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Problemorientierter Unterricht

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by

Laura Stork

on 13 January 2015

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Transcript of Problemorientierter Unterricht

Gliederung

der Problemlöseprozess
Problemorientierter Unterricht
Ergebnisse Pisa 2003
Methoden der kreativen Problemlösung
Vor-/Nachteile
Methoden der kreativen Problemlösung
nach Volker Bugdahl
Problemorientierter Unterricht
- warum?

Ergebnisse von PISA 2003
Problemorientierter Unterricht
von Carolin Zimmermann, Verena Schmidt und Laura Stork
Literatur:
Bugdahl, Volker: Kreatives Problemlösen im Unterricht. Frankfurt 1995
Ruf U., Gallin P.: Dialogisches Lernen in Sprache und Mathematik. Band 1: Austausch unter Ungleichen und Band 2:Spuren legen - Spuren lesen. Seelze 1999 (4. Auflage 2011)
Scholz, Frank: Problemlösender Unterricht. Essen 1980.
Leutner/Klieme u.a.: Problemlösen in PISA-Konsortium Deutschland (Hrsg.): PISA 2003, Berlin 2004
Bönsch, M.: Unterrichtsmethoden Konstruieren Lernwege. In: Seibert: Unterrichtsmethoden kontrovers, Bad Heilbrunn 2000
Bovet, G., Huwediek, V.: Leitfaden Schulpraxis. Pädagogik und Psychologie für den Lehrberuf. Berlin 2014.
http://www.eteachingplus.de/theorien_lehren_problemorientiert.html
Brainstorming
Alex F. Osborn 1953
systematisierte Suche nach Ideen
Denkblockaden vermeiden und Produktivität erhöhen
Abrufen unbewussten oder unbeachteten Wissens
positives Denken und Ausschalten der Kritik
Heterogenität der Gruppe wirkt sich positiv aus
Regeln
Fortführen von Ideenansätzen
(Ideen von anderen übernehmen und weiterführen)
"Probleme löst man durch motivierte Modifikation von Informationen"
Brainwriting
nach Bernd Rohrbach
Methode 635
6 Teilnehmer schreiben
(so erhält man in 30 Minuten 108 Ideen)
es gelten die Regeln des Brainstormings
Auswertung:
Klassifizierung der Ideen in:
direkt nützlich
interessant
erneut zu prüfend
abzulehnend
Alternativen:
Collective Notebook
Ideen Delphi
Brainwriting Pool
Kärtchenbefragung
Galerie-Methode
wichtig für Erfolg:

echtes Problem mit mittlerem Schwierigkeitsgrad
(auch Probleme des sozialen Umgangs)
Entrinnen
"sich vom Problem lösen"
1.) Annäherung an das Problem durch:
Definition, Analyse, Informationssammlung und Konzentration auf die Suche nach Lösungen

2.) wenn keine Lösung gefunden wird, entfernt man sich vom Problem und setzt neue Indeenfindetechniken (Heurismen) ein, wie:
Infragestellen des Selbstverständlichen, Provokation, Analogiesuche, Umkehren und Negation, Verdoppeln, Reizworttechnik/Warenhaustechnik) (Zwangsverknüpfung mit Problem), Wunschkonzept, Verbesserungsanfälliger Bereich (größeres Suchfeld abstecken)

3.) neue Annäherung mit "Entdeckungsschrei"
Problemlösen in 3 Stufen:
neue Muster schaffen!
Lernziel: Laterales Denken (nach Edward de Bono 1981)
"der laterale Denker definiert Dinge um oder verwendet sie nicht definitionsgemäß"

arbeitet mit Assoziationen aus den Bereichen Natur, Technik oder Phantasie
Stufen: Analyse, Verfremdung, Synthese
Bionik / Synektik
Die Natur als Vorbild
nach W. J. Gordon
Synektische Exkursion:
Ablauf:
Auswertungsalternative:
konkurrierende Gruppen stellen beste Ergebnisse vor
Punkt-klebe-Verfahren: jeder verteilt 5 Klebepunkte auf beste Ideen
Morphologischer Kasten
nach Fritz Zwicky 1966
René Descartes(1569-1650): jedes Problem in alle Einzelteile zerlegen
Gedanken ordnen: mit Einfachstem anfangen
Liste mit allen Fakten anfertigen (Überblick verschaffen)
vertikale Kastenreihe für Patameter (unabhängige Merkmale)
horizontale Reihe für Ausprägungen
Morphologisches Tableau / Matrix
ähnlich wie Kasten aber weiterentwickelt
erhebt keinen Vollständigkeitsanspruch
zwei Parameter mit Ausprägung
Attributive Listing
nach Robert Platt Crawford
Gegenstand der Untersuchung wird in unabhängige Parameter oder Merkmale zerlegt (saubere Trennung von Parameter und Ausprägung für Erfolg nötig!)
Feststellung des Ist-Zustandes und dann andere Gestaltungsmöglichkeiten suchen
entweder:
einen Teil des Produkts verändern bzw. mehrere Teile
oder:
alle Teile verändern und ein neues Produkt schaffen
Beispiel für den Deutschunterricht
Probleme...

