
-Kritisches Denken wird nicht gefördert
-Zusammenhänge zwischen Denken und Moral werden nicht berücksichtigt
- Erziehung, Schule & Kultur beeinflussen die Denkentwicklung
Unterschätzung der kognitiven Fähigkeiten des Kindes
- Vorwissen des Kindes wird unterschätzt (kognitive Leistungen)
-Bestimmte Aufgabenformate lenken das Kind vom Wesentlichen ab
-Kinder können Dinge auch verstehen ohne sie erklären zu können -> Unterscheidung von Kompentenz und Performanz
- Aufgaben und Experimente messen nicht immer das, was gemessen werden soll
Keine Berücksichtigung der
Variabilität der kognitiven Entwicklung des Menschen
- Unterschiede zwischen den Kindern einer
Altersstufe -> INTERINDIVIDUELLE VARIBILITÄT
- Altersstufe entspricht nicht Entwicklungsstufe -> INTRAINDIVIDUELLE Variabilität der Entwicklungsbereiche
Adaption
(Anpassung nach Umwelt)
Grundbaustein
des menschlichen Wissens
organisiertes Wissens- oder Verhaltensmuster.
Begriffe werden in einen
(individuell)
logischen Zusammenhang gebracht
'Geistesvorlage'
(Schablone)
für eine Handlung
Kategorien -> Objekte oder Ereignisse eingeordnet nach bestimmten Regeln
Piaget differenziert Schemata
Verhaltensschemata
(Handlungsschemata)

laufen
hinlegen
bücken
etc.
kongintivem Schemata

Schemata für Gegenstände,
welches anhand von dessen Eigenschaften aufgebaut ist
vernetzt
F
o
l
g
e
MISCHUNG ENTSTEHT
Die Anpassung der Schemata
(Adaption)
, an eine aktuelle Situation, erfolgt über
Assimilation
und
Akkomodation
.
Assimilation
(Angleichung)
bereits
vorhandenes Wissen
wird genutzt, um ähnliche Situationen zu meistern
Erlebnis wird in ein
bereits

bestehendes Schema
eingetragen
Akkomodation
(Anpassung)
Erweiterung/Anpassung eines Schemas an die wahrgenommene Situation, die mit vorhandenen Schemata nicht bewältigt werden kann
=> kommt nur zustande wenn Assimilation nicht ausreicht um Situation zu bewältigen
Schema zu verändern/erweitern, dass es in Zukunft besser zu der speziellen Situation passt!
Lebende Organismen streben nach einem Gleichgewicht zwischen Akkomodation und Assimilation
Säuglingsalter 0-2 Jahre
senso (sinnlich, die Sinne betreffend)
Motorik (Bewegungsvorgänge)
=> Kind sammelt Erfahrung über Sinnesorgane und
Bewegungen
Kind bewegt sich mit jedem Lebens.onat besser, da Bewegungen variiert und zunehmend koordiniert werden
Piaget unterteilt die 1. Phase in 6 Stufen
1. Phase (0. bis 1. Lebensmonat)
Angeborene Reflexmechanismen
Verhalten des Kindes ist durch
Reflexe
geprägt
Reflexe werden

geübt

und zu abstrakten (aber noch isolierten)

Schemata

entwickelt (z.B. Saugen, Greifen, Sehen, Hören etc.)
Das Kind entwickelt erstes Grundschema
Das Kind arbeitet

egozentrisch
; sogenannter Egozentrismus, in dem für das Kind

Subjekt und Umwelt noch eine ungetrennte Einheit sind
verhält sich egozentrisch = alles ist ich
2. Phase ( ungefähr 1.- 4. Lebensmonat)
die einzelnen sensomotorischen Schemata (z.B. Greifen, Saugen, Hören, Sehen, etc.) entwickeln sich nun weiter
werden durch alltägliches Üben
verfeinert und perfektioniert
Einzelne Schemata werden erstmals miteinander
kombiniert und koordiniert
treten in Beziehung zueinander
Mit der neu entstehenden Fähigkeit zum gezielten Ergreifen treten die ersten Gewohnheiten auf:
reflexhafte Handlungen werden langsam durch absichtlich wiederholte, bewusste Handlungen ersetzt
Bsp.: Zufällig berührt die Hand die Lippen -> als angenehm empfunden -> Kind versucht Hand zum Mund zu führen = Daumenlutschen
=> es entstehen zielgerichtete
Handlungsgewohnheiten
3. Phase (ungefähr 4. – 8. Lebensmonat)
Wachsendes Interesse an Wirkungen, die die Handlungen des Kindes auf Objekte ausüben
Beginnt Handlungen/Handlungsfolgen, die einen bestimmten (auffälligen) Effekt erzielen, aktiv zu
wiederholen
Wendet die egozentrische Persönlichkeit langsam nach außen (es ist nicht allein)
Das Kind unterscheidet noch nicht zwischen Ursache und Wirkung, kann aber schon
Zusammenhänge
erfassen
verschwundene Gegenstände werden bereits mit den Augen gesucht, allerdings noch nicht mit den Händen (nicht mehr aus den Augen – aus dem Sinn)
=> Imitation von Vorbildern
4. Phase (ungefähr 8. bis 12 Lebensmonat)
Zweck – Mittel – Verhalten -> es wird beabsichtigt
auf ein Ziel hin

