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*______________________*

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by

Johanna Kornell

on 21 June 2016

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Transcript of *______________________*

https://www.google.de/search?q=alfred+ploetz&biw=1242&bih=606&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwj2u9bozbbKAhVH-g4KHduwCc4Q_AUIBygC#tbm=isch&q=francis+galton abgerufen am 19.01.16 um 20:40

https://www.google.de/search?q=alfred+ploetz&biw=1242&bih=606&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwj2u9bozbbKAhVH-g4KHduwCc4Q_AUIBygC# abgerufen am 19.01.16 um 20.41

http://www.duden.de/rechtschreibung/Eugenik, abgerufen am 03.01.16 um 14:08

https://de.wikipedia.org/wiki/Eugenik#Francis_Galton, abgerufen am 03.01.16 um 15:17

http://gedenkort-t4.eu/de/gegenwart/was-heisst-eugenik, abgerufen am 03.01.16 um 14:55

https://archive.org/details/derverbrecherho00lombgoog, abgerufen am 14.01.16 um 19:30

https://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Einrichtungen/Zentrale%20Institute/IWT/FWG/Kriminologie/Vererbung.html,
abgerufen am 14.01.16 um 19:45
Weltwirtschaftskrise und Machtergreifung
1929 Annäherung an die "Kinderreichen"
Förderung erbgesunder Familien
Verschärfung: Ausgrenzung der
"Untüchtigen"
Eugenik
Bedeutung
Wissenschaft von der Verbesserung der Erbanlagen in der menschlichen Bevölkerung

Herkunft
zu griechisch eugenḗs = wohlgeboren, von edler Abkunft, aus: eũ = gut, wohl und -genḗs
Rassenhygiene im 20. Jh. in Deutschland

erste Anfänge um 1900,
zentrale Figur: Alfred Ploetz
Radikalisierung
ab 1933: Machtergreifung der Nationalsozialisten
Umsetzung der "negativen" RH,
Ausübung des Rassenwahns
1945 Ende der NS- Herrschaft
Ende der Vernichtung

Anstelle der Rassenhygiene später mehrere Humanwissenschaften
(u.a. Humangenetik)



Goldene 20er
taktische Wende zur > positiven< RH
Definitionen der Begriffe
„Kultureller Niedergang
mit typischen Entartungserscheinungen
in den Lebensgewohnheiten und Lebensansprüchen; Verfall, Entartung“
Entartung
„Negative Abweichung von der Norm“
Degeneration
„ (Biologie, Medizin) Rückbildung, Verfall
von Zellen, Geweben oder Organen;
(abwertend) vom ursprünglichen Zustand abweichende negative Entwicklung;
körperlicher oder geistiger Verfall,
Abstieg, z.B. durch Zivilisationsschäden“
Degeneration - Entwicklung des Begriffs
Ursachen der Degeneration
Dekadenz
Wie "funktioniert" Degeneration?
Expansion
1909 Annäherung zu Eugenikern
Interesse des ärztlichen Standes
nach "außen"
Popularisierung,
sozialreformerische
Bewegung
nach "innen"
Wisschenschaftlicher Anschluss
1920 Lehrangebote an
dt. Universitäten
negative
Rassenhygiene
positive
Rassenhygiene
Sterilisierung

Fortpflanzungsrate erhöhen,
wirtschaftl. und gesellschaftl. Reformen
1934 Rassenpolitisches Amt
1935 Nürnbergergesetze
ab 1939 "Euthanasie", legitimiert durch Forschungen der "Rassenhygieniker"

Kriegsende
Erste Hinweise bereits in der Antike

Platon: staatliches Selektieren und erziehen

und in der Renaissance
sozialutopische Schriften von Morus, Atlantis und Bacon

britischer Gelehrter, Cousin und Anhänger Darwins,
erfand 1883 den Begriff Eugenik
suchte Merkmale zum Vergleichen und Unterscheiden von Menschenrassen
Bemühungen menschliche Charaktereigenschaften auf genetische Ursachen zurückzuführen
statistische und biometrische Methodik und experimentell psychologische Vorgehensweise bahnbrechend
Erbgesundheit entscheidendes Kriterium für den Wert einer Rasse
positive Eigenschaften bewusst fördern, Vererbung negativer Eigenschaften vermeiden
Problem: die geringere und im Lebensalter spätere Vermehrung sozial höhergestellter Personen, sozial schwächer Gestellte und Minderbegabte vermehrten sich dagegen stärker und früher
Francis Galton
„positive Eugenik“
Maßnahmen, die der Vermehrung von Menschen dienen, deren Erbanlagen erwünscht sind oder als positiv bewertet werden

