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Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank

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by

Luisa Heinemann

on 25 May 2014

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Transcript of Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank

"Forward Guidance" oder "zukunftsgerichtete Hinweise"
Kommunikationsinstrument
soll eine Orientierungshilfe über zukünftige Orientierung der Geldpolitik geben
Versuch geldpolitische Ausrichtung einfacher und verständlicher zu erklären
Transparenz u. Klarheit sollen helfen Orientierung zu geben, Erwartungen der Marktteilnehmer zu stabilisieren
Erfolg der Geldpolitik ist ganz wesentlich abhängig von den Erwartungen der Marktteilnehmer
Kommunikation ist für Zentralbanken ein wichtiges Mittel, um Erwartungen zu steuern
Gliederung
1. EZB und Euro
1.1 Aufbau und Organe der EZB
1.2 Ziele, Zielbegründung und Säulenkonzept
der geldpolitischen Strategie
1.3 Aufgaben der EZB und Rolle der deutschen
Bundesbank
1.4 Beziehungen zwischen EZB und Politik und
Unabhängigkeit der EZB
1.5 EURO, EWU - Ziele, Kriterien und aktuelle
Probleme des Satbilitätspakts
2. Das Bankensystem
2.1 Arten und Strukturen von Geschäftsbanken
2.2 Beziehungen zwischen Geschäftsbanken
und Zentralbank
2.3 Überblick über Geldschöpfungsprozess
2.4 Übertragungskanäle geldpolitischer Impulse -
"Transmission" geldpolitischer Entscheidungen
3. Geldpolitische Instrumente
3.1 Arten, Wesen, Einsatz, Wirkungen
geldpolitischer Instrumente
3.2 Aktuelle Situation bzw. Entwicklungen
3.3 Grenzen der Geldpolitik der EZB

1. EZB und Euro
1.1 Aufbau, Organe der EZB

Das EZB- Direktorium
führt Geschäfte der EZB aus
Durchführung Beschlüsse des EZB- Rates
nötige Anweisungen an Europäische Zentralbank zur Durchführung
Zusammensetzung Gremium:
Präsident
Vizepräsident
vier weitere Mitglieder
ein Direktoriumsmitglied -> Wahl zum Chefvolkswirt
Amtszeit Direktoriumsmitglied: 8 Jahre, keine Wiederwahl
neue Mitglieder werden von Finanz- und Wirtschaftsministern der Teilnehmerstaaten empfohlen
werden auf Vorschlag des Rates der EU vom Europäischen Rat mit qualifizierter Mehrheit gewählt


