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Emine Sevgi Özdamar: "Mutterzunge"

Emine Sevgi Özdamar: "Mutterzunge"
by

Derya Caglayan

on 25 July 2013

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Transcript of Emine Sevgi Özdamar: "Mutterzunge"

Emine Sevgi Özdamars "MUTTERZUNGE"

Emine Sevgi Özdamar - Leben
"Karagöz in Alamania"
"Mutterzunge" und "Großvaterzunge"
- Mutterzunge = Muttersprache; Großvaterzunge = Sprache der Großeltern
- Verlust der Muttersprache
Politische Hintergründe
- ab 1961: politische Unruhen
- Bildung extrem rechts- bzw. linksgerichtete Gruppen
- Unterdrückung der gesamten Bevölkerung
- Koalition mit Ecevit -> Verschlimmerung der Lage
- 1971: Militärputsch
- bis Mitte der 80er Jahre litt die Bevölkerung
- politische Ereignisse prägten ihr Schreiben
- Schreiben gegen "staatlich verordnetes Schweigen"
- Sprachlosigkeit wegen Sprachverbots der Arabischen Sprache
"Sehen: Görmek.
Ich stand auf der Wiese und lächelte. Wir waren so weit weg voneinander. Sie sahen mich wie eine große Nadel in der Natur, ich wusste nicht, was sie meinten mit Sehen, war ich das oder ein Vogel, von einem Gefängnis aus, kann man nur sehen, fassen fühlen, fangen. Pflücken, das gibt es nicht.
Görmek: Sehen."
(Mutterzunge, S.12)
- Nachhilfe bei Ibni Abdullah
-> Erlernen der arabischen Schrift
- Allmähliches Verlieben der beiden
- Ende: Ibni Abdullah reist nach Arabien zurück, Protagonistin ist ihrer Muttersprache nähergekommen, will die Schrift weiter lernen
- hohe Anzahl sprachlicher Fehler im Text
- Normverstöße als normal angesehen
- "In der Fremdsprache haben Wörter keine Kindheit."
- Normverstoß als sprachliches Mittel zum Ausdruck der Identität

"[...] der Garten war voll mit Polizisten, mein Kopf ist aus seinem Platz gesprungen, ich hab Nachbarn gefragt. Wahrscheinlich sind die hier für deinen Sohn, habe sie gesagt. Ich bin in den Garten gegangen, zu dem ersten Polizisten. Warum bist du in meinem Garten reingekommen, hab ich gesagt. Dein Sohn ist geschnappt worden, hat er gesagt. Warum soll mein Sohn geschnappt worden sein, hast du überhaupt Hausdurchsuchungspapier, habe ich gesagt, ich bin Analphabet. Er sagte ja."
(Mutterzunge, S.10)
Karagöz
Esel
K.'s Frau
K.'s Onkel
Das Karagöz-Theater
- traditionelles türkisches Schattenspiel ("Karagöz ile Hacivat")

- Karagöz: lebensfroh, einfacher Mann aus dem Volk
- Hacivat: "Halbintelektueller", geschwollene Sprache
- Randfiguren und Fabelwesen
- Figurenkonstellation Karagöz - Esel; Karagöz - Hacivat
- Streitgespräche
- karagöztypische Überzeichnung der Figuren
- Auftreten von Randgruppenvertretern und Fabelwesen
Bezug zu "Karagöz in Alamania
- geb. 10.08.1946 in Malatya
- erste Theaterrolle 1958
- Deutschlandaufenthalt 1965-67, danach Besuch der Schauspielschule Istanbul
- Rückkehr nach Deutschland 1976
- freie Schriftstellerin seit 1982
- Aufnahme in die "Akademie für Deutsche Dichtung und Sprache 2007
- lebt heute in Berlin
blabla
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