„gearbeitet“
Zusammenhänge
Vorstellungskraft: ein Objekt kann noch da sein, obwohl man es nicht sieht
(Objektpermanenz)
sucht jetzt auch mit Händen -> Vorrausetzung Kind lernt sich von anderen Personen und Objekten zu unterscheiden
Spielerische Handlungsformen zum ersten Mal erkennbar
Objektpermanenz = Objekte bleiben erhalten,
auch wenn diese aus dem
Wahrnehmungsbereich verschwinden
5. Phase (ungefähr 12. bis 18. Monat)
Das Kind beginnt zu experimentieren und erforscht aktiv und
zweckgerichtet
Eigenschaften und Möglichkeiten von Gegenständen
Interesse für Dinge und Eindrücke wächst –>
Hinwendung zur Welt
probiert verschieden Mittel aus, um ein Ziel zu erreichen, braucht aber noch Hilfe oder Versuch und Irrtum, um diese Mittel zu finden
Der Egozentrismus weicht in der Wahrnehmung und in motorischen Aktivitäten
Das Kind spielt nun immer mehr um des Spielens willen
sucht immer gezielter und systematischer
bildet „Wissen“ darüber aus, dass die Objekte der Außenwelt erhalten bleiben, auch wenn sie nicht sichtbar sind (Objektpermanenz)
Bsp.: haut mit Hand auf Wasser und mit verschieden anderen Gegenständen; einige spritzen mehr, einige weniger
6. Phase (ungefähr 18. bis 24. Lebensmonat)
Ergebnisse einer Aktivität können zum Teil
vorhergesehen
werden
das Kind kann innerlich
alternative Mittel
ausprobieren um sein Ziel zu erreichen (nicht mehr Versuch & Irrtum)
Das Kind kann Objekte im Geist „benutzen“
Vorstellungskraft
Wird zur aufgeschobenen Nachahmung fähig, da sich das Kind einzelne Bewegungs- und Verhaltensabläufe sowie Objekte vorstellen kann
(2
bis 7 Jahre Kindergarten- und Vorschulalt
er)
Objekt symbolisiert ein anderes (z.B.: Schachtel steht für Bett/Tisch, Spielzeuge symbolisieren Personen und können Rollen beim Rollenspiel übernehmen)
präoperatorischen Kindern fehlen wesentliche Formen des logischen Denkens
Gegenstände haben einen Willen (wenn sich ein Kind am Tisch stößt, war der Tisch schuld -> Tisch wollte das)
Denken + Sprache = egozentrisch -> kein Verständnis dafür, dass Perspektive und Standpunkt anderer sich vom eigenen unterscheidet
ABER
(7 bis 12 Jahre Grundschulalter)
Bsp.: Ein Kind versteht, dass ein Gegenstand mehrere Dimensionen besitzt. Ein Luftballon ist groß und leicht. Eine Bowlingkugel ist klein und schwer.
Bsp.: Mary hat dieselbe Größe wie Anna, und Anna ist genau so groß wie Valerie, dann ist Mary so groß wie Valerie
Weitere Merkmale der Phase
flexible und vollständig umkehrbare
geistige Operationen durchzuführen
(Reversibilität des Denkens):
Reihenbildung
Klasseneinteilung
Bsp.: Ein Kind versteht, dass wenn man Geldmünzen aus einem Behälter nimmt, den gleichen umgekehrten Prozess vollziehen kann, nämlich dieselbe Anzahl Münzen wieder herein legen
Bsp.: Stöcke der Größe nach sortieren
Bsp.: Apfel gehört zur Klasse „Obst“, „Obst gehört“ zur Klasse der Nahrungsmittel, Butter gehört auch zu der Klasse der Nahrungsmittel, gehört aber nicht zur Klasse „Obst“
(Jugendalter: ab ca. 12-15 Jahren)
Problemlösung findet vollständig auf hypothetischer Ebene statt:

Logische Schlussfolgerungen
sind möglich
Abwägung verschiedener Faktoren

Stellen
hypothetische
Fragen ("Was wäre wenn?")
=> erarbeiten logische Beweise

Probleme werden
systematisch
gelöst

Quellen
Wir bedanken uns für eure Aufmerksamkeit

Linda und Lisa!
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