2. Das Bankensystem
2.1 Arten und Strukturen von Geschäftsbanken
3.2 Aktuelle Situationen bzw. Entwicklungen
"Der EZB- Rat erwartet, dass die Notenbankzinsen im Euro- Raum für einen ausgedehnten Zeitraum auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben werden." - EZB Präsident Mario Draghi
Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank
EZB- Rat
Mitglieder: alle Direktoriumsmitglieder und alle Präsidenten der nationalen Zentralbanken
oberstes Beschlussorgan der EZB
trifft Entscheidung mit einfacher Mehrheit, jedes Mitglied eine Stimme
Festlegung der Richtlinien der Geldpolitik und Leitzinssatz
Bereitstellung Zentralbankgeld
Aussprachen vertraulich
tagt in der Regel alle 14 Tage
Erweiterter Rat der EZB
besteht aus: Präsidenten und Vizepräsidenten der EZB , sowie den Präsidenten der nationalen Zentralbanken
Erhebung statistischer Daten
Beratung über Aufnahme weiterer Länder
Zusammenkunft: einmal pro Quartal
1.2 Ziele, Zielbegründung, Säulenkonzept der geldpolitischen Strategie
Die Geschäftsbanken werden nach verschiedenen Kriterien (Größe, Wirkungsradius, Firmensitz und Personenbezogenheit) in Großbanken, Regionalbanken, Auslandsbanken und Privatbanken unterteilt.
Großbanken
privates Kreditinstitut
erhebliche finanzielle und wirtschaftliche Macht
in Tätigkeitsland an vielen Orten vertreten
operieren weltweit
international: auf Finanzmärkten hervorragende Stellung
zählen nach dreigliedrigem Banksystem zu Geschäftsbanken + nach Leistungsumfang zu Universalbanken
privatrechtlich als Aktiengesellschaft organisiert
Deutschland: Großbanken unterliegen besonderer Führung der Deutschen Bundesbank
Großbanken in Deutschland: Deutsche Bank, Deutsche Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank
ersten Großbanken 1870/73 gegründet (Gründerjahre)
Ziele:
primäres Ziel: Preisstabilität
weitere Ziele:
ausgeglichene konjunkturelle Entwicklung der Länder (Vermeidung Rezession)
Unterstützung Wirtschaftspolitik (um hohes Beschäftigungsniveau u. Wachstum zu erreichen)
Vorteil stabiler Preise:
Höheres Wirtschaftswachstum + höherer Wohlstand
Investitions- und Konsumanreize werden gesetzt
weniger Transaktionskosten bei den Wirtschaftssubjekten
sichern sozialen Frieden + politische Stabiliät
Rolle der geldpolitischen Strategie
Beschreibung, wie geldpolitische Entscheidungen getroffen werden, um Ziel der Zentralbank zu erreichen
zwei wichtige Aufgaben:
stellt sicher, dass EZB Rat über alle notwendigen Informationen verfügt (für Entscheidungsfindung)
Instrument, um Öffentlichkeit geldpolitische Beschlüsse zu erläutern
Zwei Säulenkonzept:
zur bestmöglichen Durchführung Geldpolitik
Bestimmung Art und Ausmaß der Risiken
Analyse der wirtschaftlichen u. monetären Entwicklung
Sicherstellung, dass keine Informationen übersehen werden
-> 2- Säulen- Konzept
1. Säule: Wirtschaftliche Analyse:
Beurteilung kurz- bzw. mittelfristiger Bestimmungsfaktoren der Preisentwicklung
Schwerpunkt: reale Wirtschaftstätigkeit, Finazierungsbedingungen der Wirtschaft
Preisentwicklung wird beeinflusst durch: Angebot und Nachfrage
2. Säule: Monetäre Analyse:
auf längere Zeitspanne ausgerichtet
stützt sich auf Zusammenhang zw. Geldmenge und Preisen
dient dazu die Ergebnisse aus wirtschaftlicher Analyse aus mittel- bis längerfristiger Sicht zu sehen
1.3 Aufgabe der EZB, Rolle der Deutschen Bundesbank
Aufgaben
1. Festlegung + Ausführung der Geldpolitik für Euro-Währungsgebiet mit Ziel Stabilität der Währung zu sichern
2. Durchführung der Devisengeschäfte
3. Verwaltung der Währungsreserven der Mitgliedstaaten
4. Förderung der Zahlungssysteme
5. Ausgabe von Banknoten
6. Genehmigung von Volumen für die Ausgabe der Euromünzen in den einzelnen Mitgliedstaaten
Rolle der Deutschen Bundesbank:
ist die Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland
seit 1999 Teil des Eurosystems
verantwortlich für den Euro, zusammen mit den anderen Zentralbanken
die 6 Mitglieder des Vorstandes der Bundesbank werden vom Bundesrat und von der Bundesregierung vorgeschlagen -> vom Bundespräsidenten ernannt
Unabhängig von Weisungen der Bundesregierung
Tätigkeiten: Refinanzierung, Bargeldversorgung, unbarer Zahlungsverkehr, Bankenaufsicht
Ziel aller Tätigkeiten: Preisstabilität
Präsident der Bundesbank hat Sitz u. Stimme im EZB- Rat
wirkt an geldpolitischen Entscheidungen mit
Beschlüsse des EZB- Rates setzt die Bundesbank in Deutschland um
nationale u. internationale Finanzkrisen vorbeugen
Bankenaufsicht: Sicherung solide Kreditwirtschaft
Sorgen für reibungslosen Zahlungsverkehr im Inland und im Ausland
Bargeld muss ausreichend und in guter Qualität vorhanden sein
Falschgeld aussondern
1.4 Beziehungen zwischen EZB und Politik, Unabhängigkeit der EZB
Unabhängigkeit der EZB
unabhängige Zentralbank betreibt Geldpolitik unabhängig von Weisungen der Politik
für Preisstabilität zuständig
-> wird als Voraussetzung für Geldwertstabilität gesehen
Politiker könnten 3 Gründe haben Inflation zuzulassen bzw. gezielt zu betreiben
1. Grund:
Politiker können abhängige Zentralbank zu erhöhter Geldausgabe veranlassen -> Staatsverschuldung u. Staatsausgaben finanzieren
Folge: Inflation oder Vernichtung der Währung
2.Grund:
Staat kann sich zulasten seiner Bürger selbst entschulden (wenn Staatsverschuldung auf Wertpapieren beruht)
-> diese werden bei Inflation real entwertet
3. Grund:
zeitlich belebender Effekt einer Inflation kann genutzt werden
z.B in Wahlkampfzeiten Wirtschaftsaufschwung herbeizuführen
Dimensionen der Unabhängigkeit:
institutionelle Unabhängigkeit (verbot politische Einflussnahme)
personelle Unabhängigkeit der leitenden Zentralbankfunktionäre (lange Amtszeit, Schutz vor willkürlicher u. vorzeitiger Amtsenthebung)
haushalterische Unabhängigkeit (Bestimmung Höhe, Gestaltung, Verwendung Zentralbankbudget)
instrumentelle Unabhängigkeit (Bestimmung Einsatz und Ausgestaltung geldpolitischer Instrumente)
wechselkursbezogene Unabhängigkeit (Entscheidung Ausgestaltung Wechselkurssysteme, eventuell Festkursbindungen, Interventionspflichten)
Unabhängigkeit der EZB:
EZB verfügt über (gemäß EU- Vertrag) vergleichsweise umfassende Unabhängigkeit
1.5 EURO, EWU- Ziele, Kriterien und aktuelle Probleme des Stabilitätspaktes
Ziele:
enge Koordinierung der Wirtschaftspolitik ihrer Mitgliedsstaaten
Europäischer Binnenmarkt
Grundsatz: "Offene Martkwirtschaft und freier Wettbewerb"
Preisstabilität
Währungspolitik soll nach Möglichkeit allgemeine Wirtschaftspolitik unterstützen
Konvergenzkriterien:
Preisstabilität: Inflationsrate nicht mehr als 1,5 % über der, der 3 preisstabilsten Mitgliedsstaaten
staatlicher Schuldenstand nicht mehr als 60% des BIP
Nettoneuverschuldung nicht mehr als 3% des BIP
langfristige Zinssätze für Staatsschuldverschreibungen nicht mehr als 2% höher als die 3 preisstabilsten Länder
Währung eines Landes darf vorgegebene Bandbreite des Wechselkurses für min. 2 Jahren nicht überschreiten
Regionalbanken
zählt in Bereich des privaten Kreditbanksektors
Teil der Universalbanken Deutschlands
privatrechtlich organisiertes Kreditinstitut
unterschiedlicher Geschäftsumfang
überwiegend Rechtsform der Aktiengesellschaft aber auch Kommanditgesellschaften und Gesellschaften mit beschränkter Haftung
kennzeichnend: gut ausgebautes Filialnetz
Leistungsangebot beschränkt auf bestimmte Region oder Metropole -> sagt nichts über Kapitalkraft aus
z.B. : ING- DiBa AG, AXA Bank AG, Honda Bank GmbH

