Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Make your likes visible on Facebook?

Connect your Facebook account to Prezi and let your likes appear on your timeline.
You can change this under Settings & Account at any time.

No, thanks

Erinnerungspalaber

Identität-Medien-Gedächtnis
by

alberto galvan

on 6 December 2016

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of Erinnerungspalaber

Medien
uniformierende, gleichformende
Eigenschaft
"Simultaneity"
(Synchronizität)

unbeeinflußbar und gleichmäßig
fortschreitende, absolute Zeit
"The idea of a sociological organism moving calendrically through homogeneous, empty time is a precise analogue of the idea of the nation, which also is conceived as a solid community moving steadily down (or up) history"
"Reading a newspaper is like reading a novel whose author has abandoned any thought of a coherent plot"
"homogene leere Zeit" und Gleichzeitigkeit
Roman Zeitungswesen keine rezeptionsbedingte Asymetrie
(fictional)
(dokumentarisch)
&
=
Gedächtnis
Fähigkeit, unterschiedliche Ereignisse
an einem Zeitparameter
zu situieren und anzuordnen
Synchronisierungsleistung
Lebensperiode werden
situationsabhängig
in zeitlicher Sequenz immer wieder neu arrangiert, nach einem bestimmten Plan gestaltet und schließlich zu einer autobiographischen Einheit zusammengefügt
Bastel-
Das Individuum muss / kann sich selbst konstruieren
Patch
work
Iden
tität
Literarischer Text
Gedächtnisreflexion
Gedächtnisbildung
Enttraditionalisierung: Globalisierung, gestiegene Mobilität, veränderte Familienstrukturen und Geschlechterrolle...
-
Affirmativ
Negativ
erfahrungshaftiger Modus
monumentaler Modus
antagonistischer Modus
reflexiver Modus
Identität in der Post
Meta-Erzählungen der Moderne
eindimensional und gescheitert
moderne
Der wird die Möglichkeit einer Vielfalt gleichberechtigt nebeneinander bestehender Perspektiven gegenübergestellt
Identität als bewusste und
reflexive
Wahl zwischen einer Vielzahl von Möglichkeiten

"...konstituieren im Rezeptionsprozess
einen medialisierten Erfahrungsraum
und fungieren als Orientierungsquelle"
Medieninhalte
notwendige Grundlagen
"identitätsrelevante Medienangebote,
und zwar sowohl in
als auch in

Form"
gewinnt nur über

kollektiven Stellenwert
mediale Repräsentation
Kommunikation
mediale
1999
2012
2006
Erzeugung, Gestaltung,
Bedingung
der Wirklichkeits- und Vergangenheitsversionen durch die
mediale Spezifität
der Repräsentantion
Zustand der abendländischen Gesellschaft, Kultur und Kunst „nach“ der
(Anderson 2000: 26)
(Anderson 2000: 33)
des autobiographischen
Gedächtnisses
Biographie
Individuum
, so wie
sozialen Wissens- und Verhaltensmuster
individuell-kognitive Inhalte
erlangen
nur durch
"Rhetorik des kollektiven Gedächtnisses"
(Was)
(Wie)
"Imagined Communities"
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit..!!
(Anderson, Benedict)
kollektiven
Erinnerungsdiskurs
Gedächtnisse
und
Innovation von
Roman
und

:
"objektive modernity of nations"

„Postmoderne' bedeutet, dass man den Meta-Erzählungen keinen Glauben mehr schenkt.“
"Das porstmoderne Wissen", 1979
Meta-Erzählungen als Mittel der Wissenslegitimierung
Lyotard
Zusammenhalt der Gemeinschaft durch Diskurse anstatt Argumentation
Moderne, Postmoderne, Hochmoderne…?
Bezeichnung abhängig von Einstellung der Theoretiker - Spätkapitalismus (Jameson, Fredric)
Zima: Wandel von Ambivalenz zu Indifferenz
Aufgabe der Suche nach Einheit, die immer wieder utopische Dimension annimmt


Universale Wahrheit und Objektivität

Gesamtentwürfe (Ismen)