„negative Eugenik“
Maßnahmen zur Verhinderung der Vermehrung von Menschen, deren Erbanlagen unerwünscht sind oder negativ eingestuft werden
„Grundlinien einer Rassenhygiene“
Erbhochwertigkeit wird mit Rassenzugehörigkeiten gleichgesetzt
Nur rassisch hochwertige Paare sollen eine staatliche Lizenz erhalten, sich zu vermehren
Schwangerschaften sollen von Fortpflanzungsmedizinern überwacht werden
Schwächliche Neugeborene sollen „ausgejätet“ werden
Alfred Plötz

ab Ende des 19. Jahrhunderts in den USA,
ab ca. 1920 in Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Island, Lettland
Heiratsverbote, Zwangssterilisation
speziell gegen Behinderte und psychisch Kranke
teilweise bis in die 1990er Jahre
Eugenik Bewegung
Gegenwart/Zukunft
Qualität der menschlichen Rasse durch Manipulation des biologischen Erbgutes verbessern
Das Recht, dem Leben erbgeschädigter Föten ein Ende zu setzen
Anwendung genetischen Wissens zur Optimierung des Menschen unausweichlich
Pränataldiagnostik (PND) mit anschließendem Schwangerschaftsabbruch
humangenetische Beratung
assistierte Reproduktion (In-vitro-Fertilisation, IVF und Präimplantationsdiagnostik, PID)
keine eindeutigen Ursachen
Veränderungen ("Mutationen") werden beobachtet
Mögliche auslösende Faktoren:
Keimgifte (vor allem Alkohol),
„Infektionsgifte“ , Syphilis,
Tuberkulose, Malaria
Beispiel Alkohol
Vermutlich Auswirkung auf Keimzellen
Alkoholiker werden ohnehin der Degeneration verdächtigt (haben passenden "Grundcharakter")
Heredität ist Grundlage
Degenerierte Erscheinungen werden vererbt
Damaliger Wissensstand
Wenig Ahnung von Genetik, Chromosomen waren bekannt (jedoch nicht ihre Bedeutung)
Mendelsche Regeln 1900 wiederentdeckt
DNA noch nicht entschlüsselt
"Epoche der Dekadenz"
Vorstellung geht in andere Bereiche über:
Literatur, Kunst, Soziologie, Rechtskunde, Geschichtswissenschaft und Philosophie
Angst vor dem Untergang
Großstadt
Gliederung
1. Angst vor der Degeneration im 19. Jahrhundert
2. Eugenik
3. Rassenhygiene im 20. Jh. in Deutschland
4.
5.
Eugenik in den USA im
20. Jahrhundert

Wiederentdeckung der Mendel- Gesetze:
1900 stießen die drei Biologen, Hugo de Vries, Carl Correns und Erich Tschermak unabhängig voneinander bei Kreuzungsversuchen auf die "Versuche über Pflanzen- Hybriden" von Mendel

=>Geburt der modernen Genetik, vages eugenisches Interesse wurde in eine stabile Bewegung umgewandelt
Das "Journal of Heredity"
Bedeutendstes amerikanisches Periodikum


1910 erste Ausgabe unter dem Namen „American Breeders´Magazine“



Ab 1914 ´Journal of Heredity`.
Inhalt 1910- 1924:
Man begann mit der Forschung

Studenten erheben Daten über körperliche und geistliche Merkmale menschlicher Familien

Außerdem: Aufklärung über gesundheitlich bedenkliche und unbedenkliche Eheverbindungen (Was wurde konkret darüber gesagt?)