Auslandsbanken
Neue Griechenlandhilfen in Raten freigegeben
nach Angabe des belgischen Finanzministers Koen Geens wurde sich auf eine Zahlung von 6,8 Millionen Euro geeinigt
im Juli: 4 Milliarden, im August 1,8 Milliarden, im Oktober Teilzahlung von einer halben Milliarde Euro
Geldgeber- Troika (aus EU, IWF, Europäischer Zentralbank) überprüften Fortschritte Athens
gibt zwar deutliche Fortschritte, weitere Reformen und Sparschritte müssten aber folgen
Sammelbegriff für ausländische Banken in Deutschland + inländische Kreditinstitute die sich im Mehrheitsbesitz ausländischer Banken befinden
Finanzierung und geldliche Abwicklung des Handelsverkehrs mit betreffenden Ländern + sonstige Bankgeschäfte
organisiert in Verband der Auslandsbanken in Deutschland -> vertritt die Interessen der Mitglieder gegenüber nationalen Gesetzgeber, EU oder supranationalen Institutionen
begleiten oftmals exportorientierte Firmenkunden beim Eintritt in fremde Märkte
Unterscheidung nach Umfang und Ausmaß der Auslandsaktivität in: Korrespondenzverhältnis, Repräsentanz, Zweigstelle, eigenständiges Tochterinstitut
z.B. : holländische Großbank ABN AMRO Bank Geschäftsstellen in Aachen, Berlin, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, Münster, Stuttgart

Lettland führt den Euro ein
zum 1. Januar nächsten Jahres
erfüllt alle Maastrichter- Kriterien
Ministerpräsident Valdis Drombrovski begrüßt diese Entscheidung
verspricht sich Vorteile bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes
Staatsverschuldung lag 2012 bei 40,7 %, erlaubt sind 60%
das Defizit betrug 1,2 % des BIP, erlaubt sind 3%
Litauen wolle 2015 den Euro einführen
mehr als die Hälfte der Letten ist gegen die Einführung des Euro
Privatbanken
älteste deutsche Banken
zählen zu Geschäftsbanken
privatrechtlich organisiert
in Privat - und nicht genossenschaftlichen Besitz
Organisationsform: Personengesellschaft
hinter vielen: große Unternehmen + Banken als Mehrheitseigner, nicht mehr klassische Privatbankier
heute: 45 Privatbanken -> manchmal: Traditionsname existiert weiter aber Bank gehört eine Großbank- Gruppe an
z.B. : Walser Privatbank, Merkur Bank
Ist der Euro auf dem Weg in die Rubelzone?
Europa kämpft mit den Folgen der Schuldenkrise
an vorderster Front: die EZB
deren Rolle ist umstritten, vor allem das Versprechen des EZB- Chefes für die Euro Rettung alles zu tun
Thomas Mayer, führender Ökonom Deutschlands übt Kritik
die einzelnen Länder greifen immer mehr in die gemeinsame Kasse, EZB wird Selbstbedienungsladen
Zentralbanken werden das Geld nicht mehr stabil halten können
Geschäftsbanken:
alle in Deutschland tätigen Kreditinstitute
bieten alle gewöhnlichen Bankgeschäfte für Privat- und Firmenkunden an
privatrechtlich organisiert
größere Geschäftsbanken: meistens Aktiengesellschaften
aber auch: GmbH und Personengesellschaft
tätigt Einlagen- und Kreditgeschäfte, Wertpapiergeschäfte, Zahlungsverkehr, bankenmäßige Nebenleistungen (Depotgeschäft, Vermögensverwaltung)