Aufhebung / Versöhnung der Widersprüche

Sprache rational und transparent
Postmoderne
Subjekt ist entscheidend
Diskursvielfalt – Ablehnung sämtlicher Ismen
- Wirklichkeit ist zersplittert, widersprüchlich, subjektiv, chaotisch
Widersprüche werden integriert
Individuelle Bedeutungskonstruktion
Kontrastiv-analytische Darstellung
einer besseren Verständlichkeit willen
Wellmer: Rückbesinnung auf die positive Potentiale der Moderne
"Man kann [im Begriff der Postmoderne], bei geeigneter Blickrichtung, auch die Konturen einer radikalisierten Moderne [...] entdecken."
Paralogie: Wörter werden in anderer, nicht konventioneller Bedeutung verwendet (Sprachspiele) ...
VS.
modernes Wissen
postmodernes Wissen
Moderne
dokumentarischer
fiktionaler
(Welzer, 2002: 113)
(Erll, 2005: 251)
Zugang zum
(Erll, 2005: 252)
(Erll, 2005: 268ff)
vs.
subjektive antiquity
"their "
(Anderson 2000: 6)
- Aufgabe, zwiespaltige Wirklichkeit zu ordnen
..., oder wie Sprache Wissen schafft
(Bonfadelli, 2008 :27)
(Bonfadelli, 2008 :25)
Zeitung
Zeitkonzeption dieser Weltsicht
Identitäts-
Medien
Gedächtnis
in der Postmoderne
Reflexionsfläche
der individuellen & kollektiven
Identität
Forschungsaspekte

Literatur
&
suche
Internet
Zeitungswesen
Literatur
(Keupp, 1989)
sich aus der Perspektive des Anderen sehen
(Meta-Erzählungen)
(Vielfalt der Erzählugen)
Bedingung des
individuellen Gedächtnissen
durch seine

Teilnahme an einem
kollektiven

Erinnerungsrahmen
(Halbwachs)
Internet
tagtäglich subjektiv konstruierte Realität
Informationkultur
in
anonymer
Virtualität
Dauerkommunikation
Anerkennung in einer virtuellen Parallellgesellschaft
Ausleben von Identitätsentwürfen durch
Identitätserleben
Anonymität erleichtert bzw. ermöglicht Kommunikation
"Erinnerungen sind [...] der Stoff, aus dem Erfahrungen, Beziehungen und vor allem das Bild der eigenen Identität gemacht wird"
(Assmann, 2006: 24)
Medien liefern eine Vielzahl an Identifikationsangeboten.
Medialität der Erzeugung, Speicherung und Überlieferung von Erinnerungsinhalten
Gedächtnisreflexion
„etwa nach Art der Krebse“ (Grass: 8).
Mosaikhafte und antichronologische Struktur
„So wird, so kann es gewesen sein. So ungefähr ist es gewesen“ (ebd: 101).
Unzuverlässigkeitsfaktor angesichts verschiedenen Vergangenheitsversionen
„Er [der Alte] sagt, mein Bericht habe das Zeug zur Novelle. Eine literarische Einschätzung, die mich nicht kümmern kann. Ich berichte nur“ (ebd: 123).
„Werd ech dir aines Tages erzählen, klitzekain, ond denn schreibste auf“ (ebd: 31).
„virtuell überfüllten Welttheater“ (ebd: 46) mit „weltweit vagabundierende[n] Informationen“ (ebd: 8).
Oralität:
Internet:
Medialen Kommunikation.
Buch- und Zeitungswesen:
sich die Mosaik aus verschiedenen Erinnerungsbiographien assimiliert: „las novelas se escriben combinando recuerdos“ (ebd: 151).
Fragmentarität
Re-konstruierende Gedächtnisarbeit
“Las versiones de los tres diferían, pero no eran contradictorias, y en más de un punto se complementaban, así que no resultaba difícil recomponer […] el rompecabezas de la aventura de Sánchez Mazas.”
Erinnerungsorte
„ […] llegué hasta una cruz de piedra que conmemoraba la masacre, […] Allí permanecí un rato, paseando […] sesenta anos atrás y en aquel mismo paraje, cincuenta hombres vieron de golpe la muerte […]” (Cercas: 70)
„[A]m 30. Januar 1945 begann, auf den Tag genau fünfzig Jahre nach der Geburt des Blutzeugen, das auf ihn getaufte Schiff zu sinken und so zwölf Jahre nach der Machtergreifung, abermals auf den Tag genau, ein Zeichen des allgemeinen Untergangs zu setzen. Auch ich bin, dank Mutter, auf den Tag des fortlebenden Unglücks datiert worden[...]“ (Grass: 11)
räumlich
metaphorisch
Eine Massenhinrichtung Im Kloster Collell, bildet den Ausgangspunkt des Romans
Der spanische Bürgerkrieg

