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Industrialisierung

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by

Ruthger Fritze

on 14 January 2015

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Transcript of Industrialisierung

Die Industrialisierung
Dampf, Eisen und Strom verändern die Welt
Verlauf
Ursachen
Wirkungen
und gesellschaftliche Reaktionen:
Die "Soziale Frage"
Einheit 2 und 3
Einheit 1
Können wir
aus Geschichte etwas lernen?
"Wer nicht arbeitet, soll auch nichts essen"
2. Thessalonicher 3:10
August Bebel (Gründer der SDAP / SPD), 1879
Franz Müntefering (Vizekanzler 2005-2007, SPD), 2005
England
Deutschland
außenpolitisch
innenpolitisch
geographisch/
geologisch
wirtschaftlich
gesellschaftlich
geistig
Kapital
Investitionen
Absatz
selbst-
tragendes
Wirtschafts-
wachstum
Bevölkerungsexplosion

(75% zw. 1800-1850)
Arbeitskräfte
Gewinnstreben /
Wirtschaftstätigkeit
günstige
Rohstoffe
verbesserte
Lebensmittel-
versorgung
kaum Standesschranken
Seemacht, Kolonien
kaum in kontinentale
Konflikte verwickelt
Absatzmärkte
Agrarrevolution

erhöhte Geburtenrate +
geringere Sterblichkeit
Kapital
Erfindungen
gut ausgebaute
Infrastuktur
(Straßen, Kanäle)
große, leicht abzubauende
Kohle- und Erzvorkommen
günstiges Klima
freiere Wirtschaft als unter
absolutistischen Fürsten
günstiger rechtlicher Rahmen
(Verfassung, Rechtsstaatlichkeit)
einheitlicher
Wirtschaftsraum
Idee des Wirtschaftsliberalismus
Adam Smith "The Wealth Of Nations"
freie Wissenschaft /
Forschung
außenpolitisch
innenpolitisch
geographisch/
geologisch
wirtschaftlich
gesellschaftlich
geistig
Durchbruch der Industrialisierung in England
Leitsektoren
Textilindustrie
Schwerindustrie
Transportwesen
Nachfrage nach
Baumwollprodukten

Billiger Import von
Baumwolle

- Bevölkerungsexplosion
- Absatz in Kolonien
- Import aus Kolonien
Hohe Gewinnspanne in
Textilindustrie
Produktionssteigerung
Erfindungen

Spinning Jenny (1768)
.
.
.
Spinning Mule (1779)



Mechanischer Webstuhl (1785)
Vor- und Rückkopplung
Dampfmaschine
Kohleförderung
Eisengewinnung
Transportwesen
Verbesserung durch
James Watt (1769)
Begriffsbestimmung
Industrialisierung
"Industrielle
Revolution"
erhebliches, dauerhaftes
(aber schwankendes / oft unterbrochenes)
Wachstum des Sozialprodukts
Jürgen Kocka, 2001
trotz raschem
Bevölkerungswachstum
durch
Anstieg der Investitionsquote
durch
technisch-organisatorische
Neuerungen
Erschließung neuer Energiequellen
Wachstum der Fabrikproduktion
relativ zu Handwerk und Heimgewerbe im sekundären Sektor
Verschiebung des Gewichts zwischen den Wirtschaftssektoren
"vom Agrarland zur Industrienation"
gesellschaftliche Perspektive
Kapitalismus
Sozialismus
Eigentumsverhältnisse,
Verhältnis von Staat und Markt
Phasen
Aufgabe:
Erstellen Sie paarweise mit Ihren Vorkenntnissen eine Mindmap zur Industrialisierung.