Veröffentlichung von Sitzungsprotokollen?
Vertreter der EZB haben sich dafür ausgesprochen, die sonst geheimen Sitzungsprotokolle des EZB- Rates zu veröffentlichen
Protokolle sollen enthalten wer für was gestimmt hat und warum
Transparenz sei wichtig für die Effektivität der Geldpolitik, für das Vertrauen in Zentralbank
Thema ist umstritten
es wird gefürchtet, dass der Druck auf die einzelnen EZB- Vertreter steigen könnte
2.2 Beziehungen zwischen Geschäftsbanken und Zentralbank
2.3 Überblick über den Geldschöpfungsprozess
Im Prozess der Geldschöpfung tauchen nicht nur die Zentralbanken, sondern auch die Geschäftsbanken auf.
EZB führt Frauenquote ein
Finanzpolitik soll nicht länger Männersache sein
Anzahl von Frauen in Spitzenpositionen soll verdoppelt werden
bis Ende 2019:
im mittleren Management: 35% der Frauen
im oberen Management 28% Frauen
Berichten zufolge liegt der Anteil von Frauen in den Führungsebenen der Notenbank bei 17 und 14%
dem EZB- Rat gehörten seit der Gründung der Notenbank nur zwei Frauen an
aktuell keine Frau im EZB-Rat
unter den 14 Generaldirektoren nur 2 Frauen
es wird vermutet, dass die EZB versuchen wollen würde ihr Image aufzubessern
3.3 Grenzen der Geldpolitik der EZB - Kritik
Grenzen:
geldpolitische Entscheidungen beeinflussen das Preisniveau nur in mittlerer und langer Frist
in kurzer Frist wenig Einfluss auf allgemeines Preisniveau
-> unerwartete Ereignisse, die Preisniveau kurzzeitig beeinflussen, können nicht sofort neutralisiert werden
-> kurzfristige Abweichung der aktuellen Preisentwicklung
muss Geldpolitik an mittel- und langfristige Entwicklungen anpassen
Unsicherheit bezüglich der Wirkung von Zinsentscheidungen aufs Preisniveau und wirtschaftliche Aktivität
nur Zentralbanken bringen Banknoten und Münzen in Umlauf
Geschäftsbank: Bedarf an Bargeld -> Kredit bei Zentralbank
Zentralbank prüft Vorausetzungen für Kreditvergabe
sind gewährleistet, Zentralbank schreibt den Betrag als Sichteinlage gut
Geschäftsbank muss Kredit durch Hinterlegung von Pfändern sichern
Kreditgewährung und Gutschrift als Sicheinlage auf einem Konto = Schöpfung von Buch- oder Giralgeld -> Schöpfung von Zentralbankgeld
Sichteinlage kann bar ausgezahlt werden und zu Geschäftsbank gebracht werden -> vermindert Sichteinlagen bei Zentralbank
Geschäftsbank zahlt Banknoten und Münzen an Kunden aus
hat Geschäftsbank mehr Bargeld als benötigt, kann es zur Filiale der Zentralbank gebracht werden -> als Einlage gut schreiben lassen -> durch Einlage Kredit bei Zentralbank tilgen -> "Vernichtung" von Zentralbankgeld
2. Weg wie Zentralbank der Geschäftsbank zu Zentralbankgeld verhelfen kann: Zentralbank kauft Bank Vermögenswert ab -> Verkaufserlös wird gutgeschrieben -> Zentralbankgeld
Zentralbankgeld: Bargeld, das Banken in Kassen halten oder an Kunden ausgezahlt haben, also das gesamte von der Zentralbank ausgegebene Bargeld
zahlungsfähige Geldmenge M1: außerhalb des Banksektors zirkulierende Bargeld

Wie das Bargeld in Umlauf kommt
Wie das Buchgeld der Geschäftsbanken in Umlauf kommt
Großteil Zahlungen durch Buchung von Sichteinlagen von einem Geschäftsbankkonto zum anderen geleistet
Vorgang entspricht Entstehung von Zentralbankgeld
Geschäftsbank gewährt Kunden Kredit + schreibt Betrag als Sichteinlage auf Konto gut -> Buchgeld entsteht
Buchgeldschöpfung ist Buchungsvorgang
oder: Bank kauft Kunden Vermögenswert ab + schreibt Zahlbetrag gut
Kunde kann Betrag für Überweisungen nutzen oder bar abheben
Geschäftsbanken vergüten privaten Kunden ihre Sichteinlagen mit keinen/geringen Zinsen
Geschäftsbanken berechnen Kunden für Überweisungen, die von Konto abgehen oder eingehen keine/geringe Gebühren
Mindestreservepflicht
um zu verhindern, dass Geschäftsbanken übermäßig viel Geld schaffen -> Preisstabilität gefährdet
Geschäftsbank muss für Kredit Geld bei Zentralbank hinterlegen
beträgt 1% des Kredites
für Erfüllung der Mindestreservepflicht , sind Banken darauf angewiesen, dass das Eurosystem dem Bankensystem Kredite über "Refinanzierungsgeschäfte" gibt
Geschäftsbanken brauchen Zentralbankgeld um Bargeld zu beschaffen + Mindestreservepflicht zu erfüllen
aber nur Eurosystem schafft Zentralbankgeld -> beeinflusst systematisch Geschäftstätigkeit + Buchgeldschöpfung der Geschäftsbanken
2.4 Übertragungskanäle geldpolitischer Impulse - "Transmission" geldpolitischer Entscheidungen
Transmissionsmechanismus
Prozess, durch den sich geldpolitische Entscheidungen auf Wirtschaft auswirken
geldpolitische Impulse durch Transmissionskanäle übertragen -> Zinskanal, Kreditkanal, Wechselkurskanal, Vermögenskanal
Geldpolitik wirkt durch alle Kanäle unterschiedlich (abhängig von Finanzstruktur der Wirtschaftssubjekte / Laufzeit der Finanzinstrumente)
verschiedene Transmissionsansätze
Transmissionsstrategien sollen Vorstellungen der Zentralbank verwirklichen
Zentralbank bestimmt durch geldpolitische Interaktion den Güterbereich einer Volkswirtschaft nach ihren Zielen
wichtigstes Ziel: Preisniveaustabilität: nur durch indirekte Einwirkungen erreichbar (wird über Stationen, Banken, Nichtbanken erst verwirklicht)
Transmissionskanäle
Zinskanal:
Auswirkungen: Veränderung der Notenbankzinsen auf gesamtwirtschaftliche Nachfrage
erhöhter Leitzins: Einfluss auf Ertrags- Risikostruktur von Vermögensanlagen der Banken + Nicht-banken
Attraktivität kurzfristiger Anlageformen wächst + Nachfrage nach längerfristigen Wertpapieranlagen sinkt -> neues Ertrags- Risikogleichgewicht
Kursrückgang der Wertpapieranlagen -> Rendite steigt -> Interesse der Nichtbanken steigt
Zinserhöhung: Nachfragerückgang nach Sachkapital + langlebigen Konsumgütern + Interesse an renditestarken Wertpapieren höher
Unternehmen investieren in Finanzanlagen mit steigenden Zinsen als in Sachkapital -> Investitionsgüternachfrage gedämpft
Wechselkurskanal:
Wirkung des Wechselkurses auf Volkswirtschaft(vor Allem auf Preisstablität)
restriktive Geldpolitik: dementsprechende Veränderung der Offenmarktpolitik + Ständigen Fazilitäten -> steigende Zinsen, weil: Geschäftsbanken für Geldeinlagen bei der Zentralbank mehr Zinsen erhalten u. diese an Kunden weitergeben + Geschäftsbanken für Kredite mehr Zinsen zahlen müssen u. diese an Kunden weitergeben
allgemeines Zinsniveau steigt -> Aufwertung der Inlandswährung -> Verteuerung der Ausfuhren -> Auslandsnachfrage nach inländischen Produkten sinkt -> Exporte sinken -> binnenwirtschaftliche Preisdruck sinkt -> Import steigt
Vermögenskanal:
Geldpolitik übertragen durch Preise von Vermögenswerten
expansive Geldpolitik der Zentralbank -> Zinssenkung -> Anleihen im Vergleich zu Aktien weniger attraktiv -> Aktiennachfrage angekurbelt -> Preise von Aktien steigen
Zinssenkung -> Kosten der Wohnungsfinanzierung sinken -> Immobilienpreise steigen
Kreditkanal:
tranmissionstheoretischer Ansatz, der die besondere Rolle der Kreditvergabe der Geschäftsbanken im Transmissionsprozess herausstellt
bezieht sich vor allem auf restriktive geldpolitische Maßnahmen
Ausgangspunkt: Beobachtung, dass reale Wirkungen (z.B. Rückgang der Investitionen) bei der restriktiven Geldpolitik stärker ausfallen als bei nur mäßigen Marktzinsveränderungen zu erwarten wäre
Ursache: informationsbedingte Kreditangebotbeschränkungen der Geschäftsbanken -> Kreditselektion zu Lasten bestimmter Kreditnehmer/ Kreditrationierung
Die Arten werden unterschieden nach Strom- bzw. Bestandsgrößenorientierten Transmissionsstrategien.
Arten
Bestandsgrößenorientierte Ansätze:
1. Theorie der relativen Preise:
Gossen: Wirtschaftssubjekte handeln als Nutzenmaximierer
EZB will expansive Geldpolitik -> Einsatz von Instrumenten, die die Geldbasis beeinflussen -> Geldbasis M steigt
Zinsanlage bringt durch Kurssteigerungen weniger Rendite -> diese Anlagen verkauft und andere (Aktien, Immobilien) gekauft -> Preise für diese Güter steigen -> der Anleger sucht nach Objekten , die noch nicht im Preis gestiegen sind -> investiert in neue Güter
Problem: Preissteigerung erfasst auch die neuen Güter-> Konflikt mit dem Ziel der Preisniveaustabilität -> EZB handelt kontraktiv -> positiver Effekt wird wieder gebremst
Strategie wirkt nur kurzfristig positiv auf die Konjunktur -> langfristig keine Auswirkungen

