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Chancen und Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft durch Digitalisierung und Social Media – oder: Newfoundland revisited

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Ralf Peter Reimann

on 12 November 2015

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Transcript of Chancen und Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft durch Digitalisierung und Social Media – oder: Newfoundland revisited

Terminologie
real versus virtuell?

face-to-face Kommunikation
versus
computer-vermittelter Kommunikation?

Kohlenstoffwelt versus Netzwelt?

offline versus online?
Gunter Dueck
früherer Chefstratege von IBM und IT-Vordenker:
„Wir Deutschen neigen besonders dazu, zu vielen Megatrends zunächst eine Abwehrhaltung aufzubauen: ‘Nein, das wollen wir nicht’ ist die Haltung. Dabei lässt sich Digitalisierung nicht aufhalten. Durch kein Gesetz. Durch keine Blockade.“
Piotr Czerski, geboren 1981, ist ein polnischer Dichter, Autor, Musiker und Ex-Blogger:
"Wir sind mit dem Internet und im Internet aufgewachsen. Darum sind wir anders. Das ist der entscheidende, aus unserer Sicht allerdings überraschende Unterschied: Wir "surfen" nicht im Internet und das Internet ist für uns kein "Ort" und kein "virtueller Raum". Für uns ist das Internet keine externe Erweiterung unserer Wirklichkeit, sondern ein Teil von ihr: eine unsichtbare, aber jederzeit präsente Schicht, die mit der körperlichen Umgebung verflochten ist."
These III + VI der Barmer Theologischen Erklärung
verorten die Kirche "mit ihrer Botschaft ... mitten in der Welt der Sünde" und bestimmen den Auftrag der Kirche darin, „an Christi Statt und also im Dienst seines eigenen Wortes und Werkes durch Predigt und Sakrament die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk.“
Auch im Netz brauchen wir Privatsphäre
Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an. (Gen. 3, 21)
Der Mensch ist mehr als nur Geist
Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns (Joh 1,14)
Inszenierung als Online-Person
Persona bezeichnete ursprünglich eine im antiken griechischen Theater von den Schauspielern verwendete Maske
Gott begegnet uns als Person
„Persönlich“ Inszenierung: Verhalte dich in den Sozialen Netzwerken nicht anders als in anderen Kontexten
Cyberpsychology
Cyberpsychology kennt den Begriff der „online inhibition“ bzw. „online disinhibition effect“
„It’s well known that people say and do things in Cyberspace that they wouldn’t ordinarily say or do in the face-to-face world. They loosen up, feel more uninhibited, express themselves more openly. […] They reveal secret emotions, fears, wishes. Or they show unusual acts of kindness and generosity.“
Newfoundland revisited
Chancen und Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft durch Digitalisierung und Social Media
Ralf Peter Reimann
theonet.de reimann@ekir.de
Mache den Raum deines Zeltes weit
Formen der Glaubenskommunikation im Social Web
Evangelische Akademie Loccum
13.11.2015
Onlinegemeinden und -gottesdienste
EKD-Kundgebung: „Die Digitalisierung der Gesellschaft führt dazu, dass durch digitale Räume neue Formen von Gemeinde entstehen. Nicht physische Nähe, sondern Kommunikation ist für sie wesentlich. Die evangelische Kirche respektiert und fördert diese neuen Gestalten von Gemeinde.”

Cyberpsychology
Cyberpsychology kennt den Begriff der „online inhibition“ bzw. „online disinhibition effect“
„It’s well known that people say and do things in Cyberspace that they wouldn’t ordinarily say or do in the face-to-face world. They loosen up, feel more uninhibited, express themselves more openly. […] They reveal secret emotions, fears, wishes. Or they show unusual acts of kindness and generosity.“
Bis an der Welt Ende
Einige sind bereits heimisch geworden in der Welt des Internet, andere fremdeln noch. Gott hat aber seine Gegenwart verheißen bis an der Welt Ende, das schließt mit Sicherheit auch Neufundland ein.
Danke!
„Wir Deutschen neigen besonders dazu, zu vielen Megatrends zunächst eine Abwehrhaltung aufzubauen: ‘Nein, das wollen wir nicht’ ist die Haltung. Dabei lässt sich Digitalisierung nicht aufhalten. Durch kein Gesetz. Durch keine Blockade.“
verorten die Kirche “mit ihrer Botschaft … mitten in der Welt der Sünde” und bestimmen den Auftrag der Kirche darin, „an Christi Statt und also im Dienst seines eigenen Wortes und Werkes durch Predigt und Sakrament die Botschaft von der freien Gnade Gottes auszurichten an alles Volk.“ Volkskirche so verstanden koppelt den Auftrag der Glaubenskommunikation daran, an alle Menschen gewiesen zu sein.
Hintergrundfoto: mrbanjo1138 (CC BY-NC-ND 2.0)
„Die Digitalisierung der Gesellschaft führt dazu, dass durch digitale Räume neue Formen von Gemeinde entstehen. Nicht physische Nähe, sondern Kommunikation ist für sie wesentlich. Die evangelische Kirche respektiert und fördert diese neuen Gestalten von Gemeinde.”
„Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen der Mediengesellschaft
Die aktuellen Entwicklungen in den Kommunikationstechnologien verändern nachhaltig den Medienmarkt und die Medienstrukturen in der Bundesrepublik Deutschland. Digitale Technik, Online-Dienste und neue Medien-Verteilformen sind Innovationen, die die öffentliche Kommunikation und die private Mediennutzung bereits heute beeinflussen. Sie fassen die Leistungen von Radio, Fernsehen und Zeitungen in einem einzigen System zusammen. Fernsehen, Telefon und Computer lassen sich in ein Multimedia-Gerät integrieren, das dem einzelnen die Möglichkeit gibt, Daten, Bilder und Informationen unabhängig von den gewohnten Medienangeboten individuell abzurufen, zu bearbeiten und zu verbreiten.“
Mandat und Markt. Perspektiven evangelischer Publizistik. Publizistisches Gesamtkonzept 1997“
EKD-Synode 2014
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