(5min.)
Dieter Ziegler:
-> Unterteilung nach Leitsektoren

1) leichtindustriele Phase -
Baumwollindustrie
(1760er - 1840er)

2) schwerindustrielle Phase -
Stahlproduktion, Eisenbahnbau
(1830/40er - 1880er)

3) Phase der "neuen Industrien"
(1880er - 1.WK)

Jürgen Kocka:
-> Berücksichtigung gesellschaftlicher
Veränderungen

1) vor- und frühindustrielle Phase

2) Durchbruch- und Expansionsphase

3) Hochindustrialisierung

-> unterschiedliche Periodisierungen möglich
(je nach sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen, ... Aspekten
Aufgabe:
Erarbeiten Sie mithilfe des Buches (S. 257-258) die Ausgangsbedingungen in Deutschland und wie diese zugunsten der industriellen Entwicklung verbessert wurden. (20min.)
Ausgangsbedingungen
Verbesserungen
1709 - erste Verwendung von Koks zur Schmelzung von Eisen
(schnellere Gewinnung größerer Mengen, bessere Qualität des Eisens)


Verlagerung der Fabriken in Kohlereviere


Entstehung von Ballungsräumen


Gründung von Aktiengesellschaften zur Finanzierung kaiptalaufwändiger Projekte


1784 - Puddle Verfahren (Herstellung von Stahl)
Kanalbau
Dampfschiffe
Eisenbahnen
Verlauf der Industrialisierung in Deutschland
Besonderheiten
Transportwesen
ungünstige Ausgangssituation
durch staatliche Eingriffe vorangetrieben
Leitsektoren
Schwerindustrie
elektrotechnische und chemische Industrie
Die erste deutsche Eisenbahn, der "Adler" (1835) zwischen Nürnberg und Fürth.
Krupp Fabrik um 1835
Krupp Werke 1912
Zwei Phasen
1. Phase (1834 - 1871/73)
2. Phase (1871/73 - 1914)
1834 - Gründung des Deutschen Zollvereins
-> Herstellung eines großen Binnenmarkts
1835 - Erste deutsche Eisenbahn
-> wird Motor der Industrialisierung
Gründung von Banken und Aktiengesellschaften
Eingriffe des Staates als Unternehmer
Ausrichtung des Bildungswesens an Erfordernissen der Industrialisierung
Investition der Gewinne aus Deutsch-Französischem Krieg
Vereinheitlichter Wirtschaftsraum mit Reichsgründung
Rüstung und Schifffahrt als zusätzliche Triebkräfte für Entwicklung
Die Veränderung des alltäglichen Lebens
Umweltverschmutzung
(Kursbuch, S.273)
Aufgabe:
1) Erarbeiten Sie paarweise die gesellschaftlichen Veränderungen infolge der Industrialisierung. (15min.)

2) Tragen Sie diese anschließend vor.
Migration und Urbanisierung
(Kursbuch, S.272)
Ballungszentren und Zuwanderung
(Ges&Ges, S.288)
Strukturwandel im sekundären Sektor
(Ges&Ges, S.288)
Neue Arbeitsbedingungen
(Ges&Ges, S.289)
Massengesellschaft und Massenkultur
(Ges&Ges, S.290)
Frauen in der neuen Gesellschaft
(Ges&Ges, S.290)
Neue gesellschaftliche Gruppen
(Ze&Me, S.404-405)
-> Privatisierung &
Kommerzialisierung
des Bodens
- Einhegungen
- Verbesserung des Anbaus
Die Soziale Frage...
Armut / soziale Missstände in vorindustrieller Zeit
Antike
Mittelalter
Frühe Neuzeit
Beginn 19. Jh.
Armut mit Kriminalität, Behinderung und moralischer Verderbtheit gleichgesetzt und als Strafe der Götter verstanden

keine soziale Absicherung, außer Familie und private Wohltäter


Armut allgegenwärtig (etwa 60% der Bev. lebte unter Existenzminimum)

Durch Ausbreitung des Christentums wandelte sich Beurteilung von Armut:

Überfluss der Reichen als Mangel der Armen kritisiert

Lehre der Nächstenliebe (caritas) → Fürsorge für Arme
Verlagerung der Armut in Städte -> Bettler

galt als Zeichen für mangelnden Arbeitswillen (Arme als faul angesehen)

eigentliches Problem: nicht genügend Arbeit und Nahrungsmittel
Problem verschärft sich durch Bevölkerungsexplosion