2. Postkeynesianischer Ansatz:
Monetaristischer Ansatz nach J. Tobin
Vermögen = Mittelpunkt
Wirtschaftssubjekte: ideale Verteilung des Finanz- und Sachvermögens
neben Renditeerwartungen auch Risikoabschätzung wichtig -> Diversifikation des Vermögens
Risiko des Wirtschaftssubjekts -> Auswirkungen auf Substitutionsverhältnisse zwischen Aktivapositionen
Abgrenzung Finanzvermögen auf reine Nettovermögen
Vernachlässigung Konsumgüternachfrage
andere Art der Investitionsentscheidung
Erzeugung eines Zins- bzw. Risikogefälles zwischen Finanzaktiva und Sachvermögen
Stromgrößenorientierte Ansätze:
1. Kredittheoretischer Ansatz
Kreditgewährung = Bindeglied zwischen monetärem und realem Bereich
Kreditverfügbarkeit- und kosten sind wesentliche monetäre Determinanten der Ausgabetätigkeit, die von Zentralbank beeinflusst werden
Unternehmen finanzieren zum großen Teil ihre Nettoinvestitionen durch Kredite -> Geldpolitik: durch Einschränkung/Erweiterung des Spielraums für Kreditgewährung der Banken + Verteuerung/ Verbilligung der Kreditaufnahme -> Ausgaben der Unternehmungen reduzieren/erhöhen

2. Keynesianischer Ansatz:
Unterscheidung in: Transaktionskasse, Vorsichtskasse, Spekulationskasse
Halten von (Bar)Geld stiftet erstmal Nutzen
Individuum entscheidet zwischen Anlage in Geld (Spekulationskasse) oder in Wertpapieren
Steigender Marktzins bedeutet fallende Kurse
Erwartet Individuum fallenden Zins -> hält alles in Wertpapieren
Jedes Individuum hat eigene Erwartungen
3. Geldpolitische Instrumente
3.1 Arten, Wesen, Einsatz und Wirkungen geldpolitischer Instrumente

