Loading presentation...

Present Remotely

Send the link below via email or IM

Copy

Present to your audience

Start remote presentation

  • Invited audience members will follow you as you navigate and present
  • People invited to a presentation do not need a Prezi account
  • This link expires 10 minutes after you close the presentation
  • A maximum of 30 users can follow your presentation
  • Learn more about this feature in our knowledge base article

Do you really want to delete this prezi?

Neither you, nor the coeditors you shared it with will be able to recover it again.

DeleteCancel

Bildung ( Gerd E. Schäfer )

No description
by

Ha K

on 24 January 2018

Comments (0)

Please log in to add your comment.

Report abuse

Transcript of Bildung ( Gerd E. Schäfer )

Bildung
(Gerd E. Schäfer)

Prozesse der Selbstbildung und
Prozesse eines bildenden Lernens

Bildung im Verständnis
Gerd E. Schäfers

Zur Person Gerd E. Schäfer
Lernen als ästhetische Erfahrung
Pädagogische Unterstützung
Zur Person Gerd E. Schäfer
Bildung im Verständnis Gerd E. Schäfer
Prozesse der Selbstbildung und
Prozesse eines bildenden Lernens
Lernen als ästhetische Erfahrung
Quellen
Abitur-Training Erziehungswissenschaft 1, Stark-Verlag
Perspektive Pädagogik, Erziehung und Entwicklung
Abitur-Skript
http://u00961010061.user.hosting-agency.de/wordpress/wp-content/gallery/12-schaefer/prof-schaefer.jpg
von Michelle, Sophie, Nina, Sophia, Freddy, Anna Sophie und Hannah
Geboren am 26.09.1942
emeritierter Professor der Pädagogik der früheren Kindheit(FK)
Professor im Bereich Bildung+Erziehung der FK
Lehnt an Piaget an (+ emotionalen+ästhetischen Aspekte)
Allgemeines:
Lebenslauf
Abitur -> naturwissenschaftlichen Gymnasium
Lehrer+Sonderschullehrerstudium
Weiterstudium in Pädagogik, Psychologie, Philosophie
Promotion+Habilation im Bereich Allgemeine Erziehungswissenschaft
1985: Professor für Elementar-und Grundschulpädagogik in Augsburg
1997: Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft, Pädagogik der FK, Familie, Jugend in Köln
2009: Ruhestand (April)
2010: Prof an der Hochschule für Künste in Bremen
2011/12 Gastprofessor an der Uni Wien
Werke + Theorie
1995: stellt er seine Theorie des Kindlichen Bildungsprozess in seinem Buch "Bildungsprozesse im Kindesalter" vor
Themenbereiche
1)
Dimensionen des frühkindlichen Bildungsprozess
2)
Sprachentwicklung als kindlicher Bildungsprozess
3)
Spielentwicklung als kindlicher Bildungsprozess
Aisthesis
sinnliche Wahrnemung/ Erkenntis/ Erfahrung
prägender Einfluss aufs Bewusstsein
Erfahrungen, Lebensziele/-entwürfe nie ohne "seelische" Beteiligung
sinnliche Vielfalt und Geschichte bilden den Hintergrund
nicht nur Registrieren, sondern auch simulieren und zusammen fügen
Kann nicht ohne Folgen weggelassen werden
braucht Gelegenheit zur Entwicklung und Differenzierung
Tabuzonen
innere "Leere"
so lange wie möglich
nicht nur Theorie
Kindern eigene Kultur ermöglichen
Sinnliche Wahrnehmung
über die Fernsinne ( Augen ,Ohren,Nase )
Konstruktionsprozess
über den eigenen Körper (coenästhetisch)
Wohlbefinden, raumlage
Emotionale Wahrnehmung
Beziehungen zwischen Personen
Beziehung zwischen Person und Sachlicher Umwelt
gibt Struktur
ästhetische Wahrnehmung

sinnliche Wahrnehmung zum Gesamtbild fügen
lehnt sich an Piaget an
keine Optimierung eigener Teilbereiche
Parallelen
Willhelm von Humbolt:
Bildung als Selbstbild
"Menschen müssen sich selbst Bildung erschließen aus der Umwelt"
Bildungsprozesse entstehen aus Selbstbildungspotenzial
Brauchen anregungsreiche und herausfordernde Umgebung
Selbstbildungspotenziale die seit früher Kindheit vorhanden sind:
1. Strukturieren der Wirklichkeit durch Fernsinne, Körpersinne und Gefühle
2. innere Verarbeitungsmöglichkeiten durch innere Repräsentation, Fantasie ,sprachliches Denken und mathematisches Denken
3.gewinn aus Wirklichkeitserfahrungen ziehen
4.voraussetzung dafür eigene Werte und Beziehungen zu Gegenständen, Bildern und Gedanken entwickeln
5. Alles muss in zusammenspiel zu einander passieren
6. Forschen, die Fähigkeit Probleme zu lösen