-> Pauperismus (Massenarmut)
Die Industrialisierung ändert die Formen von Armut / sozialen Missständen und den Umgang damit
Wirtschaftswachstum brachte immer mehr Menschen in Arbeit und löste Versorgungsprobleme
Entstehung neuer Probleme als Begleiterscheinungen der Industrialisierung
Aufgabe:
Werbung für die „Deutsche Allgemeine Ausstellung für Unfallverhütung“ in Berlin, 1889
Adolph Friedrich Erdmann von Menzel - Eisenwalzwerk
Heinrich Zille, "Der späte Schlafbursche"
Neujahrs-Postkarte vom 31.12.1904
Der Industriearbeiter als Maschinenmensch. Zeitgenössische Karikatur.
Fotographie einer Fabrikhalle im 19. Jahrhundert.
Kaufhaus Tietz, 1911, Berlin, Alexanderplatz
Ebenezer Scrooge, ein geiziger, grantiger Pfandleiher, aus Charles Dickens' "A Christmas Carol" von 1843.
1) Erstellen Sie paarweise eine Definition für den Begriff „Soziale Frage“

2) Erarbeiten Sie anschließend im Brainstorming Merkmale bzw. Erscheinungsformen der Sozialen Frage.

Zeit: 5 Min.

Definitionen
"Bezeichnet die Notlage und die ungelösten Probleme, vor allem der Industriearbeiter, speziell in den frühen Phasen der Industrialisierung"
Kursbuch Geschichte (2013), S. 656
"Eine der großen Herausforderungen des 19. Jahrhunderts war die Bewältigung der gesamtgesellschaftlichen Probleme, die sich aus der Industrialisierung ergaben. Sie werden unter dem Begriff 'Soziale Frage' zusammengefasst."
Zeiten und Menschen (2007), S. 588
Der Begriff soziale Frage bezeichnet die sozialen Missstände, die mit der Industriellen Revolution einhergingen, das heißt die sozialen Begleit- und Folgeprobleme des Übergangs von der Agrar- zur sich urbanisierenden Industriegesellschaft. [...] Kernprobleme der sozialen Frage waren der Pauperismus […].
Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Frage)
Zugriff am 03.01.2015
Aufgabe:
Erarbeiten Sie je nach Kartenfarbe und Nummer das entsprechende Thema (Literatur, Internet).