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit der Einteilung der Geschäftsbanken:
2.2. Beziehung zwischen Geschäftsbanken und Zentralbank
Geldschöpfungsprozess (siehe 2.3.) enge Beziehung
Geschäftsbanken können Kredit bei der Zentralbank aufnehmen + die Zentralbank prüft ob Geschäftsbanken Voraussetzungen dafür erfüllen
sind Voraussetzungen erfüllt, schreibt Zentralbank den Betrag als Sichteinlage gut -> Zentralbank gibt Zentralbankgeld an Geschäftsbanken
die Geschäftsbanken können aber auch Bargeld in der Zentralbank einzahlen -> Kredite tilgen
Zentralbank kann auch der Geschäftsbank Vermögenswerte abkaufen -> Zentralbankgeld an Geschäftsbank
Geschäftsbanken müssen Sicherheiten hinterlegen wenn sie Kredit aufnehmen
mit gemeinschaftlichem Bankenaufsichtsmechanismus einigten sich Mitgliedsstaaten der Eurozone auf zentrale Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank über Großbanken
Kritik:
Kritik an Aktivität der EZB
mangelnde Kommunikationspolitik
lässt Marktteilnehmer zu oft im Unklaren -> Unsicherheit
zu restriktive Geldpolitik
wenig expansive Geldpolitik betrieben
Kritik an Zwei- Säulen-Konzept
geringe Transparenz -> fehlende Eindeutigkeit
Übergang zu einer einzigen Säule wird gefordert
Kritik am Inflationsziel
2% zu niedrig
fordern Inflationsziel bis zu 3,5 %
erhoffen sich durch expansive Geldpolitik einen Aufschwung zu erzielen
Kritik an der zweiten Säule
EZB erreicht selbstgesteckten Geldmengen- Referenzwert oftmals selbst nicht
Kritik am Ankauf von Staatsanleihen am Sekundärmarkt (griechische, spanische, italienische, portugiesische)
Nach Art. 123 AEUV ist „der unmittelbare Erwerb von Schuldtiteln von [Regierungen der Mitgliedstaaten] durch die Europäische Zentralbank“ verboten
umstritten, ob unmittelbar oder mittelbar
aufgrund Zuspitzung der Eurokrise: Käufe von Staatsanleihen durch EZB wahrscheinlich einzige Option zu Krisenbekämpfung
Probleme des Stabilitätspaktes:
1. Problem
in jetziger Form: einheitliche Geldpolitik vorgesehen
Finanzpolitik unterliegt nationaler Regierung
Koordination zwischen EU und nationaler Ebene -> Herausforderung
Stabilitätspakt soll diese Koordination institutionell untermauern
Ziel: nachhaltige und solide Finanzpolitik der Mitgliedsstaaten
-> deswegen wichtig, weil Verschuldung eines einzigen Landes durch Gemeinschaft aufgefangen wird
-> Verschuldungsanreiz hoch
solch ein Verhalten stellt Problem dar, durch kurzfristige + wahlpolitisch geprägte Entscheidungen der Politiker (nicht interessiert an langfristiger Haushaltskonslioldierung)
Ergebnis: Expansive Fiskalpolitik zu Lasten EWU
2. Problem
Sanktionsmaßnahmen können Reduktion der Verschuldungsbereitschaft erzielen
SWP stellt solche bereit
Entscheidend für Erfolg dieser Maßnahme: Glaubwürdigkeit
Gewährleistung durch 2 Faktoren:
1. Sanktionen dürfen nicht zur Regel werden
-> Vorgaben des SWP sollten erfüllt werden, allerdings 3% Kriterium für Haushaltsdefizit zu unrealistisch
2. Art u. Weise der Sanktionsumsetzung sollte klar geregelt
3. Problem
weiterer Schwachpunkt: Verfahren zur Feststellung eines Defizits
beruht auf politischen Entscheidungen
Grund: Ermessensspielraum des Ministerrates
-> Kann auch bei Überschreitung 3% Grenze zu dem Schluss kommen, dass kein Defizit
zusätzlich innerhalb Defizitfeststellungsverfahren: Möglichkeit der strategischen Abstimmung
-> Grund: jedes Land, welches über anderes entscheidet kann auch einmal Defizitsünder sein
könnte zu einer nicht unabhängigen Entscheidung führen klare Verantwortungsübertragung
-> Verfahren sollte umgestellt werden -> Gewährleistung Unabhängigkeit und Transparenz
Offenmarktgeschäfte
Bereistellung von Zentralbankgeld über Offenmarktgeschäfte
Zentrum der geldpolitischen Operationen des Eurosystems
umfassen: Kredite, die durch Hinterlegung von Pfändern gesichert sind + Kauf/Verkauf von Wertpapieren durch Zentralbank am "offenen Markt"
Zentralbank kann Wertpapiere endgültig (outright) oder nur für bestimmte Zeit an- bzw. verkaufen (befristete Transaktion)
kauft Zentralbank der Geschäftsbank Wertpapiere ab -> schreibt sie der Geschäftsbank den Betrag auf Zentralbankkonto als Sichteinlage gut -> Zentralbankgeld
befristete Transaktion: verkaufende Geschäftsbank verpflichtet sich, Papiere nach bestimmter Zeit zurück zukaufen (Rückkaufvereinbarung) -> "Pensionsgeschäft/ repurchase agreement/ Repo"
Wertpapierpensionsgeschäft: Vorteil: Banken bekommen das Zentralbankgeld nur für Laufzeit zur Verfügung gestellt
Ende der Laufzeit: Kredit getilgt -> Sichteinlage der Geschäftsbank um Betrag vermindert -> Zentralbankgeld wird vernichtet
kurzlaufende Geschäfte erleichtern dem Eurosystem Steuerung des bereitgestellten Zentralbankgeldes + des Zinses