... sind subjektiv.
... können verschiedene Befindlichkeiten auslösen.
Phase I:
subjektive Neuartigkeit
der Graben
Phase II:

Wissenslücke
durch oder drüber?
Phase III:


Erklärungssuche

Warum stellt das Problem für mich ein Problem dar?
Phase IV:
fehlende Routine
vgl. subjektive Neuartigkeit des Problems

Phase V:

Konstruktion verschiedener Lösungswege
Phase VI:


angemessene Lösung für Problemkomplex
Einflussfaktoren auf den Problemlöseprozess
a) Möglichkeit des Scheiterns
b) Lösung erfüllt, subjektiv gesehen, keine Gütekriterien
=> Lösung muss dem Problemkomplex angemessen sein
c) kognitive Konflikte
=> Zweifel am Lösungsansatz, Erkenntnis, dass man nicht über genügend Fachwissen verfügt, um das Problem zu lösen
für den Unterricht...
Ziel: Schüler mit Problemlösefähigkeit ausstatten


Verfahren: kognitive Prozesse des Problemlösens sollen zur impliziten Anwendung kommen
Problem Based Learning
aktives Lernen
selbstständiges Arbeiten
motiviert, Wissenslücken zu schließen
Alltagsbezug
fördert kritisches Denken, Teamfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit
Prozesse sind wichtig, nicht nur das Ergebnis
funktioniert nicht bei "schlechter" Kommunikation
z.B. ständiges Wiederholen oder wenn keine Fragen gestellt werden
Problem muss für alle relevant sein
mangelnde Teamfähigkeit wirkt sich negativ aufs Ergebnis aus
Nachteile des POU
Vorteile des POU
keine Kritik
möglichst viele und wilde Ideen
("Quantität vor Qualität",
Qualität wird später geprüft)
zeitaufwändig
Definition Problem: unbefriedigender Ist-Zustand und angestrebter Soll-Zustand, Prozeduren vom Ist- in den Soll-Zustand sind noch unbekannt

Unterschied Aufgabe: Prozeduren schon bekannt
es hängt vom Vorwissen ab, ob es ein Problem oder eine Aufgabe für jmd. ist
kann manche SuS überfordern
bessere Verankerung im Gedächtnis
Freude am Lernen
"Konstitutiv für ein Problem ist die Konfrontation eines Schülers mit einer Situation oder Aufgabe, die nicht mit Hilfe eines bereits verfügbaren Schemas anzugehen ist."
(E. Becker)
wichtigste Aufgabe des Lehrers
Relevanz für den Schüler erkennen
persönlicher Bezug
domestiziertes Lernen verringern
Antwort auf typische Aussagen wissen
("Warum mach ich das überhaupt?", "Das brauch ich doch später eh nie wieder!")
er darf nicht vergessen, dass er ein Experte ist und die Schüler Novizen
(Experte/in= gute/r Problemlöser/in auf seinem/ihrem Sachgebiet)
Tutor
Rolle des Lehrers/der Lehrerin:
5 Minuten auf
3 Ideen im Zeitraum von
PISA 2003
international getestet: analytisches Problemlösen

national gestestet: dynamisches Problemlösen

Korrelation verschiedener Kompetenzen
Ergebnisse international:
analytisches Problemlösen
Einteilung in 4 Kompetenzstufen
3: > 592 Punkte
2: 499-592 Punkte
1: 404-498 Punkte
unter 1: < 404 Punkte
Geschlechterunterschiede in vielen Staaten im Durchschnitt zu erahnen, aber nur in wenigen Staaten statistisch nachweisbar
(Island, Finnland, Schweden, Norwegen)

In Deutschland nicht signifikant
Risikogruppe von 14% erreicht Stufe 1 nicht

Voraussetzung für Einstieg in viele Berufsfelder
Ergebnisse national:
dynamisches Problemlösen
klare Staffelung der Ergebnisse nach Schulformen:
Gymnasium > Realschule > Hauptschule

aber: Punktabstand zu Gymnasium weitaus kleiner als beim analytischen Problemlösen
in allen Staaten generelle Korrelation zwischen Problemlösekompetenz und mathematischer Kompetenz

deutsche Schüler:
Mittelwert Problemlösen 513
Mittelwert Mathematik 503
drittgrößte (positive) Differenz
offensichtlich vorhandenes kognitives Potential wird unzureichend genutzt, um fachliche Kompetenz aufzubauen
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!
aktiviert Vorwissen
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