Erster Bericht 1912 über z.B Geistesschwäche, Epilepsie, Irrsinn, Chorea Huntington, Kriminalität, Vagabundismus, Hautfarbe u.s.w.
Entstehen der Kriminologie
- letztes Drittel des 19. Jhd.
- Cesare Lombroso und der "geborene Verbrecher"
-> Kriminalität als Folge angeborener Eigenschaften
-> physiognomische Erkennungsmerkmale
Statistische Untersuchungen in England
- Statistik als wissenschaftliche Grundlage
- Konflikt zwischen Sozialreformern und Eugenikern
- Vorreiterrolle in der Strafrechtsreformbewegung
Kriminalbiologische Untersuchungen in Deutschland

- ab den 1920er Jahren systematisiert
- Einfluss verschiedener Disziplinen
- "Topologie der Abweichung"
Konflikte
- religiöse Vertreter der Seelsorge standen Medizinern gegenüber
- Erfolglosigkeit der Gefängnisvereine führte zu Kompromissen und Pluralisierung der Erklärungskonzepte
Konsequenzen für den Strafvollzug
- Differenz zwischen "Besserunsfähigen" und "Unverbesserlichen"
- Aufwertung psychiatrisch-kriminologischer Expreten
- Etablierung der Psychiatrie/Irrenabteilungen
Frage nach praktisch eugenischen Maßnahmen ist
immer Gegenstand der Diskussion


Im Mittelpunkt steht: Was ist günstiger für die Verbesserung der Bevölkerungsqualität?



Negative Eugenik
(=der Ausschluss genetisch „Minderwertiger“ von der Fortpflanzung) oder

Positive bzw. konstruktive Eugenik


Vor allem von Personen vertreten, die dem „Country Life Movement“ angehören

=>Willet M. Hays bedeutendster Vertreter, dann aber
Ausscheiden Hays 1913 und Reorganisation des Magazins
=>Wegfall der positiven Eugenik


Sterilisationsgesetze

1907 wurde im Staat Indiana das erste Sterilisationsgesetz verabschiedet und angesehen

Bis 1921 haben 15 amerikanische Bundesstaaten Sterilisationsgesetze verabschiedet

Kritik: Zum Beispiel sagt Edwin G. Conklin: "Die Vererbungswissenschaft zeigt, daß normale Brüder und Schwestern (…) von kranken Personen den Defekt in ihrem Keimplasma tragen und ihn auf ihre Nachkommenschaft weitergeben, obwohl sie selbst gesund sind.“

Anlage- Umwelt; Englisch: ´Nature- Nature` => Albert F. Blakeslee

Kritiker diskutieren Gesetze auch unter religiösen bzw. ethischen Gesichtspunkten

Wissenschaft, Strafrecht und Strafvollzug
- Der "geborenen Verbrecher" und die Medikalisierung des Strafrechts
„Committe on Immigration“

1916 verabschiedetes Gesetz

Nach 1915 Befürchtung vor einer großen Zunahme der Einwanderungen nach dem Krieg


Die für die Nation“ wertvollsten sterben an der Front => Folge: Bedeutung des Krieges der negativen Selektion der „Minderwertigen“ geht damit verloren=> kontraselektorisch


Buch von Madison Grant: „The Passing oft he Great Race“ => Zusammenfassung: Geschichte Europas als eine Geschichte der Entwicklung der unterschiedlichen Rassen Europas

immer mehr die Forderung nach einer Rassenzugehörigkeit selektiven Einwanderungsbeschränkung

1924 Einwanderungsgesetz als endgültiges Gesetz

Wurde auch Kritik geübt; zum Beispiel sieht der Biologe W.E. Castle eher ein soziologisches Problem als ein biologisches durch die Rassenkreuzung

1929 Weltwirtschaftskrise; erstmals mehr Auswanderer als Einwanderer

Bedeutung des 1. Weltkrieges und der Rassenlehre für die Diskussion der Einwanderungsgesetze
Quellen
(Aus: Zeitschrift für Volksaufartug und Erbkunde. Band 1 (1926). S. 16.)
(Goddard, Henry H., The Kallikak Family. 1912.)
Biologie, Medizin und die Angst vor der
„Degeneration“ im 19. und 20.
Jahrhundert

Mann, Gunter: Dekadenz - Degeneration - Untergangsangst im Lichte der Biologie des 19. Jahrhunderts. In: Medizinhistorisches Journal 20 (1985), S. 6-35

Heuer, Bernd: Eugenik / Rassenhygiene in USA und Deutschland- ein Vergleich anhand des "Journal of Heredity" und des "Archiv für Rassen und Gesellschaftsbiologie" zwischen 1910 bzw. 1904 und 1939 bzw. 1933, Düsseldorf 1989

Weingart; Kroll; Bayertz: Rasse, Blut und Gene. Geschichte der Eugenik und Rassenhygiene in Deutschland. Frankfurt a. M. Suhrkamp 2001.