haben keinen direkten Einfluss auf Wertpapierkurs am Markt
Differenzierung der Offenmarktgeschäfte
Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Haupttender)
Eurosystem stellt Zentralbankgeld größtenteils über befristete Geschäfte bereit
Laufzeit: 7 Tage
Zuteilung eines neuen Geschäfts: Eurosystem kann veränderten Bedarf an Zentralbankgeld berücksichtigen
Zinssatz: einer der Leitzinsen -> nur EZB- Rat kann über Veränderung entscheiden -> oft hebt/senkt er dann auch die anderen Leitzinsen im selben Maße
Zins der wöchentlichen Hauptrefinanzierungsgeschäfte signalisiert geldpolitischen Kurs des Eurosystems
EZB- Rat hebt Leitzinsen -> "Straffung" der Geldpolitik; Senkung -> "Lockerung" der Geldpolitik
Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte (Basistender)
stellen Bankensystem längerfristig Zentralbankgeld zur Verfügung
vor Ausbruch Finanzkrise: Laufzeit: 3 Monate -> kleiner Anteil am gesamten Refinanzierungsvolumen
während Finanzkrise: Anteil erhöht durch Laufzeiten von 6 und 12 Monaten + Laufzeiten, die Mindestreserveperiode abdeckten
wegen Staatsschuldenkrise Ende 2011/Anfang 2012: Eurosystem stellte Geschäftsbanken über zwei Geschäfte Zentralbankgeld mit Laufzeit von 3 Jahren zur Verfügung
Feinsteuerungsoperationen (Schnelltender)
eingesetzt, um Auswirkungen unerwarteter Schwankungen des Bedarfs an Zentralbankgeld auf Zinssätze auszugleichen
damit kann Zentralbankgeld abgeschöpft/zugeführt werden
Feinsteuerung mit Ziel Liquiditätsbereitstellung: kurzfristige Kreditvergabe
Abschöpfung von Liquidität: Geschäftsbanken können Termineinlagen annehmen
Devisenswapgeschäften: Eurosystem übernimmt von Banken für kurze Zeit Devisen gegen Gutschrift von Sichteinlagen in Zentralbankgeld -> Ende der Laufzeit: Banken müssen Devisen zurücknehmen, zu Lasten der Sichteinlagen
Eurosystem kann Devisen aus eigenem Bestand für befristeten Zeitraum verkaufen -> Zentralbankgeld zeitweise abschöpfen
Strukturelle Operationen
dienen dazu, Bedarf der Banken an Zentralbankgeld längerfristig zu beeinflussen
Bedarf so niedrig, dass Banken kaum noch auf Refinanzierungsgeschäfte angewiesen sind -> geldpolitische Instrumente können nicht in gewünschter Form greifen
Abhilfe: Verkauf von Schuldverschreibungen -> Geschäftsbanken müssen Kaufpreis aus ihren Einlagen in Zentralbankgeld entrichten -> verringert Bestand von Zentralbankgeld dauerhaft -> Geschäftsbanken sind zur Deckung ihres Bedarfs an Zentralbankgeld stärker auf wöchentliche Refinanzierungsgeschäfte angewiesen
Verfahrensweise bei Tendergeschäften
Abwicklung von offenmarktpolitischen Transaktionen als Tender (Versteigerungsverfahren) oder bilaterale Geschäfte (Direktabschluss)
normalerweise: Versteigerungsverfahren -> mehrere Varianten
"Zinstender mit Mindestbietungssatz": Eurosystem sagt, wie viel Zentralbankgeld es bereit stellen wird + welchen Zins Bank bieten muss, um bei Versteigerung berücksichtigt zu werden
Geschäftsbanken geben Gebote "im verschlossenen Umschlag" ab -> gewünschte Menge an Zentralbankgeld + welchen Zinssatz sie bieten
Eurosystem teilt "von oben" zu bis geplante Zuteilungsvolumen ausgeschöpft ist
Bank bietet zu niedrige Zinsen -> evtl. nicht berücksichtigt
Zinstender: Gebote zu einheitlichem Satz/ individuellen Bietungssätzen der Banken zugeteilt -> Eurosystem nutzt Letzteres
trägt marktwirtschaftlichen Prinzip der Steuerung von Angebot + Nachfrage über Preise Rechnung
alternatives Versteigerungsverfahren: Mengentender: Eurosystem legt Vorhinein fest: Zins + Betrag an Zentralbankgeld, den sie zahlen will
Banken nennen in Geboten: Menge an Zentralbankgeld, die sie mit Zins erhalten möchte
übersteigt Summe der Gebote das Gesamtzuteilungsvolumen -> Einzelgebote anteilig bedient
Finanz- und Bankenkrise: Eurosystem wieder zu Mengentendern übergegangen mit Vollzuteilung -> kein festgelegtes Gesamtzuteilungsvolumen, jede Bank bekommt gewünschten Betrag wenn sie die vorgeschriebenen Sicherheiten als Pfand hinterlegen kann
Möglichkeiten der Durchführung der Tender: "Standardtender" -> alle zugelassenen Geschäftspartner des Eurosystems können teilnehmen
Laufzeit + Geschäftsabwicklung (Ankündigung bis Gutschrift): 3 Tage
"Schnelltender" Teilnehmerkreis kann auf bestimmte Institute begrenzt werden
innerhalb von 90min durchgeführt
Eurosystem kann kurzfristig auf überraschende Entwicklungen + Krisensituationen reagieren
Ständige Fazilitäten
dienen Bereitstellung/ Abschöpfung von Zentralbankgeld bis zum nächsten Geschäftstag
von Geschäftsbanken auf eigene Initiative + nach eigenem Ermessen in Anspruch genommen
geldpolitische Funktion: Zins für kurzlaufende Interbankkredite ("Tagesgeld") eine Ober- bzw. Untergrenze zu setzen
Differenzierung der Ständigen Fazilitäten
Spitzenrefinanzierungsfazilität
