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Janusz Korczak - Leben und Pädagogik

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by

Luisa Potthoff

on 10 December 2014

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Transcript of Janusz Korczak - Leben und Pädagogik

Janusz Korczak - Leben und Pädagogik
Leben
- *22. Juli 1878/1879 in Warschau als Henryk Goldszmit
- wohlhabene Anwaltsfamilie
aufgeklärt und von jüdischen Traditionen geprägt
- besucht humanistisches Gymnasium in Warschau
- 1898 bis 1904: Medizinstudium
- 1899: gewinnt literarischen Wettbewerb
Pseudonym: Janusz Korczak


Leben und Karriere
- 1901: "Kinder der Straße"
- Promotion als Facharzt für Pädiatrie
- 1904-1911: Anstellung an Warschauer Kinderklinik
- 1904/1905: Feldarzt im Russisch-Japanischen Krieg
- Medizinische Studien im Ausland
- Erzieher in Sommerkolonien (1904, 1907, 1908)
Janusz Korczak

- polnischer Arzt, Autor und
bedeutender Pädagoge

- großer Einsatz für Kinder
Leben und Karriere
- 1919: Leitung des Waisenhauses "Nasz Dom"
gemeinsam mit Maryna Falska
- 1920: "Wie liebt man ein Kind"
- Dozent am Institut für Sonderpädagogik
- ab 1926: Sachverständiger für Erziehungsfragen
- 1926-1930: Redakteur der Kinderzeitung "Mały Przegląd"
- 1935/1936: Mitarbeiter des polnischen Rundfunks
Dom Sierot
- polnisch: Waisenhaus
- Leitung ab 1911
- jüdische Kinder ab 14 Jahren
- 1914-1918: Militärarzt
- 1918-1919: Arzt im Seuchenlazarett
- Stefania Wilcynska übernimmt die
Leitung
- 1919: Korczak nimmt die Leitung
wieder auf



Leben und Karriere
- Auseinandersetzung mit Zionismus
- Reisen nach Palästina (1934, 1936)
- Oktober 1940: Umsiedlung des Dom Sierot ins
Warschauer Ghetto
- "Pamietnik" (Tagebuch)
- August 1942: "Endlösung der Judenfrage"
Abtransport ins Vernichtungslager
Treblinka

- vermuteter Todestag: 5. August 1942









Eisenbahnstation Treblinka
Pädagogische Schriften
- Wie man ein Kind lieben soll
(1919)

- Das Recht des Kindes auf Achtung
(1928)

- Die Regeln des Lebens
(1930)

- Fröhliche Pädagogik
(1939)




"Kinder werden nicht erst zu Menschen – sie sind bereits welche.“







Drei Grundrechte für Kinder
"Ich fordere die Magna Charta Libertatis, als ein Grundgesetz für das Kind. Vielleicht gibt es noch andere - aber diese drei Grundrechte habe ich herausgefunden:

1. Das Recht des Kindes auf seinen eigenen Tod

2. Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag

3. Das Recht des Kindes, so zu sein, wie es ist."
Das Recht des Kindes auf seinen eigenen Tod
„Aus Furcht, der Tod könnte uns das Kind entreißen, entziehen wir es dem

Leben; um seinen Tod zu verhindern, lassen wir es nicht richtig leben.“


Forderung, dem Kind die Möglichkeit zur Selbstentdeckung,
Willensausübung sowie Freiheit und Erfahrungsmöglichkeiten zu
geben
Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag
„Um der Zukunft Willen wird gering geachtet, was es
(das Kind)
heute erfreut, traurig macht, in Erstaunen versetzt, ärgert und interessiert. Für dieses Morgen, das es weder versteht noch zu verstehen braucht, betrügt man es um viele Lebensjahre.“


Forderung nach der Rückstellung der Wünsche und Anforderungen an
das Kind, die sich auf die Zukunft beziehen, um den Kindern das Recht
auf ihre Kindheit zu wahren
Das Recht des Kindes so zu sein, wie es ist
- Forderung, die "trügerische Sehnsucht nach vollkommenen
Kindern" aufzugeben und die Kinder stattdessen erst einmal
kennenzulernen

- Recht auf Mittelmäßigkeit

- Schwächen, Hilfsbedürftigkeit und die Gedanken- und
Gefühlswelt der Kinder müssen ernst genommen werden

Pädagogische Einordnung
- Reformpädagoge

- arbeitet mit Erfahrungen und Aphorismen aus dem pädagogischen
Alltag -> Erziehungsdiagnostik

- gegen traditionelle Erziehung und "stumpfsinnige" Autorität

- "Pädagogik der Achtung"

- Kind = vollwertiger Mensch



Demokratisches Zusammenleben
- demokratische Regelungen zum Schutze aller

Das Recht des Kindes auf Partizipation

a) Meinungs- und Pressefreiheit

b) eine Verwaltung mit Mitspracherecht

c) Fixierung von Rechten und Pflichten

d) eine unabhängige Rechtsprechung und Konflikt-Bearbeitung
Quellen

http://www.moses-online.de/artikel/ueber-paedagogik-janusz-korczak
http://forge.fh-potsdam.de/~BiB/gruender/korczak.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Janusz_Korczak
http://www.akd-ekbo.de/files/J__K___Paedagoge_und_Vorbild_25__5__2012_Beiner.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Janusz_Korczak#mediaviewer/File:Janusz_Korczak.PNG
"Phoenix - Der etwas andere Weg zur Pädagogik" (2006), S. 471-492

7 Methoden zur Gestaltung einer demokratischen Lebenswelt
1. Das Kameradschaftsgericht
Kinder sollen über sich selbst Gericht halten

machen Erfahrung als Ankläger, Angeklagter und Richter

jedes Mitglied hat "ein Recht darauf, dass seine
Angelegenheit ernsthaft und gebührend bedacht wird"

Urteile auf Grundlage des Gesetzbuches des
Waisenhauses
2. Das Parlament
ein von den Kindern gewähltes Organ

zwanzig Abgeordnete

5 Kinder = ein Wahlkreis

bestätigt Gesetze oder lehnt sie ab

fasst Beschlüsse über besondere Kalendertage

entscheidet über die Aufnahme neuer und das Ausscheiden älterer
Kinder, auch des Personals


3. Einbindung der Kinder in die Verantwortung
bekommen Aufgabe, wenn sie ins Heim kommen
(Tagesdienst)

ältere Kinder übernehmen die Verantwortung für jüngere
Kinder
5. Die Heimzeitung
Kinder und Korczak berichten gemeinsam über Erlebtes

erscheint regelmäßig

6. Das Radio
wichtiges pädagogisches Instrument

Korczak erzählte Geschichten, die er als Schriftsteller verfasst hat
7. Wirken im Umfeld der Einrichtung
Exkursionen in die Dörfer der Umgebung

anderen Kindern oder den Dorfbewohnern helfen
4. Die Anschlagtafel
dient als Informationsgeber

Kinder haben Selbstverantwortung sich zu informieren

können auch ihre persönlichen Bedürfnisse (z.B. eine Anzeige
für das Kameradschaftsgericht) anbringen
Bedeutung aus heutiger Sicht


- bedeutend für Heimerziehung und Vorschulpädagogik

- Vorreiter der Kinderrechte

- "Wegbereiter einer demokratischen Erziehung"

Seine Pädagogik ist das rücksichtslose Nachdenken über sich selbst
und das Kind.
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