Schauz, Désirée; Freitag, Sabine(Hg.), Verbrecher im Visier der Experten. Kriminalpolitik
zwischen Wissenschaft und Praxis im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Stuttgart: Steiner, 2007.

Vormbaum, Thomas (Hg.), Jahrbuch für Juristische Zeitgeschichte, Bd. 8, Berlin, 2007.


1936 erfährt man in Form einer kritischen Besprechung eines 1935 veröffentlichten „Eugenics Program fort he United States“ - Artikels, Chefherausgeber ist Robert C. Cook. Er sieht einen

=>Wendepunkt im eugenischen Denken:
Positiver Eugenik wird breiteren Raum gegeben und den Umweltfaktoren mehr Bedeutung beigemessen

Kritik von J. P. Scott

Für einen Fortschritt der menschlichen Rasse ist ein wirtschaftlicher sozialer Wandel zu einer kooperativen Gemeinschaftsbasis nötig

Warnung vor falschen Anschein wissenschaftlicher Rechtfertigung Faschistischer, Reaktionärer und „Hitlerianern“

1938 erfährt man, dass amerikanische Biologen fürchten, politisch für eugenische Maßnahmen missbraucht zu werden

Die Diskussion um ein neues eugenisches Programm
1938 erscheint der Artikel "A new Approach to Eugenics" => sieht erstmals das Individuum als Mittelpunkt an

Umweltfaktoren hatten nach wie vor große Bedeutung für die individuelle Entwicklung

vorherrschende niedrige Geburtenrate in den höheren sozialen Schichten muss erhöht werden

wird eine neue Politik angekündigt => Loslösung von wertender Klassifizierung der Gesellschaft in verschiedenen Schichten

Gründe: Studien der Psychologie => Intelligenz und soziale Verhaltensweisen variieren innerhalb einer Gesellschaftsgruppe stärker als zwischen verschiedenen Gesellschaftsgruppen

Ist Demokratie und Eugenik in Einklang zu bringen?

1937: Demokratisierung der Eugenik selbst => Individuelles Wohl steht im Vordergrund

Wollen auf Zwangsmaßnahmen verzichten

soziale und ökonomische Bedingen schaffen, die eine hohe Kinderzahl ermöglichen, besonders für höhere soziale Schichten; Raum für viele unterschiedliche Arten menschlicher Kultur
=> Keine Rasse hat ein Monopol auf erwünschte Gene
=> Hohe Verantwortung des Einzelnen und Vertrauen auf den Einzelnen
=> Bedeutende Wendung in der Geschichte der Eugenik!
6. Gegenwart / Zukunft
Die "Demokratisierung" der Eugenik
Eugenik in den USA im 20. Jahrhundert
Deutschland und USA im Vergleich Anfang des 20. Jahrhunderts- Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Deutschland:

Anthropologie als zentrales Thema
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Nach 1. Weltkrieg Schwerpunkt auf Rassenhygiene
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Ende der 20er Jahre: Aufgeben der politischen Neutralität --> nazionalsozialistische Orientierung
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Ab 1933 stützte Regierung die Rassenhygienik
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"Rassen- Erblehre"


USA:
Anthropologie kein zentrales Thema in der eugenischen Bewegung
_____________________
Nach 1. Weltkrieg Konzentration auf positive Eugenik
_____________________
Ende der 20er Jahre: Rückbesinnung auf Selbstbestimmungsrecht (Individuum im Mittelpunkt)
______________________


______________________
- "Individual- Erblehre"

Gemeinsamkeiten:
Mitte bis Ende der 20er Jahre traten beide auf der Stelle, aufgrund fehlender Mittel zur Forschung, ausgelöst durch die Weltwirtschaftskrise
Während und nach dem1. Weltkrieg auch zunehmende Beschäftigung der Rassenlehre in den USA (Einwanderungspolitik)
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