Bank kann "über Nacht" auf eigene Initiative Kredit bei Zentralbank aufnehmen, um kurzfristigen Bedarf an Zentralbankgeld abzudecken
Hinterlegung von Pfändern
am nächsten Tag: Kredit muss getilgt werden
Zinssatz ist höher als für Hauptrefinanzierungsgeschäfte
bildet Obergrenze für Tagesgeldzins
Einlagefazilität
Banken können überschüssige (unverzinste) Sichteinlagen auf ihrem Zentralbankkonto bis zum nächsten Geschäftstag auf speziellem Konto bei Zentralbank zu festen Zins anlegen
Zins ist niedriger als Satz des Hauptrefinanzierungsgeschäfts
bildet Untergrenze des Tagesgeldzinses -> verhindert starkes Absinken dieses Zinses
Zinssatz der Einlagefazilität ungünstiger als Satz für Tagesgeld am Geldmarkt -> vor Ausbruch der Finanzkrise: kein Grund Einlagefazilität stärker zu nutzen -> hat sich mit Finanzkrise geändert
Geldmarktsteuerung des Eurosystems
normalerweise: Eurosystem versorgt Banken über Refinanzierungsgeschäfte mit Zentralbankgeld, dass sie Mindestreserve -Soll und Bargeldbedarf abdecken können
weniger Geld in Mindestreserveperiode: Banken müssten Fehlbetrag über Spitzenrefinanzierungsfazilität beschaffen -> Tagesgeldzins höher als Zins des Hauptrefinanzierungsgeschäfts -> Leitzins nicht länger "Anker" für Zinsen für Tagesgeld am Geldmarkt+ übrigen Marktzinsen
Überversorgung mit Zentralbankgeld: Überschussbetrag in Einlagefazilität anlegen, um Zins zu erwirtschaften -> Tagesgeldzins unter Zins des Hauptrefinanzierungsgeschäfts
Eurosystem bemisst Zuteilung von Zentralbankgeld genau
nötigenfalls: Ende der Mindestreserveperiode: Feinsteuerungsoperationen führt Zentralbankgeld zu/entzieht es
Geldmarktzinssatz für Tagesgeld eng am Satz für Hauptrefinanzierungsgeschäfte
Ober- bzw. Untergrenze für kurzfristige Zinsen am Geldmarkt: Zinsen der Spitzenrefinanzierungs- bzw. Einlagefazilität
Zusammenhang ermöglicht Eurosystem die Steuerung von kurzfristigen Geldmarktsätzen
Ausbruch Finanzkrise: Geldmärkte funktionierten nicht mehr reibungslos -> Eurosystem wollte verhindern, dass Bank in Liquiditätsnot gerät -> Mengentender mit Vollzuteilung bei Offenmarktgeschäften
Banken deckten sich mit viel Zentralbankgeld ein -> Liquiditätsüberschüsse -> Überschüsse in Einlagefazilität
wichtigster Zins für Tagesgeld: unter Zins des Hauptrefinanzierungsgeschäfts gefallen, denn Banken mit überschüssiger Liquidität können im Geldhandel mit Banken guter Bonität keine höheren Zinsen durchsetzen
Mindestreservepolitik
Mindestreservepflicht: zentraler Bestandteil des geldpolitischen Handlungsrahmens des Eurosystems
regelt, dass Banken bestimmte Mindesteinlage auf Zentralbankkonto halten müssen
Banken: dauerhaft stabiler Betrag an Zentralbankgeld -> müssen direkt/indirekt an Refinanzierungsgeschäften teilnehmen -> Eurosystem kann über Veränderung der Leitzinsen Einfluss auf Wirtschaftsgeschehen + Entwicklung des Preisniveaus nehmen
Eurosystem kann Umfang der Mindestreserve ändern -> beeinflusst Bedarf der Geschäftsbanken an Zentralbankgeld
Berechnung der Mindestreserve
ergibt sich aus: reservepflichtigen Verbindlichkeiten einer Geschäftsbank -> gemessen am Ende eines Monats
reservepflichtig: täglich fällige Kundeneinlagen, Schuldverschreibungen (Laufzeit bis 2 Jahre), Geldmarktpapiere -> mit Mindestreservesatz multipliziert
Betrag muss als Einlage bei Zentralbank vorhanden sein
Mindestreserveperiode: von zweiten Mittwoch eines Monats bis zweiten Dienstag des folgenden Monats
Mindestreservesatz seit Januar 2012: auf 1% gesenkt -> Geschäftsbanken müssen weniger Zentralbankgeld beschaffen + weniger Sicherheiten hinterlegen
Pufferfunktion der Mindestreserve
Mindestreserve: nicht jeden Tag in voller Höhe als Einlage auf Zentralbankkonto vorliegen -> im Durchschnitt über die gesamte Mindestreserveperiode -> Flexibilität, Reserveguthaben wirkt wie Puffer
Bank fließt Zentralbankgeld ab (wegen Zahlungsverkehr von Kunden) -> mindert bestehende Zentralbankgeld- Einlage -> Bank kann Einlage durch Kreditaufnahme am Geldmarkt sofort wieder erhöhen/ abwarten, ob demnächst wieder Zentralbankgeld zufließt
Mindestreserve nur im Durchschnitt vorhanden -> Bank muss nicht ständig am Geldmarkt aktiv sein -> Stabilisierung der Geldmarktzinsen
am letzten Tag der Mindestreserveperiode muss Mindestreserve- Soll im Durchschnitt erfüllt sein
Mindestreserve- Einlagen werden verzinst (Zinssatz Hauptrefinanzierungsgeschäfte)
Geschäftsbanken: durch Mindestreservepflicht kein Zins- und Wettbewerbsnachteil gegenüber Banken ohne Mindestreservepflicht
höhere Einlage als Mindestreserve- Soll: Überschuss wird nicht verzinst -> Banken leihen überschüssige Liquidität an andere Banken aus/ legen Überschuss in Einlagefazilität an
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