Klären Sie dabei insbesondere folgende Aspekte:
- Ziele der Akteure
- Maßnahmen (angestrebt/theoretisch oder umgesetzt)
- mögliche Verbündete
- Folgen/Erfolge
Staat:
Sozialistengesetz (Bismarck): 1,2,3
Sozialgesetzgebung (Bismarck): 4,5,6
Arbeiterbewegung:
Revolutionäre (Marx, Engels): 1,2,3
Reformer (Lassalle, Bernstein, Gewerkschaften): 4,5,6
Unternehmer:
Krupp, Stumm: 1,2,3
Siemens: 4,5,6
Kirchen
evangelische Kirche: 1,2,3
katholische Kirche: 4,5,6
... und Versuche zur Lösung
Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassen-kämpfen. Freier und Sklave, [...] Baron und Leibeigener, Zunftbürger und Gesell, kurz, Unterdrücker und Unterdrückte standen in stetem Gegensatz zueinander, führten einen ununterbrochenen, bald versteckten, bald offenen Kampf, einen Kampf, der jedesmal mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen. [...]
Unsere Epoche, [...] zeichnet sich jedoch dadurch aus, daß sie die Klassengegensätze vereinfacht hat. Die ganze Gesellschaft spaltet sich mehr und mehr in zwei große feindliche Lager, in zwei große, einander direkt gegenüberstehende Klassen: Bourgeoisie und Proletariat. [...]
Die Bourgeoisie hat in der Geschichte eine höchst revolutionäre Rolle gespielt. Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat [...] kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelassen als das nackte Interesse, als die gefühllose ›bare Zahlung‹. [...]
Wenn das Proletariat im Kampfe gegen die Bourgeoisie sich notwendig zur Klasse vereint, durch eine Revolution sich zur herrschenden Klasse macht und als herrschende Klasse gewaltsam die alten Produktionsverhältnisse aufhebt, so hebt es mit diesen Produktionsverhältnissen die Existenzbedingungen des Klassengegensatzes, die Klassen überhaupt, und damit seine eigene Herrschaft als Klasse auf.
Es ist geradezu vollständig beschränkt, zu glauben, daß den Arbeiter die politische Bewegung und Entwicklung nicht zu kümmern habe! Ganz im Gegenteil kann der Arbeiter die Erfüllung seiner legitimen Interessen nur von der politischen Freiheit erwarten. […]
Die Aufhebung des Unternehmergewinns in der friedlichsten, legalsten und einfachsten Weise, indem sich der Arbeiterstand durch freiwillige Assoziationen als sein eigener Unternehmer organisiert, die hiermit […] gegebene Aufhebung jenes Gesetzes, welches [...]das eben zur Lebensfristung Erforderliche auf die Arbeiter als Lohn und den gesamten Überschuss auf den Unternehmer verteilt, das sit die […] einzige nicht illusionäre Verbesserung der Lage des Arbeiterstandes. […]
Ebendeshalb ist es Sache und Aufgabe des Staates, Ihnen dies zu ermöglichen […], Ihnen die Mittel und Möglichkeiten zu dieser Ihrer Selbstorganisation zu bieten. […] Wie aber den Staat zu dieser Intervention vermögen? […]
Dies wird nur durch das allgemeine und direkte Wahlrecht möglich sein. […] Es ist das einzige Mittel, um die materielle Lage der Arbeiter zu verbessern.
Ich richte diese Ansprache an die Angehörigen meiner gewerblichen Anlagen, der Gußstahlfabrik, der Gruben und der Hüttenwerke, vertraulich ausdrücklich beschränkt auf den Verband von Arbeitern, Meistern und Beamten des obigen Privatbesitzes. [...]
Ich habe den Mut gehabt, für die Verbesserung der Lage der Arbeiter Wohnungen zu bauen, worin bereits 20 000 Seelen untergebracht sind, ihnen Schulen zu gründen und Einrichtungen zu treffen zur billigen Beschaffung von allem Bedarf. Ich habe mich dadurch in eine Schuldenlast gesetzt, die abgetragen werden muß. Damit dies geschehen kann, muß jeder seine Schuldigkeit tun in Friede und Eintracht und in Übereinstimmung mit unsern Vorschriften. [...]
Genießet, was Euch beschieden ist. Nach getaner Arbeit verbleibt im Kreise der Eurigen, bei den Eltern, bei der Frau und den Kindern und sinnt über Haushalt und Erziehung. Das sei Eure Politik, dabei werdet Ihr frohe Stunden erleben. Aber für die große Landespolitik erspart Euch die Aufregung. Höhere Politik treiben erfordert mehr freie Zeit und Einblick in die Verhältnisse, als dem Arbeiter verliehen ist. Ihr tut Eure Schuldigkeit, wenn Ihr durch Vertrauenspersonen empfohlene Leute erwählt. Ihr erreicht aber sicher nichts als Schaden, wenn Ihr eingreifen wollt in das Ruder der
gesetzlichen Ordnung. Das Politisieren in der Kneipe ist nebenbei sehr teuer, dafür kann man im Hause Besseres haben. […]
Es wird eine Bestimmung meines letzten Willens sein, daß stets mit Wohlwollen und Gerechtigkeit das Regiment geführt werden soll, aber äußerste Strenge soll gehandhabt werden gegen solche, die den Frieden stören wollen, und wenn bis jetzt mit großer Milde verfahren wurde, so möge das niemanden verleiten.
Ich schließe mit den besten Wünschen für alle.
Der Sozialismus stimmt mit der Bibel darin überein, wenn diese sagt: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. Aber die Arbeit soll auch
nützliche, produktive
Tätigkeit sein. Die neue Gesellschaft wird also verlangen, daß jeder eine bestimmte industrielle, gewerbliche, ackerbauliche oder sonstige nützliche Tätigkeit ergreift, durch die er eine bestimmte Arbeitsleistung für die Befriedigung vorhandener Bedürfnisse vollzieht. Ohne Arbeit kein Genuß, keine Arbeit ohne Genuß.

Indem alle verpflichtet sind zu arbeiten, haben alle das gleiche Interesse,
drei Bedingungen
bei der Arbeit erfüllt zu sehen. Erstens,
daß die Arbeit im Zeitmaß mäßig sei
und keinen überanstrengt; zweitens,
daß sie möglichst angenehm ist
und Abwechslung bietet; drittens,
daß sie möglichst ergiebig ist,
weil davon das Maß der Arbeitszeit und das Maß der Genüsse abhängt.
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