Mead:
"Bildung ist nur möglich mit sozial-kulturellen Kontext"
Hurrelmann:
"Innere und äußere Wirklichkeit vergleichen können"
"keine klaren Grenzen zwischen Kind und Umwelt"
zwei wichtige Trennungsprozesse
Bildungsziele:
"schizoide Position"
"depressive Position"
Entwickeln einer Persönlichkeit
Dafür muss man Kinder begleiten, fördern und herausfordern
Sensorische, motorische, emotionale, ästhetische, kognitive, sprachliche, später auch mathematische Entwicklungsbereiche
Dabei Selbstbewusst sein und Identität des Kindes berücksichtigen
Stabilität in den Leistungen des Kindes
Flexibel und offen für neue (Lern) Erfahrungen
Lernen alte Handlungsmuster auf Neues anwenden

Ausschöpfen:
gute Erfahrungen: selbst
Ansetzen an den Ideen und Fragen der Kinder
Herausforderungen stellen
Horizont des Erforschens erweitern durch Angebot und Gestalten des Umfelds
Interesse der Kinder kommt automatisch (Neugier)

Vorbereitung auf soziale und sachliche Zukunft
Kind begreift das es gut und böse ist
Soziale Zukunft
Zusammenspiel in einer demokratischen Gesellschaft
Zusammen Leben mit unterschiedlichen Kindern und Erwachsenen
Die Fähigkeit alleine zu sein und selbstbewusst sein für sozialen Austausch entwickeln
Auch wichtig alleine sein können und alleine durchhalten(Wichtigkeit wird hier oft übersehen)

Sachliche Zukunft
Neugierde und Lernmotivation
Das Lebensumfeld in sinnvolle Zusammenhänge bringen
Auf neue Situationen einstellen
Mit anderen kooperieren
Wissen und Können vermehren
Wirklichkeit ordnen und verarbeiten