La pieza que faltaba
[…]: ,Es él [Miralles]‘ “ (ebd: 165).
„[…] un escritor no escribe nunca acerca de lo que conoce, sino precisamente de lo que ignora […] El libro no era malo, sino insuficiente, como un mecanismo completo pero incapaz de desempenar la función para la que has sido ideado porque le falta una pieza“ (ebd: 143f)
„cuando por primera vez oí hablar del fusilamiento de Rafael Sanchez Mazas“ (ebd: 7)
„[…] hemos perdido la guerra, pero humanamente no estoy tan seguro“ (Cercas: 24)
„Selbst mein Mann nicht, dessen Hobby die Erforschung der jüngsten deutschen Geschichte ist. Auch ihm
hat es an Wissen
, was den Fall Gustloff betrifft,
leider gefehlt
“ (ebd: 186)
„Das nagt an dem Alten. Eigentlich, sagt er, wäre es Aufgabe seiner Generation gewesen, dem Elend der ostpreußischen Flüchtlinge Ausdruck zu geben […] Niemals, sagt er, hätte man über so viel Leid, nur weil die eigene Schuld übermächtig und bekennende Reue in all den Jahren vordringlich gewesen sei, schweigen, das gemiedene Thema den Rechtsgestrickten überlassen dürfen. Dieses Versäumnis sei bodenlos…“ (ebd: 40)
„[…] weil man jahrzehntelang ´ieber die Justloff nich reden jedurft hat. Bai ons im Osten sowieso nich. Und […] im Westen ham se, wenn ieberhaupt von frieher, denn immerzu nur von andre schlimme Sachen, von Auschwitz und so was jeredet´“ (Grass: 50)
Die II. Weltkrieg
Thematisierung der Gustloff-Schiffkatastrophe
Gedächtnisbildung
Beispieltexte
(Beck, 2005)
Bonfadelli, Heinz; Jugend, Medien und Migration: Empirische Ergebnisse und Perspektiven. Springer VS, Wiesbaden. 2008.
Assmann, Aleida; Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik. C. H. Beck, München. 2006.
Keupp, Heiner: Auf der Suche nach der verlorenen Identität. In: Keupp /Bilden (Hrsg.): Verunsicherungen. Das Subjekt im gesellschaftlichen Wandel. S. 47-69. Göttingen, 1989.
Erll, Astrid; Literatur als Medium des kollektiven Gedächtnisses. In: Erll, Astrid und Ansgar Nünning (Hrsg.). Gedächtniskonzepte der Literaturwissenschaft: Theoretische Grundlegung und Anwen-dungsperspektiven. S. 249-276. Walter de Gruyter, Berlin, 2005.
Halbwachs, Maurice; Das Gedächtnis und seine sozialen Bedingungen. Suhrkamp, Frankfurt/Main. 1985
Anderson, Benedict; Imagined Communities. Reflections on the Origin and Spread of Nationalism. Verso, New York. 2000.
Grass, Günther; Im Krebsgang. Deutscher Taschenbuch Verlag, München. 2004
Cercas, Javier; Soldados de Salamina. Tusquets Editores, Barcelona. 2001
Primärliteratur
Sekundärliteratur
Welzer, Harald: Das kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung. C. H. Beck, München. 2008
Beck, Klaus; Computervermittelte Kommunikation im Internet. Oldenbourg, München. 2005
Full transcript