Muss Prozesse auf eigene individuelle und kreative Weise durchlaufen
Es entsteht ein Grundmuster der Auseinandersetztung der Wirklichkeit.
Wenn nicht entstehen falsche Wrklichkeitsbezüge
Neurobiologie: Interaktion Umwelt und Gehirn
Wahrnehmungsmuster von der Außenwelt
transformiert in bioelektrische biochemische Muster
komplexe innere Verarbeitungsmuster
gegenseitige Modulation
5 Thesen
1 These:
Selbstständigkeit: sich selbstständig Bilden
individuelle Sinnfindung oder -verlust
2 These:
Sinn ergibt sich nur von dem tun und erleben, sondern in das bereits Erfahrene und Getane ein zu ordnen
Bildung ist nicht nur rationale logische Prozesse, sondern sinnliche- emotionale Erfahrungen, Verarbeitungsmöglichkeiten und wie diese gewichtet werden
nur durch soziale und kulturelle Muster ist Bildung möglich
3 These:
4 These:
5 These:
Neurobiologie: Interaktion Umwelt und Gehirn
*
Wechselwirkung wie in der Biologie
keine klaren Grenzen zwischen Kind und Umwelt
*
Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Philosophie sind wichtig für Entwicklung
5 Thesen
*
keine einseitige Orientierung eigener Teilbereiche
Es entstehen Ängste vor Desintegration, Zerstörung und Verfolgung durch das Böse
schlechte Erfahrungen: Außenwelt
Sprache hilft Erfahrungen zu ordnen
erkennt Regeln an
lernt Forderungen abzulehnen
lernt damit umzugehen, dass Wünsche und Bedürfnisse abgelehnt werden
Übergangsobjekte
Bekommt Schuldgefühle und Unsicherheit
Theoriewissen für bildungstheoretisches Nachdenken nach Gerd E. Schäfer und Beispiele zur pädagogischen Anwendung
... aus Befragungen von Kindern:
1. Bereits vorhandene Begriffs- und Vorstellungsschemata von Kindern sollten genutzt werden um Neues zu vestehen. Das Wissen kann nicht in Kinder hinein gefüllt werden, sie verstehen nur das, was sie durch ihre eigenen Mittel und Werkzeuge ergreifen können.
2. Die Wirklichkeit wird an die Muster des subjektiven Denkens angepasst (Assimilation); genauso werden subjektive Erkenntnismuster an die Muster der Wirklichkeit angepasst (Akkomodation).
Die Aneingnung von Wirklichkeit ist ein doppelter Prozess und ergibt Überschneidungen zwischen den Mustern der Wirklichkeit und dem subjektiven Denken
... aus moderner Säuglingsforschung:
1. Neugeborene nutzen all ihre Sinne, obwohl ihre Sinneskanäle noch nicht voll ausgebildet sind, um die Erfahrung zu erlangen, wie sie ihre Sinne einsetzen und nutzen können.
2. Wenn Neugeborene ihre Sinne nicht nutzen würden, blieben ihre sinnlichen Erfahrungen stumpf und sie wären nicht in der lage dazu, ihre Sinne zu differenzieren.
3. Kinder sind von Geburt an bestrebt und interessiert daran, in Kommunikation eingebunden zu sein.
... aus der Wahrnehmungsforschung
1. Menschen haben kein äußeres Bild der Wirklichkeit, sondern eines, das durch eigene Denkprozesse/Mittel verändert wude und enthält vorallem nur für sie bedeutsame Merkmale
2. Sinne funktionieren nicht getrennt voneinaner
3. Der Rang der Aufmerksamkeit eines Menschen wird auch nach der subjektiven Bedeutung bestimmt.
emotionale Verarbeitungskeise
Man sollte keine isolierte Betrachtung von Lerninhalten vollziehen, stattdessen sollte man viele, einzelne Funktionen der Sinne fördern und die Lerninhlte in einer ästhetisch geprägten, komplexen Form der Erfahrungsbildung vermitteln
Prozesse der Selbstbildung
zwei Dimensionen des frühkindlichen Bildungsprozesses
-Hervorbringen eines Subjekts (ist individuell und allgemein)
-Lernprozesse im Laufe des Lebens
Säuglingsforschung
-Säugling bewältigt von beginn an seine Umwelt und beschäftigt sich mit der Konstitution seines selbst
-Säugling macht eigene Erfahrungen -> kann diese noch nicht verbinden
-Entwicklung zur Selbstständigkeit = Säugling wird immer sicherer in der Beeinflussung seiner Umgebung
Prozesse bildenden Lernens
-"innere Welt" <- befindet sich bereits im Kind
"Außenwelt" <-beeinflusst
-Bildung erst über innere Verarbeitung, leistet das menschliche Subjekt selbst
-Jede neue Erfahrung für ein Kind (auch Grenzen und Scheitern) = eintritt in neue Dimensionen
->noch keine Strukturen für Bewältigungen vorhanden
->folgen: Rückzüge oder schizoide Ängste, sind nicht krankhaft und werden nicht unbedingt behalten
-Kinder erklären solche Erfahrungen mit mythischen oder märchenhaften Bildern
->Volksmärchen als Hilfe gegen tiefe Ängste
-Beim erleben von Grenzen:
Kind muss Erfahrungen und sich selbst neu strukturieren
bestehende Weisen des Denkens und Fühlens aufgeben
-Wenn Kind das magische Denken überwindet, verliert es den Glauben an mögl. gute Mächte die stützen und unterstützen könnten
Die fünfzehn Thesen
Zusammenfassung Schäfers der frühkindlichen Bildung in 15 Thesen, beinhalten Einsichten sowie Forderungen
1. Der Elementarbereich ist ein eigener Bildungsbereich
2. Orientierung am kindlichen Bildungsbedarf
3. Frühkindliche Bildung ist in erstes Lienie Selbstbildung im sozialen Kontext
4. Auch kleine Kinder erleben Sinn und Bedeutung
5. Frühkindliche Bildung ist komplex
6. Frühkindliche Bildung ist zunächst ästhetische Bildung
7. Kinder sind Erforscher ihrer sachlichen Umwelt und ihrer sozialen Mitwelt
8. Frühkindliche Bildung beruht auf Beziehungen
9. Frühkindliche Bildung erzeugt innere Bilder
10. Nicht Kompetenzen vermitteln, sondern Problemlösen fordern
11. Frühkindliche Bildung stützt sich auf die Selbstbildungspotenziale der Kinder
12. Frühkindliche Bildung ist in soziale Prozesse der Verständigung eingebettet
13. Durch die frühkindliche Bildung entwickelt das Kind Vorstellungen davon, wie und
was man in seinem Umfeld wahrnehmen, denken und aussprechen kann
14. Die Erwartungen von Gesellschaft und Kultur
15. Bildung ist das Wissen und Können, mit dem wir tatsächlich denken und handeln
-Bildung bedeutet für Schäfer primär das Selbstbild des Kindes
-Kinder gewinnen/"konstruieren" Sinn und Bedeutung selbst und individuell
-Kinder erforschen dingliche und soziale Umwelt
-> bedeutend für Lernen und Entwicklung, wie Umwelt und Soziale Mitwelt erlebt wird
-Erwachsene sind mitverantwortlich
->in früher Kindheit muss deshalb auf besondere Individualität eines jeden Kindes Rücksicht genommen werden
-Forderung von Schäfer: primäre Einstellung/Erwartungen von Kindern im Prozess der Auseinandersetzung mit der Lebenswelt, praktisch und weitreichend ernst zu nehmen !
Full transcript